07. November 2021 Lesezeit: ~5 Minuten

browserfruits 45.2021

Sind die browserfruits zu lang oder genau richtig? Mittlerweile gibt es nicht nur Linktipps und Buchempfehlungen zu entdecken, sondern auch Videos, Ausstellungen, Wettbewerbe, Instagram- und Podcastempfehlungen. Aber das macht natürlich nur Sinn, wenn Euch die Kategorien auch alle interessieren. Also schreibt gern in die Kommentare, was Ihr besonders gern lest und was gar nicht.

 

Linktipps

• Wusstet Ihr, dass im Rhein gefischt wird? Rudi Hell ist einer der letzten Rheinfischer in Nordrhein-Westfalen. Die FAZ hat einen Artikel über ihn mit großartigen Fotos von Insa Hagemann und Stefan Finger. → ansehen

• In seinem neuesten Projekt nähert sich der Fotograf Sebastião Salgado der bedrohten Natur und den Menschen des Amazonas an. Das Monopol Magazin berichtet. → ansehen

• My Modern Met zeigt die prämierten Fotos der European Wildlife Photography Awards 2021. → ansehen

• Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist der drittgrößte Wirtschaftszweig im Land. Musikindustrie, Medien, Verlage und Kunstbetriebe schließen sich nun zusammen – und stellen Forderungen an die Politik, die sie bislang zu wenig ernst genommen haben. → ansehen

• Ignant stellt den Pariser Fotografen Fabien Dendiével mit seinen einsamen Architekturen vor. → ansehen

• Andrea Schöne schreibt bei Übermedien zur fehlenden Sichtbarkeit von behinderten Menschen in Medien. → ansehen

• Ralph Gibson wurde mit dem Leica Hall of Fame Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die tPIC berichtet. → ansehen

• Ein Mann findet einen belichteten Film von 1943. Er sucht nun die Familie, die darauf portraitiert ist und wahrscheinlich von Deutschland nach Detroid kam. → ansehen

• Die Deutsche Welle berichtet über den polarisierenden Künstler Helmut Newton. → ansehen

• Die Filmpreise steigen. Aber warum ist Film so teuer und ist er wirklich zu teuer? Das hat sich Silvergrain gefragt. → ansehen

 

Buchempfehlungen

„Déjà View: Martin Parr x The Anonymous Project“ : Dieses Buch ist ein spielerisches Gespräch zwischen zwei wichtigen fotografischen Werken. Jede Strecke von Déjà View kombiniert einen von Martin Parrs ikonischen Schnappschüssen mit einem Bild aus der Sammlung gefundener Amateurfotos von The Anonymous Project, die zwischen den 1950er und 80er Jahren aufgenommen wurden.

„Starke Porträts“ : Martin Frick gibt Tipps, um die eigenen fotografischen Fähigkeiten einzuschätzen und zeigt methodisch auf, wie man nicht nur sicherer mit der Kamera umgeht, sondern vor allem, wie man einen kreativen Prozess gestaltet und zu einer eigenen Bildsprache findet. Im Zentrum stehen dabei die Themen Bildsprache und Bildaussage. Dieses Buch bietet damit eine inspirierend neue Sicht auf die Portraitfotografie und ist ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln möchten.

 

Ausstellungen

David LaChapelle
Zeit: 6. November – 4. Dezember 2021
Ort: Camera Work, Kantstr. 149, 10623 Berlin

True pictures?
Zeit: 6. November 2021 – 13. Februar 2022
Ort: Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover

Allianzen – Collection 20:1
Zeit: 7. November 2021 – 6. März 2022
Ort: Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen, Austr. 9, 52156 Monschau

 

Drüben auf Instagram

@lisatoboz – Heute gibts eine Instagramempfehlung für alle Sofortbildfans.

 

Podcasttipp

Knopflochfotografie

Dirk taucht in seinen Podcast immer wieder in die Geschichte der Fotografie ein. In seiner neuen Folge geht es um die ersten Spionagekameras und den Norweger Carl Størmer, der 1890 das erste Mal Straßenszenen durch eine solche Kamera ganz authentisch festhielt. Die Folge ist knapp 9 Minuten lang und damit perfekt für eine kurze Bahnfahrt.

 

Fotowettbewerbe

Otto-Steinert-Preis

Zum 21. Mal schreibt die DGPh den „Otto-Steinert-Preis“ zur Förderung des professionellen fotografischen Nachwuchses aus. Der Preis möchte engagierte Projekte fördern sowie Talente sichtbar machen und ist mit Preisen in Höhe von insgesamt 6.000 € dotiert.

