25. März 2021 Lesezeit: ~5 Minuten
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Muss ich mich mit Fotogeschichte beschäftigen?
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Muss ich mich mit Fotogeschichte beschäftigen?

Seit ich mich mit Fotografie beschäftige, setze ich mich auch mit der Geschichte dahinter auseinander. Ich bin ein unglaublich neugieriger Mensch und möchte die Zusammenhänge verstehen. Mich interessiert, wie Menschen die Welt früher gesehen haben und wie Kultur und Technik das Sehen beeinflussen.

Mich fasziniert, welche Ängste damals mit dem neuen Medium einhergingen und ich kann aus diesem Wissen Parallelen zu heutigen Neuerungen, wie dem Thema der künstlichen Intelligenz ziehen. Zusammenfassend kann ich sagen: Ich lerne über die Fotografie die Menschen und Welt besser kennen. Von früher und heute.

Für mich ist die Beschäftigung mit der Geschichte der Fotografie also so selbstverständlich, dass ich bei der Frage zur heutigen Folge kurz gestutzt hatte.

Warum/wann ist es für mich als Fotograf*in wichtig, mich mit der Geschichte der Fotografie auseinanderzusetzen?

Versteht mich nicht falsch, ich möchte die Frage nicht werten. Ich habe nur schlicht nie darüber nachgedacht, dass es für andere Menschen nicht so selbstverständlich ist wie für mich. Deshalb möchte ich für die Antwort auch jemanden zu Wort kommen lassen, der sich schon länger mit der Vermittlung von Fotogeschichte befasst.

Dirk Primbs bringt den Podcast Fotomenschen heraus. Dort gibt er anschaulich und unterhaltsam anhand von spannenden Menschen und Ereignissen Einblick in die Geschichte der Fotografie. Eine absolute Empfehlung für alle, die meine Leidenschaft teilen oder vielleicht nach dieser Folge Lust bekommen haben, etwas tiefer in die Fotogeschichte einzutauchen. Aber lassen wir erst einmal Dirk zu Wort kommen:

Spannende Frage! Ich glaube, zuerst möchte ich eine Gegenfrage stellen: Was meinen wir eigentlich genau, wenn wir in dem Kontext von der Geschichte der Fotografie sprechen? Die gibt es nämlich in verschiedenen Ausprägungen.

Da ist zum Beispiel die Geschichte der Technik und die ist sicher faszinierend. Aber wenn ich meine Kamera beherrsche, muss ich vielleicht nicht unbedingt wissen, wie sie Schritt für Schritt entwickelt wurde.

Artverwandt, aber nicht ganz dasselbe ist dann die Geschichte des „Handwerks Fotografie“, also die Geschichte der Praktiken und Arbeitsschritte, die notwendig wurden, um bestimmte Ergebnisse zu erzählen. Die hingen natürlich sehr von der verwendeten Technik ab und wurden vielleicht auch erst mit bestimmter Technik möglich.

Wer sein Handwerk nun ernsthaft betreiben und beherrschen möchte, sollte vielleicht das eine oder andere auch wirklich einmal selbst manuell ausprobiert haben, statt ausgefeilter Technologie das Ruder zu überlassen. Ich sehe das analog zu Metallwerker*innen, die ja auch erst lernen, von Hand ein Werkstück zu fertigen, bevor sie zum ersten Mal an eine CNC-Fräse gelassen werden.

Nach Technik und Handwerk wenden wir uns jetzt aber dem Inhalt von Fotografien zu. Gute Bilder transportieren Aussagen und Emotionen. Sie ziehen uns in ihren Bann, zwingen uns dazu, inne zu halten und nachzudenken. Wer regelmäßig Fotografien schafft, die nicht nur gut aussehen, sondern uns innehalten lassen, spricht eine Sprache. Diese Sprache ist nicht biologisch vorgegeben, sondern wird eingeübt und sie hat eine Geschichte.

