Monitor-Kalibrier auf Holztisch
04. Mai 2015 Lesezeit: ~6 Minuten

Spyder 5 – Ein Monitor-Kalibrierer unter der Lupe

In diesem Artikel geht es um ein unter Fotografen selten besprochenes, aber wichtiges Thema: Monitor-Kalibrierung. Wem jetzt erst einmal ein großes „Hä?“ oder „Was’n das?“ entgleitet, der darf an dieser Stelle gern weiterlesen. An alle anderen: Es geht um sinnvolle neue Technik, die auch für Euch interessant sein könnte.

Ein kalibrierter Monitor ist für jeden ambitionierten Digitalfotografen, der einigermaßen Wert auf die Qualität seiner Bildbearbeitung legt, ein Muss. Denn: Den eigenen Augen ist zwar zu trauen – vielen auf dem Markt befindlichen Monitoren allerdings nicht, wenn es denn um die farbechte Darstellung von digitalen Fotografien oder von anderen für den Druck bestimmten Erzeugnissen geht. (Es sei denn, es befindet sich der Schriftzug „EIZO“ auf dem Gerät, es ist sauteuer und wird als „hardwarekalibriert“ verkauft – was bei den meisten Monitoren nicht der Fall ist.)

Bemerkbar macht sich ein falsch kalibrierter Monitor vor allem beim Weißabgleich, beim Kontrast bzw. der Dynamik und wenn man die Fotos später ausdrucken möchte. Im schlimmsten Fall kriegen die Fotos einen Farbstich, weil man am Monitor zwar alles richtig gesehen hat, aber die Farben nicht gestimmt haben. Deswegen gibt es Firmen, die Geräte auf den Markt bringen, um den eigenen Monitor farbecht zu kalibrieren. Natürlich nur softwareseitig, der Monitor nutzt dann einfach ein durch den Kalibrierer erstelltes Farbprofil und zeigt die Farben dementsprechend richtig an.

Ich bin als alter Technik-Nerd für manches zu begeistert. Und wenn es dann noch wirklich Sinn macht, verkündige ich das Evangelium neuer technischer Errungenschaften auch gern laut in allen (digitalen) Gassen. Eine solche gute Nachricht im Bereich der Monitor-Kalibrierung gibt es über den gerade auf den Markt gekommenen Spyder 5 von Datacolor zu berichten – wenn auch mit Einschränkungen.

Spyder 5 Express und Pro Verpackung auf Holztisch

Ich durfte ihn in zwei Varianten ausführlich testen: Express* und Pro.* Bisher hatte ich den Spyder 3 im Einsatz und war damit einigermaßen zufrieden. Die Software war in Ordnung, ein Assistent führte mich durch den Kalibrierungsprozess und am Ende hatte ich eine einigermaßen farbechte Monitordarstellung. So weit, so gut.

Zwischendurch gab es eine Version 4, von der ich aber gar nichts weiß. Das nun neu auf den Markt gebrachte Gerät der Version 5 unterscheidet sich vor allem dadurch, dass ein besseres Farbmessgerät auf dem aktuellen Stand der Technik verbaut wurde. Zudem ist der Spyder jetzt kompakter. Bereits beim Auspacken fällt mir auf, dass die Box jetzt nur noch so groß ist wie das Gerät selbst. Damit wird ein Haufen Plastik- und Papier-Verpackung eingespart, was im Sinne des Umweltschutzes ja durchaus begrüßenswert ist. Und der Spyder selbst ist auch kleiner.

Unboxing eines Spyder 5 Pro auf einem Holztisch

Die verschiedenen Varianten Express*, Pro* und Elite* des Spyder 5 unterscheiden sich technisch einzig und allein im Umfang der Software. Mit jedem Gerät wird ein Lizenzcode geliefert. Es ist keine CD mehr dabei, die Software muss von der Datacolor-Webseite heruntergeladen werden. Eine nachvollziehbare Entwicklung, wo doch heute alles in Richtung Mobilität, Apps und das Arbeiten ohne CD-Laufwerk geht. Nachteil: Ohne Internetanschluss kann ich die Software nicht herunterladen und somit meine Monitore auch nicht kalibrieren.

Der Spyder 5 Express hat eine ganz rudimentäre Software, die einfach und schnell ohne zusätzliche Parameter den Monitor mit Hilfe des Farbmessers kalibriert. Für viele Desktopmonitore, die sich immer in der gleichen dunklen Ecke eines Raumes befinden, ist das vermutlich vollkommen ausreichend.

