Ausblick

Schön, dass Du den Weg zur Ansicht der Ausblick-Fotos gefunden hast! Unsere Redaktion sucht jeden Tag ein Foto aus, das jeweils auf der Startseite und in einem eigenen Artikel präsentiert wird. Wenn Du auch ein Foto einreichen möchtest, kannst Du das über die dazugehörige Flickr-Gruppe tun. Dort findest Du beim Beitreten auch alle notwendigen Informationen und Vorgaben. Viel Erfolg!

23. Januar 2015

Foto: Thomas Graichen


© Thomas Graichen

Fotolinks des Tages

1. Ein produktives Syndrom

Alleine das Wort „Gear Avoidance Syndrome“ (Ausrüstungs-Vermeidungs-Syndrom) ist heute einen Eintrag wert. Die Prämisse der Autoren Vieth und Dietrich ist, dass eine große Masse an Objektiven, Kameras und Kram dazu führt, dass man sich bei einem Shooting zu viele Gedanken um die Technik macht – und deshalb das eigentlich Wichtige vergisst. Sie behaupten: Je länger man das Ausrüstungs-Vemeidungs-Syndrom hat, desto mehr Fortschritte kann man als Fotograf machen. → ansehen

2. 22 mal Fortschritt

Einer der großen Vorteile der Fotografie ist, dass man mittels ihrer Hilfe die „Zeit anhalten“ kann. Tut man dies öfter, beispielsweise einmal pro Jahr von ein und demselben Objekt, beispielsweise eine junge Familie mit Kind, kann eine wunderbare Serie entstehen. Der Fotograf Zed Nelson setzte dieses Vorhaben 22 Jahre lang um und das erstaunliche Ergebnis dürfen wir auf Huffington Post betrachten. → ansehen

3. Düster und traurig: Rumänien

Joseph Rodriguez fotografierte zwischen 1990 und 1996 ein Land, das sich vom Kommunismus gelöst hatte und der Armut verfiel: Rumänien. Dort lenkte er seine Aufmerksamkeit auf die Probleme des Landes, dokumentierte Waisenhäuser und Psychiatrien, setzte aber auch positive Akzente mit Portraits von Bauern und Landsleuten. Die New York Times berichtet. → ansehen

+ Das frisch erschienene Ebook „Romania“ ist für alle iOS-Geräte und Macs jetzt zu erwerben. Dringende Empfehlung.

22. Januar 2015

Foto: Timeless Seeker


Ausblick in eine große Bibliothek.

Fotolinks des Tages

1. Portrait des Menschenrechtlers

Wie entsteht ein historisch bedeutsames Foto? Eine allumfassende Antwort darauf gibt es kaum. Umso spannender ist es, zu lesen, wie der Magnum-Fotograf Dan Budnik es schaffte, ein intimes Portrait von Martin Luther King nach seiner Rede „I have a dream“ zu machen. Das Foto wurde zu einer Ikone, die an das Leben und Wirken des Bürgerrechtlers und Aktivisten erinnert. → ansehen

2. (Sehr) gute Aussichten

Um die Abschlussarbeiten von deutschen Fotoakademikern einer breiten Masse zugänglich zu machen, gründete Josefine Raab den Wettbewerb „Gute Aussichten“. Aus 115 Einreichungen aus 40 Institutionen wählte die Jury acht Arbeiten und Preisträger/innen. Die Zeit stellt einige Fotografien der Gewinner vor, die übrigens bis zum 8. März in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen sind. → ansehen

3. Gebrüder Grimm in Europa

Den Namen Kilian Schöneberger wird man Kennern der deutschen und internationalen Landschaftsfoto-Szene nicht zweimal nennen müssen, der mit seiner neuen Serie „Brothers Grimm’s Wanderings“ erneut begeistert. Das Projekt wird derzeit im Netz herumgereicht und verdienterweise gelobt. Aus allen Quellen haben wir das Magazin demilked herausgesucht, das seine märchenhaften Werke in groß präsentiert. → ansehen

21. Januar 2015

Foto: Hille Thomasson


Ausblick auf Eisberge

Fotolinks des Tages

1. Smarte Smartphone-Fotografie

Mikal Buck macht qualitativ hochwertige Makrofotografie mit seinem Smartphone. Wobei, nicht ganz. Der englische Fotojournalist benutzt hierfür die Sony QX1, eine Linse, die mit jedem iOS- oder Androidgerät verbunden und gesteuert werden kann. Eines stellen seine Aufnahmen jedoch erneut unter Beweis: Die DSLR muss nicht zwingend das Werkzeug der Wahl sein. → ansehen