Wer an sich selbst den Anspruch hat, nicht nur fotografieren zu können, sondern einen eigenen Stil, eine eigene Aussage, einen eigenen Beitrag zum Medium leisten zu wollen, kommt meiner Meinung nach nicht drum herum, sich mit dem zu befassen, was vorher im Medium geleistet wurde.

Komponist*innen studieren die Werke alter Meister, Poet*innen lesen viel und genauso ist es bei der Fotografie. Der eigene Stil, die eigene Aussage, der eigene Beitrag profitiert davon, sich mit der Bandbreite der Möglichkeiten befasst zu haben und von den Großen der Vergangenheit zu lernen. Das ist mein „Warum“.

Und wann damit anfangen? Naja, so schnell wie möglich!

Dirks Vergleich mit anderen Kunstrichtungen hat mich persönlich sehr überzeugt und an einen älteren Artikel auf kwerfeldein denken lassen. In „Inspiration oder Plagiat? Ein Drahtseilakt.“ greift Kat Kapo einen spannenden weiteren Ansatz auf: Sie spricht sich darin für die Idee aus, dass beim Umgang mit Plagiaten in der Kunst die gleichen Regeln gelten sollten wie in der Wissenschaft. Sie schreibt:

Als guter Wissenschaftler muss man Notizen über das Gelesene machen und einen Überblick haben. Vergleichbar zeichnet sich ein guter Künstler dadurch aus, dass er oder sie über die historische Entwicklung der Fotografie und verschiedene Vor- oder Zeitgleichdenker informiert ist.

Kommen wir zum Fazit: Natürlich muss ich nicht, wenn ich ein Strichmännlein male oder ein Lied summe, direkt Kunst- oder Musikgeschichte studieren. Aber wenn ich mich ambitionierter in der Fotografie bewege, dann ist ein Grundwissen in Fotogeschichte sehr hilfreich für die eigenen Arbeiten.

Aber wenn ich sie professionell betreibe, würde ich nach den Gedanken von Dirk und Kat Kapo sogar sagen: Es ist ein Muss! Wie seht Ihr das? Diskutiert gern mit und schreibt Eure Meinung zur heutigen Frage. Ansonsten freuen wir uns auch über neue Fragen. Schickt sie uns an kk@kwerfeldein.de – Nächste Frage, bitte!

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9 Kommentare

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  1. Für mich ist die Antwort: Na klar!

    Aber ich bin natürlich auch ein Lesemensch, da fällt das sicher leichter. Augenöffnend waren für mich John Szarkowskis Bücher „The Photographer’s Eye“ und „Looking at Photographs: 100 Pictures from the Collection of The Museum of Modern Art“, die ich mir zu Beginn meiner Wiederentdeckung der Fotografie gekauft habe und die ich immer wieder in die Hand nehme.

    Und weil mich Fotogeschichte und die Bilder vieler großer, aber auch zeitgenössischer und noch nicht so bekannter Fotografen faszinieren, platzt mein Fotobücherschrank inzwischen aus allen Nähten. Die Bücher sind für mich eine willkommene Abwechslung zum ewigen auf-den-Bildschirm-starren, und über Bilder wächst bei mir die Neugierde, wo verschiedene Strömungen herkommen und wie sie sich seit den Anfängen der Fotografie entwickelt haben.

  2. Ja, es ist ein MUSS.

    Ich kenne einen Musiker, der, obwohl er in drei oder vier Bands spielt und als Studiomusiker gearbeitet hat, immer noch Stunden nimmt für 30 EUR pro Stunde.

    Ich selbst gebe Sprachunterricht in drei Sprachen, und nehme auch immer mal wieder Sprachunterricht bei Kollegen, in drei „benachbarten“, „verwandten“ Sprachen, und habe auch immer mal wieder Schüler aus Ungarn, Russland, den USA oder Brasilien gehabt, die selbst Sprachlehrer sind.

    Und auch als engagierter Hobbyfotograf schaue ich mir fast jeden Tag Fotos anderer Fotografen oder Bilder von Malern an.

