25. April 2020

52 Wochen – Ergebnisse: durch Glas

In der letzten Woche haben wir Euch mit Glas spielen lassen und Ihr habt unsere Erwartungen dabei wieder übertroffen. Die Ergebnisse sind großartig und wunderbar vielfältig. Ihr habt durch Schaufenster, Balkontüren, Vasen, Teekannen, Brillen, Lupen und andere Gläser fotografiert. Und von Portraits über Straßenszenen bis hin zu surrealen Aufnahmen ist alles dabei.

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben – es ist sehr inspirierend, Eure entstandenen Bilder durchzusehen und schade, dass wir nicht immer alle zeigen können. Solltet Ihr ein Foto eingereicht haben, das es nicht in diese Auswahl geschafft hat, liegt das nicht an der Qualität, sondern nur an der unglaublich großen Anzahl an Einreichungen! Lasst Euch also nicht entmutigen und macht gern beim nächsten Thema wieder mit. Jeden Montag gibt es eine neue Aufgabe im Magazin!

Triptychon aus roten verschwommenen Bildelementen

© Andrea Epstein

Bei uns im Haus gibt es einen verglasten Durchblick auf ein Fenster mit roten Vorhängen. Ich habe es durch viele Glasobjekte hindurch fotografiert und auch viel experimentiert. Daraus ist dieses Triptychon entstanden.

In den letzten Wochen besuchte ich immer wieder Sehnsuchtsorte, die gegenwärtig geschlossen sind. Da ist zum Beispiel das Café als Schreibort an Sonntagen, jetzt leuchtet die Kaffeemaschine einsam in die Nacht. Und da ist die Universitätsbibliothek, wo mir die Atmosphäre, von Büchern und Denker*innen umgeben zu sein, fehlt, einzig der Blick auf die Schließfächer bleibt. Statt Café oder Bibliothek laden zum Glück die Grünflächen drum herum zum einsamen verweilen mit Buch oder Laptop ein.

Inspiriert durch den Artikel von Martin Gommel versuchte ich, einen Einblick in diese Sehnsuchtsorte zu erlangen und gleichzeitig die Welt in der Reflexion aufzufangen. In diesem Fall allerdings verleiht die Farbe erst das Gefühl des Ausgeschlossenseins. Durch Glas verschmelzen Innen- und Außenwelt.

Abstrakes Bild

Der Blick einer Reisenden mit dem Zug durch Sachsen-Anhalt © Viktoria Lau

Blauer Himmer und ein Schattenspiel

© Frank Malz

Surreales Bild

© Rita Heinz

Surreales Bild

© Achim Eschenweck

Eine Person speigelt sich in einer Scheibe

© Benjamin Ißleib

Haus spiegelt sich in einem Fensterglas

© Udo Hartmann

Sich spiegelndes Fenster und eine Plane

© Elke Erben

Männerportrait hinter einer Glasscheibe

© Lia

Das Projekt ist nach wie vor nicht als Wettbewerb gedacht, aber verratet uns dennoch gern, welches Bild dieses Mal Euer Favorit ist.

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9 Kommentare

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  1. Hallo,

    mir gefällt das Bild von Falk He besonders. Stimmiger Aufbau und irgendwie passend zur aktuellen Situation. Im Moment alles ziemlich verschwommen, eingesperrt – dennoch mit Schlüssel und Grün als Fünkchen Hoffnung. Und bei genauer Sicht Klarheit in weiter Ferne – auch wenn noch kein Licht im Dunkel zu sehen ist.
    Bleibt gesund und erfreut Euch an fotografischen Herausforderungen …

    Liebe Grüße
    Elke

    • Herzlichen Dank für die Erwähnung und vielen Dank Elke, ja du hast die Geschichte hinter dem Bild wunderschön beschrieben.
      Mir gefallen besonders all die Portraits durch Glas wie unter anderem Lia, senjas und Francis, die für mich alle so ein Gefühl der aktuellen Situation vermitteln, was Bilder leichter zeigen, als Worte zu beschreiben vermögen.

  2. Überwiegend tolle Ergebnisse und einen einzigen Favoriten zu finden fällt schwer. Aber die ersten Plätze wären für mich auf jeden Fall Matthias Müller, Benjamin Ißleib, Susan, Guido Heins, Carola Bührmann, Achim Eschenweck.

    • Oh, ich danke Dir sehr, Kai ! Wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende und weiterhin viel Spaß und Inspiration für die 52 Wochen Challenge. Ich finde diese Aktion wunderbar und in dieser verrückten Coronazeit noch dazu sehr hilfreich.
      LG Carola

  3. Eine schöne Auswahl, die zeigt, wie unterschiedlich und vielseitig man dieses Thema angehen kann. Auch mir fällt es schwer, Favoriten zu benennen. Aber ganz spontan haben mit besonders die Bilder von Achim Eschenbeck, Leo Ertl und Guido Heins gefallen.