In der Dunkelheit Zeitung lesender Mann mit Anzug und Krawatte.
15. Juni 2015 Lesezeit: ~8 Minuten

kwerfeldein braucht Dich – Update

Vier Monate ist es jetzt her, dass wir öffentlich verkündet haben: kwerfeldein braucht Dich! Was ist seitdem passiert? Im Grunde eine ganze Menge, nur sieht man nach außen noch nicht so viel davon. Weil wir uns auf einiges freuen, was da kommen wird und wir Euch weiterhin stärker einbeziehen möchten, kommt hier das Update.

Wie sah es im Februar bei kwerfeldein aus? Nicht so gut, da wir festgestellt hatten, dass es nicht möglich war, die unserem Anspruch und unserer Vision eines Fotomagzins entsprechend gewachsene Menge an Arbeit, die hinter den täglichen Artikeln auf kwerfeldein steckt, durch Einnahmen in entsprechender Höhe zu finanzieren. Unsere finanziellen Polster waren weg und die potentiellen Sponsoren standen auch nicht gerade Schlange.

Wie sieht es jetzt bei kwerfeldein aus? Nunja, über uns ist natürlich nicht das Wunderland mit seinen Flüssen aus Milch und Honig hereingebrochen. Unser Aufruf hat dazu geführt, dass Ihr uns mit einem neuen Polster im mittleren vierstelligen Bereich ausgestattet habt. Und einige von Euch unterstützen kwerfeldein jeden Monat regelmäßig oder spontan via Überweisung oder Paypal weiterhin mit kleinen und größeren Beträgen.

Es ist immer noch so, dass es nicht ganz einfach ist, immer wieder (neue und alte) Sponsoren zu finden, die Bannerwerbung auf kwerfeldein buchen. Dass dafür nicht wir allein, die Preise und Statistiken, sondern auch zu einem großen Teil die aktuelle Stimmung im Fotomarkt und Internet verantwortlich sind, wissen wir.

Aktuell macht kwerfeldein jeden Monat etwas Minus. Wären alle Bannerplätze belegt, würde kwerfeldein Plus machen, könnte einen Teil davon in Rücklagen und einen anderen in bessere Honorare der festen Redakteure investieren. Ja, sechs freie Redakteure arbeiten weiterhin freiwillig ehrenamtlich bei kwerfeldein, fünf weitere erhalten unterschiedliche Honorare, angepasst an ihre Lebenssituationen und den Arbeitsaufwand – teilweise also ebenso ehrenamtlich.

Wir wissen, dass wir unsere Ansprüche an Recherche und Qualität unserer Texte wohl niemals vollends super bezahlen können, weil das Mehr an Herzblut kein ebenso großes Mehr an Einnahmen generiert. Aber wir arbeiten an einem Mittelweg, der uns ermöglicht, weiter ein Foto-Magazin zu machen, das unseren Ideen entspricht und trotzdem finanziell gut dazustehen.

Wir haben also – nicht zuletzt dank Eurer Hilfe und mit Euren Ideen – auch unsere internen Abläufe, unsere Ansprüche und solche Aspekte wie Arbeitsstunden und Finanzen genauer analysiert. Das machen wir auch weiter, um nicht nur selbst besser zu werden, sondern Euch auch bessere Einblicke geben zu können. Zum Beispiel darin, welche Arten von Arbeiten und wie viel davon hinter kwerfeldein stecken.

Beim Aufruf im Februar wurde das in einigen Kommentaren deutlich: Was, so ein bisschen Text und Bilder dazu, wie viel Aufwand kann das sein? Eine ganze Menge, wenn man bei den Urhebern nachfragt, mit ihnen in Dialog tritt und auch eigene Gedanken reifen lässt, um sie in Worte zu verpacken.

Das heißt: Vom schnellen Vollbild-Artikel mit wenig Text und einer langen Bilderstrecke, der schon in zwei, drei Stunden fertig sein kann bis zum Tage verschlingenden Interview mit Übersetzung oder einem rechercheintensiven Theorie-Artikel, der auf eine Bilanz von 40 Arbeitsstunden kommen kann, ist alles dabei.

Um ein paar Zahlen zur Veranschaulichung zu nennen: Im rechnerischen Durchschnitt ist die Arbeit von zwei Personen in Vollzeit nötig, damit kwerfeldein jeden Tag einen Artikel bieten kann. Und auch, damit drumherum alles getan wird, was so erledigt werden muss: Absprachen, Telefonieren, Werbung, Ausblicke mit Leserbildern und aktuellen Links, Recherche, Akquise von Gastautoren usw. – 16 Stunden täglich, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr.

Dass es mit Bannerwerbung, etwas Provision von Amazon und freiwilligen Beiträgen schwerlich möglich ist, das vollständig zu entlohnen, ist klar. Nichtsdestotrotz hilft uns Eure regelmäßige Unterstützung aktuell sehr dabei, am Ball zu bleiben. Das heißt nämlich nicht nur, dass wir hier weiter das machen, was Ihr schon kennt.