2. Abgeschnitten: Tipps zur Bildkomposition

Der folgende Artikel kann Einsteigern beim Portraitieren von Menschen eine große Hilfe sein: Das Team des Blogs „Lichtpoesie“ bespricht drei einfache, aber effektive Tipps, die zum Gelingen eines Portraits beitragen können – wobei auch angeführt wird, dass die milimetergetreue Befolgung des Besprochenen nicht zwingend das Rezept für ein gutes Bild ist. → ansehen

3. Bücher zu Tausenden

Zum Schluss empfehlen wir eine leichte Kost, die die Herzen aller Bücherwürmer höher schlagen lassen wird. Fubiz, unerschöpfliche Queller künstlerischer Inspiration, tischt eine Serie auf, die uns in die Hallen großer Unibibliotheken teleportiert. Wer möchte dort nicht ein paar Tage (Ach was! Jahre!) verbringen? → ansehen

20. Januar 2015

Foto: Fabian


Blick auf einen Marktplatz in Schwarzweiß

Fotolinks des Tages

1. Von Kameras, die keine sind

Dass Smartphone-Hersteller die Fotoindustrie sehr stark unter Ihre Fittiche nehmen, ist sicher keine Neuigkeit. So wundert es sicher keinen, dass Apple auch 2014 zu den führenden Unternehmen gehört, deren Kameras genutzt werden. Warum Chip also von einer „überraschenden Statistik“ spricht, können wir nicht ganz nachvollziehen, finden die Auseinandersetzung mit dem Thema jedoch wichtig. → ansehen

2. Offengelegte Sectio caesarea

In den letzten Tagen haben wir häufig über Menschen berichtet, die den Status-Quo der Fotografie hinterfragt oder einfach übergangen haben. Heute wurden wir in diesem Zuge auf den Franzosen Christian Berthelot aufmerksam, der Neugeborene unmittelbar nach einer (=Kaiserschnitt) fotografiert. Berthelots Aufnahmen werden von Rezipienten hitzig diskutiert, denn es stellt sich die Frage, ob dies wirklich sein muss. Wir finden: Ja, das darf sein, denn auch die Geburt ist ein Teil des Lebens, über die es gar nicht genug gute Fotografien geben kann. → ansehen

+ Auch der Stern hat die Thematik angeschnitten und stellt Bilder vor, die in der Klickstrecke auf Spiegel Online nicht zu sehen sind.

3. Von Professionen, Luft und Liebe

Kann man mit Leidenschaft für ein Thema realistisch davon ausgehen, auch beruflich in diesem Bereich Fuß zu fassen? Die Fotografin und Psychologin Jenna Martin bejaht dies, und zwar mit guten Argumenten. Sie ist der Auffassung, dass Leidenschaft über das normale Maß an Begeisterungsfähigkeit hinausgeht und sich die Frage nach dem Markt für die Tätigkeit dadurch löst, wie proaktiv die Sache angegangen wird. Unbedingt lesen. → ansehen

19. Januar 2015

Foto: afineyoungman


Ein Haus vor einem Hügel.

Fotolinks des Tages

1. Eine komische Mischung

Den Freunden des Surreal-Kuriosen wird dies ein visuelles Festmahl sein: Bored Panda publizierte eine prächtige Reihe bizarrer Kabinett-Karten, die echte Fotografie und Illustration miteinander vermischt. Diese Serie, die vom Macher Colin Batty bei Bored Panda eingereicht wurde, ist deshalb so interessant, weil sie Gewöhnliches mit Ungewöhnlichem auf faszinierende Weise verbindet und sämtliche No-Gos ignoriert (man malt doch nicht auf alte Foto-Karten!). → ansehen

+ Falls Ihr Euch fragt, was mit Kabinett-Karten eigentlich gemeint ist, hilft ein Blick auf Wikipedia.