    Es wäre ziemlich ignorant, zu glauben, man könne einfach so „sein Ding machen“, ohne wahrzunehmen und anzuerkennen, was andere auf demselben Gebiet bereits geleistet haben.

  3. Hallo.
    Obwohl überzeugter Sozialhistoriker sage ich zum MUSS – Nö! Kreativ geht ohne. Was wäre auch ein Maß für das Muss-Wissen? Alles – ein wenig? Warum sollte nicht etwa eine BildhauerIn oder wer sonst ohne solches Muss tolle Fotos mit dem Handy machen können? Ich finde es oben schon ganz gut ausgesagt; besser ist´s. Übung ist etwas anderes (PS: Sprache ist auch nicht „biologisch“, sondern kommt durch Lernen und ! Übung). lars

  4. Hallo,
    nach der freundlichen Aufforderung auf Instagram, hier noch einmal meine ausführlich Meinung zu diesem Thema. Vorweg möchte ich anmerken, das ich auch hier mit „Wut“ im Bauch schreibe, weil ich die Haltung des gesagtem absolut anmaßend finde.
    Ein eigener Stil entwickelt sich vor allem durch eines: Selber machen. Sicherlich wird die Fotografie des Einzelnen immer beeinflusst. Durch andere Fotografie, durch Filme, durch Farben, durch Geschmack durch was auch immer. Aber um „einen Beitrag zum Medium zu leisten“ (was auch immer das heißen soll und wessen eigener Anspruch auch immer das ist) muss ich nicht in der Motten-Kiste kramen. Der eigene Stil hat viel mit der eigenen Identität und dem eignene sein zu tun. Er ergibt sich nicht aus dem Studium einer anderen Person. Dies macht vielleicht einen winzigen Teil aus. Es aber als Bedingung zu nennen, um einen Beitrag zum Medium leisten zu können, ist, wie ich bereits schrieb: Völliger Blödsinn.
    Gruß

  5. Moin,

    die Rückschau in die Fotogeschichte kann durchaus zu einem tieferen Verständnis der Fotografie führen.
    Im Rahmen des Artikels „migrant mother – Fotografie im sozialen Kontext der Zeit“, den ich für meine Homepage http://www.C124.de letzt geschrieben habe, bin ich sehr tief in die Zeit der Weltwirtschaftsriese der 30er Jahre und ihre Auswirkungen in den USA eingetaucht. Hunderte Bilder aus der Zeit habe ich mir in der Library of Congress angesehen, diverse Seiten im Netz zur Hintergrundrecherche besucht und ich habe angefangen den Roman „Früchte des Zorns“ von John Steinback zu lesen, der genau diese Zeit sehr detailreich darstellt.
    Ich habe mich also intensiv mit einem 86 Jahre alten Foto und der Geschichte drumherum beschäftigt und es hat mir Freude bereitet. Ich habe daraus für mich auch einige Schlüsse, die ich für die heutige Zeit bzw. die Fotografie in der heutigen Zeit sinnvoll oder gar nutzbar halte, abgeleitet.
    Ich habe keineswegs vor das Bild oder die Serien der damaligen Zeit zu kopieren … aber auf einige Ideen haben sie mich schon gebracht … ob ich die jemals umsetze ? Keine Ahnung, ich bin Amateur und kann tun und lassen was mir gefällt. Ein jeder sollte nach seiner Façon glücklich werden dürfen. Manchmal hilft eine gewisse Entspanntheit.

    bis denn

    joergW

  6. Muß ich mich mit der Geschichte des Automobils beschäftigen, wenn ich ein Auto fahre? Eher nicht.
    Muß ich mich mit der Geschichte der Menschen beschäftigen, weil ich gerade lebe? Eher nicht.
    Aber der Mensch als soziales Wesen wird nicht drumherum kommen, wenn er die Welt verstehen will…
    Wenn ich mehr will als den Auslöser zu drücken dann brauche ich mehr Wissen. Interessant ist die Frage auch bei Smartphonefotografie, die ja eher eine Kommunikation ist.
    Der homo stimulus braucht übrigens keine Geschichte.

