29. August 2021 Lesezeit: ~4 Minuten

browserfruits 35.2021

Noch bis heute Abend könnt Ihr Fotos für unsere Aktion „Zeigt Eure Fotos der Hoffnung“ einreichen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch ein paar Bilder finden, denn die Anzahl der Einreichungen ist bisher überschaubar. Vielleicht ist das Thema in der aktuellen Zeit zu schwer oder zu intim? Schreibt mir in den Kommentaren gern, was Ihr dazu denkt.

 

Linktipps

• Als er vier Monate alt war, wurde Spencer Elden beim Schwimmen fotografiert. Das Foto wurde das Cover des Nirvana-Albums „Nevermind“. Jetzt geht er vor Gericht. → ansehen

• Der Fotograf Pascal Maitre reist seit den 1970er Jahren nach Afghanistan. Im Magazin Monopol spricht er über die aktuelle Situation und seine Sorgen um die Menschen vor Ort. → ansehen

• Videospiele haben eine eigene Kunstform hervorgebracht: Game Art. Eine Spielart davon ist die In-Game-Fotografie. Doch wann wird ein Screenshot zu Kunst? → ansehen

• Ignant stellt die katalanischen Fotografin Carlota Guerrero vor. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Frauenbilder. → ansehen

• Stéphan Gladieu durfte nach Nordkorea einreisen, um Menschen in Vergnügungsparks, Kinos und Büros zu fotografieren. → ansehen

• Auch wer Inhalte unter offenen Lizenzen wie Creative Commons verwendet, kann für Lizenzverletzungen kostenpflichtig abgemahnt werden. Manche haben daraus ein Geschäftsmodell gemacht. → ansehen

• Im Irak beginnen Jugendliche, wieder aufzubauen, was der Krieg zerstört hat – mit Graffiti, Volleyball und Lesungen. → ansehen

• Aus drei Linsen von Einwegkameras und einer analogen Spiegelreflexkamera baut Joshua Bird seine Wigglecams selbst. → ansehen

• Im Zusammenhang mit der Evakuierung in Afghanistan wird immer wieder auch ein Bild des Vietnamkriegs gezeigt. In einem Twitterthread erklärt Florian Fade, was es damit auf sich hat. → ansehen

• Auf Reddit zeigt ein Nutzer ein Foto, das er nach einer Bildwiederherstellung auf seiner Kamera fand. Es wurde zwei Jahre vor dem Kauf in der Produktionsfabrik aufgenommen. → ansehen

 

Buchempfehlungen

„Zufälle im Museum“ : Menschen, die Kunst betrachten und ihr auf frappierende Art und Weise ähneln: Für diese pittoresken Korrespondenzen hat Stefan Draschan einen besonderen Blick entwickelt. Bei seinen Streifzügen durch die Museen Europas hat er für die Bilderserie „People Matching Artworks“ Ähnlichkeiten zwischen Kunstwerken und ihren Betrachter*innen festgehalten, die er mal in Farben oder Mustern, mal in passenden Frisuren oder Körperhaltungen findet. Das Buch ist im Verlag Hatje Cantz erschienen und kostet 16 €.

„Neu Sehen: Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ : Ausgehend von der Etablierung der Fotografie an den Fach- und Kunsthochschulen über die Nutzung des Mediums in der Werbeindustrie oder Pressearbeit bis hin zur politischen Funktionalisierung fächert die Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ im Städel Museum die verschiedenen Anwendungsbereiche der Fotografie auf und macht auch ihren instrumentellen Charakter sichtbar. Der gleichnamige Katalog bietet einen Einblick in die Komplexität des Zeitgeschehens und stellt zentrale Aspekte der künstlerischen Beschäftigung mit Fotografie vor. Erschienen ist der Katalog im Verlag Kerber und kostet 49,90 €.

 

Ausstellungen

Roger the rat – Roger Ballen
Zeit: 28. August – 29. September 2021
Ort: ARTCO Aachen, Seilgraben 31, 52062 Aachen

Katharina Sieverding: Die Sonne um Mitternacht schauen
Zeit: 28. August 2021 – 9. Januar 2022
Ort: Museum Frieder Burda, Lichtentaler Allee 8b, 76530 Baden-Baden

Donata Wenders
Zeit: 29. August – 19. Dezember 2021
Ort: Fotografie-Forum der Städteregion Aachen, Austr. 9, 52156 Monschau

 

Drüben auf Instagram

@ameliesatzger – Die Münchnerin Amelie Satzger hat nicht nur viel Fantasie, sondern auch viel Können in der Bildbearbeitung. Eine großartige Kombination, wie ihr Instagramaccount zeigt.

 

Videos

Terra Xplore erklärt die Geschichte der Entstehung des Eibsees, einem der beliebtesten Fotomotive Deutschlands.

 

Der Regisseur Bernd Boehm erweckt die einmalige Sammlung historischer Fotografien Werner Bokelbergs vom Paris des Fin de Siècle zum Leben und gibt den Menschen jenseits von Sorglosigkeit, Cabarets und Salons eine Bühne.

 

Das Titelbild stammt von Alexey Kamenchuk. Vielen Dank dafür!

Ähnliche Artikel

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar zu Oskar – abbrechen –

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Erst einmal ein großes Kompliment für dieses Blog.

    Leider ist es jetzt kurz vor Mitternacht. Hätte ich eher rein geschaut, wäre ich vermutlich in meine Fotosammlung eingetaucht, um zu diesem Thema einen kleinen Beitrag zu leisten.

    Das gewählte Thema dürfte zu keiner Zeit unpassend sein.

    Hoffnung hat viele Gesichter und noch mehr Wege welche sie beschreiten muss, um dem Ziel der Erlösung, der Freude oder des Glücks näher zu kommen.

    Hoffnung nährt die Kräfte in uns. Sie findet im kleinsten Licht Wärme, in der verlassendsten Ecke Nähe und in der schweigenden Menge ein Wort der Zuneigung.

    Ohne Hoffnung und Zuversicht wäre das Leben der Menschen ein tiefes Tal der Dämmerung, eine dauernde Fahrt durch einen Tunnel ohne Licht.

    Vermutlich realisieren viele nicht, wie oft sie während eines Tages hoffen.

    Der Wunsch gesund zu bleiben, ohne Unfall jede Autofahrt zu bestehen, das Bangen um die kranken Eltern, die Angst um den Sohn oder die Tochter, welche bei der Bundeswehr oder Polizei ihren Dienst verrichten, das mulmige Gefühl einer nicht genau überlegten Geldanlage oder aktuell, nicht von Corona betroffen zu sein. All das ist mit dem tiefen Gefühl der Hoffnung verbunden.

    Wie viel Hoffnung hatten und haben noch immer Menschen in Afghanistan, um rausgeholt zu werden?

    Jeden Tag, jedes Jahr hoffen Schüler auf einen guten Abschluss, Mütter auf die Geburt gesunder Kinder und Menschen in Krisengebieten auf Nahrung und Wasser.

    Hoffnung ist eng verbunden mit Wünschen.

    Hilfe und Initiative schenken der Zuversicht die Kraft, um die Hoffnung am Leben zu halten.

    Es heißt, „die Hoffnung stirbt zuletzt“.

    Wäre es nicht besser zu sagen, „wir dürfen die Hoffnung nicht der Lethargie unseres Sattseins opfern?“

    In diesem Sinne viel Erfolg.