Die Pro Version geht in der Software nun deutlich weiter: Ich kann Messvoraussetzungen mit Hilfe eines Assistenten angeben, wie zum Beispiel Monitormarke, Einstellmöglichkeiten des Monitors und Umgebungslicht. Auch die Helligkeit des Monitors spielt eine Rolle und ob ich ihn als Laptop in immer verschiedenen Lichtsituationen nutze oder nicht.

Screenshot der Spyder 5 Pro Software

Mit Hilfe des Assistenten ist die Messung ebenso einfach wie bei der Express-Version, aber deutlich differenzierter – was sich in einer noch genauerer Farbdarstellung nach dem Kalibrierungsvorgang niederschlägt. Rein subjektiv würde ich sagen, dass ich nach dem Kalibrieren mit dem Spyder 5 Pro nun an meinem Hauptmonitor wirklich genau die Farben sehe, die ich auch im Druck wahrnehme. Aber das ist nur mein Eindruck.

Denn an dieser Stelle kommen wir auch zu einer Einschränkung bei der Farbkalibrierung: Verschiedene Monitore können herstellungsbedingt verschiebene Farbbereiche darstellen. Diese entsprechen nicht immer dem Farbraum, der auch druckbar ist.

Ich nutze ein Macbook Pro mit Retina Display aus 2014 an einem 21-Zoll-Breitbild-Monitor der Firma LG. Sie stehen in meinem Büro exakt nebeneinander auf dem Schreibtisch. Ich habe beide mit dem Spyder 5 Pro kalibriert und dabei alle Umgebungsparameter so genau wie möglich in den Software-Assistenten eingegeben.

Der 21-Zoll-Monitor ist in der Farbdarstellung deutlich „wärmer“ und ein bißchen kontrastärmer kalibriert worden, während auf dem Retina Display des Macbook alles recht kühl und kontrastiert wirkt. Das liegt daran, dass der Breitbildschirm 100 % des Farbraumes sRGB darstellen kann, mein Laptop-Monitor aber nur 99 %. Der Unterschied ist zwar nur bei 1 %, aber das menschliche Auge sieht das. Bei anderen Farbräumen wie AdobeRGB oder NTSC sind die Unterschiede noch größer und die Darstellbarkeit der Farben sinkt in den Bereich von 60 – 80 %.

Was ich zusammenfassend sagen möchte, ist: Bildschirme sind unterschiedlich gebaut und geben Farbe sehr unterschiedlich wieder. Umso wichtiger ist es, dass man sie kalibriert und dann das Ergebnis mit einem Druck vergleicht. Bei einem gut kalibrierten Monitor wird der Unterschied nach meiner Erfahrung so gut wie nicht mehr wahrnehmbar sein.

Spyder 5 an Monitor zum Kalibrieren

Und diese Aufgabe – nämlich das Kalibrieren – erledigt der Spyder 5 Pro meinem Empfinden nach sehr gut. Da mir Qualität und Farbgenauigkeit meiner Fotografien wichtig sind, werde ich ihn auch weiterhin benutzen. Eine Kalibrierung sollte man nämlich alle paar Monate auffrischen, da sich die Umgebungsparameter ebenso wie die Monitore in ihrer Darstellung mit der Zeit auch wieder verändern können. Das ist Elektrotechnik und hat mit LEDs und Physik zu tun; da bleibt nichts für immer, wie es ist.

Wer wie ich mit Farbgenauigkeit nachbearbeiten und seine Fotos selbst drucken oder durch ein Fotolabor mit Farbmanagement drucken lassen möchte, dem sei ein Kalibrierer wie der Spyder 5 wärmestens ans Herz gelegt.

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.


32 Kommentare

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  1. Nur als kleine Ergänzung. Hardwarekalibriert heißt nicht zwangsläufig das man ein solches Gerät nicht braucht. Es gibt nur inzwischen Eizo Monitore die ein solches Messgerät integriert habe. Der wesentliche Unterschied eine hardwarekalibrierten und einem normalen Monitor ist der, das die Korrekturinformationen bei einem hardwarekalibrierten Monitor im Monitor selbst gespeichert werden und für alles angewendet werden was auch dem Monitor dargestellt wird. Ein normaler Monitor wird per Software korrigiert und benötigt definitiv ein Bearbeitungsprogramm was auch Farbmanagement unterstützt (Photoshop und Lightroom und das). Aber über das ganze Thema darüber könnte man leicht auch eine ganze Artikelserie schreiben…

  2. Was mir bei dem Thema sofort wieder einfällt: Gibt es irgendeinen Service/Unternehmen, der diese Dinger verleiht?
    Ich halte es eigentlich für Unfug 115 bis 250 EUR auszugeben, um den Spyder dann 2-3 mal im Jahr zu benutzen. Ich würde mir den eigentlich gern für einen Bruchteil des Geldes 2-3 Tage im Jahr leihen.

