13. September 2020 Lesezeit: ~4 Minuten

browserfruits 37.2020

Die Gewinner unserer Buchverlosung sollten ihre Ausgabe des Exemplars „Eins reicht.“ nun bereits in den Händen halten. Für alle, die kein Glück hatten: Seid nicht traurig, sicher gibt es in Zukunft weitere Gewinnchancen. Und wenn es Euch genau dieses Buch angetan hat, dann unterstützt doch den Autoren und bestellt das Buch direkt über seine Webseite. Jetzt geht’s aber weiter mit unseren browserfruits.

 

Linktipps

• Robert Capa machte die berühmten Bilder von Soldaten am D-Day. Doch der Mythos des bekannten Kriegsfotografen hat Kratzer bekommen. Die Deutsche Welle fragt: Zu Recht? → ansehen

• Wer als Modell für Stockfotos posiert, bekommt wenig Geld, aber manchmal unerwartete Aufmerksamkeit. Der „distracted boyfriend“ wurde ebenso zum unfreiwilligen Meme-Hype wie ein gequält lächelnder Rentner aus Ungarn. Spiegel Online berichtet. → ansehen

• Der äthiopische Fotograf Yonas Tadesse dokumentiert seit Beginn der Corona-Pandemie Ärzt*innen und Rettungskräfte im Kampf gegen das Virus. The Guardian zeigt seine Reihe, die sich auf die Taskforce des Eka-Kotebe-Krankenhauses in Addis Abeba konzentriert. → ansehen

• Übermedien berichtet über Frauen im Fotojournalismus: Fotografinnen bekommen weniger Aufträge, verdienen weniger Geld, müssen sich gegen Stereotype wehren und verlassen den Beruf häufiger als männliche Kollegen. → ansehen

• Instagram ist nur etwas für junge Leute mit durchtrainierten Körpern? Von wegen! Digitalaffine Senioren haben das soziale Netzwerk entdeckt. Eine Auswahl der unterhaltsamsten „Granfluencer“. → ansehen

• Ein Wettbewerb, auf den ich jedes Jahr erneut mit Freude warte: Der Comedy Wildlife Wettbewerb. Humorvolle Tierfotografie, bei der man einfach lachen muss. → ansehen

• Der Fotograf Pascal Kerouche hat Pech im Glück. Die Vorverkäufe seines neuen Buches liefen so gut, dass Paypal das Geld erst einmal eingefroren hat, wegen ungewöhnlicher Umsätze. → ansehen

• Sie reisten 24.000 km durch die USA, um der Zerrissenheit des Landes auf die Spur zu kommen. Bei Spiegel Online erzählen die Fotograf*innen Mathias Braschler und Monika Fischer von Familien, die sich selbst an Thanksgiving aus dem Weg gehen. → ansehen

• Zwischen 1985 und 1996 war Jeff Katz der Hausfotograf eines Genies. Ein Gespräch über Prince in Südfrankreich, Prince im Wilden Westen und Prince als Rollschuh-fahrender Batman hat der Rolling Stone. → ansehen

• 3,2 Gigapixel: Die größte Digitalkamera der Welt macht ihre ersten Aufnahmen. Und jetzt ratet mal, was man damit fotografiert – richtig, Blumenkohl. → ansehen

 

Buchempfehlungen

In „The Adventures of Guille and Belinda and The Illusion of an Everlasting Summer“ begleitet die Fotografin Alessandra Sanguinetti die beiden Cousinen Guillermina und Belinda aus Argentinien im Alter von 14 bis 24 Jahren. Sie zeigt den Alltag der beiden, während sie junge Liebe, Schwangerschaft und Mutterschaft erleben. Das Buch ist im Verlag Mack erschienen und kostet 60 €.

