23. August 2020 Lesezeit: ~3 Minuten

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In dieser Woche ist gefühlt wenig in der Fotowelt passiert. Vielleicht liegt es an unserer kleinen Pause und es ist einfach an uns vorbei gegangen. Vielleicht sind wir auch noch mitten im Sommerloch. Damit Euch aufgrund der wenigen Links nicht langweilig wird, habe ich dafür einige wirklich tolle Videos mehr heraus gesucht. Viel Spaß damit!

 

Linktipps

• Die Serie „Bangkok Prostitutes“ von David Alan Harvey hat dazu geführt, dass die Agentur Magnum ihr Archiv aus dem Netz genommen hat. → ansehen

• Zeitgleich mit dem Bekanntwerden der problematischen Serie „Bangkok Prostitutes“ wurde der Fotograf David Alan Harvey wegen des Vorwurfs der Belästigung einer Kollegin suspendiert. → ansehen

• Dan Budnik wurde berühmt mit den Fotografien der Menschen, die gegen den rassistischen Süden der USA ihre Bürgerrechte einforderten. Nun ist er im Alter von 87 Jahren gestorben. → ansehen

• Die Fotografin Lilian Mauthofer hat die Protestbewegung im Libanon mit der Kamera festgehalten. Ein Gespräch übers Verbündetsein, Sichtbarkeit und die Situation in Beirut nach der verheerenden Explosion hat das Monopol Magazin. → ansehen

• Gonzalo Palavecino fotografiert die kosmopolitische Architektur Dubais abseits von Stereotypen. → ansehen

• Dieser Vater und seine Tochter machen seit 40 Jahren Bilder am selben Ort. → ansehen

 

Buchempfehlungen

BuchcoverBuchcover

„Ai Weiwei – 40th Anniversary Edition“ : Diese Monografie, die auf der von Taschen herausgegebenen Collector’s Edition basiert, beleuchtet alle Phasen von Ai Weiweis Werdegang bis zu seiner Entlassung aus der chinesischen Staatshaft. Sie enthält ausführliches Bildmaterial, das es ermöglicht, seine Entwicklung von der Frühzeit in New York bis in die jüngste Vergangenheit nachzuvollziehen. Das Buch erscheint im Verlag Taschen und kostet 20 €.

„American Dreams“ : Ian Brown hat 170 Amerikaner*innen portraitiert und ihre handschriftlichen Aussagen darüber gesammelt, was der amerikanische Traum für sie bedeutet. Erschienen ist das Buch bei Ten Speed Press und kostet 31,96 €.

 

Ausstellungen

Michael Schmidt – Retrospektive
Zeit: 23. August 2020 – 17. Januar 2021
Ort: Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Invalidenstr. 50–51, 10557 Berlin

Tessa Verder: Intermedia
Zeit: 23. August – 4. Oktober 2020
Ort: Lippische Gesellschaft für Kunst e. V., Schloss Detmold, Schlossplatz 1, 32756 Detmold

 

Drüben auf Instagram

@brebilou – Anastasia zeigt auf Instagram märchenhafte Selbstportraits.

 

Videos

Der Armenier Kegham Djeghalian hat im Gazastreifen zwischen Israel und Ägypten 40 Jahre lang fotografiert. Eine Dokumentation der Deutschen Welle erzählt seine Geschichte.

 

Wie findet man Kundschaft und setzt Preise fest? Sean Tucker gibt Empfehlungen sowie breite und tiefe Einblicke in seine eigene Preisfindung.

 

Er holt Stars aus der ganzen Welt nach Göttingen, hat die Weltrechte am Gesamtwerk des verstorbenen Nobelpreisträgers Günter Grass und druckt alles für den Modeschöpfer Karl Lagerfeld – und natürlich jeden Menge Kunst- und Fotobücher. Die ARD zeigt die Doku über den Verlagsgründer Gerhard Steidl.

 

Im Vergleich: Kodak Portra 400 vs. Fujifilm Pro 400H.

 

T. Hopper hat sich dem Thema „Frauen in der Filmfotografie“ in zwei Teilen angenommen. Wenn Euch Teil 1 gefallen hat, bitte hier entlang zu Teil 2.

Das Titelbild stammt von Dan Cristian Padure.

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7 Kommentare

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  1. „… the still largely male-dominated world of professional photography …“

    Ja, man kann und muss vielleicht auch Magnum sicher dafür kritisieren, dass sie meist wenig Frauen und PoC in ihren Reihen hatten.

    Die Landscaper von „fstoppers“ sind aber auch allesamt old, white, male, hetero… und „extremely boring“. Aber aggressiv hinter der Maske der idyllischen Landschaftsfotografie.

  2. Soll heißen: man zeigt selber nur idyllische, unverfängliche Landschaftsfotos, aber kritisiert die anderen, die Reportagefotos machen, oder Kriegsfotos, oder Modefotos … das ist sehr einfach, schnell gemacht. Jeder von uns kann das.

    Wenn ich jetzt weder Magnum noch David Alan Harvey noch die Serie der jugendlichen Protituierten kenne und sehe zum allerersten Mal zwei, drei der Fotos, kommt in mir auch sofort die Vermutug hoch, dass da etwas falsch ist. Dass man das so wohl nicht zeigen sollte. Dass Magnum die Bilder entfernen sollte.

    Dass aber eine Gruppe von Landschaftsfotografen die Webseite der weltberühmten Fotoagentur lahmlegen kann, kommt mir mindestens ebenso falsch vor, vor allem, da sie aus dem „Versteck der Landschaftsfotografie“ schießen. Sie berichten also selbst nicht aus anderer, eigener Perspektive oder mit anderen fotografischen Mitteln darüber, sondern schießen nur aus dem Hinterhalt. Das ist genau so billig und falsch wie der billige und falsche Tourismus, den sie kritisieren.