Wir haben einige Anregungen aufgegriffen und sind dabei, Projekte zu stemmen, die unser Angebot für Euch erweitern und nicht zuletzt auch noch mehr Geld in kwerfeldeins klamme Kasse spülen sollen. Eigentlich dachten wir: „Hey, lasst uns schnell ein paar Ideen realisieren, die nicht viel Aufwand sind, aber Geld bringen!“

Ideen, die aussehen, als wären sie schnell umgesetzt, entpuppen sich aber als erstaunlich aufwändig, wenn man sie ordentlich macht. Weil vier Monate eine ganz schön lange Zeit sind, möchten wir Euch also an dieser Stelle zumindest einen Vorgeschmack geben auf das, was da kommt.

Alle neuen Produkte und Aktionen sind gedacht als weitere Möglichkeit, die tägliche Arbeit und Qualität von kwerfeldein zu honorieren und dafür einen eigenständigen Gegenwert zu erhalten. Darüber möchten wir uns stärker finanzieren, weil wir das für einen transparenten Weg halten – sauber getrennt von unseren Inhalten, die frei verfügbar und nicht käuflich bleiben sollen.

Bereits im Angebot haben wir seit einiger Zeit schicke T-Shirts im kwerfeldein-Design. Aktuell ist der Bestand noch ausbaufähig und wir werden bald ein paar weitere Motive einpflegen, damit der Shop noch ein bisschen bunter wird.

Ende Juni wird es eine erste offensichtliche Neuerung geben, die wir mit Unterstützung von Tamron auf die Beine stellen konnten: Den kwerfeldein Award, ein regelmäßiger Fotowettbewerb mit Themenvorgaben. Das erste Thema ist noch geheim und wir freuen uns schon sehr darauf. Da so ein Wettbewerb ein großer Arbeitsaufwand ist, wird es eine kleine Teilnahmegebühr geben, aber auch großartige Preise.

Desweiteren arbeiten wir gerade unter Hochdruck an unserem ersten E-Book, das als iBook für iOS-Geräte und in diversen Ausgabeformaten (epub, pdf, etc.) zu erstehen sein wird. Mit dem ersten E-Book betreten wir auch ein Feld, das für uns, um es mit Merkel zu sagen, „Neuland“ ist. Wir haben dafür aber Profis mit ins Boot geholt und sind daher zuversichtlich.

Außerdem arbeiten wir gerade zusammen mit Compagnon an einer kwerfeldein-Kameratasche. Wir können noch nicht viel verraten, außer: Das Teil wird superschick und auch noch praktisch obendrauf. Ihr dürft gespannt sein (und wir sind es auch).

Eines der größeren Projekte, die wir für Euch planen, ist ein hochwertiges, großformatiges Fotobuch von kwerfeldein. Wir haben im Laufe der Zeit so viele wahnsinnig gute Fotografen mit ihren Bildern bei uns veröffentlicht, dass wir es eine gute Idee fanden, die besten davon auch mal in einem echten Buch zu versammeln. Das Fotobuch ist derzeit für Ende des Jahres geplant.

Und: Es sind Bannerplätze frei. Schreibt Martin eine E-Mail für Preise und Konditionen, falls Ihr oder Eure Firma fotobezogene Werbung auf kwerfeldein schalten möchte(t). Aktuell suchen wir außerdem Unterstützung im Team in Form eines Vertrieblers bzw. Sales Managers für unsere Sponsoring-Pakete und Aktionen.

Zum Schluss möchten wir Euch abermals dazu einladen, uns mit einer Paypal-Überweisung oder (noch besser) einem Dauerauftrag ganz konkret (weiterhin) zu unterstützen, die Artikel zu machen, die Ihr hier gern lest. Den Paypal-Button findet Ihr wie immer am Ende des Artikels und das kwerfeldein-Geschäftskonto hier:

Katja Kemnitz (Hrsg.)
ISBN: DE0837050198 1933436766
BIC: COLSDE33XXX

Als kleines Dankeschön für Eure Unterstützung haben wir uns noch Folgendes überlegt: Am Ende des Jahres wandern die Namen aller Unterstützer (unabhängig von Höhe oder Häufigkeit der Unterstützung) in einen Lostopf. Für je 200 Unterstützer ziehen wir eine Person, die sich über eines unserer neuen Produkte freuen darf.

Weitere Vorschläge zur Finanzierung und Zukunft von kwerfeldein könnt Ihr gern wieder in die Kommentare schreiben. Auch, wenn wir bereits an so einigem arbeiten, sind wir weiterhin offen für Eure Gedanken und Ideen, denn kwerfeldein machen wir eben vor allem – genau: Für Euch, liebe Leser.

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