Tänzer mit Lichtspur.
11. Januar 2016 Lesezeit: ~7 Minuten

Quo vadis, kwerfeldein?

Liebe Leser*innen, drei Wochen ist es her, dass Martin Gommel angekündigt hat, kwerfeldein als Herausgeber zu verlassen und sich seiner Arbeit als Fotojournalist zu widmen. Im folgenden Artikel geben wir Euch einen Überblick über die Situation bei kwerfeldein: Was bleibt wie gehabt? Was ändert sich? Und was macht das liebe Geld?

Durch den Herausgeberwechsel hat kwerfeldein ein neues Bankkonto:

Katja Kemnitz
DE0837050198 1933436766
COLSDE33XXX

Wenn Du zu den wunderbaren Menschen gehörst, die einen Dauerauftrag für kwerfeldein eingerichtet haben, bitten wir Dich, ihn mit der neuen Verbindung zu aktualisieren. (Keine Angst: Alles, was noch auf dem alten Konto eingeht, landet weiterhin mit einem Umweg über Martin bei kwerfeldein und geht nicht verloren!)

Wie bereits angekündigt leiten nun Aileen Wessely als Herausgeberin und Katja Kemnitz als Chefredakteurin kwerfeldein. Weiterhin mit dabei sind aktuell eine feste und fünf freie Redakteur*innen, die (un)regelmäßig unterschiedlich viele Artikel beisteuern. Zwei, drei neue Namen sollen das Team der freien Redakteure demnächst verstärken, die hier in den letzten Wochen und Monaten bereits Artikel veröffentlicht haben.

Wir sind weiterhin darum bemüht, Euch inhaltlich einen bunten Mix verschiedener fotografischer Genres zu bieten, auch wenn viele Redakteure selbst einen deutlichen Schwerpunkt in der Portraitfotografie haben. Wir können nicht leugnen, dass persönlicher Geschmack unsere Auswahl fürs Magazin beeinflusst. Auch etwa Martins breites Wissen im Bereich Fotojournalismus lässt sich nicht mal eben so kompensieren.

Aber, wie gesagt: Wir sind uns dessen bewusst, schauen besonders aktiv links und rechts unserer eigenen eingetretenen Pfade und nehmen jeden sachdienlichen Hinweis zu Fotograf*innen und Projekten, die in von uns mehr oder weniger vernachlässigten Genres arbeiten, gern an – also, immer her damit!

Dass wir im letzten Frühjahr laut „kwerfeldein braucht Dich!“ gerufen haben, war vielleicht kein leichter Schritt, aber auf jeden Fall ein lebenswichtiger. Die insgesamt etwa 12.000 €, die bis zum Jahresende in Form von Einzelüberweisungen, Daueraufträgen und Paypal-Beiträgen bei kwerfeldein angekommen sind, haben das Magazin bis hierhin gerettet.

Obwohl wir versucht haben, kwerfeldein mit mehreren Standbeinen zu stabilisieren, sind die Werbebanner, die Ihr hier finden könnt, immer noch die größte und damit wichtigste Einnahmequelle des Magazins. Leider sind sie in der letzten Zeit nicht alle besetzt, weshalb es finanziell immer noch ziemlich eng aussieht. Eure freiwilligen Beiträge haben diese Lücke bisher gestopft – tausend Dank dafür!

 

Was kannst Du tun, um kwerfeldein zu unterstützen?
Hier ein paar Optionen zur Auswahl:

  1. Richte eine Dauerüberweisung von Deinem Bankkonto ein (Kontoverbindung siehe unten, oben und rechts). Auch, wenn Dein Konto für die tägliche kwerfeldein-Lektüre nur zum Beispiel 5 € pro Monat hergibt: Danke! Jeder regelmäßige Beitrag verbessert die Finanzierung des Magazins und damit langfristig die Qualität. Übrigens: Per Überweisung/Dauerauftrag kommt Dein Geld ohne Abzüge bei kwerfeldein an.
  2. Du bist gar nicht sooo oft hier, aber immer mal wieder? Überweise doch immer dann, wenn Dir ein Artikel gefällt, ein paar Mücken, je nachdem, wie viel er Dir wert ist. Per Paypal oder Überweisung, beide Optionen findest Du immer in der Support-Box unter jedem Artikel. Auch hier gilt: Paypal ist bequemer, aber per Überweisung kommt Dein Geld ohne Abzüge bei kwerfeldein an.
  3. Wir verlinken immer wieder tolle Fotobücher , großartige Objektive und viele andere Produkte direkt zu Amazon. Der Transparenz halber sind diese Links immer mit einem gekennzeichnet, denn: Kaufst Du etwas über so einen Link, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Du zahlst aber keinen Cent mehr. Übrigens erhält kwerfeldein auch dann eine Provision, wenn Du über Affiliate-Links auf Amazon weiterstöberst und etwas ganz anderes kaufst, also benutze sie gern für jeden Einkauf, den Du sowieso bei Amazon tätigst.
  4. Auch jetzt haben wir freie Bannerplätze anzubieten. Arbeitest Du also in einem Unternehmen oder kennst jemanden, der in einem Unternehmen arbeitet, das Produkte oder Dienstleistungen anbietet, die für Fotografen im weitesten Sinne interessant sein könnten: Schreib uns eine E-Mail, wir senden Dir das aktuelle Angebot und sind auch offen für andere Vorschläge zur Kooperation.
  5. Wir haben unseren etwas angestaubten T-Shirt-Shop bei Spreadshirt wieder herausgeputzt und mit ein paar neuen Motiven gefüttert. Weitere sind in Vorbereitung. Die von uns zusammengestellten Shirts sind fair und bio, im Shop kannst Du Dir auch andere Shirtfarben aussuchen. Bis morgen läuft noch Spreadshirts aktuelle Aktion mit 15 % Rabatt auf alles.
  6. kwerfeldein war es schon immer wichtig, Werbung unaufdringlich einzubinden. Hier findest Du keine nervigen Popups, Overlays oder gar als redaktionelle Beiträge getarnte Werbung. Schalte doch also einfach Deinen Adblocker auf kwerfeldein.de aus und klick auch mal auf einen Banner, der Dich interessiert, damit das auch so bleiben kann.

