Abstrakte Landschaft aus Gelb und Violett.
26. Februar 2016 Lesezeit: ~4 Minuten

Aktion: Raus aus dem Kreatief! Teil 8

Im letzten Juli haben wir die Aktion „Raus aus dem Kreatief“ gestartet, die Euch Anregungen gibt, fotografisch neue Ansätze zu entdecken, die eigenen Arbeiten zu reflektieren und mit Techniken im Spannungsfeld zwischen Zufall und Selbsterkenntnis den eigenen Stil zu verfeinern – oder auch umzuwerfen und neu anzusetzen.

Ein Jahr lang gibt es für jeden Monat einen Vorschlag, wie Du eine neue Perspektive auf Deine Fotos bekommen, neue Methoden ausprobieren oder über Deine bisherigen Arbeiten reflektieren kannst. Sie sind einfach aufgebaut, sodass jeder daraus mitnehmen kann, was ihm oder ihr gefällt.

Die Regeln: Die Projekte veröffentlichen wir jeweils am Ende eines Monats für den folgenden. Du darfst nur innerhalb des jeweiligen Monats am Projekt arbeiten. Nicht davor, nicht danach. Du kannst natürlich schon einmal Deinen Kopf mit dem neuen Projekt füttern und Dein Unterbewusstsein daran arbeiten lassen, bevor es los geht.

Du kannst Dir für das Projekt einen einzigen Tag Zeit nehmen oder den ganzen Monat. Lege am Ende des letzten Monats fest, wie viel Zeit Du wann in das nächste Projekt investierst. Wenn Dir das Projekt zu einfach vorkommt: Erfinde mehrere Varianten davon und führe es im Monat mehrfach durch, so unterschiedlich wie möglich.

Mach nicht das, was Du immer machst. Brich Deine eigenen Regeln, verlasse Deinen Stil und am besten auch Dein Genre. Erstelle etwas, von dem die, die Dich kennen, überrascht wären, dass es von Dir ist. Fang neu an und mach es schwieriger, wenn Du während eines Projektes merkst, dass es Dir leicht fällt, es umzusetzen.

Mach die Projekte nicht, um die Ergebnisse zu veröffentlichen. Mach die Projekte unter der Bedingung, dass Du die Ergebnisse nicht zeigst. Der Prozess allein zählt. Und Deine Gedanken dabei. Und Deine Gedanken danach. Wenn Du möchtest, schreib sie auf, wenn Du mit einem Projekt fertig bist. Lege sie zusammen mit Deinen Ergebnissen weg und schaue beides erst nach Wochen wieder an.
 

Projekt #08 für März 2016

Wähle ein Verkehrsmittel Deiner Wahl: Auto, Fahrrad, Bahn oder auch zu Fuß. Wähle zusätzlich eine Richtung oder Route von Deiner Wohnung aus, die Du bisher möglichst wenig kennst. Würfle nun noch aus, wie lange Du Dich mit Deinem Verkehrsmittel in dieser Richtung bewegst, dabei steht jede Augenzahl für 5 Minuten.

Mache Dich mit Deiner Kamera auf den Weg, halte nach der ausgewürfelten Zeit an bzw. steig aus. Sieh Dich an dem Ort, an den der Halb-Zufall Dich geführt hat, aufmerksam um. Nimm Dir viel Zeit. Nimm den Raum wahr, die Natur oder die Architektur dort. Vielleicht auch die Menschen. Das Große, das Kleine, Bewegungen.

Setze eine Portraitserie dieses Ortes um. Was charakterisiert ihn? Wo finden sich natürliche Grenzen, die ihm seine Form geben? Was spielt sich dazwischen ab? Finde ein einheitliches Bildformat und eine passende Bildsprache als Rahmen der Serie.

 

Achja: Wir können natürlich nicht kontrollieren, ob Du Dich an die Regeln hältst. Sieh sie als Herausforderungen, an denen Du wachsen kannst und befolge sie. Oder brich sie, wenn Du möchtest. Wenn Du es nicht lassen kannst, zeig uns Deine Bilder. Oder schreib uns auf Facebook, Twitter oder per E-Mail, was das Projekt mit Dir gemacht hat.

Diese Projektserie ist schwerstens inspiriert von „Creative Block“ und erscheint mit freundlicher Genehmigung der „neidischen Kuratorin“ Danielle Krysa.

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4 Kommentare

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  1. ich mach das schon geraume zeit, aber nicht so in dem beitrag angeregt.
    mein randomizing geht von meiner kamerasammlung aus, ich horte und verwende alte digis von NIKON und OLYMPUS, bissi auch andere marken.
    ich nehm halt so jeden tag ein anderes maschinchen aus der vitrine und wenn ich auf der gasse bin, such ich speziell motive, die zu der eingesetzten brennweite passen. daher nehm ich gern meine fixobjektive, denn dadurch ist mir ja ein gewisses framing vorgegeben.
    das system funktioniert bei mir sehr fein und schärft die photographische sensorik.
    servus,
    werner aus der hochsteiermark