2. Liebe unterm Himmelszelt

Fotografen aus aller Welt sind derzeit hellauf begeistert, denn sie haben derzeit die Chance, den Kometen mit dem wunderschönen Namen „C/2014 Q2 Lovejoy“ auf Film oder Sensor zu bannen. Zwar ist das Wetter über Deutschland dieser Tage für solche Abenteuer ungeeignet und, naja, finden muss man das fliegende Wunder auch erst mal. Doch da kommt ein Artikel von Spiegel Online gerade recht. Dieser zeigt einerseits 5 großartige Aufnahmen von Lovejoy und gibt anderseits ein paar kleine Tipps, wie man dem Kometen überhaupt auf die Schlichte kommt. → ansehen

3. Offene Wunden der Zentralafrikanischen Republik

2014 war ein Jahr der Tragödien und es war für viele schon schwer, dem Lauf der wichtigsten Ereignisse zu folgen. Dabei ging insbesondere eine schreckliche Sache unter: Die Unruhen und mörderischen Konflikte in der Zentralafrikanischen Republik. Dort begannen muslimische Rebellen einen Krieg, der viele Menschen tötete und einige Gegenbewegungen provozierte. Mit dabei: 6000–10000 Kindersoldaten. Der Franzose William Daniels fotografierte die Geschehnisse und zeigt erneut die Grausamkeit des Mordens und der Rache auf. (Vorsicht: die Bildstrecke zeigt schwer verletzte und tote Menschen.) → ansehen

18. Januar 2015

Foto: Sebastian Kahl


Ein zutrauliches Eichhörnchen.

Fotolinks des Tages

1. Hipstermerkel

Unsere Bundeskanzlerin ist inspirierend. Zumindest, wenn man sich den Tumblr „Hipstermerkel“ ansieht, auf dem verschiedene Menschen ein Portraitfoto von Angela Merkel auf verschiedenste Weise bearbeitet haben. Im Hipsterstil mit Bart und Brille oder mit diversen Grafiken und Sprüchen. → ansehen

+ Wenn Ihr jetzt selbst kreativ sein wollt: Das Originalfoto stammt von einem Artikel auf Spiegel Online. Die eigenen Werke kann man auf dem Tumblr einreichen.

2. Auf dem Thron

Die Mächtigen der Welt sind auch nur Menschen. Dies zeigt recht eindrücklich die Künstlerin Cristina Gugger alias Krydy anhand von Fotomontagen, in denen sie Politiker und andere Machtinhaber auf das Klo setzt: Von Angela Merkel über Papst Franziskus bis hin zur Queen. Gut gemacht sind diese Bildmanipulationen auf jeden Fall. → ansehen

3. Der weibliche Körper im Wandel

Die Fotografin Polly Penrose hat sich über sieben Jahre lang selbst portraitiert. Ihre Aktaufnahmen zeigen sie in oft sehr akrobatischen Posen und offenbaren die Veränderungen ihres Körpers. Die Serie heißt „A Body of Work“ und wird in ein paar Jahren sicher noch um einiges interessanter. Hoffentlich bleibt Polly dabei. → ansehen

17. Januar 2015

Foto: Steven Böhm


Jänner © Steven Böhm

Fotolinks des Tages

1. Nicht. Sofort. Sehen.

Analoge und digitale Fotografie sind kein getrennt lebendes Ehepaar. In den letzten Jahren sprießen Startups, die sich der Verknüpfung beider Welten verschrieben haben. Eines davon ist WhiteAlbum und eine App für iOS. Was an der App analog ist? Ganz einfach: Man sieht die Fotos, die man mit WhiteAlbum macht nicht sofort und kann sie auch nicht mehr optimieren. Nein, erst wenn die Fotos entwickelt (gedruckt) und vom Service an den Benutzer verschickt wurden, gibt es ein Wiedersehen. Mit Freude? Wer weiß. Spannend ist es auf jeden Fall. → ansehen

2. Geschwungene Bewegungen einfrieren

Eine elegante Tänzerin wirft weißen Puder in Luft und ein Fotograf macht ein Bild davon. Mit Blitzen und einer 6000/s. Was daraus entsteht, ist alles andere als gewöhnlich. Jeffrey Vanhoutte und der Filmmacher André Nicolas Vantomme erarbeiteten ein Set von wahrlich zauberhaften Aufnahmen im Rahmen einer Werbeaktion für den niederländischen Kaffeesahne-Hersteller Campina Friesland Kievit. Tipp: Schaut Euch sowohl das finale Video, als auch das Making-Of am Ende des Artikels an. → ansehen

