Ausblick

Schön, dass Du den Weg zur Ansicht der Ausblick-Fotos gefunden hast! Unsere Redaktion sucht jeden Tag ein Foto aus, das jeweils auf der Startseite und in einem eigenen Artikel präsentiert wird. Wenn Du auch ein Foto einreichen möchtest, kannst Du das über die dazugehörige Flickr-Gruppe tun. Dort findest Du beim Beitreten auch alle notwendigen Informationen und Vorgaben. Viel Erfolg!

19. Dezember 2014

Foto: sinnen


Eine Frau mit Christbaumkugeln auf dem Kopf.

Fotolinks des Tages

1. Dezentrale Fluchtlicht-Impressionen

Was macht eigentlich Flutlicht? „Klar, es beleuchtet ein Fußballstadion.“ Falsch. Es beleuchtet noch viel mehr, nämlich anliegende Nachbarschaften. Christoph Buckstegen hat sich diesem Phänomen angenommen und eine ungewohnte Sicht auf Fußball-Städte dokumentiert. Gerade weil Buckstegen keine erkennbare Bildbearbeitung betreibt, wirkt das surreale Licht umso glaubwürdiger und überzieht die Stadtlandschaften mit einer Art Magie. → ansehen

+ Für Neugierige liegt im Spielmacher-Verlag das zugehörige Fotobuch* bereit, das auch unter dem Christbaumlicht eine gute Figur macht.

2. New York City U-Bahn, 1966

Wer bei Fotos von der New Yorker U-Bahn sofort an Bruce Davidson und seine Blitz-Portraits von Passanten denken muss, kann nun seinen Horizont um Aufnahmen von Danny Lyon erweitern. Dieser war einige Jahre früher dran und das sieht man nicht nur am Kleidungsstil der abgebildeten Menschen, sondern auch an der Tatsache, dass die U-Bahnen noch nicht vollständig „zugetagt“ waren. Da Lyon keinen Blitz benutzte, wirken die Aufnahmen um einiges natürlicher als bei Davidson und bekommen dadurch einen unverwechselbaren Charme. → ansehen

3. Flickr lenkt ein

Vor einem Monat traf Flickr eine Entscheidung, die auf sehr viel Widerstand in der Community stoß und international für Aufregung sorgte: Nutzer sollten Bilder als Prints bestellen können, die unter CC-Lizens standen und nicht direkt zum Verkauf angeboten wurden. Nachdem der Aufschrei nicht abriss, gab Flickr nun bekannt, dass zwar weiterhin Fotos bestellt werden können, nicht mehr aber Fotos, die CC-lizensiert sind. Verkäufe werden rückwirkend vergütet. Es zeigt sich also, dass Flickr (Yahoo) durchaus auf seine Nutzer hört und gegebenenfalls einlenkt. → ansehen

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.

18. Dezember 2014

Foto: Andreas Fusser


Fassade der neuen Messe in Basel.

Fotolinks des Tages

1. Opfer sexueller Übergriffe beim Militär

Als die Fotojournalistin Mary F. Calvert davon las, dass es 2012 beim amerikanischen Militär 26.000 sexuelle Übergriffe gab und nur eins von sieben Opfern diesen Umstand überhaupt meldet, war Calvert von den Zahlen berührt. Sie entschied sich, mit Opfern der Übergriffe ein Foto-Projekt zu machen. Calvert ging zu Anhörungen und lernte darüber Frauen kennen, die unter anderem deshalb, weil sie darüber sprachen, ihren Arbeitsplatz verloren. Frauen, die auch im Nachhinein sehr darunter litten, medikamentenabhängig und depressiv wurden. Unfassbar ist, dass die Webseite der Fotografin an mindestens zwei Air Force One Stützpunkten geblockt ist. → ansehen

2. Über die Gewinner des National Geographic Contests

Blick hinter die Kulissen: Was bewegt die Juroren des National Geographic Contests dazu, ein bestimmtes Bild abzulehnen und wie wird die finale Auswahl der fast 10.000 Fotos gemacht? In einem sehr spannenden und Einsicht gewährenden Video (ca. 5 Minuten) werden die letzten Entscheidungen des Teams transparent gemacht. Doch nicht nur das Video lohnt sich. Im Link findet sich zum Gewinnerbild ein Interview mit Brian Yen, der jede Menge Hintergrund-Informationen zur Bildentstehung preisgibt und erklärt, warum er keine anderen Bilder kommentiert und favorisiert. → ansehen