Mit dem Stipendium gefördert wird eine neu zu erstellende fotografische Arbeit, deren Ergebnisse innerhalb von zwei Jahren präsentiert werden müssen. Zwei weitere Arbeiten erhalten eine Anerkennung. Gefragt sind eigenständige fotografische Bildleistungen. Eine inhaltliche Thematik oder stilistische Ausrichtung wird nicht vorgegeben.

Bewerben können sich professionelle Fotograf*innen mit Wohnsitz in Deutschland mit einer Übersicht ihrer bisherigen Arbeiten, einem Exposé zum geplanten Projekt, einer Kurzbiografie sowie mindestens 4 und maximal 15 Fotobeispielen. Einsendeschluss ist der 30. November 2021.

 

I am her voice 2021

Ob Menschenhandel, Zwangsprostitution oder häusliche Gewalt, eines haben diese Themen gemeinsam: Sie geschehen inmitten unserer Gesellschaft, vielleicht sogar in unserer Nachbarschaft. Warum wird so oft weggeschaut und geschwiegen? Die Betroffenen bleiben allein und ohne Hilfe. Das möchte dieser Wettbewerb ändern! Ziel ist es, mehr Bewusstsein für die Thematik zu schaffen und mit Kunstwerken den betroffenen Frauen und Mädchen eine Stimme zu geben.

Die Jury setzt sich aus prominenten Persönlichkeiten, fachkundigen Spezialist*innen aus den Bereichen Fotografie, Kunst und Frauenrechte sowie aus von Gewalt betroffenen Frauen zusammen. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2021.

 

Videos

Der Regisseur Bernd Boehm erweckt die einmalige Sammlung historischer Fotografien Werner Bokelbergs vom Paris des Fin de Siècle zum Leben.

 

Mango Street haben 47.000 $ mit Stockfotos verdient. Wie sie das gemacht haben, erklären sie im Video.

 

Das Titelbild stammt von Alex Underwood. Vielen Dank dafür!

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8 Kommentare

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  1. Mir gefällt die Länge der Browserfruits, auf die ich mich Woche für Woche freue. Sie sind mir nicht zu lang, sondern im Gegenteil ich würde mir sogar noch eine Auswahl von Blogbeiträgen aus der Photospäre wünschen, wie Ihr dies früher einmal gemacht habt!

  2. Die Länge passt, freue mich Woche für Woche drauf. Natürlich gibt es auch Wochen in denen nichts für mich dabei ist, dafür sicherlich für viele Andere – das lässt sich aber auch nicht an den Kategorien und dem einzelnen Umfang ausmachen.
    Von daher, gerne weiter so!

  3. Auch ich freue mich jeden Sonntag auf die Browserfruits! Je länger desto besser. Und, ja, die Tipps aus der Photosphäre waren ebenso bereichernd. Die Ausstellungen haben auch schon den einen oder anderen Besuch ausgelöst…. alles in Allem: Great Job!

  4. Die Browserfruits sind grundsätzlich interessant und abwechslungsreich. Mir geht es wie Stefan. Nicht alles ist für mich von Interesse. Was nicht mein Ding ist mögen vermutlich Andere. Damit dies gewährleistet bleibt, ist ein gewisser Umfang einfach nötig. Zusätzliche Hinweise aus der Photosphäre brauche ich persönlich in den Browserfruits nicht, da dieser „Service“ unmittelbar in der Photospäre selbst geboten wird. Das ist aber nur meine persönliche Einschätzung.

  5. Ich lese die Fruits hauptsächlich, um Bilder an zu sehen und die Arbeit besonderer Photographen kennen zu lernen (oder mich zu freuen, wenn ich schon bekannten Bildern wieder begegne). Buchvorstellungen nehme ich auch gern mit.
    Andere Artikel sehe ich mir an oder lese sie, wenn mich das Thema besonders an spricht.
    Insgesamt finde ich die Auswahl immer anregend und gelungen.

  6. Ich freue mich immer auf und über den interessanten Mix. Nur mit dem Instagram-Hinweis kann ich nicht so viel anfangen, weil ich keinen Account habe – damit bin ich aber wohl die Ausnahme 🤓
    (Beim 8. Link ist Detroit am Ende mit „d“ statt „t“ geschrieben.)

  7. ….also, es ist schon ein Haufen Zeit die man verbringt, um zu recherchieren und sicher trifft „kwerfeldein“ nicht immer den Erwartungsgeschmack, doch mir taugt es sehr.
    Danke!
    Den Fischerartikel habe ich schon in FAZ gelesen und mich gefreut ihn hier wieder zu finden.
    Er hat einen so identischen Menschen gezeigt, die Bilder dazu haben etwas aus aus meinem jungen Leben wieder gespiegelt als es an der Elbe in der Grenzregion zu Tschechien gleiche Berufe hatte. Auch die Binnenschifffahrt war damals häufiger als die „f“s im Begriff.
    F.