3. Anleitung zum Doppelbelichten

Zugegeben, es passiert recht selten, dass wir in den Foto-Links des Tages Tutorials empfehlen, doch heute machen wir eine Ausnahme. Denn auf 121clicks haben wir zwei tolle Videos mit Sara Byrne gefunden, die sich dem Thema digitale Doppelbelichtungen im Bereich der Portraits annimmt und dafür mit der EOS 5D MK III arbeitet. Das Canon-Modell verfügt praktischerweise über Spezialfunktionen, die dies erleichtern. Falls Ihr nun keine Mark III habt, dürft Ihr trotzdem kicken. Denn ein Großteil der Beispielfotos im Artikel ist super. → ansehen

16. Januar 2015

Foto: Jan Gottweiß


Hangzhou Westlake Pavillon © Jan Gottweiß

Fotolinks des Tages

1. Comeback eines umstrittenen Fotografen

Manche Menschen bekommen direkt eine Wut, wenn Sie den Namen eines Fotografen hören, der bekannt für seine am Rande der Pornografie entlangschlitternden Portraits ist: Terry Richardson. Die Wut ist nicht unbegründet, denn Richardson wird mehrfach vorgeworfen, unsichere Models zu Posen zu überreden, die Ihnen hinterher peinlich sind – und sie sexuell zu nötigen. Bis heute wurde Richardson nicht angeklagt und dennoch war 2014 ein Jahr, bei dem sich viele Künstler und Magazine wie die Vogue deutlich von ihm distanzierten. Dies hat nun ein Ende, denn „Harper’s Bazaar“ und „Rolling Stone“ präsentieren Fotos von Richardson auf Ihrer Titelseite. Spiegel Online berichtet. → ansehen

2. Vom Versuch, einen Fotoband drucken zu lassen

Alain Laboile und natürlich-schöne Kinderportraits, das gehört zusammen. Der französische Bildhauer und Vater von 6 Kindern überzeugt schon eine ganze Weile mit seinen Schwarzweiß-Aufnahmen, die dank ihrer teils inszenierten, teils spontan wirkenden Bildgestaltung eine ergreifende Tiefe innehaben. Vor zwei Tagen gab Laboile auf Facebook bekannt, dass in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Kehrer-Verlag ein Fotoband erscheinen wird. Jedoch nur dann, wenn genügend Bestellungen eingehen. Wer von seinen Bilder genauso angetan ist wie wir, ein paar Euro übrig hat und die Sache unterstützen will, kann das Buch vorbestellen. Wir drücken die Daumen. → ansehen

+ Redakteurin Aileen Wessely interviewte 2013 den begabten Fotografen ausführlich.

3. Bienen, die keine sind

Fotografie und Kunst, das ist nicht zu trennen. Und eigentlich empfehlen wir im Ausblick nur Artikel und Bildstrecken, die rein fotografische Kunst sind. Doch heute pausieren wir vorübergehend die Nabelschau und wagen den (viel zu seltenen) Blick über den Tellerand der Fotografie. Es geht dabei um Bienen, Schmetterlinge, Käfer, kurz: Insekten, die in brillanter Manier aus Metallschrott zusammengebastelt wurden. Zuerst denkt man, dass … → ansehen

15. Januar 2015

Foto: Karin Daninger


Ein Mann steht vor einer Landschaft und genießt den Ausblick.

Fotolinks des Tages

1. Äthiopien im Portrait

Man muss die bunten und teilweise romantisierenden Fotos des Magnum-Fotografen Steve McCurry nicht mögen. Doch eines ist ihm zugutezuhalten: Er hat einen unvergleichbaren Eifer, die Menschen ferner Länder zu portraitieren. Heute veröffentlichte McCurry eine Bildstrecke über die Farben des Landes Äthiopien. Und wenn McCurry eines kann, dann ist es der Umgang mit fotografischen Farben. Besonders schade finden wir jedoch, dass sich McCurry nicht die Mühe gemacht hat, außer ein paar Zitaten auch etwas über die Einzigartigkeit des Landes zu schreiben. → ansehen

2. Das Märchen von den erleuchteten Pilzen

Nein, die Makro-Fotografie ist nicht tot. Selten, aber nicht zu übersehen gibt es Lichtpunkte am Ende des Tunnels eines Genres, das kleine Dinge groß macht. Ein Beispiel dafür ist Martin Pfister aus Bayern. Dieser überspringt locker die üblichen Maxime der Makrofotografie und erzeugt mit LED-Lichtern eine fabelhafte Stimmung, die seinen Nahaufnahmen von Pilzen beinahe märchenhaften Charakter verleiht. → ansehen

+ Martin Pfister ist nicht sonderlich aktiv im Netz, aber auf 500px hat er ein Profil mit aktuellen Fotos.