3. 3. Videoportrait über die junge Fotografin Flora Borsi

Die ungarische Fotografin Flora Borsi haben wir im Magazin bereits mit ihrer Fotoserie „des monstres“ vorgestellt. Die FAZ hat heute ein Video der Deutschen Welle über die junge Künstlerin geteilt. Diese macht bevorzugt Selbstportraits. Leider wird im Video kein Unterschied zwischen Selfies und Selbstportraits gemacht und es werden simple Handyschnappschüsse mit den Kunstwerken von Flora Borsi verglichen. Am Ende landet man bei der Frage, ob junge Menschen zu narzisstisch sind. Insgesamt aber dennoch sehenswert. → ansehen

17. Dezember 2014

Foto: Ladimannskipanni


Winterwunderland II © Ladimannskipanni

Fotolinks des Tages

1. 29 mal Zeitgeschehen

Meist werden Best-Of-Listen ja nach formalen Kategorien editiert, beispielsweise „die besten Sportfotos des Jahres“ oder die Auswahl bezieht sich nur auf Seiten-interne Publikationen. Das TIME-Magazin hat dieses ungeschriebene Gesetz durchbrochen, eine zeitgemäße Fotocommunity herausgesucht und dort nach den bedeutendsten Fotos 2014 geforscht: Instagram. Herausgekommen ist eine großartige Strecke von 29 Aufnahmen, die das Weltgeschehen dokumentierten und somit ganz ohne Nachrichten-Magazin wichtige Ereignisse bekundeten. Vom Euromaidan über eine eritreische Hochzeit in Haifa bis hin zur Dokumentation einer Mutter, die mit ihrem Sohn am Grab ihres erstgeborenen Kindes sitzt, zeigt diese Serie auf, dass Berichterstattung über wichtiges Zeitgeschehen nicht zwingend an eine DSLR gebunden ist. → ansehen

2. Drohnen-Fotografie teuer bestraft

„Warum nicht mal mit einer Drohne fotografieren?“ Diesen Gedanken tragen sicherlich viele Fotobegeisterte mit sich herum und überlegen sich, das doch einfach mal auszuprobieren. Doch hierbei ist Vorsicht geboten, denn so ein Abenteuer kann flugs teuer werden, wie es einem Luftbildfotografen am Dienstag ergangen ist. Besucher eines Festes hatten sich beschwert, da die Drohne recht tief über sie hinweg flog. 1.500 € Strafe musste der Fotograf entlohnen, eine Aufstiegsgenehmigung ist hingegen für 150 € zu haben. Und die Moral von der Geschicht’? Mit Drohnen spaßen lohnt sich nicht. → ansehen

3. Von der Liebe einer Mutter

Der in Norddeutschland geborene Fred Hüning war bisher einer der unbekannteren Namen im Fotografie-Internet, doch nun hat seine Serie „Drei“ auf Huffington-Post für Furore gesorgt. Nein, es handelt sich mitnichten um super dramatische Fotos von explodierenden Autos, sondern um tief gehende und hochemotionale Dokumente aus dem innersten des Familienlebens: Der Mutter-Liebe zu ihrem Kind. Weit entfernt von beschönigendem Kitsch greift Hüning ebenfalls die Ambivalenz eines Vaters auf, der sich manchmal aus dem innersten Kreis von Mutter und Kind ausgeschlossen fühlt und drückt dieses Gefühl in diesen einzigartigen Portraits aus. → ansehen

16. Dezember 2014

Foto: Jaques10000


Ein Radfahrer fährt durch einen nebeligen Wald.

Fotolinks des Tages

1. Vom Zaun um Europa

Der Zaun beschäftigt sich mit der Situation von Tausenden Flüchtlingen an den Grenzen Europas. Die Seite bedient sich zahlreicher (auch: fotografischer) Elemente, um visuell und auditiv zu veranschaulichen, wie es denen geht, die versuchen, aus ihrem Land zu flüchten und sich dort eine bessere Zukunft erhoffen. Unter anderem wird auch Tunesien und die Stadt Sfax vorgestellt, von der aus viele Mütter Ihre Söhne zum letzten Mal sehen – und im Extremfall auch nie wieder von ihnen hören. Der Zaun entstand in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung und fordert Besucher heraus, sich tatsächlich in der Tiefe mit der Sache zu beschäftigen, da es sich inhaltlich nicht um reine Klickstrecken handelt. Drüberscrollen ist nicht, und das ist auch gut so. → ansehen