kwerfeldein T-Shirts

Aktuell konzentrieren wir uns sehr auf unser Kerngeschäft, also das Magazin täglich mit spannenden Inhalten zu füllen, und der Vertrieb tut, was er kann, um neue Werbepartner zu gewinnen. Trotzdem haben wir die Projekte, die wir letztes Jahr angegangen haben, nicht vergessen. Hier eine kleine Übersicht zum Status Quo:

Den kwerfeldein Award haben wir im letzten Sommer bereits einmal veranstaltet. Unser Plan war, ihn vierteljährlich auszuloben. Leider hat sich das verzögert, weil es hier noch am nächsten Sponsor für die Preise mangelt. Sobald wir ein passendes Unternehmen gefunden haben, gibt’s auch den nächsten kwerfeldein Award!

Das erste kwerfeldein-eBook ist schon ziemlich weit gediehen. Die letzten Inhalte werden getippt, dann wird alles noch einmal lektoriert, gelayoutet und ist endlich erhältlich. Sobald kwerfeldeins Finanzierung wieder auf etwas festeren Füßen steht, ist dieses Projekt das erste, das wir zum Abschluss bringen werden. Aber ein paar Monate wird es noch dauern, es soll ja auch gut und nicht nur solala werden.

Für eine Fototasche mit kwerfeldein-Design wollen wir uns in diesem Jahr einen neuen Partner suchen, ebenso für eine weitere Kooperationsidee, die wir noch nicht verraten haben. Diese zwei Projekte sind im letzten Jahr gescheitert, weil es manchmal einfach nicht passt und eine Kooperation dann doch nicht zustande kommt. Das ist schade, aber so ist das Leben – die investierte Zeit ist trotzdem weg.

Auf die längere Bank geschoben haben wir das kwerfeldein-Fotobuch mit ausgewählten Fotografien der im Magazin vorgestellten Künstler und ihren Projekten. Wenn wir realistisch sind, können wir diesen „heiligen Gral“ wohl erst 2017 angehen, aber gerade hier ist uns klar: Die Qualität steht an oberster Stelle, da machen wir keine Kompromisse. Und es ist ein Mammutprojekt.

Wir hoffen, diese ausführliche Übersicht ist hilfreich für Euch. Nicht alles ist so rosig wie wir es gern hätten, aber wir sind zuversichtlich, denn was wir hier gemeinsam aufgebaut haben, lieben wir. Bleibt Ihr bei uns? Wir hoffen es sehr und freuen uns auf das neue Jahr mit Euch!

PS: Haben wir übrigens auch nicht vergessen: Wie angekündigt haben wir vier kwerfeldein-Unterstützer aus dem Lostopf gezogen. Boris, Paula, Martin und Nico erhalten demnächst einen Spreadshirt-Gutschein per E-Mail, wohoo!

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9 Kommentare

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  1. Guten Morgen, ich möchte eine Einschätzung abgeben und einen Vorschlag machen.

    Seit einigen Monaten schaue ich hier immer wieder sporadisch rein. Kwerfeldein wirkt auf mich wie ein dynamisches Experiment, das von fotobegeisterten, ehrenamtlich engagierten Menschen getragen wird. Es steht nicht in direkter, thematischer Konkurrenz zu anderen Printangeboten aus dem Bereich der Fotografie, aber es steht vor der selben Herausforderungen: es kostet das Team dahinter viel Zeit und es muss finanziert werden.

    Auch wenn mehr und mehr Verlage versuchen, Onlineinhalte kostenpflichtig zu vermarkten, ist die Erwartungshaltung – zumal bei einem „Spaßthema“ wie Fotografie – eher durch eine „Das darf nichts kosten Erwartung“ bestimmt. Bin ich bereit, einen festen monatlichen Betrag an euch zu zahlen? Nein, denn dafür ist mir die tägliche Wundertüte zu bunt befüllt und die Qualität der Beiträge zu verschieden. Das Profil des Magazins sollte weiter geschärft werden und nicht den Eindruck eines Gemischtwarenladens vermitteln. Vielleicht ist weniger hier mehr.