    Kann mir da jemand etwas empfehlen?

    • Mir ist kein Unternehmen bekannt. Das Leihen oder auch das Teilen mit anderen ist aber kaum möglich, da es ja zu der Software immer nur einen Lizenzcode gibt und der funktioniert nach Aktivierung meines Wissens nach nur an bis zu 2 Geräten.

    • Mein Spyder 4 ist eigentlich immer am PC angeschlosssen, da er auch permanent das aktuelle Umgebungslicht misst und die Kalbrierung entsprechend anpasst. – Von daher rentiert sich so ein Gerät auf jeden Fall.

  3. „Denn: Den eigenen Augen ist zwar zu trauen“

    Das ist schon mal eine völlig falsche Prämisse für einen Kalorimeter-Test. Natürlich ist den eigenen Augen nicht zu trauen, sonst könnte das Kalibrieren ja ganz ohne Hardware „auf Sicht“ erfolgen. Natürlich ist den eigenen Augen nicht zu trauen, denn sie lassen sich sehr leicht täuschen.

    „Und diese Aufgabe – nämlich das Kalibrieren – erledigt der Spyder 5 Pro meinem Empfinden nach sehr gut. “

    Worauf basiert dieses „Empfinden“? Ich vermute mal auf den Augen und nicht auf einer anschliessenden Kontrolle mit einem Spektraldensitometer/Spektralfotometer. Damit ist dieser „Test“ – abgesehen vom rein deskriptiven Part über Gerät und Software – nicht zielführend – um es mal höflich auszudrücken.

    • Der Artikel dient wohl eher das Thema mal anzureisen. Natürlich gibt es immer die Problematik, dass die subjektive Wahrnehmung von Farben deutlich getäuscht werden kann. Deshalb ist ein „kallibrierter“ Monitor für mich immer nur ein Anhaltspunkt für einen Vergleich zwischen Darstellung und anschließendem Druck (den ich dann auch in der Hand halten sollte).

      Meiner Meinung nach, ist es aber viel wichtiger sich mit dem Thema Farbe selbst umfassend auseinanderzusetzen. Wie baut sich z.B. ein Hauttonwert auf? Wie soll mein „neutrales“ Grau aussehen? Und vor allem wie sind die passenden RGB/CMYK Werte dazu?
      Dass hilft deutlich Bilder/Farben zu beurteilen. Denn was nützt mir ein „kallibrierter“ Monitor, wenn ich meine Ziele nicht kenne und nicht weiß wie da hin komme.

      Also, für mich ist die beste Monitorkalibrierung:
      1) meine Pipette in Photoshop
      2) die entsprechende Infobox und
      3) die Erfahrung, was bei meinem Drucker dann auf welchem Papier davon rauskommt.

      soll nicht heißen, dass mein Monitor nicht halbwegs kallibriert ist, aber wie gesagt, dass ist nur die Grundlage und das machen alle ernsthaften Hersteller mehr oder weniger gleich gut.

      • Dem stimme ich voll und ganz zu. Aber das war weder das Thema dieses (Werbe?)beitrags noch meines Kommentars.

      • Der Artikel ist für Einsteiger, das ist hoffentlich zu erkennen. Rückfrage an dich: Welcher Fotograf hat Zeit, um sich ausführlich mit sowas auseinander zu setzen? Ich kenne keinen. Deswegen gibt es solche Geräte, die einem die Arbeit damit abnehmen.

        Ich habe auch nirgends beschrieben, dass es andere Hersteller schlechter machen. Im Test war hier halt dieses Gerät, vergleichbare Geräte gibt es von anderen Herstellern auch, das ist mir bekannt. Aber die konnte ich bisher nicht testen.