Für „Feste – Festivals: Riten und Wallfahrten“ bereiste Martin Kulinna mit seiner Kamera Orte, an denen kulturelle Vielfalt gelebt wird. Seine Bilder zeigen uns Menschen, die sich gegen den globalen Trend stemmen, die an den Ritualen und Bräuchen ihrer Ahnen festhalten und sich mit ihren Kostümen, Tänzen und Gesängen stolz als eigenständige Wertegemeinschaft behaupten. Das Buch ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen und kostet 25 €.

 

Ausstellungen

Look at Me: Contemporary Portrait Photography
Zeit: 9. September – 31. Oktober 2020
Ort: ARTCO Aachen, Seilgraben 31, 52062 Aachen

Helga Paris: Notizen
Zeit: 10. September – 18. Dezember 2020
Ort: Kicken Berlin, Kaiserdamm 118, 14057 Berlin

Harald Hauswald
Zeit: 12. September 2020 – 23. Januar 2021
Ort: C/O Berlin, Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin

Michael Danner: Migration as Avant-Garde
Zeit: 12. September 2020 – 23. Januar 2021
Ort: C/O Berlin, Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin

Thomas Ruff
Zeit: 12. September 2020 – 7. Februar 2021
Ort: K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Grabbeplatz 5, 40213 Düsseldorf

 

Drüben auf Instagram

@gretchenmgreer – Gretchen inszeniert sich auf ihrem Instagramkanal als Mutter und Frau und erschafft dabei sehr poetische Bilder.

 

Videos

ARTE zeigt ein Portrait der Kriegsfotografin Lee Miller.

 

Jessica Kobeissi fordert den Fotografen Vuhlandes heraus, mit einer 10$-Spielzeugkamera zu fotografieren.

 

Das Titelbild stammt von Idzard Schiphof. Vielen Dank!

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4 Kommentare

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  1. Zu „Robert Capa – Fotograf des Zweiten Weltkriegs“

    Zwei Leseempfehlungen

    Russische Reise von John Steinbeck (Autor) und Robert Capa (Fotograf)

    Zwei berühmte amerikanische Reporter, Schriftsteller der eine, Fotograf der andere, reisen 1947 einige Wochen durch das Rätsel Sowjetunion. Sie wollen die Befindlichkeiten und das Leben des russischen Volkes dokumentieren, misstrauen sie doch der antikommunistischen Propaganda ihrer Regierung. Den beiden war aufgefallen, »dass es einige Dinge in Russland gab, über die niemand schrieb, und dass es gerade diese Dinge waren, die uns am meisten interessierten. Was tragen die Leute dort? Was tischen sie zum Abendessen auf? Feiern sie Feste? Wie lieben sie, und wie sterben sie?«.

    Wenn man das Buch liest, hält man es vom Schreibstil nicht für möglich, dass es Ende der 1940er Jahre entstanden ist. Vielleicht trägt auch die Übersetzung dazu bei. Das Buch gibt eine kleine Ahnung, was für ein Schlitzohr, Filou Robert Capa war …

    Warten auf Robert Capa

    Paris Mitte der Dreißigerjahre ist das kreative Zentrum der Avantgarde: Künstler, Fotografen, europäische Juden und gestrandete Exilanten bevölkern die Cafés der Rive Gauche. Hier treffen der ungarische Jude André Friedman, alias Robert Capa, und die vor der Gestapo geflohene deutsche Jüdin Gerda Taro aufeinander. Es ist der Beginn einer leidenschaftlichen Liebe. Als in Spanien der Bürgerkrieg ausbricht, beschließt das Paar, als Fotoreporter gemeinsam an die Front zu gehen. Capa wird zum gefeierten Starfotografen, Taro zur ersten Frontfrau ihrer Zunft. Doch bei ihrem wagemutigen Einsatz riskieren die beiden Liebenden jeden Tag ihr Leben …

    Man könnte vermuten, dass Gerda Taro die bessere Fotografin als Robert Capa war. In der Zeit ein Unding ;-) Eine Frau in einer Sache besser als ein Mann ;-)

  2. Blogartikel dazu: Links am Morgen | Buddenbohm & Söhne