kwerfeldein
25. März 2019 Lesezeit: ~5 Minuten

Antje Kröger

  • PROLOG Ich wurde geboren. Hinein ins Tiefland. Das tiefe Land. Ein Land, verschwommen und unscharf. Schön, flach, mit Schlunden hinter den Bäumen. Kalt und starr. Warm und weich. Jahreszeiten verändern den Habitus. Das Schwarz verändert sich im Lichte der Tage und zeigt sich in Millionen Facetten. Ich bin Tochter ...
  • GeometrieVerderbliche Geometrie was man nicht alles tut, um ein Dreieck auszufüllen, Honigwaben, Sechsecke über Eingang und Ausgang unter einer weiblichen Landschaft als Horizont winkend mit Knien als Grenzpfahl, Intimität in eigener Hand, der Bienenkorb des Genusses, doch für wen?Wir kennen diese Landschaft, Bergsteiger, Schatzgräber, in Schächten und Grotten zu ...
  • „Ein junger Mensch aber sieht der Welt ins Gesicht. Er hat noch nicht die Zeit gehabt, sich den Gedanken des Todes oder des Nichts zurechtzuschleifen, obschon seine „Schrecken ihn quälen. Grade dies aber ist Jugend: diese bittere Zwiesprache mit dem Tode, diese körperliche Angst des Tieres, das die Sonne ...
  • Das dünne Mädchen entdeckte die kleinen Wasserfontänen in der Nähe des Zaunes als Erste. Das Einöden-Eckhaus versprühte das kostbare Gut über den kurzen, grünen Rasen. Das dicke Mädchen folgte ihrer Freundin. Sie wuschen sich ihre staubigschwarzen Hände in den schmalen Strahlen. Danach sammelten sie das Nass in ihren Handkrügen ...
  • „Sie sind ein Deutscher, nicht wahr?«»Ja«, sagte Karl, »Ich bin noch nicht lange in Amerika.«»Woher sind Sie denn?«»Aus Prag in Böhmen«, sagte Karl.»Sehen Sie einmal an«, rief die Oberköchin in einem stark englisch betonten Deutsch und hob fast die Arme, »dann sind wir ja Landsleute, ich heiße Grete Mitzelbach ...
  • Manchmal ziehen Fischchen ihre Kreise ziemlich weit, zum Laichen legen sie nämlich Kilometer um Kilometer zurück. Der Schwarm bewegt sich, immer. Macht Strecke. Keine Energie rausnehmen, mit Volldampf voraus. Wer steht, der geht. Oder so ähnlich. Auch meine Fischchen haben eine interessante und lange Reise hinter sich. Nicht zum ...
  • Alles beginnt mit dem, was nicht zu sehen ist. Was zu sehen ist, sieht jeder. Auf Blick Nummer Eins. Wer wahres Interesse hegt, der blickt tiefer. Spätestens mit Blick Nummer Zwei. Ihm oder ihr offenbart sich das, was ich andeute, manchmal auch deutlich mache. Es geht mir um eine ...
  • “Wie heißt denn deine Puppe?” Einfache Frage. Die Antwort für mich selbst ernüchternd. “Sie hat keinen Namen.” Danach Schweigen. Ich überlege. War das schon immer so? Meine längste Begleiterin im Leben eine “madame without a name”? In meinem Schlafzimmer sitzt noch eine original DDR-Babypuppe, nur ein paar Jahre jünger als der Lockenkopf. ...
  • Text: Tobias Crain Ja, wie ist das überhaupt? So mit den Lebewesen um uns rum? – Äh, meinst du die Asiaten, die Schwarzen, Inuit? Was soll schon mit denen sein? Die leben. Nein man, ich mein die Tiere, nicht-menschliche Lebewesen. – Naja, die leben auch, was sonst? – Ja ...
  • Unter den nackten Füßen. Hunderte Meter tief. Fossiles. Flammen. Fanal. Durch unserer Münder strömend. Ein unsichtbare Lebenselement – gespeist aus dem sich verdünnendem Blätterwald. Atme. Der Erstickungstod folgt später. PETREFAKT – ein (Vor)Spiel Konsum. Kosten. Knappheit  – Kosten. Kosten!! Kosten!!! Wer zahlt wem? Warum? Wieviel? Womit? Wovon? Bringen Dollar, ...
  • Zum zweiten Mal das Grassimuseum in Leipzig für mich in diesem Jahr, nach der Ausstellung „ANALOG TOTAL_FOTOGRAFIE HEUTE“. Eine von elf Fotograf*innen war ich, die den Schmuck des Grassis mit Menschen zusammengebrachte. Letzte Woche begann die Ausstellung. Es war fulminant. Der Schmuck eine Augenweide. Und die Fotos dazu, leuchtend ...
  • FOTOWORKSHOP: Expression Explosion // Potpourrama // Crash Mash Flash Menschenfotografie plus analogdigitale Kreativtechniken vor, während und nach dem Prozess des Fotografierens Ich habe ein neues Workshop-Konzept in mein Programm für 2022 aufgenommen. Diesen Workshop werde ich zum ersten Mal im August dieses Jahres anbieten. Dazu inspiriert wurde ich während ...
  • Nachdem der Krieg in der Ukraine begann, sammelte ich Material über Material: Worte, Bilder, Symbole. Erst nur, damit ich nichts vergesse würde. Schnell aber merkte ich, dass ich damit auch künstlerisch etwas anfangen und ausdrücken wollte. Und so verwandelte ich eines Tages (dies ist nun schon ein paar Wochen ...
  • Es geht wieder los. Endlich. Endlich. Dieses Mal nicht aus dem Winterschlaf erwacht, sondern aus der Starre einer Pandemie und den Verboten und Geboten, die damit einhergingen. Mein erster so inspirierender Fotoworkshop liegt hinter mir, drei Tage Meisterklasse mit Meistermenschen (bei Gelegenheit schreibe ich darüber.) Und auch die ersten ...
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