21. Oktober 2020 Lesezeit: ~1 Minute

Der erste Eindruck: „Be Happy!“ von Igor Samolet

Wenn es Bücher gibt, die mich so schnell nicht mehr losgelassen haben, dann war „Be Happy!“ von Igor Samolet auf jeden Fall eins davon. Nicht, weil ich es mehrmals aus dem Regal holen musste, um des nochmal und nochmal anzusehen, sondern weil mich die Bilder verfolgt haben. Und es sind wilde Bilder!

Der Fotograf hat sich mit einer Gruppe junger Erwachsener aus einer Stadt im Norden Russlands angefreundet und sie bei ihrem nächtlichen Treiben fotografiert. Drei Jahre lang ist er mit ihnen durch verlassene Häuser gezogen, hat wilde Partys gefeiert und anschließend die harten Tage mit Kater verbracht. Herausgekommen ist ein Bildband, zu dem man viel sagen kann, wenn einem die Worte nicht erst einmal fehlen.

Ich habe das Buch dem Portraitfotografen Ben Hammer in die Hand gegeben und seinen ersten Eindruck gefilmt. Auch wenn er aus einer ganz anderen Ecke der Fotografie mit viel Inszenierung kommt, hat er sich auf das Experiment eingelassen. Vielen Dank dafür!

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1 Kommentar

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  1. Hallo Katja & Ben,

    ein spitzen ungestellter „Eindruck“ ist das geworden!

    Wenn ich mir vorstelle, an Ben´s Stelle gewesen zu sein, man, was sagt man bei SO EINEM Buch? Echt krass. Und es stimmt, dieses nicht selbsterklärende Einsortieren der sichtbaren Absurdität gibt dem Buch und den wilden Fotos eine Wucht, die den Betrachter ziemlich alleine läßt in seinem Schock. Wahrscheinlich (ich kann die Fotos im Video nicht gut sehen) zeigt sich eine Welt, die wir real kaum nachempfinden können, da nicht erlebt. Ähnlich der Fotos von Kriegsberichterstattern. Die Bilder sind schon schlimm, aber die Gewchichte dahinter ist die eigentliche Tragödie. So wird das wohl auch beim Buch sein.

    Danke für die kurzweiligen 14:39min !!

    Herzlich, Dirk