Grüne kaputte Schreibmaschine
17. Mai 2015 Lesezeit: ~4 Minuten

Die 5 Artikel des Monats

Liebe Fotografinnen und Fotografen, manchmal sind Bilder nicht genug. Das ganze Internet ist voll von Fotos, man denke dabei nur an Nachrichtenmagazine, Modeblogs und soziale Netze. Doch was dem Ganzen oft fehlt, sind die Hintergründe: Wer macht denn eigentlich die Aufnahmen? Und wie arbeitet diese Person im Einzelfall?

Das sind die Informationen, die uns Fotoenthusiasten brennend interessieren. Denn wir setzen uns jeden Tag mit der Fotografie sowohl als Handwerk und auch als Ausdrucksmittel auseinander. Wir wissen, dass ein Foto eben mehr ist, als nur den Auslöser zu drücken. Umso spannender ist es doch, zu lesen, wie andere Menschen auf dem Erdball ihr Ziel vorfolgen.

Wir von kwerfeldein machen und suchen seit der Gründung des Magazins jeden Tag Artikel, die sich mit den Arbeiten anderer Fotografinnen und Fotografen beschäftigen. Bunte Fotostrecken, relevante Artikel oder spannende Interviews füllen unseren Ausblick montags bis freitags. Das macht pro Monat zirka 60 Inspirationen zusätzlich zu unseren hauseigenen Artikeln.

Und eine handverlesene Auswahl der – aus unserer Sicht – fünf wichtigsten Artikel servieren wir Euch jetzt. Lehnt Euch mit einer Tasse frisch aufgebrühtem Tee oder Kaffee zurück und taucht ein in die Welt der Menschen, die unser Denken und Sehen auf so vielfältige Weise prägen.

 

Vom Spiel der Kinder

Einigen wird das neue Projekt von James Mollison nicht entgangen sein. Der in Kenia geborene Fotograf dokumentierte spielende Kinder auf der ganzen Welt – und zwar auf sehr unkonventionelle Art. Jedoch war die Umsetzung des Projektes gar nicht so leicht, wie das auf den Bildern aussieht. Nun hat Mollison einen Artikel auf News Republic veröffentlicht, in dem er alles offenlegt: Die Idee, die Vorbereitungen und letztendlich auch das Fotografieren selbst.

+ Lust auf mehr? „Playground“* ist seit April in Buchform zu haben.

 

Nackt

Jock Sturges ist bekannt für die Aufnahmen seiner Tochter Fanny am französischen Strand in Montalivet und kurz vor einer Buchpublikation aller Aufnahmen, die in den 70er Jahren begannen. Wie dieser begnadete Künstler und Mensch denkt, fühlt und arbeitet, zeigt das Interview auf Photoeye auf. Und: Dass Fotografie und Leben kein Dualismus ist, sondern diese beiden Dinge eng miteinander verwoben sind.

 

Sally Manns Resümee

Liebe Mütter und Väter, wenn es einen Artikel gibt, den Ihr auf keinen Fall verpassen dürft, ist es dieser hier. Sally Mann, eine der bekanntesten Kinderfotografinnen Amerikas, schrieb einen sehr langen und ehrlichen Artikel darüber, was es bedeutet, die eignen Kinder zu fotografieren. Und: Was alles passieren kann, wenn diese Fotos in der Öffentlichkeit zerrissen werden und eine furchteinflößende Person die ganze Familie belästigt.

+ Ihr neues Buch „Hold Still“* mit knapp 500(!) Seiten ist diese Woche erschienen.

 

Arabische Fotografinnen

Leider ist das Bild, das unsere Gesellschaft vom Nahen Osten hat, von den Fotos geprägt, die von westlichen, weißen, männlichen Fotojournalisten gemacht werden. Jedoch gibt es auch direkt vor Ort Menschen, die ihre Kultur selbst dokumentieren. Zum Beispiel das Foto-Kollektiv „Rawiya“, das nur aus Frauen besteht. Über die Entstehung und Herangehensweisen berichtet dieses Mal Vice im Interview mit der Gründerin und einer der Fotografinnen des Kollektives.

+ Leider ist die Webseite des Kollektivs aktuell nicht erreichbar. Neugierige können Rawiya aber schon einmal auf Twitter folgen.

 

Liebesbilder

Den krönenden Abschluss machen diesen Monat die wohl traumhaftesten und zugleich unkitschigsten Schwangerschaftsaufnahmen, die wir seit Langem zu sehen bekamen. Das liegt unter anderem daran, dass Fotografin Jackie Dives dokumentarisch arbeitet und so auch die Sehgewohnheiten vieler herausfordert. Da sie hierbei die Intimität von Mutter und Vater ins Zentrum rückt, macht die Gesamtwirkung rund und vollendet. Großartige Leistung.

 

Welcher dieser fünf Artikel hat Euch besonders gut gefallen? Warum? Lasst es uns wissen.

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1 Kommentar

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  1. Den Artikel „Arabische Fotografinnen“ fand ich mit Abstand am interessantesten – auch wenn ich die Vice nicht besonders gut leiden kann, gute Stories haben sie öfter.

    Nicht nur die Themenauswahl der Frauen ist meiner Meinung nach top, sondern auch dass sie als Kollektiv organisiert sind und (wie ihr schon sagtet) ihre ganze Lebenswelt eben nicht – wie sonst immer – aus der Sicht irgendwelcher Weißbrote präsentiert wird (Bin selbst Kartoffel, also no offense ;) ).