2. UNICEF-Fotos des Jahres

UNICEF prämiert jedes Jahr Fotos und Fotoreportagen, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern weltweit auf herausragende Weise dokumentieren. Dieses Jahr gewannen die beiden deutschen Fotografen Insa Hagemann und Stefan Finger mit ihren Bildern, die von den Folgen des Sextourismus in den Philippinen und der Situation von Kindern ausländischer Väter erzählen. Ein Interview mit den beiden Fotografen hat Spiegel Online. Auch der zweite Platz geht an einen deutschen Fotografen. Christian Werner zeigt das Schicksal der Jesiden im Irak, die von der Islamistengruppe „Islamischer Staat“ verfolgt werden. Der südafrikanische Fotograf Brent Stirton gewinnt den dritten Platz mit seiner Reportage über die blinden Geschwister Anita und Sonia, die dank einer Operation wieder sehen können. → ansehen

3. Analysiert: Fotobücher-Listen

Das wird den Mathematikern Spaß machen: Jörg Colberg hat sich die im Netz sehr beliebte Foto-Buch-Linkliste von Photo-Eye vorgenommen (welche 177 verschiedene Bücher enthält), und anlässlich ihres Umfangs auf Ello ein paar Statistiken herausgearbeitet. Unter anderem konnte er feststellen, welcher Verlag die meisten Bücher in allen Listen hatte, wie viel Prozent ihr Buch im Eigenverlag publizierten und warum es äußerst schwer sein wird, mit einer Publikation überhaupt in eine dieser breitgefächerten Listen zu kommen. Also auch ein Tipp für Nicht-Mathematiker. → ansehen

15. Dezember 2014

Foto: Adi Dekel


Frau in weißem Kleid zwischen blauen Blättern.

Fotolinks des Tages

1. Wir müssen reden, und zwar über Geld

Wer verdient eigentlich daran, wenn ein Fotograf Bilder ausstellt? Man möchte sofort ausrufen „Ist doch klar! Der Fotograf!“ – doch das stimmt so nicht. Denn es gibt in diesem Kontext eine Gehaltskette mit vielen Menschen dazwischen, die an einer Ausstellung verdienen. Die Künstler selbst gehen dabei immer wieder leer aus. Joachim Schmid hat diesen Umstand beim Namen genannt und ermutigt Ausstellungsbesucher, auch mal nachzufragen, ob (oder wie) der präsentierte Fotograf denn bezahlt wird. → ansehen

2. Humans of… everywhere!

Mittlerweile hat das Projekt „Humans Of New York“ weite Kreise um den Globus gezogen. Überall tauchen Portraits von Menschen in ihrer Heimstadt auf, und alle haben etwas gemeinsam: Von der Stadt ist meist wenig zu sehen, doch die ausgesuchten Menschen fallen durch besondere Merkmale auf. Bored Panda hat sich die Mühe gemacht, alle möglichen „Humans Of…“ durchzusehen und ein paar besondere herauszustellen. Beim Betrachten der Serie fällt das schwankende fotografische Niveau natürlich auf, was dadurch wieder wettgemacht wird, dass ein Großteil der Menschen sehr intime Details preisgibt, die häufig von großer Weisheit und Lebenserfahrung zeugen. → ansehen

3. Aus der Not eine Tugend

Häufig entstehen gemeinnützige Initiativen dann, wenn einzelne Menschen betroffen sind und aus Ihrer Betroffenheit etwas Größeres machen. So geschah es auch 2003, als Thilde Jensen die Diagnose „Vielfache Chemikalienunverträglichkeit“ (MCS) bekam, die eine Art Allergie gegen alle möglichen Stoffe (Zigarettenrauch, Abgase, Parfüm usw.) in der Luft ist. Jensen machte aus der Not eine Tugend und fotografierte Menschen mit derselben Diagnose, auch, um mit der schlimmen Krankheit umzugehen, denn sie konnte irgendwann nicht mehr ohne Atemschutz-Maske leben. Ihre Geschichte und 13 bemerkenswerte Portraits von MCS-Erkrankten werden auf dem australischen Business Insider vorgestellt. → ansehen