  7. Spannende Diskussion! Ich wäre ehrlich gesagt nie auf die Idee gekommen, das infrage zu stellen und ein Scheuklappendenken zu verfolgen. Ich schaue mir auch immer gerne an, in welchem historischen Kontext sind welche Bilder entstanden bzw. wurde welche Ästhetik geprägt, damit ich einordnen kann, welche Bildsprache, welches Motiv, etc. kam wann warum zum Ausdruck. Insbesondere deshalb, weil Bilder in sich und in ihrer Einbettung multimodal und mehrdeutig sind und je nach Verwendung, Lesart und Intensität unterschiedliche Bedeutungen zugewiesen bekommen können.

    Wenn ich – als aktuelles, zugegeben diskutierfähiges Beispiel – das SPIEGEL-Cover mit den Biontech-Gründer:innen Özlem Türeci und Uğur Şahin im Januar ansehe (das Bild lässt sich leicht googeln) und erstmal vorikonographisch zwei Menschen sehe, die aus leichter Untersicht von rechts aufgenommen wurden, die nach links oben schauen, dann habe ich ja erstmal die Geschichte dieser Ästhetik ignoriert und sehe genau das: Ein Portrait von zwei Menschen in einer spannenden Perspektive. Wenn ich dann in die ikonographische Deutung gehe und mein Wissen über (Bild-)Geschichte mit hineinnehme, dann komme ich ins Staunen: Eine sehr ähnliche Bildsprache wurde beispielsweise auch auf dem Cover der Landser-Zeitschrift verwendet (mit einem Jungen im Vordergrund und einem Portrait von Hitler direkt dahinter, gibt’s glaube ich noch in vielen Schulbüchern des Fachs Geschichte) und ist daher in linken Diskursen auf – wenngleich erstaunlich leise – Kritik gestoßen. Das bringt mir im dritten Schritt, der ikonologischen Deutung, Probleme, weil es sicher nicht um autoritäre Ideologie gehen sollte, sondern das Portrait wahrscheinlich etwas Visionäres ausdrücken sollte. Die historische Verwendung dieser Ästhetik transportiert aber – nicht nur, aber zumindest auch – die Bildsprache der NS-Zeit/autoritärer Systeme und lässt mich darüber grübeln, ob a) der SPIEGEL dieses Frame im Blick hatte oder b) die notwendige Einordnung der Bildsprache in der Bildredaktion einfach nicht vorgenommen wurde. Ich gehe übrigens stark davon aus, dass weder Fotograf (der btw. ziemlich coole Bilder macht) noch Bildredaktion das im Sinn hatten. Es kann natürlich auch sein, dass hier auf die „Yes, we can“-Kampagne hingewiesen werden sollte, aber dann fehlt die Farbgebung, die das einordnen ließe und die Körperhaltung ist auch eine andere (abgesehen davon, dass es hier zwei Leute sind und nicht nur einer). Natürlich kommt es auch auf die Einbettung und den Kontext an. Aber wenn etwas dominantes wie das Coverbild auf solch eine Ästhetik zumindest hinweist, stellt sich die Frage: Warum? und die intendierte Aussage tritt in den Hintergrund.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ich – ernsthaft – Bilder produziere, dann sollte ich zumindest ein Grundwissen darüber haben, wie Motive, Gestaltung, Themen, etc… in der Vergangenheit in einem bestimmten Kommunikationsraum verwendet wurden, um abschätzen zu können, ob die Geschichte, die ich erzählen möchte, so wenig uneindeutig (oder idealerweise: so eindeutig) wie möglich verstanden werden kann. Das trifft jetzt mehr auf Editorial und weniger auf Hochzeitsfotografie zu, die oft – natürlich arg verkürzt und auch nicht immer – dieselbe Erzählung wiederholt: „Wir hatten den schönsten Tag unseres Lebens und das sind unsere Erinnerungen“.