3. Augen auf, Ihr Künste!

Fotografisch keine Meisterleistung, aber die Idee ist genial: Ein neuer Tumblr mit dem Namen „What They See“ beschäftigt sich mit der Frage, was Kunstwerke sehen würden, wären sie dazu in der Lage. Was man daraus lernen kann? Manchmal reicht ein schlichtes Konzept aus, um eine in ihrer Wirkung verblüffende Serie zu gestalten. → ansehen

14. Januar 2015

Foto: Bassam Allam


Bassam Allam

Fotolinks des Tages

1. Über die Pressebilder des „Charlie Hebdo“-Trauermarsches

Das Foto der aktuellen Machthaber in Paris, die Arm in Arm scheinbar den Trauermarsch anführen, wird vielleicht in die Geschichte eingehen. Es ist jedoch in einer Nebenstraße für den angekündigten Pressetermin aufgenommen wurden. Obwohl dies nicht verschwiegen wurde, stößt die Inszenierung auf Kritik. Ebenfalls für starke Kritik sorgt die ultraorthodoxe Zeitung „Hamodia“ in Israel, die aus religiösen Gründen keine Abbilder von Frauen abdruckt und kurzerhand Frau Merkel und andere Machthaberinnen aus dem Foto retuschierte. → ansehen

2. Gotham City aus dem Hubschrauber

Wie muss es sich wohl anfühlen, sich in tausenden Metern Höhe mitten in der kalten Nacht aus dem Hubschrauber zu lehnen? Man kann nicht fallen, dafür ist der Fallgurt zu sicher, aber furchteinflößend ist eine solche Erfahrung garantiert. Der Filmemacher und Fotograf Vincent Laforet ließ es drauf ankommen und fotografierte New York City in bisher ungesehener Art und Weise aus der Vogelperspektive. Diese besten Aufnahmen präsentiert er nun auf Storehouse – und zwar in groß. Prädikat „unerreicht“. → ansehen

3. Eine geklaute DSLR, 10 Millionen Menschen und ein Start-Up

Das Foto-Startup EyeEm macht in den letzten Monaten immer wieder auf sich aufmerksam. Zwar halten wir die Vermutung, dass EyeEm nun auch Instagram zur Konkurrenz werden könnte, für warme Luft, doch von nix kommt nix. So werden die 10 Millionen Nutzer, mit denen das Unternehmen wirbt, nicht die Foto-App fürs Smartphone nutzen, weil ihnen langweilig wird. Warum der Gründer von EyeEm dem Dieb seiner DSLR dankbar ist und was die App von anderen unterscheidet, ist im Handelsblatt zu lesen. → ansehen

+ Falls Ihr nun Lust habt, EyeEm auszuprobieren, bitte hier entlang: iPhone | Android.

13. Januar 2015

Foto: Moni Bergauf


Ein karger Feldweg im Schnee

Fotolinks des Tages

1. Der Fotograf von Auschwitz

Spiegel Online hat einen sehr lesenswerten Artikel über Wilhelm Brasse veröffentlicht, der als Häftling in Auschwitz fotografieren musste. Tagsüber portraitierte er andere Häftlinge zur Dokumentation: Im Profil, von vorne, mit Kopfbedeckung. Nach Feierabend kamen die Aufseher in sein Studio, um hübsche Abzüge von sich für die Familie zu Hause anfertigen zu lassen. Dank seines Könnens überlebte er Auschwitz, konnte danach jedoch nie wieder eine Kamera in die Hand nehmen, ohne erneut das Grauen zu sehen. → ansehen

2. „Je suis Charly“

Etwa 3 Millionen Menschen gingen in Paris auf die Straße, um an die Opfer des Terrorangriffs zu erinnern. Auch in anderen Städten gedachten die letzten Tage viele den 17 Menschen, die ihr Leben verloren haben. The Boston Globe zeigt aktuelle Nachrichtenbilder der Solidaritäts­bekundungen. → ansehen

+ Auch 500px zeigt die besten Fotos seiner Nutzer zum Thema.