      • Diese Geräte sollen einem nicht „die Arbeit abnehmen“ – was soll das für eine Arbeit sein? – sondern für eine farbverbindliche Darstellung sorgen. Ob sie das tun oder nicht, kann man eben nur testen, indem man sie mit einem noch hochwertigeren Testgerät wie einem Spektraldensitometer vermisst. Bei seriösen Tests ist das der Fall.

    • Wenn die Farben auf dem Monitor und auf dem Papier einigermaßen übereinstimmen – und das kann man NUR per Anschauen herausfinden – dann ist das Ziel erreicht. Was willst du mehr?

      Wer bitte hat zu Hause einen Spektraldensitometer? Was erwartest du von einem subjektiven und persönlichen Test? Und wieso schreibst du nicht selbst einen Gastartikel, wenn du selbst besser weißt, was „zielführend“ ist? Gastautoren sind herzlich willkommen. Unkonstruktive Kommentare darüber, wie man mit realitätsfremden Methoden irgendwelche übertriebenen Genauigkeiten bestimmt, helfen aus meiner Sicht niemandem weiter.

      Das ist ein Artikel für Einsteiger und ein ganz subjektives Review. Mehr nicht.

      • „Wer bitte hat zu Hause einen Spektraldensitometer? Was erwartest du von einem subjektiven und persönlichen Test?“

        Also entweder es ist ein subjektiver Bericht oder ein Test – das sollte jemanden, der sich „Redakteur“ nennt, eigentlich bekannt sein.

        Und wieso schreibst du nicht selbst einen Gastartikel, wenn du selbst besser weißt, was „zielführend“ ist?

        Weil ich dafür nicht das entsprechende Labor besitze und es genug Leute gibt, die mehr Ahnung haben als ich. Das Thema ist halt ausgesprochen komplex. Grundsätzlich sollte man nur von Dingen schreiben, von denen man eine Menge versteht.

    • Wir sind keine Experten, aber was wir machen, das mit Leidenschaft und Hingabe. Wenn Redakteure bestimmte Artikel empfehlen, dann, weil sie davon persönlich überzeugt sind Wenn wir etwas richtig schlecht finden, dann schreiben wir nicht darüber.

      Für Experten-Tipps und ausgetüfteltes Fachjargon gibt es genügend andere Plattformen. Das will Kwerfeldein überhaupt nicht bedienen und macht das in diversen Technikartikeln auch immer deutlich. Wir sind emotional, menschlich, ehrlich und direkt – genau wie unsere Leser ;-)

      • Es geht in meiner Anmerkung nicht darum, dass ich es besser oder schlechter machen kann, sondern um die Tatsache, das es hier schlicht und einfach in dieser Form eine Kaufempfehlung für dieses Produkt darstellt, ohne dafür Alternativen aufzuzeigen oder zu kennen. Und das finde ich auf einer so bedeutenden Platform wie Kwerfeldein einfach fragwürdig. Das hat nichts mit der Qualität des Artikels zu tun, im Grossen und Ganzen kann ich dem Geschriebenen zustimmen.

      • Leider konnten wir bisher keine Alternativen testen. Wenn uns diese zur Verfügung stehen, ist auch ein Vergleich möglich. Es handelt sich hier auch eher um eine Empfehlung, den eigenen Monitor zu kalibrieren. Wer das tun will, wird sich informieren, was es so gibt. Da ist der Spyder natürlich nur eine Möglichkeit von vielen. Aber Einsteiger wollen ja erstmal überhaupt mit etwas anfangen.

      • Lol, ich finds auf kwerfeldein immer wieder lustig, dass die Kedaktion Kritik nicht einfach akzeptiert, sondern unter dem „konstruktiven“ Deckmäntelchen völlig angepisst reagiert.
        Dann hüpfen die anderen Redakteure ganz unvoreingenommen gleich zur Seite und hauen auch nochmal auf dem Kommentar rum. Irgendwie spüß…
        Ich fand den Kommentar von Andreas jetzt auch keine Offenbarung, aber seid doch mal entspannter, um sowas einfach mal stehenzulassen ohne rumzuheulen.
        Oder schaltet die Kommentarfunktion halt einfach ab.
        Ich fand den Artikel trotz einseitiger Produktpräsentation übrigens als Anregung interessant, weil ich das Thema bislang ziemlich ausgeblendet hab. Also danke….

      • Es ist schon bezeichnend, dass Fehler im Text („hardwarekalibriert“ statt „hardwarekalibrierbar“ – inhaltlich wurde das vom Autor auch gar nicht verstanden) nicht korrigiert werden sondern hier trotzig weiter verteidigt wird.

