29. November 2020 Lesezeit: ~4 Minuten

browserfruits 48.2020

Manchmal staunen wir in der Redaktion darüber, dass Artikel, in die wir unglaublich viel Arbeit und Hoffnung stecken, gar keine Beachtung bekommen und wiederum andere Beiträge, die vielleicht nur eine Person aus der Redaktion überzeugt hatten, plötzlich auch mit Kommentaren überschwemmt werden können.

Auch nach all den Jahren kann ich nie vorhersagen, ob und wie ein Artikel bei Euch ankommen wird – und frage mich nach wie vor, ob Kommentare überhaupt ein Indikator für die Beliebtheit unserer Artikel sind. Vielleicht habt Ihr ja Gedanken dazu? Dann schreibt sie uns gern in die Kommentare. Eins ist zum Glück aber immer sicher: Die browserfruits sind jeden Sonntag beliebt.

 

Linktipps

• Das Museum Folkwang hat seine Kunstsammlung digitalisiert. Dort könnt Ihr jetzt 80.000 Werke entdecken. → ansehen

• Menschen aus Wien, Bratislava, Budapest und Brünn stellen sich und ihre Städte für ein Fotoprojekt von Martin Gabriel vor. Warum sie dabei nackt sein müssen, erklärt der Fotograf auf Ze.tt. → ansehen

• Die Fotoserie „La Cucaracha“ des Künstlers Pieter Hugo erzählt von Bräuchen und Symbolen in Mexiko und der Bildsprache der Gewalt. Mehr dazu hat Zeit Online. → ansehen

• Götz Lemberg hat einen originellen Fotoband namens „Spree-Cuts“ veröffentlicht: Es ist ein Blick vom Fluss, der einst die Lebensader Berlins war, auf die Hauptstadt. Die Süddeutsche Zeitung berichtet. → ansehen

• Alina Gross möchte in ihrer Studio- und Aktfotografie mit klassischen Schönheitsidealen und Stereotypen brechen – und wird deshalb immer wieder von Instagram zensiert. Warum die Fotokünstlerin trotzdem weitermacht, erklärt sie im Interview mit dem Monopol Magazin. → ansehen

• Ein Gesetzesentwurf in Frankreich sieht Strafen bei der Verbreitung von Bildern von Sicherheitskräften vor. Tausende demonstrieren dagegen – sie fürchten Eingriffe in die Pressefreiheit. → ansehen

• Der Fotojournalist Roland Geisheimer schreibt im Freelens-Blog von Gewalt und Einschüchterung gegen die Medien bei den sogenannten „Querdenker-Demonstrationen“ in Leipzig, die vom sächsischen Innenminister Roland Wöller als „weitestgehend friedlich“ beschrieben wurden. → ansehen

• Die Fotografin Sophie Harris-Taylor räumt in ihrem Fotoprojekt „Milk“ mit dem verklärten Bild des Stillens auf und zeigt ehrliche Momente stillender Mütter. Brigitte zeigt Euch die Aufnahmen zwischen Mutter und Kind. → ansehen

• Und plötzlich färbt sich der Himmel schwarz. Søren Solkær hat riesige Vogelschwärme in unglaublichen Formationen fotografiert. → ansehen

• Der 92-jährige Fotograf Elliott Erwitt spricht mit „The Guardian“ über seine erfolgreiche Karriere, in der er große und kleine Momente festhält und warum er gern so lange wie möglich weiterarbeitet. → ansehen

 

Buchempfehlungen

„Berge fotografieren“ : Wer in den Bergen fotografieren möchte, braucht neben guter Vorbereitung und körperlicher Fitness die richtige Ausrüstung, Wetterkenntnisse und einen Blick für Licht und Bildkomposition. All dies vermittelt Markus Thek in diesem Buch. Er teilt darin sein Wissen und seine Erfahrungen aus über zehn Jahren Bergfotografie im alpinen und hochalpinen Gebiet zwischen Nordeuropa und Südamerika. Das Buch ist im dpunkt.Verlag erschienen und kostet 34,90 €.

„Olaf Otto Becker. Siberian Summer“ : Sommer in Sibirien? Wie mag der sich wohl anfühlen? Wie macht sich dort die Erderwärmung bemerkbar? In mehreren Bildbänden hat Olaf Otto Becker bereits die Veränderung der Landschaft durch den Klimawandel und die Einflussnahme des Menschen auf die Natur mit seiner Kamera dokumentiert. Nun hat er sich der Permafrostzone zugewandt und ihrem sukzessiven Rückzug Richtung Norden. Das Buch ist im Verlag Hatje Cantz erschienen und kostet 68 €.

 

Drüben auf Instagram

@graciela_magnoni – Graciela Magnoni fotografiert das Straßenleben in Lateinamerika.

 

Videos

Im Sony Live Talk spricht Steffen Böttcher mit Laura Zalenga über ihre Bilder. Natürlich geht es auch um das Arbeiten mit Sony, aber das Video ist inspirierend und keine reine Werbeveranstaltung.

 

Um herauszufinden, was es mit der Lost-Places-Faszination auf sich hat, begibt sich Tomatilix in ein Selbstexperiment, spricht aber auch mit Expert*innen.

 

Das Titelbild stammt von Luigi Manga. Vielen Dank!

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3 Kommentare

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  1. Also wenn es um den etwas seltsamen Fuji Artikel geht, haben die Kommentare wohl nichts mit der Beliebtheit zu tun. Der Artikel hat polarisiert. Nicht mehr und nicht weniger. Ich bin wegen solcher klick bait Artikel aber nicht bei kwerfeldein.

  2. Was, wenn es in den beliebten browserfruits nur wenige Kommentare zu der Frage gibt, ob Kommentare ein Indikator für die Beliebtheit von Artikeln sind? Ist dann bewiesen, was zu beweisen war? ;)

  3. Für mich sind Kommentare kein Indikator für das Interesse an Artikeln. Wenn Artikel interessant sind, jedoch keinen Anlaß für Diskussion bieten, bleiben Stellungnahmen sicherlich eher aus.