05. Februar 2020 Lesezeit: ~4 Minuten

Fotografische Crowdfunding-Projekte #1, 2020

Crowdfundings bieten Kreativen die Möglichkeit, Projekte vorzufinanzieren und zu testen, ob sie genügend Menschen ansprechen. Aber es ist nicht leicht, Crowdfunding-Kampagnen ausreichend zu bewerben und genügend Menschen zugänglich zu machen. Deshalb sammeln wir in unregelmäßigen Abständen spannende neue Fotoprojekte, die Euch gefallen könnten.

Dieses Mal gibt es zwei Fotobücher, eine Kamera, einen Objektivbeutel und eine Tasche zu entdecken. Viel Spaß beim Stöbern!

Buchseiten

Love Me von Josh Kern

Ein Fotobuch komplett aus Notizbuchseiten ist das neueste Projekt von Josh Kern, dessen Erstlingswerk „Fuck Me“ wir bereits im Magazin vorgestellt haben. Schon in diesem Buch waren die vielen originalen Scans aus seinen Tagebüchern und Notizen das Besondere. Im Text der Kampagne gibt er an, dass er bei seinem ersten Buch noch sehr von der Meinung anderer beeinflusst war. Umso gespannter sind wir nun auf Buch Nummer zwei!

Das Buch wird eine japanische Bindung bekommen. Ihr könnt es mit 25 € vorfinanzieren.

Objektivbeutel

COSYSPEED Objektivbeutel Made in Africa

Die neuen Beutel von COSYSPEED bieten Euren Objektiven Schutz. Sie sind innen mit weichem Mikrofaserstoff ausgelegt und außen entweder klassisch schwarz oder afrikanisch bunt. Es gibt sie in drei Größen, um die gängigsten Objektivformate abzudecken. Sie werden in einem Entwicklungsprojekt von Burundikids in Burundi hergestellt. Im Mutter-Kind-Heim in Bujumbura, Burundis Hauptstadt, finden obdachlose, meist minderjährige Mütter mit ihren Kindern Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitsversorgung und können eine Ausbildung zur Schneiderin machen.

COSYSPEED möchte langfristig eine Produktion in Burundi aufbauen, um dort das erste Fotozubehör „Made in Africa“ zu produzieren. Burundi ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von 660 $ pro Kopf das ärmste Land der Welt. Aber es ist nicht als „Hilfsprojekt“ ausgelegt, sondern geht nach dem Prinzip „Leistung für Gegenleistung“ vor. Die Beutel kosten zwischen 8 und 10 €.

Kamera im Gras

Jollylook Auto – The Modern Vintage Instant Film Camera

Wenn Ihr Instaxfotos liebt, Euch aber das Vintagegefühl bei den bisherigen Plastikkameras fehlt, dann ist die neue Jollylook etwas für Euch. Die Jollylook Auto ist eine ausklappbare Sofortbildkamera im Vintagestil, die ein klassisches Design mit umweltfreundlichen Materialien, einer manuellen Entwicklungsmechanismus, einem automatischen Verschluss und einem Blitz kombiniert.

In die Kamera passen die Instax-Mini-Filme von Fuji. Sie kostet im Early-Bird ~81 € und wird bei erfolgreicher Finanzierung im November ausgeliefert.

The Signum Bag

Fototaschen gibt es zugegeben bereits wirklich sehr viele. Die neue Signum Bag besticht durch Optik und Funktionalität. Sie ist aus Leder und Waxed Canvas und wasserabweisend. Innen bieten verschiedenste Taschen genug Stauraum für Kamera, Objektive, Laptop und jede Menge Kleinteile. Die Signum Taschen gibt es in verschiedensten Farben und sie kosten ab 189 €.

How I tried to convince my husband to have children

Olga wollte schon immer Mutter sein. Das war für sie so klar, dass sie sich Fragen nach dem Warum nicht stellte. Bis sie heiratete und feststellte, dass ihr Mann eine andere Meinung hatte. Es gab endlose Diskussionen darüber, ob sie Kinder haben sollten oder nicht. Diese Reise hat Olga in ihrem Buch „How I tried to convince my husband to have children“ festgehalten. Es enthält Fotos, Tagebücher, Mitschriften von Dialogen und Archivbilder. Es präsentiert einen Dialog zwischen zwei gegenüberliegenden Welten, seiner und ihrer.

Die Geschichte im Buch handelt nicht nur von Kindern, sondern auch von einem Paar, seinen Kämpfen, Bestrebungen und Enttäuschungen. Ihr könnt das Projekt für ~29 € mitfinanzieren.

 

Hat Euch eines der Projekte angesprochen oder habt Ihr ein weiteres aktuelles Crowdfunding entdeckt, das wir übersehen haben? Ergänzt es gern in den Kommentaren.

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1 Kommentar

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  1. Zur Jollylook Auto:
    So schön die Kamera auch aussieht und so nett die Features (Blitz, automatischer Verschluss, etc.) auch sind – ich glaube nicht, dass ich das Projekt weiterempfehlen kann. Zumindest möchte ich potenzielle Backer über ihr Risiko aufklären.

    Ich habe vor knapp drei Jahren bei der ersten Kickstarter-Kampagne von Jollylook (Cardboard Camera) mitgemacht und umgerechnet rund EUR 47,00 (USD 39,00 Kamera und USD 10,00 Versand) in das Projekt gesteckt. Liefertermin sollte Juni 2017 sein. Bis heute habe ich Kamera noch nicht…

    Nach erfolgreichem Crowdfunding kamen zuerst Projektupdates, was für tolle Hersteller für die einzelnen Komponenten gefunden wurden und wie toll die Produktion voranginge. Später folgten Nachrichten, dass dies oder jenes schief ging (z.B. sich die Verklebung wieder löste oder es Probleme mit dem Verschluss gab) und nochmals gefertigt oder neue Dienstleister gefunden werden müssten. Dann ging das Geld aus und es wurde um Verständnis geworben, wenn zuerst Kameras auf dem freien Markt verkauft werden und erst danach die Backer ihr Exemplar erhalten. Vertröstung folgte Vertröstung.

    Jetzt wurde das neue Projekt ins Leben gerufen und wenn das erfolgreich ist, soll dann auch im März (das Jahr wurde nicht genannt) meine Kamera ausgeliefert werden. Wenn ich das neue Projekt unterstützen würde, könnte ich auch „upgraden“, das heißt die noch nicht gelieferte Kamera an den Kaufpreis anrechnen lassen und nur noch die Differenz von nochmals knapp EUR 50,00 zahlen. Sorry Leute, aber mein Vertrauen ist dahin. Ich werfe nicht nochmals Geld hinterher…

    Mental habe ich die Kamera bereits abgeschrieben und das Geld unter Lehrgeld verbucht. Dennoch hoffe ich irgendwie immer noch, die Kamera eines Tages einem mittlerweile 93-jährigen Kamerasammler zeigen und damit ein Foto von uns beiden machen zu können. Hoffe, wir erleben es noch…