19. April 2020 Lesezeit: ~3 Minuten

browserfruits 16.2020

Die Suche nach neuen Links für unsere browserfruits ist im Moment nicht leicht. Die meisten Fotograf*innen haben durch das Kontaktverbot auch eine Art Berufsverbot, es gibt keine Ausstellungen und generell passiert sehr wenig in der Fotoszene.

Dazu berichten die meisten Medien aktuell weniger über Kunst, außer wenn sich ein Projekt mit der Corona-Pandemie beschäftigt. Ich hoffe dennoch, dass Ihr etwas Inspiration und Zerstreuung in den Links findet. Ganz ohne das alles bestimmende Thema geht es aber natürlich nach wie vor auch hier nicht.

 

Linktipps

• Das Fotomagazin hat ein Interview mit Sebastião Salgado veröffentlicht. → ansehen

• Das Land NRW hat eine Soforthilfe speziell für Künstler*innen zur Verfügung gestellt. Nun gehen 85 % der Künstler*innen, die sie beantragt hatten, leer aus. Die Süddeutsche fasst die Lage zusammen: Frust, Wut und Fassungslosigkeit. → ansehen

• Wir lieben Foto hat ein Interview mit Robert Schlesinger und spricht darin mit ihm nicht nur über seine aktuellen Arbeiten als Lifestyle- und Automobil-Fotograf, sondern auch seine Zeit bei dpa. → ansehen

• Albert Dros hat Anfang des Jahres einige Zeit auf der Antarktis verbracht und Pinguine fotografiert. → ansehen

• Márton Mogyorósy zeigt, welche wunderschönen, geometrischen Motive Barcelona, von oben betrachtet, zu bieten hat. → ansehen

• Normalerweise stellt die Süddeutsche Zeitung Reisefotograf*innen vor. Die Corona-Krise bringt nun auch diejenigen zum Innehalten, die sonst ständig unterwegs sind. Deswegen erzählt der Weltenbummler Michael Runkel von seiner Reisepause. → ansehen

• Seit Wochen dominiert das Coronavirus die Titelseiten vieler Publikationen. Dabei entstanden einige geniale Cover, die Ze.tt in einem Beitrag zeigt. → ansehen

• Die Gewinner*innen des World Press Photo Award 2020 stehen fest. Unter anderem belegte Maximilian Mann, der vor Kurzem Plagiatsvorwürfen ausgesetzt war, in der Kategorie Environment, Stories den 2. Platz. → ansehen

• Spiegel Online zeigt eine Auswahl der besten Bilder des Sony World Photography Award. → ansehen

• Vor welchen Herausforderungen stehen aktuell Fotojournalist*innen in Amerika? Die New York Times berichtet. → ansehen

• Der Fotograf Emilio Morenatti war bei Hausbesuchen von Corona-Patient*innen in Spanien dabei. → ansehen

 

Buchempfehlungen

„Home Alone Survival Guide“: Geboren aus der Notwendigkeit, angesichts der Corona-Pandemie in Selbst-Isolation zu verweilen, hat Max Siedentopf seine eigene Wohnung auf den Kopf gestellt und die Ergebnisse mit der Kamera festgehalten: So türmte er Dosen als Skulptur auf, bastelte Haute-Couture-Kostüme, Monster oder Fallen und erfand skurrile Alternativen zum Toilettenpapier. Das Projekt ist als E-Book bei Hatje Cantz erschienen und kostet 12 €.

„American Firefighter“ : Paul Mobley hat amerikanische Feuerwehrleute portrait und ihre Geschichten gesammelt. Einen guten Einblick ins Buch bekommt Ihr auch auf der Webseite des Fotografen. Erschienen ist das Buch zur Serie im Verlag Rizzoli Universe und kostet 16,13 €.

 

Drüben auf Instagram

@family_at_a_distance – Andrea Cipriani Mecchi fotografiert in Zeiten von Corona Familien aus der Entfernung und zeigt die Ergebnisse in seinem Instagram-Account.

 

Videos

Wie sieht eigentlich der Corona-Virus aus, welche Verfahren kann man nutzen, um ihn sichtbar zu machen und wie hilft das, um ihn zu bekämpfen?

 

Alyn Wallace zeigt zehn Ideen für Astrofotografie im eigenen Garten.

 

Das Titebild stammt von Imraumanzug. Vielen Dank dafür!

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4 Kommentare

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  1. Hallo!
    Ich versuche es freundlich auszudrücken. Ich kann keine Beiträge in denen das C-Wort vorkommt mehr sehen. Auch nicht bei kwerfeldein. Es pukes mich an. WARUM fühlen sich so viele berufen, gerade DARÜBER was veröffentlichen zu müssen? Was haben sie davon?

  2. Dass die Beiträge mit dem C-Wort hier aufgelistet werden, finde ich okay, aber ich habe sie beim Lesen auch übersprungen.

    Diese Krise ist nicht nur eine medizinische und wirtschaftliche, sondern für viele auch eine Kreativitätskrise. Ich laufe momentan jeden Morgen von 6 bis 7 Uhr, bislang habe ich da Street Photography betrieben, aber ich habe keine neuen Ideen, und keine Lust, Menschen mit Gesichtsmasken zu fotografieren.

  3. Mir geht es ähnlich, ich konzentriere mich auf ein paar verlässliche Medien zum Thema und bin damit ausgelastet. Ich sehe es aus späterer zeitgenössischer Aufgabe mittlerweile als sinnlos an, die Milliarden Bilder, die gerade entstehen, noch selbst zu ergänzen. Bilder haben in der Masse viel an ihrem Wert verloren.

    Stattdessen gestehe ich mir gerade zu, selbst beim Schreiben und Fotografieren weniger Energie und Ideen zu haben und plane dafür meine Zeit nach Corona.

    Was die Soforthilfen betrifft, wäre unser Staat mutig, hätte er ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt. Ganz konsequent für alle Staatsbürger. Dann hätte es jetzt keine aufwendigen Rettungspakete gebraucht. Leider aber erleben wir mehr Neid der Reichen gegenüber den Armen, die vielleicht drei EUR ohne Arbeit zu viel bekommen als anders herum.

    Dabei würde das Grundeinkommen nicht einen EUR mehr kosten, aber deutlich mehr sozialen Frieden und ungeahnte Kreativität freisetzen. Denn wer Zukunftssorgen hat, ist blockiert. Dabei braucht unser Land Kreativität, um gut aus dieser Wohlstandskrise zu kommen.

  4. so ein bisschen widersprechen will ich jetzt aber schon! Der Beitrag über die Titelseiten zeigt einige hervorragende Beispiele von Kreativität.
    Das hätte ich ungern verpasst!
    Die 100. Fotoseite über „Corona” interessiert leider tatsächlich nicht…