        Es wäre besser, ihr übernehmt die PR-Texte von Datacolor direkt. Dann stimmen wenigstens die Fakten. Auf der Seite können sich Einsteiger übrigens gut über die Grundlagen des Farbmanagements informieren. Das hätte auch der Autor tun sollen.

  4. Es handelt sich hier um einen Erfahrungs-/Testbericht eines Spyder Produkts der Firma Datacolor. In der Rubrik „Technik“ finden sich ähnliche Artikel zu Kameras, Objektiven, Software und anderen Produkten, die für Fotografen interessant sein können. So wie dieser Artikel hier richten sich davon einige an Einsteiger, die sich an ein Thema heran tasten möchten. Die Produkte von Datacolor sowie die Monitore von EIZO sind in diesem Bereich führend.
    Ein Bericht zu einer neuen Canon/Nikon/etc Kamera kommt auch nicht ohne Erwähnung der Hersteller aus.

    • „Die Produkte von Datacolor sowie die Monitore von EIZO sind in diesem Bereich führend.“

      Sagt wer? Bei den seriösen Tests von prad.de gibt es eine Menge Alternativen, etwa von NEC oder Dell. Und der einzige seriöse, öffentliche Kollorimeter-Test den ich kenne, stammt von der Macwelt und wurde vor etlichen Jahren gemeinsam mit einer Uni durchgeführt.

      Aber es wird schon seinen Grund haben, dass Farbmanagement-Experten grundsätzlich eher den i1 Display Pro gegenüber dem Spyder 4 empfohlen haben. Die haben nämlich das entsprechende Equipment, um das zu testen..

  5. Danke für diesen Artikel. Mir war gar nicht bewusste das es solche Helferlein gibt. Finde den Preis allerdings um es nur mal zu testen schon recht ordentlich. Da ich selber auch recht häufig Bilder in den Druck gebe, vllt. keine falsche Investition.

    • Schön, dass ich dir helfen konnte – das freut mich. Ja, es gibt solche Helferlein. Das hier ist eine Möglichkeit, andere konnten wir noch nicht testen. Wenn du regelmäßig druckst, kann es sich wirklich lohnen, einen kalibrierten Monitor zu haben, damit die Farben auch stimmen.

      • Hm… ist es nicht so, dass im gesamten Workflow auch der Drucker kalibriert sein sollte um zumindest farbgetreue Bilder zu erhalten? ( Sofern man selbst druckt) Oder die Geschichte RGB/sRGB da auch noch eine Rolle spielt?
        Da ja die Kalibrierung des Monitors – bei mir durch den Spider Elite 4 – wenn ich es richtig verstanden habe, ebenfalls subjektiv ist, wie kann ich denn sicher sein, dass ein Bild welches ich bei einem Ausbelichter in Auftrag gebe die „richtigen“ Farben hat? Also im Moment bin ich da doch ziemlich verwirrt.

        Was ich da schon alles für Bücher und Artikel drüber gewälzt habe – über Farbmanagement und Co. – mag ich gar nicht sagen. Verstanden habe ich meist nur Bahnhof… das Thema ist in meinen Augen so was von komplex und wohl nur von einigen Spezialisten wirklich zu verstehen.

        Zum Abschluss: Selbst bei meinem kalibrierten Monitor habe ich des öfteren „falsche Farben“ auf meinen Ausbelichtungen erhalten…

        Locker vom Hocker – aber es bleibt nach wie vor schwierig. :-)

  6. Mal eine Frage zur Kalibrierung des Mac Retina…
    Ich habe zugegeben den Spyder 4 im Einsatz. Wenn ich mir dieses Foto: http://www.lilleulven.com/Macro/Plants/i-r7c3ST5/2/M/20130113_192206_NZ_Auckland_Auckland__www.LilleUlven.com-M.jpg auf meinem kalibrierten Retina-Display ansehe gehen sämtliche Details in den Blütenblättern verloren und diese sehen aus als wenn es da überhaupt keine Schatten oder ähnliches gäbe.
    Sehe ich mir dieses Bild jedoch auf meinem Mac ohne Retina Display – ebenfalls mit demselben Gerät kalibriert – sind diese Details eindeutig sichtbar. Wenn ich an den Retina-Mac ein externes nicht-Retina Display anschließe und dafür die Kalibrierung durchführe ist das Ergebnis wie beim nicht-Retina Mac.