14. Dezember 2014

Foto: Breno Caetano


Breno Caetano

Fotolinks des Tages

1. Über die Inszenierung von Reichtum in der Fotografie

Die Ausstellung „Fette Beute – Reichtum zeigen“ bekommt zur Zeit wieder viel Aufmerksamkeit in den Medien, obwohl sie bereits seit Oktober im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg gezeigt wird. Warum so spät, wissen wir nicht. Warum aber überhaupt darüber gesprochen wird, ist wohl recht einfach zu erklären: Armut auf Bildern sind wir gewohnt, den Reichtum hingegen dokumentiert kaum jemand. Gezeigt werden Arbeiten verschiedener Fotografen, die das Thema auf vielfältige Weise angehen und zum Nachdenken anregen. → ansehen

2. 6,5 Millionen und 10 Cent

Nachdem diese Woche viel über die teuerste Fotografie von Peter Lik, die für 6,5 Millionen $ an einen Privatsammler ging, berichtet wurde, fanden wir nun diese äußerst amüsante Parodie des Fotografen Jeff Frost. In seiner fiktiven Pressemitteilung, die an die von Lik angelehnt ist, berichtet er vom Verkauf des Fotos „Standing in the Circle“ für 6,5 Millionen $ und 10 Cent. Wir gratulieren zur gelungenen Werbestrategie. → ansehen

3. „Destino“ – Auf gefährlicher Reise

LensCulture stellt nach und nach die Finalisten ihres Storytelling-Awards vor. Darunter sind viele großartige Reportage-Serien wie „Destino“ von Michelle Frankfurter. Sie zeigt die nicht ungefährliche Reise vieler zentralamerikanischer Migranten auf Güterzügen durch Mexiko in die USA. In Schwarzweiß-Aufnahmen zeigt Frankfurter Hoffnung und Verzweiflung der Menschen auf ihrem Weg in eine ungewisse Zukunft. → ansehen

13. Dezember 2014

Foto: Nicole Kral


Wald voller Schnee und Frost mit Waldweg

Fotolinks des Tages

1. Folter, Geheimdienste und die Bedeutung der Fotografie

Die umstrittenen Verhörmethoden der CIA betreffen auch fotografische Dokumente, welche die unter scharfer Kritik stehende Form des Umgangs mit Gefangenen belegt. Die Obama-Regierung möchte diese Bilder nicht preisgeben, da sie „eine Bedrohung für die amerikanischen Bürger“ darstelle. Im Interview mit Pete Brook kommt Professor David Levi Strauss zu Wort, der die Stellung von Fotos und Videos insbesondere unter politischen Gesichtspunkten in einem neu erschienenen Buch* untersucht hat. Strauss geht im folgenden Artikel auch auf die Zielsetzung der ISIS-Videos und die Nicht-Veröffentlichung von 2000 Folter-Aufnahmen aus Abu Ghuraib ein. → ansehen

2. Die Tochter in den Kinderkleidern der Mutter

Von ihrer 4-jährigen Tochter macht Heather Evans Smith konzeptuelle Portraits, die sich mit den Ängsten und Freuden des Kindes beschäftigen. Wie Mutter und Tochter zusammenarbeiten, warum es manchmal Wochen dauern kann, bis eine bestimmte Foto-Idee umgesetzt wird und wie das Ergebnis dieser vertrauten Kollaboration aussieht, das verrät eine Bildstrecke auf Feature Shoot. → ansehen

3. Vom König aller Kamerabastler

Im Keller des Gebäudes von „National Geographic“ fertigt Kenji Yamaguchi für Fotografen die (eigentlich) utopischsten Vorrichtungen, Instrumente und Apparaturen an. Eine seiner Spezialitäten sind Kamerafallen mit Blitz, die Nahaufnahmen von Raubtieren möglich machen. Kurz: Was Q für James Bond ist, ist Kenji für die Fotografen des Magazins. In einem leider sehr kurz ausgefallenen Artikel versteckt sich ein absolut sehenswertes Video, das einen Einblick in den abwechslungsreichen Alltag des Mechanikers gibt, der mal eben die Naheinstell-Grenze eines Objektives verschiebt. → ansehen

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12. Dezember 2014

Foto: Andi Singer


Mädchen im Gegenlicht vor einem Fenster.

