25. November 2021 Lesezeit: ~1 Minute

Carsten Nichte sieht „Nachtfahrt“ von Josef Šnobl

Als Josef Šnobl im Alter von 25 Jahren nach Deutschland kam und Fotografie studierte, begann er nebenbei das Taxifahren. Während seinen nächtlichen Fahrten durch Köln hatte er immer eine kleine Taschenkamera dabei und hielt dabei nicht nur die vorbeiziehenden Straßen fest, sondern auch seine oftmals betrunkenen und verwirrten Fahrgäste.

25 Jahre lang fuhr er sie und schrieb die Geschichten, die er dabei erlebte, auch auf. Ende 2019 veröffentlichte er im Verlag Emons eine Mischung aus Bildband und Tagebuch. Ein außergewöhnliches Buch voller Melancholie, das eine neue Sicht auf den Beruf des Taxifahrens gibt. Für unser Videoformat „Der erste Eindruck“ habe ich es dem Fotografen Carsten Nichte gezeigt.

Wie inspirierend das Buch ist, zeigt auch das fringe ensemble aus Bonn. Sie zeigen in den nächsten Tagen ein vom Bildband inspiriertes Theaterstück. Karten sind noch erhältlich.

Informationen zum Buch

„Nachtfahrt: Ein Taxi Blues“ von Josef Šnobl
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Seiten: 240
Maße: ca. 17 x 23 cm
Verlag: Emons
Preis: 25 €

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8 Kommentare

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  1. Bin gerade etwas schockiert. ich wußte nicht, dass Josef Šnobl gestorben ist.

    November 2019 habe ich mein Exemplar von „Nachtfahrt“ noch direkt beim Fotografen bestellt. Auch nach zwei Jahren ist es für mich immer noch eines der schönsten Bücher. Eigentlich kein reines Fotobuch, die Texte sind genauso wichtig. Exzellent geschriebene Stories, atmosphärische Fotos, Blues-Feeling pur.

    Noch was zu diesem Format: Ich nutze ungern und selten Videos oder Podcasts. (Wenn es nicht um Šnobls „Nachtfahrt“ gegangen wäre, hätte ich mir das nicht angeschaut.) Leuten zuzuschauen, wie sie in Fotobüchern blättern und dabei überlegen was sie dazu sagen könnten, da ist für meinen Geschmack einfach zu viel Leerlauf drin. Manche mögen das spannend finden, mir dauert das einfach zu lang. Trotzdem danke fürs zeigen.

      • Lieber fünf Minuten lesen, als 15 Minuten Video gucken. Spart doch jede Menge Zeit. Auch finde ich Texte einfacher zu handhaben:
        – ich kann sie überfliegen, querlesen, merke recht schnell, ob sie für mich interessant und lesenswert sind.
        – uninteressante Absätze kann ich einfach überspringen
        – ich kann wichtige oder unklare Stellen mehrmals lesen ohne lästiges vor- und zurückspulen.

        Zugegeben, kann es auch anstrengend sein, längere Texte am Bildschirm zu lesen. Ich verstehe schon warum manche lieber Videos schauen. Ich bin wohl schon etwas „old school“ und bestimmt nicht repräsentativ für die Mehrheit der kwerfeldein-Leser.

      • Da ist jeder anders getaktet. Ich lese gern (und sehr schnell).
        Andere hassen es zu lesen.

        YouTube-Videos stelle ich meist auf doppelte Geschwindigkeit.

  2. Total klasse, ich habe mich vor allem gefreut, nochmal ein Buch mit schwarzen Seiten zu sehen! Mich hat das stark an meine Kindkeit und die Fotoalben meiner Eltern und Großeltern erinnert, denn die waren fast alle mit schwarzen Seiten. Stumpfes Papier, fast schon wie Pappe, aber halt dünner. Das Thema Nachfahrt und all´seine Hintergründe passt da famos hinein!

    Schön, dass ihr beide noch das Geheimnis der Codes entdröseln konntet… ;-)

    LG, Dirk