3. Kannst Du sehen, was ich sehe?

Die UNHCR, oder auch UNO-Flüchtlingshilfe genannt, veranstaltet in unterschiedlichsten Flüchtlingscamps Foto-Workshops für Kinder. Diese dokumentieren dann ihren Alltag und präsentieren das Leben fernab der eigenen Heimat auf unerschrockene Weise. Ein gutes Beispiel dafür ist die vierzehnjährige Rhagda aus Damaskus, die den Wunsch hat, einmal Rechtsanwältin zu werden. Rhagda zeigt mit einprägsamen Fotografien, was in ihrem Leben wichtig ist, und was fehlt: Zum Beispiel Wasser. → ansehen

12. Januar 2015

Foto: Katerina Pasnichenko


© Katerina Pasnichenko

Fotolinks des Tages

1. Einsame Straßen

Der Fotograf Andy Lee zeigt menschenleere Straßen, die scheinbar ins Nirgendwo führen. Auf seinen düsteren Bildern sieht man keine Autos und kaum Zeichen menschlicher Zivilisation. Wo er diese schönen Straßen gefunden hat, verrät der Fotograf nicht, denn für ihn geht es nur um das Motiv und seine Wirkung. → ansehen

+ Ein Blick auf die Webseite des Fotografen ist absolut lohnenswert.

2. Menschen auf der Flucht

Unser Herausgeber Martin Gommel wurde von der Süddeutschen Zeitung zu seinem aktuellen Fotoprojekt über Flüchtlinge in Deutschland interviewt und erzählt dort, wie er auf die Idee kam und wie die Begegnungen ihn nun selbst verändern. Eine Auswahl seiner Schwarzweiß-Portraits gibt es ebenfalls zu sehen. → ansehen

+ Die Seite zum Projekt findet Ihr hier.

3. Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht

Was ist das Urheberrecht und welche Rechte hat ein Modell am Bild? Einen kleinen Einstieg in das Thema Urheber- und Persönlichkeitsrecht bietet der neue Artikel von Recht am Bild, der zudem viele hilfreiche weiterführende Links und Angaben zu den entsprechenden Gesetzestexten enthält. → ansehen

11. Januar 2015

Foto: Corinna Dumat


© Corinna Dumat

Fotolinks des Tages

1. Mikhailow erhält Kaiserring

Boris Mikhailow erhält den Kaiserring der Stadt Goslar. Der undotierte Preis ist einer der wichtigsten, den zeitgenössische Künstler erhalten können. Der ukrainische Fotograf wurde vor allem durch seine Bilder von Obdachlosen in seiner Heimatstadt Charkow bekannt. Bisherige Preisträger waren zum Beispiel Joseph Beuys, Christo, Gerhard Richter oder David Lynch. → ansehen

+ Einen schon etwas älteren Artikel mit Infos zum Künstler und seinen Bildern haben wir auf Spiegel Online entdeckt.

2. Junge Mutterschaft

Jendella Benson interviewte und fotografierte Frauen, die Kinder hatten, bevor sie 20 wurden. Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Projektes fasst sie wie folgt zusammen: „Die Mütter, die ich interviewte, fühlten sich oft abgeschrieben. Muttersein ist in jedem Alter schwer genug, aber das Schwerste für diese Frauen war nicht das Baby, sondern in einer Gesellschaft zu leben, die sie von Anfang an verurteilt.“ → ansehen

+ Die Webseite zum Projekt findet Ihr hier.

3. Rorschach-Fotografie

Mathieu Piranda ist inspiriert vom Rorschach-Test und spielt mit Symmetrien in der Natur. Seine Schwarzweiß-Aufnahmen sind surreal und man beginnt unweigerlich, Monster und andere Kreaturen darin zu sehen. → ansehen

10. Januar 2015

Foto: Christian Richter


Ein beruhigendes Bild. Ein Leuchturm am Ende des Weges.

