03. November 2020 Lesezeit: ~3 Minuten

Blick von außen mit Heiner Hauck, Mappenbauer
Blick von außen

 
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Blick von außen mit Heiner Hauck, Mappenbauer

Noch bevor der Corona-Lockdown in die zweite Staffel gegangen ist, haben wir für den Blick von außen eine Reise in die Hauptstadt unternommen. Dort haben wir die wahrscheinlich berühmteste Buchbinderwerkstatt des Landes besucht: Wir waren bei Heiner Hauck Portfolios.

Vor Ort sprachen wir mit Heiner Hauck und seinem Werkstattleiter Markus Rottmann. Wir diskutierten, warum es für Fotografierende nach wie vor wichtig ist, eine Mappe zu besitzen, welche konkreten Anwendungszwecke es gibt und was die beiden mit Brad Pitt, Olafur Eliasson oder Nan Goldin zu tun haben.

Anschließend durften wir, mit Videokamera und Audioequipment bewaffnet, einen Blick in die Werkstatt werfen und den Prozess des Mappenbaus beobachten. Aus dem Material haben wir ein Video für Euch geschnitten.

Aufgrund mehrfacher Nachfrage habe ich das Gespräch erstmals mit Kapitelmarken versehen. Im Folgenden findet Ihr meine Fragen nach Zeitstempel sortiert. Gebt uns gern eine Rückmeldung: Hilft Euch die Aufteilung in mehrere Segmente?

Kapitelmarken

1:50 Wofür brauchen Fotografierende heute noch Mappen?
3:10 Wie unterscheiden sich Eure Mappen von denen anderer Anbieter wie Whitewall und Blurb?
5:40 Was entgegnet Ihr jemandem auf die Aussage „Ich kann mit dem iPad zur Kundschaft gehen“?
8:10 Wie bist Du auf die Idee gekommen, mit Portfoliomappen Dein Geld zu verdienen?
11:50 Markus, wie bist Du zum Buchbinden gekommen?
13:35 Der Markt hat sich mit den Jahren mehrfach gedreht. Wie wirkt sich das auf Euch aus?
18:00 Was sind Fragen, die ich für mich beantworten muss, ehe ich eine Mappe bestellen kann?
20:35 Wer sind die häufigsten Abnehmer*innen Eurer Produkte?
23:50 Wie läuft eine typische Bestellung ab?
29:10 Gibt es Aufträge, die besonders in Erinnerung geblieben sind?
31:20 Ihr fälscht auch gelegentlich Pässe oder baut Hitlers Schreibtisch nach?
36:20 Nehmt Ihr die Bilder noch wahr oder sind das für Euch Objekte, die abgeheftet werden?
40:30 Denkt Ihr, dass Eure Produkte auch Teil der Kunstwerke werden oder die Kunst selbst sind?
45:00 Markus, seit 2011 bist Du Werkstattleiter an der Universität der Künste in Berlin. Was gibt Dir die Kunstakademie, was Dir Deine Werkstatt nicht geben kann?
49:40 Hast Du noch ein paar kuriose Aufträge in Erinnerung?
50:50 Wie seid Ihr durch die Corona-Krise gekommen?
53:50 Gibt es für Euch eine Grenze, was Extravaganzen angeht?
58:50 Was wolltet Ihr schon immer mal an Fotografierende loswerden?

Blick in eine WerkstadtEin Hammer und Pappteile liegen auf einem Tisch

Shownotes

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8 Kommentare

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  1. Hallo Sebastian,

    ein interessanter Beitrag: spannendes Thema und angenehme Gesprächspartner. Habe ich einfach mal reingehört, da ich selber gerade eine Fotoreportage über einen Künstler mache, der Skulpturen aus Fundsachen (Holz und Metall) macht. Und meine Bilder sehen so ähnlich wie die hier gezeigten aus ;-))

    Sehr hilfreich finde ich die Kaptitelmarken, denn eine Stunde nur zuhören ist doch ganz schön lange. Das Video mit der Werkstattführung hat mir auch sehr gefallen. Gibt einen guten Einblick in die Arbeitweise der Mappenbauer (heißt das wirklich so?)

    Es war für mich der erste „Blick von außen“, werde aber in die anderen auch mal reinhören.
    Daher freue ich mich auf weitere Beiträge dieser Art …

    Schöne Grüße
    Elke

    • Hi Elke,
      vielen Dank für deine Rückmeldung und das Lob zum Podacst.
      Kapitelmarken bleiben drin :)

      Viel Spaß auch bei den nächsten „Blick von Außen“!
      Der nächste kommt schon in der nächsten Woche!

      Beste Grüße
      Sebastian

  2. Hallo Sebastian,

    ein tolles und angenehmes Gespräch, ich als Hobbyfotograf will auch SOFORT eine Mappe haben😊!
    Die Unterteilung in Segmenten hilft mir persönlich ungemein, so muss ich nicht lange nach meinen Gesprächspunkten suchen, super! Meine Zettelwirtschaft mit den Minutenangaben (ohne Thema🙄) hat ein Ende….
    Herzlichst
    Christina

    • Hi Peter,
      die selbst gedruckten Bilder sind vierfach gelocht (kann man mit einem handelsüblichen Locher machen). Einfach einmal von oben lochen, einmal von unten und schwupps hat man vier Löcher.
      In der Bindung sind vier Schrauben, die geöffnet und geschlossen werden können.
      Idealerweise falzt man die Seiten noch einmal nahe den Löchern, damit sie besser fallen. Dafür kann man sich ein Falzbein für ca. 5€ im Künstlerbedarf bestellen.
      Hoffe das hilft :)
      Lieben Gruß
      Sebastian

      • Hi Sebastian,

        vielen Dank für die ausführliche Antwort. 2 Fragen hätte ich allerdings doch noch… ;)

        Wieviele Prints passen so ungefähr in eine normal dicke Mappe (Will meine Mappe mit Prints auf Hahnemühle FineArt Baryta füllen)?

        Die Bindung nimmt ja auf der linken Seite etwas Platz vom Papier weg. Damit das Bild zentriert auf dem Print erscheint, müsste es also etwas nach rechts gerückt werden?

        LG

        Peter

        PS: Dein Buch liegt noch ungeöffnet hier. Das habe ich mir für die ruhige Weihnachtszeit aufgehoben!

    • Hi Peter,
      zu deiner ersten Frage kann ich dir keine ganz klare Antwort geben. Da ist jeder Jeck anders, wie man hier in Köln zu sagen pflegt.
      Meine fasst ca. 30 A3 quer Seiten und ich hatte nie das Gefühl zu wenig zu zeigen. Heiner Hauck hat mir mal gesagt 50 Seiten sei die Regel (glaub ich), aber am besten rufst du da einfach an und lässt dich beraten. Die sind wirklich super.

      Und zur zweiten Frage: exakt. Je nach Größe geht ein Bindungsrand verloren. Ich messe immer ab dem Falz, d. h. wenn der Falz (sagen wir mal) 2 cm innen liegt, dann rechne ich von da nach außen wieder eine neue Mitte aus.

      Und zu deinem PS :) Danke, das freut mich. Ich hoffe es hilft ;-) Viel Spaß damit!