Fotolinks des Tages

1. Erstmals Biografie über f/64 erschienen

Eine 20-jährige Fotografie-Studentin lernte 1967 das Fotografen-Kollektiv um Ansel Adams, Dorothea Lange und Edward Weston kennen: f/64. Die Frau namens Mary Street Alinder arbeitete für den Rest von Ansel Adams Leben für ihn und bekam Geschichte und Innenleben der Gruppe mit wie kaum jemand sonst. Nun hat Alinder die erste allumfassende und deshalb historisch bedeutende Biografie* publiziert, die vor der Gründung beginnt und bis zu Verfall der Gruppe reicht. Der NYTimes Lens Blog hat Buch und Hintergründe besprochen. → ansehen

2. Warum die Fotografie trotz „Phantom“ eine Kunst ist

Wie gestern erwähnt, kritisierte Jonathan Jones auf The Guardian das derzeit teuerste Foto der Welt, „Phantom“, in Grund und Boden und – was vielen vielleicht gar nicht aufgefallen ist – stellte zu Beginn des Artikels die von ihm gern vertretene These auf, dass Fotografie gar keine Kunst sei. Nun kam es gestern zu einem überzeugenden Gegenschlag von Seiten des Fototheoretikers Sean O’Hagan. Dieser differenziert Jones’ Argumente und legt dar, warum die Fotografie nicht in erster Linie als Technologie, sondern als Art des Sehens verstanden wird und dass es völlig irrelevant ist, wenn irgendein Super-Reicher eine Fotografie kauft. → ansehen

3. Die besten Fotobücher 2014

Derzeit ist das Netz völlig übersättigt von Best-Of-2014-Listen und gerade im Bereich Fotobücher erschlägt empfängliche Leser die schier unfassbare Masse an Empfehlungen. Die wirklich relevanten Artikel können daran erkannt werden, mit wie viel Mühe und Kompetenz gearbeitet wird und da macht 2014 auch der Photo-Eye-Blog auf sich aufmerksam. Die Mitarbeiter von Photo-Eye haben auch in diesem Jahr die Auswahl nicht selbst getroffen, sondern bedeutsame Persönlichkeiten aus dem Fotokontext herangezogen, deren Empfehlungen jeweils im Detail zugänglich sind. Unter den insgesamt 26(!) Beitragenden sind Christiana de Middel, Markus Schaden und kein Geringerer als Martin Parr. → ansehen

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11. Dezember 2014

Foto: sinnen


freistehendes Betonelement einer Brücke

Fotolinks des Tages

1. Teuerstes Foto der Welt: Sentimental und clichéhaft

Es ist also wahr. Peter Lik hat mit „Phantom“ das teuerste Foto der Welt verkauft. Doch das Echo, welches vom Guardian zurückkommt, ist alles andere als ehrfürchtige Lobpreisung: Jonathan Jones quittiert Peter Lik Sentimentalität, Romantisierung und einen (sehr!) schlechten Geschmack. Außerdem stellt die Kritik in Vordergrund, dass das Bild selbst überhaupt keine Besonderheiten vorweisen kann, da das Internet voll mit Bildern von diesem Ort mit exakt dem gleichen Lichteinfall ist. Jones postuliert, dass der Käufer töricht war, sein Geld für ein pittoreskes Bild herauszuwerfen, in dem er es mit hoher Kunst verwechselte. → ansehen

2. Wie Ebola-Ärzte fotografiert wurden

Das TIME Magazine ernannte kürzlich die „Ebola Fighters“ zur Person des Jahres, die mit Leib und Leben gegen die tödliche Epidemie kämpfen. Zwei Fotografen sorgten im Auftrag des Magazines dafür, den Ärzten ein Gesicht zu geben und sie zu portraitieren: Jackie Nickerson und Bryan Schutmaat. Wie kam es zur Auswahl dieser beiden Fotografen und auf welche Qualitäten wurde Wert gelegt? Dies und einige Hintergrundinformationen zur Entstehung der Portraits beantwortet der dazugehörige Artikel im Magazin. → ansehen

3. Lytro kann jetzt Fokus-Spreizung

Lytro ist bekannt für die einzigartige Kapazität, in einer Aufnahme den Fokuspunkt anzubieten, und zwar postfotografierend in der Nachbearbeitung. Doch das Unternehmen geht mit dem Update der Desktop-Software auf 4.1 einen Schritt weiter und bietet erstmals die Möglichkeit der Fokus-Spreizung an. So geht die Schärfe über einen Fokuspunkt hinaus und es kann festgelegt werden, wo sie beginnt und an welcher (anderen) Stelle endet; in einem Bild können unterschiedliche Blenden vereint werden. DPReview bietet neben der theoretischen Erklärung zusätzlich ein Beispielbild und ein Demo-Video von Lytro an. → ansehen

10. Dezember 2014

Foto: evahgrf


Gras im Morgenlicht.

