15. März 2013 Lesezeit: ~3 Minuten

Das 1 X 1 für kleine Fotografen

Es gibt einen Grund, warum meine große Tochter gerade in der Küche steht und Erdbeerkuchen fotografiert. Er heißt: „Das 1 X 1 für kleine Fotografen“. Dieses Fotobuch für Kinder möchte ich Euch und vor allem Euren Kleinen ans Herz legen.

Wenn man selbst fotografiert, dauert es nicht lange, bis sich auch ganz besonders die eigenen Kinder für die Kamera interessieren. Aber wie erklärt man ihnen die Blende und Belichtungszeit? Und wie kann man dazu motivieren, auch nach anfänglichen Schwierigkeiten weiter mit der Kamera zu experimentieren? Dieses Buch bietet eine wunderbare Möglichkeit für Kinder, im Selbststudium den Einstieg in die Fotografie zu wagen.

Olaf, der haarige Rotfuchs, ist Fotograf und kennt einige Tipps und Tricks. Mit seinem Assistenten Gustav, einer kleinen Grasmaus, führt er durch das Buch, das zunächst einen kurzen Abriss über die Geschichte der Fotografie bietet. Nach einer kleinen Einführung in die Grundlagen wie Blende, Fluchtpunkt und Schärfentiefe geht es mit dem ersten von insgesamt neun Fotokursen los.

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„Fotografiere dein Lieblingsdessert“, „Schminke und frisiere deine Mama und fotografiere sie dann“ und „Erzähle deine Ferien mit Fotos“ sind nur drei Beispiele dieser Kurse und zeigen, dass das Buch Einblick in sehr verschiedene Fotosparten gibt.

Jeder Kurs ist mit vielen Beispielbildern versehen und enthält Tricks, so dass die Kinder nach und nach mehr Erfahrung sammeln können und nicht gleich mit einer Flut an Möglichkeiten überfordert werden. Auch wenn ich selbst kein Fan von beengenden Regeln innerhalb der Fotografie bin, so sind diese für den Anfang sicher nützlich. Ohnehin neigen Kinder naturgemäß dazu, Regeln zu durchbrechen und Neues zu testen.

Olaf gibt auch ganz praktische Tipps, wie zum Beispiel auf die Wettervorhersage zu achten oder an den aufgeladenen Akku und die leere Speicherkarte zu denken, wenn man wieder losziehen will. Ihr merkt, so ein paar Tipps hat Olaf auch für die alten Hasen…

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Nach jedem erfolgreich absolvierten Kurs ist Platz für die eigenen Bilder und zum Schluss gibt es ein „Diplom für kleine Fotografen“. Auch findet sich auf den letzten Seiten noch ein kleines Fotolexikon sowie ein kurzes Kapitel zum Thema Bildrechte mit Vordrucken zum Unterschreiben für die Modelle.

So, nun muss ich aber den übriggebliebenen Kuchen vom Fotoshooting essen und helfen, die entstandenen Bilder auf den PC zu übertragen, um sie anschließend zu drucken. Vielleicht habt Ihr ja auch bald das Vergnügen?

~

„Das 1 X 1 für kleine Fotografen“*
von Lumi Poullaouec
erschienen im Addison-Wesley Verlag
Altersempfehlung: 7 – 14 Jahre
Preis: 19,95 €

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15 Kommentare

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  1. Für meine beiden Kinder (11 und 13), die noch in den Zielgruppenbereich 7 – 14 Jahre fallen, scheint mir das Buch aber etwas kleinkindlich aufgemacht zu sein. Figuren á la Olaf finden sie dann doch zumeist als Zumutung an ihre vorpubertäre Entwicklung :-)

    • Hallo Florian, danke für die Ergänzung. Für meine Tochter (9 Jahre) ist es genau richtig. Mein Mann ist Sozialpädagoge und würde es für 6 – 12-Jährige empfehlen, wobei das vorallem an der Aufmachung liegt und weniger am Inhalt. Letztendlich kommt es aber immer auf das Kind an und da wissen sicher die Eltern am Besten, ob das Buch sich noch eignet.

      Ich schau mich mal nach Büchern für Jugendliche um.

      • So ist das, Katja. Mein Jüngster würde sich das Buch wohl auch begeistert anschauen, wenn die beiden älteren Geschwister ihn dabei nicht sehen könnten.

        Danke für Deine Mühe bei der Recherche nach weiteren Büchern.

    • sehe ich auch so. Meine beiden Mädels (11 und 15) würden das Buch -nur wegen der Illustrationen- erstmal zur Seite „legen“ (falls der Inhalt überzeugt, …)

  2. Ein richtig tolle Sache! Wenn meine Nichte das entsprechende Alter hat (was noch ein klein wenig dauern wird), wird sie von mir ganz sicher so ein Buch bekommen.

    Ich finde die Erziehung der Kinder in irgendeinen kreativen Bereich sehr wichtig. Ich hatte solch eine Erziehung nicht, und ich habe lange gebraucht und kämpfen müssen, um meine eigene Kreativität zu finden. Ich hätte soviel daraus machen können, wie ich heute weiß.

  3. Ich hatte dieses Buch schon in der Hand. Ich finde es wunderbar und sehr liebevoll gemacht. Wenn mein großer nächstes Jahr lesen kann, wird er dieses Buch bekommen. Ich war sehr begeistert von dem Buch, weil es animiert zum überlegten Fotografieren und die Kinder die ersten Fotoregeln erfahren können.

    Tolles Buch!

  4. Interessant!
    Falls ein Lehrer mit liest:
    ich würde gerne einmal Gedanken und Erfahrungen austauschen zum Thema Fotografieren mit Schülern.
    Methoden, Medien, Rechtliches, Unterrichtsabläufe?

    Ich habe schon Lightpainting und Portrait-Fotografie mit Schülern gemacht – hat allen viel Spaß gemacht!

    Grüße
    jörg