15. Juni 2018 Lesezeit: ~4 Minuten

Visual Trend: Multilokalismus (Anzeige)

Als Fotograf*innen sind für uns die visuellen Entwicklungen auf der ganzen Welt unglaublich wichtig. Was ist aktuell auf dem Markt relevant und in welche Richtung entwickelt sich die Nachfrage? Adobe Stock hilft uns, auf dem Laufenden zu bleiben und stellt in der Artikelserie „Visual Trends“ die aktuellen visuellen Entwicklungen vor.

In der dritten von insgesamt sechs Folgen der Visual Trends geht es dieses Mal um Multilokalismus und die Frage, was es bedeutet, im Jahr 2018 multilokal zu sein und in welcher Weise die neue Vorstellung der Welt als Dorf unsere visuelle Kultur prägt. Auch in den Arbeiten von Fotograf*innen weltweit spiegelt sich dieser visuelle Trend wider, indem sie authentische Bilder mit Respekt vor der lokalen Kultur einzufangen, die das immer tiefere globale Bewusstsein der Menschen ansprechen.

Ländergrenzen spielen für uns in Deutschland zum Glück kaum eine Rolle mehr. Die Welt rückt näher und wie haben heute die Möglichkeit, die ganze Welt zu bereisen. Dank moderner Technologie können wir von zuhause aus Kontakte auf anderen Kontinenten knüpfen und sie auch halten. Gerade in der Fotografie sind die weltweiten Verbindungen untereinander so wichtig und inspirativ. Wie oft stellen wir im Magazin neue Ideen, Konzepte und Techniken aus allen Ecken der Welt vor!

Was bedeutet es, multilokal zu sein?

Während wir laufend kulturelle und geografische Grenzen überwinden, entwickeln immer mehr von uns eine komplexe globale Identität mit einer wachsenden Aufmerksamkeit für andere Kulturen. Gleichzeitig suchen wir aber auch nach authentischen Momenten im lokalen Umfeld sowie auf Reisen.

Wenn beide Elternteile aus ganz unterschiedlichen Regionen stammen und man im Laufe des eigenen Lebens mehrmals von einem Land in ein anderes umgezogen ist, wie antwortet man dann auf die Frage, woher man kommt? Statt eines Ortes können oftmals nämlich eher Beziehungen, Umstände und Erfahrungen das Gefühl von einem Zuhause vermitteln.

Alltagslebens in London

Für den Fotografen und Adobe Stock Premiumanbieter Andy Smith besteht Multilokalismus im Grunde aus einer Verbindung:

Multilokalismus ist für mich der Umstand, dass an einem Ort so viele verschiedene Menschen leben, die aber alle durch ihre gemeinsamen Interessen mit genau diesem Ort verbunden sind.

London ist Andys Heimatstadt und ein Paradebeispiel für Diversität. In dieser Weltstadt leben Millionen Menschen aus über 160 Nationen zusammen. Diese Vielfalt macht sich auch im Stadtbild bemerkbar, ist spürbar und macht London einzigartig und reizvoll. Die vielen individuellen Geschichten und Traditionen lassen ein komplexes Mosaik aus Bräuchen und Kulturen entstehen. Für Adobe Stock hat Andy diese lebendige Szene fotografisch festgehalten.

Andy fotografierte dafür eine Gruppe ganz unterschiedlicher Gewerbetreibender und machte Aufnahmen von Menschen auf den Straßen der Stadt. Die Sammlung, eine Mischung aus Portraits und dokumentationsartigen Bildern, öffnet den Blick auf die vielen Schichten einer einzigen multilokalen Stadt.

Für mich als Stockfotograf ist Diversität wichtig, weil ich das wiedergebe, was in der Welt geschieht und die Welt ist nun einmal vielfältig. Mich haben beim Fotografieren immer die Menschen interessiert. Ausgehend von Menschen und Orten entsteht eine Geschichte, aus der sich alles Übrige ergibt.

Weltweite Inspiration

Adobe Stock Fotograf Slava Semenyuta sieht im Multilokalismus viele Vorteile für Künstler*innen. Er selbst wurde in Sibirien geboren, wuchs in Minsk in Weißrussland auf und zog vor drei Jahren in den Süden Russlands nach Sotschi, um sich dort von der Natur inspirieren zu lassen. Er verbindet den Multilokalismus insbesondere mit der weltweiten Vernetzung dank digitaler Technologien, die neue Möglichkeiten eröffnen.

Mit Hilfe eines globalen Netzwerks können Kunstschaffende ihre Arbeiten in verschiedenen Teilen des Globus teilen. Wer nicht reisefähig ist, kann sehen, was andere schaffen und sich von vielen Standorten auf der ganzen Welt inspirieren lassen. Multikulturalismus hilft uns, unendlich viele Dinge zu sehen, die wir vorher nicht kannten.

Noch mehr visuelle Trends

Weitere Bilder, die Eindrücke einer multilokalen Welt wiedergeben, findet Ihr in der zugehörigen Collection von Adobe Stock. Alle bisherigen und kommenden Trends findet Ihr hier. Der nächste Visual Trend wird sich mit dem Thema „Kreative Realität“ auseinandersetzen, bei dem Natur und menschliche Vorstellungskraft verschmelzen.

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7 Kommentare

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  1. Ich bitte um Verzeihung aber Adobe Stock ist für mich das Letzte. Ich habe dort Symbolfotos über Armut hochgeladen und die wurden abgelehnt mit dem Hinweis dass sie keinen künstlerischen Anspruch erfüllen. Man beachte dass es sich um Fotos handelt die ich verkaufen wollte. Aber Adobe Stock entscheidet wie ich zu fotografieren habe. Das bedeutet Adobe gibt die mediale Weltsicht vor und zensiert massiv. Insofern zeigt dieser Artikel wie soft Zensur aussehen kann. Aber dafür kann kwerfeldein nichts.

  2. Multilokal zu sein, heisst für mich, mich ins Internet einzuklinken und zu schauen, was es da so alles zu sehen gibt. Ganz einfach. Habe das bisher nur noch nicht “multilokal” bezeichnet :-)

    Und nach doch bald 20 Jahren Internet eine böse Frage: Gibt es wirklich noch “authentische lokale Kulturen”? Selbst die Papuas machen vieles doch nur noch für ihre Facebook-Seite.

  3. …. erinnert mich an die multikulturelle Atmosphäre der deutschen Studentenwohnheime
    während der 90 er Jahre … sicher sehr schön, aber nicht mehr zeitgemäß … Diese Euphorie ist für mich definitiv abgeklungen. Eine schöne, heile Welt, die es so nicht mehr gibt.
    Multilokal bedeutet für mich auch globalisiert, entwurzelt und wirtschaftlich ausgebeutet.

  4. Schöne Beschreibung der multikultilokali-Welt der Träumer. Empfehle Spaziergänge in der Realität. Das in 2018 jemand noch solche Sätze schreibt ist erstaunlich:

    “Ländergrenzen spielen für uns in Deutschland zum Glück kaum eine Rolle mehr. Die Welt rückt näher…”