    Habt ihr daran gedacht, eine professionelle und kostenpflichtige Bildkritik für die Fotos eurer Leserschaft anzubieten? Ich kann mir vorstellen, dass dies eine zusätzliche Einnahmequelle für euch und ein Mehrwert für an ihrer Weiterentwicklung interessierte Fotografen ist, der auch was kosten darf. Das ist nur eine spontane und nicht zu Ende gedachte Idee…

    Ich finde euren Enthusiasmus gut und der ist mir eine Spende wert, die jetzt rausgeht.

    Alles Gute für 2016.

  2. „Wir können nicht leugnen, dass persönlicher Geschmack unsere Auswahl fürs Magazin beeinflusst.“ Macht nix, ist nur menschlich. Außerdem ist man in dem was man gerne macht immer besser, als in dem was man tun muss.

    Es hört sich zwischen den Zeilen so an, als ob sich die Lage inzwischen zumindest teilweise stabilisiert hat. Das freut mich! (Korrigiert mich, wenn ich falsch liege) Hätte allerdings damals, als der „Rettungsaufruf“ für Kwerfeldein erschienen ist, nicht gedacht, dass es so schwer für euch wird. Da frag ich mich, wie das andere Online-Magazine hinbekommen, wenn es schon einer Website eures Kalibers (Qualität, Themenauswahl, Originalität…) so schwer fällt.

    Viel Erfolg (weiterhin)!

    • Hallo Finn, das fragen wir uns auch, wie andere Magazine das hinbekommen! Vielleicht wird da in einem größeren Umfang ehrenamtlich gearbeitet bzw. verstehen sich andere Projekte einfach mehr als Hobby/Freizeit. Ist ja auch nicht verwerflich, würde aber erklären, warum da nicht so viel Geld fehlt.

      Stabilisiert haben wir die Lage tatsächlich vor allem dadurch, dass wir Kosten gekürzt haben, wenn man das so nennen möchte, dass Martins Honorar zum größten Teil wegfällt und wir die Arbeit anders aufgeteilt haben. Wirklich „stabil“ ist das immer noch nicht, deswegen ist im Artikel auch die Liste so lang und ausführlich, wie Ihr kwerfeldein unterstützen könnt.

  3. Leider ist mir heute erst aufgefallen, dass ihr ungefähr am 22. Dezember (könnte das hinkommen?) die URL für euren RSS-Feed geändert habt. Die alte (mit Martins Namen) steht sogar noch auskommentiert im Quellcode der aktuellen Seite.

    Eine Vorwarnung wäre nett gewesen und ich kann mir vorstellen, dass ich nicht der letzte Leser der Seite bin, der zum letzten Mal kurz vor Weihnachten hier war, weil mein RSS-Reader ihm seit Dezember keine neuen Beiträge mehr bei euch angezeigt hat.

    Mein Feedly zumindest kann nicht hellsehen und hat bis heute stur auf der alten URL gelauscht und auf neue Beiträge gewartet.

    Vielleicht solltet ihr euren Webdesigner mal beauftragen, wenigstens noch eine „Umzugsmeldung“ über die alte Feed-URL rauszusenden, damit auch die letzten merken, dass sich diese geändert hat.

    Das könnte sicherlich noch ein paar regelmäßige Leser wieder zurück auf die Seite bringen.

    • Hallo Andreas, die neue Feed-Adresse ist schon seit Juli 2012 (dem Relaunch des Magazins) eingebunden. Ob es damals auch eine Umstellungsmeldung auf dem alten Kanal gab, kann ich jetzt leider nicht mehr rekonstruieren…

      • Naja wie gesagt, ich an eurer Stelle hätte nochmal eine explizite Umzugsnachricht über den alten Feed geschickt. Aber nun ist es wohl zu spät, da ihr den alten Feed offenbar irgendwann zwischen gestern und heute komplett eingestampft habt. Feedburner liefert seit heute einen 404-Fehler auf die alte URL.

        Vielleicht kriegen die restlichen Abonnenten dann heute wenigstens eine Fehlermeldung, also immerhin mehr als einfach gar nichts und suchen sich den neuen Feed dann selber.

        Aber elegant ist anders… ;-)

      • Hey Andreas, ich kann den Ärger absolut verstehen und alle sind sich einig, dass das nicht elegant war. Das Problem ist: Vom jetzt aktiven Team war niemandem klar, dass es vor über drei Jahren scheinbar keine Umstellungsmeldung gab, das alte Feed überhaupt noch die ganze Zeit lief und dass es gelöscht wurde. Klar hätten wir das sonst anders gemacht.

      • Feedly hatte mir übrigens gestern noch 65 Abonnenten auf die alte URL angezeigt, die neue hat aktuell 11. Also so ganz allein war ich da wohl nicht mit meinem Hang zu Feedburner.