    Mir hilft es außerdem auch bei der Entwicklung von Projekten zu schauen: Wie wurde von anderen an ein Thema herangegangen? Was hat funktioniert? Wo sehe ich Probleme bei mir? Was übernehme ich? Was verändere ich/lasse ich weg? Nehme ich Avedons „In the American West“ zum Vorbild für eine Portraitreihe im pandemischen Jahr oder passt das nicht? Warum? Warum nicht? Was muss ich hinzufügen? Was will ich aussagen? Das schließt die eigene kreative Leistung nicht aus, aber hilft meines Erachtens dabei, verstanden zu werden.

    Daher denke ich nicht, dass es anmaßend ist, wenn man sagt, dass man sich mit Geschichte auseinandersetzen sollte, wenn man es mit der Fotografie ernst nehmen möchte.

    PS: Ich habe das Beispiel bewusst auf das Landser-Beispiel reduziert, um meinen Punkt zu unterstreichen. Natürlich wurde diese Ästhetik auch von anderen Systemen reproduziert.

  8. Hi,

    ich glaube nicht, dass es ein „Muss“ bei dieser Frage geben kann, sondern eher ein „alles kann“. Jedes Medium hat natürlich eine Geschichte und eine Entwicklung, und selbst wenn wir sie nicht explizit „studieren“, können wir eigentlich gar nicht anders als uns irgendwie in eine historische Entwicklung einzureihen: wir wachsen mit Bildern auf, sehen sie in Zeitschriften, Zeitungen, Büchern, im Internet, im Kino, im Fernsehen. Wir erkennen auch ohne kunstgeschichtliche Studien Bilder, die in den 70er Jahren entstanden sind und, wir haben ein sicheres Gespür dafür, was wahrscheinlich „von heute“ ist.

    Und selbst wenn wir eine dickseitige „Geschichte der Fotografie“ aufschlagen und minutiös durchlesen, bekommen wir ja doch nur einen kleinen Ausschnitt gezeigt. In unserem Kulturkreis ein europa- und amerikazentriertes Bild auf die Kunst- und Ästhetikgeschichte der Fotografie. Eine mögliche Sichtweise zweifellos (und auch relevant für uns als Europäer), aber eben auch nur eine von vielen Bildungshintergründen.

    Und um auf das aktive Fotografieren zurückzukommen: Ich glaube nicht, dass man unbedingt wissen muss, was es alles schon gegeben hat, um einen Beitrag zum Medium, zu einem Sujet oder zu den eigenen Themen zu leisten: man kann auch frisch und unbelastet loslegen und einfach Dinge tun, die einem auf der Seele liegen und die nach Ausdruck verlangen. Es gab auch immer stilbildende Fotografen, die genau das getan haben und sich um Konventionen wenig geschert haben. Vielleicht ist es auch schlicht eine Temperamentfrage: analythisch versus empathisch oder pragmatisch?

    Wie auch immer: Jede Zeit und jeder Ort, jede Kultur und jedes Individuum erzeugt Ausdruck und kreativen Output, auf ganz unterschiedliche Weise und mit ganz unterschiedlichem Hintergrund.

    Viele Grüße
    Christian

  9. Moin, es ist, scheint mir, noch zu wenig klar, welche Geschichte in den Beiträgen gemeint ist. Bilder ansehen, Technikgeschichte wurde genannt. Gehen wir von Gestaltungsgeschichte aus, von der kreativen Seite, kommt heute die Technik wieder in den Blick. Christians Vollformat-Beitrag erinnert mich daran. Shift wurde es seit etwa 1845 genutzt, Tilt seit 1900. Und mit den präzisen wie preiswerten Adaptern besondes für den doppelten Tilt ist bei den Spiegellosen eine alte Technik ganz neu fürs Kreative vorhanden, die z. B. scharfe Flächen diagonal in ein Bild legen kann. Ist das nicht ein sinnvoller Themenschwerpunkt für eine Bilder-Sammlung, welche generellen Vorteile Vollformat-Linsen mit Halbformat-Sensoren bringen können? Gruss