Foto-Links des Tages

1. Familienalltag als Bühne

Was passiert, wenn man Familienfotos nicht aus dem Moment heraus festhält, sondern komplett inszeniert? Die Fotografin Jessica Todd Harper ging dieser Frage auf den Grund und spickelte bei großen Malern, um sich eine gestalterische Grundlage für das Portraitieren ihrer Liebsten zu schaffen. Dabei gelang ihr aller Planung zum Trotze, wonach sicherlich alle Familien-Fotografen streben: Die Vermittlung von Nähe und Natürlichkeit. Spiegel Online hat acht ihrer wichtigsten Aufnahmen erörtert. → ansehen

2. DeviantArt launcht App

Deviantart ist eine der ältesten Communities für (u. A. digitale) Kunst und wird heutzutage nur noch selten von Fotografinnen und Fotografen genutzt. Flickr, 500px oder gar Facebook/Instagram haben DeviantArt längst abgehängt und erfreuen sich einer großen Beteiligung. Doch nun wagt das Netzwerk die Flucht nach vorne und wird im Laufe des Mittwochs mit einer App für iOS und Android zumindest für kurze Zeit Aufsehen erregen. Ob sich die Community damit auch in Foto-Kreisen wieder nach vorne befördern kann, bleibt abzuwarten. → ansehen

3. Das teuerste Foto der Welt?

Zugegeben, es ist nicht ganz einfach, vom Schreibtisch aus die Validität eines Verkaufes im Wert von mehreren Millionen zu überprüfen, geschweige denn die darauf folgende Erklärung eines Bildes zum teuersten Foto der Welt sicherzustellen. Wie dem auch sei: Gestern berichteten die F-Stoppers, dass es dem nicht unbekannten Peter Lik nun gelungen sei, die Fotografie Phantom für 6,5 Millionen US-Dollar an einen Privatsammler zu veräußern. Kapitalismuskritikern wird es sicher einmal mehr den Magen umdrehen. → ansehen

9. Dezember 2014

Foto: sabekr


Eine alte Hütte steht am Waldrand.

Fotolinks des Tages

1. Wie Euer Foto auf ein Buchcover kommt

2011 machte Sarah Ann Loreth ein Experiment: Sie wollte unbedingt eines ihrer Fotos auf einem Buchcover haben. Seither hat sie fast 30 Buchcover mit Ihren Aufnahmen bedeckt, es auf einen Bestseller geschafft, der 140.000 mal verkauft wurde und eines ihrer Bilder wird sogar in einem aktuellen Werbefilm des Amazon Kindles gezeigt. Nun erklärt sie mit vielen praktischen Tipps, worauf geachtet werden muss, wenn man eine solche Publikation anstrebt. → ansehen

2. Ein Mann wie der Wind

Vyacheslav ist Meteorologe und arbeitet im polaren Norden Russlands. Er mag keine Menschen, keine Städte und ist am liebsten ganz für sich alleine – und das, ohne sich einsam zu fühlen. Die Fotografin Evgenia Arbugaeva besuchte ihn zweimal und kam mit den wohl schönsten Aufnahmen zurück, die man von diesem Mann machen kann. → ansehen

3. Fotograf des Jahres 2014

Der Guardian bekommt täglich bis zu 20.000 Foto-Einsendungen und hat nun angekündigt, den Fotografen des Jahres auszuwählen. Die Auswahlliste mit Beispielbildern ist nun online. Darunter sind Ramon Espinosa (AP) der Kinder-Wrestler in Cuba fotografierte, Mahmud Hams (AFP), welcher seit 10 Jahren den Konflikt am Gaza-Streifen dokumentiert und Navesh Chitrakar, der regelmäßig über den Himalaya berichtet, wo im April 16 Menschen auf einer Tour ums Leben kamen. → ansehen

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