    Gibt es irgendeine Einstellung, die ich noch nicht gefunden habe, die dieses „Verwaschen“ beim Retina Display mindestens verringert, wenn nicht sogar behebt?
    Oder – für die Kommentatoren hier die andere Geräte zur Kalibrierung verwenden und vielleicht den Vergleich mit dem Spyder haben – gibt es Kalibrierungsgeräte die das schon vernünftig hinbekommen?

  7. Das man einen Einsteigerartikel schreiben will, ist ja völlig in Ordnung. Nur wenn man selber gar keine Ahnung vom Thema hat, dann sollte man das besser lassen. Wenn das Apple Display eine 1% geringere Farbraumabdeckung hat, dann ist das keinesfalls die Ursache dafür, dass Farben auf dem Apple Display kühler und kontrastreicher dargestellt werden. Die 1% geringere Farbraumabdeckung machen sich ausschließlich bei extrem gesättigten Farben bemerkbar, die das Apple Display dann teilweise einen Hauch weniger farbintensiv darstellen kann. Da stimmt etwas mit der Kalibrierung nicht. Möglicherweise kann die Grafikkarte oder Software auch nicht gleichzeitig 2 verschiedene Profile für 2 Displays laden.

    Das der Redakteur so lange mit dem Spyder3 zufrieden ist, sagt auch viel. Der Spyer3 hat organische Farbfilter. Die altern und spätestens nach ca. 2 Jahren sind die Kalibrierungsergebnisse nur noch Schrott. Das ist kein Herstellungsproblem bei einzelnen Geräten, sondern betrifft die ganze Produktserie. Erst ab dem Spyder 4 hat Datacolor das in den Griff bekommen.

    Die Software von datacolor ist aber nach wie vor gruselig und liefert im Vergleich zu anderen Lösungen unpräzisere und kaum stabil reproduzierbare Kalibrierung- und Profilierungsergebnisse.

    Wenn es eine günstige Lösung sein soll, würde ich das Colorimeter Colormunki Display (129 EUR) in Verbindung mit dispcalGUI/ArgyllCMS empfehlen (OpenSource).

    • Was spricht gegen Spyder 5 Expresse mit Argyll+Dispcalguy/HCFR? Wird ab Argyll 1.7 unterstützt.

      Ich kann mir vorstellen dass der Spyder 5 von mehr Software unterstütz wird als der Colormunki.
      ( Der i1Display pro wiederum wird auch sehr gut unterstützt)

  8. Trotz hier vielfach geäußerter Kritik: Danke für den Artikel.

    Was mich interessiert ist, ob den Spyder 5 in der Express Variante geeignet ist den alten Spyder 3 in der Pro Variante zu ersetzen?

    Für meinen Spyder 3 wird demnächst der Support eingestellt und ich habe ein attraktives Upgradeangebot.
    Mein iMac (der immer in der gleichen dunklen Ecke steht) ist bisher mit dem Spyder 3 Pro kalibriert und auch dies aus Bequemlichkeit viel zu selten. Der Vergleich mit dem unkalibrierten Gerät erscheint mir aber auch hier schon recht eindrucksvoll und ich glaube die Diskussion um den besten / genauesten Kalibrierer führt letztlich am Kern (unkalibriert ist meistens Mist) vorbei.

  9. Mein EIZO ColorEdge CG243W kalibrierte ich wiederholt mit dem Spyder 3. Mit den Ergebnissen bin ich nicht zufrieden. Würde hier der Spyder 5 bessere Arbeit leisten?

    Danke für eine Info.

  10. Vielen Dank für deinen Test.
    Auch ich arbeite mit einem „MacBook pro“ und zusätzlich einem Samsung 22″ Monitor.
    Ich habe versucht auf dem MAcBook als zentralem Rechner für beide Bildschirme je ein unterschiedlich aufzurufende Kalibrierungsdatei zu erzeugen.
    Die hoffte ich, je nachdem, ob ich das Retindisplay des MACBook oder den per HDMI Kabel genutzten Samsung Bildschirm das jeweils passende Display Profil aufrufen zu können.

    Benutzte dazu den Spyder4Express.

    Laut Spyder Homepage gelingt das erst in der technischen Gegenüberstellung der verschiedenen Ausführungen bei der Ausführung „Elite“.

    Habe mir das Gerät nun bestellt und hoffe, dass es in dem angedachten Sinne gelingt.

    Gruß

    Hanns-Peter