Fotolinks des Tages

1. Vom Nichtvorhandensein eines Bild-Elementes

Erez Marom stellt Lesern von dpReview die Frage, ob der seit Ewigkeiten gepriesene Vordergrund in der Landschaftsfotografie immer im Bild sein muss, oder nicht. Zwar gibt er zu, dass die Zusammenwirkung von Vorder- und Hintergrund ein Plus für die Bildkomposition sein kann, jedoch zeigt er anhand von zwei Aufnahmen, dass es auch ohne geht. Des Weiteren hat er eine eigene Wortkreation für dieses Phänomen erschaffen: Den unforeground (Nichtvordergrund). → ansehen

2. Autochrome Memoiren einer Schlacht

Farbe und Schwarzweiß wirken, wie alle wissen, sehr unterschiedlich. Dies macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn von Ereignissen lange Zeit nur monochrome Aufnahmen existieren und auf einmal ein paar Farbfotos gefunden werden. Diese machen, wie man so schön sagt, den Rückblick „viel lebendiger“. Zeit Online macht das am Beispiel des Ersten Weltkrieges deutlich, von dem seit letztem Jahr auch Autochrom-Fotografien zugänglich sind, die von einer kleinen Fotografen-Gruppe gemacht wurden. → ansehen

+ Von den Farbaufnahmen des Ersten Weltkrieges ist im Taschen-Verlag ein mächtiger, 383-seitiger Bildband* erschienen.

3. Neue Sichtweisen auf eine gebrochene Stadt

Luftaufnahmen von Landschaften und Städten sind (eigentlich) nichts Neues. Dennoch zeigen sie immer wieder Feinheiten, die vom Boden aus wenig oder überhaupt nicht zu erkennen sind. Das trifft auch in der Stadt Detroit zu, die für ihren Zerfall allseits bekannt ist. Der Pilot und Fotograf Alex S. MacLean hat sich zur Aufgabe gemacht, dies deutlich zu machen. Beim Betrachten der Bilder ist es unserer Meinung nach wichtig, nicht darauf zu achten, wie „toll“ die Bilder äußerlich sind, sondern insbesondere darauf, was sie inhaltlich zeigen. → ansehen

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhält kwerfeldein eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.

9. Januar 2015

Foto: Kent MacDonald


Ein Mann steht im Nebel. Nicht mehr, nicht weniger.

Fotolinks des Tages

1. Ein Fotoarchiv sucht ein Zuhause

Günter Zint ist hat lange für Spiegel und Stern fotografiert und das Leben in Hamburg festgehalten. Nun macht er sich nicht nur Sorgen um seinen eigenen fotografischen Nachlass, denn er hat im Laufe seines Lebens auch andere Archive gekauft und gerettet. Insgesamt besitzt er 17 Nachlässe von Kollegen, die ebenfalls in Hamburg fotografierten. Doch die Stadt Hamburg hat offenbar kein Interesse oder keine Möglichkeiten sich dem Schatz anzunehmen und so geht ein Teil an die Deutsche Fotothek in Dresden und das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig. Hamburger müssen also bald nach Sachsen, um ihre eigene Geschichte anzusehen. → ansehen

2. Säulen der Schöpfung

6.500 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt der Adlernebel mit seinen „Säulen der Schöpfung“. Sie wurden bereits 1995 berühmt durch eine Aufnahme des Weltraumteleskopes Hubble. Dank einer 2009 installierten Wide Field Camera 3 gibt es nun ein noch detaillierteres Bild dieses Sternentstehungsgebietes. Zudem haben Astronomen eine zusätzliche Ansicht erstellt, die die gleiche Region im nahen Infrarot zeigt und einen Blick ins Innere der Säulenstrukturen ermöglicht. → ansehen

3. Gebäude des Horrors

In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es mehr Gefängnisse als Hochschulen und Universitäten zusammen. Viele von uns wissen, dass das Rechts-System der USA nicht das respektvollste im Umgang mit Insassen ist und die Behandlung der Verurteilten zahlreiche psychische und körperliche Leiden nach sich zieht. Diese Fakten motivierten den Datenkünstler und Webentwickler Josh Begley ein Script zu schreiben, das jedes bekannte Gefängnis erfasst und an die Google Maps API schickt. Das Script speicherte von den Gebäudekomplexen ein Foto und dokumentierte insgesamt 5300 Gefängnisse. Über die Entstehung des Projektes und den Gefängnis-Bauwahn in den USA berichtet Pete Brook auf Wired, der sich dem Thema schon lange verschrieben hat. → ansehen

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