02. August 2021

Meditation

Unwirklich und ruhig wirken die Bilder von Alice Zilberberg. Auf ihnen sieht man Tiere in kargen Landschaften. Wölfe am Strand, Giraffen in der Brandung oder ein Lemur in der Wüste. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie waren nie wirklich an diesen Orten. Die Künstlerin hat die Tiere und Hintergründe aus verschiedenen Bildern zu einer Montage zusammengestellt.

Zilberberg möchte mit den Bildern für mehr Naturschutz aufmerksam machen. Die digitale Verdrängung der Tiere aus ihrer Umgebung steht stellvertretend für ihre Verdrängung im realen Leben aus der Wildnis durch menschliche Eingriffe. Die Bilder sind eine Hommage, ein Zeugnis der Schönheit der Natur und eine Grundlage, um über die Interaktion zwischen Mensch und Natur nachzudenken.

Für die Fotografin strahlen die Tiere eine starke Ruhe aus, die sie mit der minimalistischen Ästhetik der Montagen noch unterstreichen möchte. Sie steht metaphorisch für das Streben nach Einfachheit und soll die Betrachtenden zur Meditation einladen. Daher der Titel der Serie: Meditation.

BüffelSteinbock

Eisbär

Lemur

Wölfe

FlamingoFlamingo

Alle Bilder sind auf der Seite von Alice Zilberberg auch als Fine-Art-Drucke erhältlich. Folgen könnt Ihr der Fotografin auf Instagram und Facebook.

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2 Kommentare

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  1. „ein Zeugnis der Schönheit der Natur“
    es tut mir Leid, aber dass kann ich so nicht stehen lassen.
    Wofür braut man solche Bilder, die auf den ersten Blick schon wie fake aussehen?
    Wofür braucht man Bilder von möglichst exotischen Tieren?
    Geht raus und seht euch eine Blume, ein Insekt, einen Baum oder einfach nur die Wolken an!
    VG Dierk

    • Ja, geht mir genauso. Und ich würde noch viel weiter gehen, ohne das hier ausdiskutieren zu können: Diese für mich zeitgeistig verfasste fast zwanghafte Fixierung von Fotografie auf Inhalt, auf ein referierendes Programm, auf einen Zweck, der so äußerlich ist, wie nur irgendwas und für mein Verständnis eigentlich Legitimation sein soll (Ich werde sofort hellhörig, wenn es heißt „will aufmerksam machen auf“), ist nicht nötig. Ein Foto ist ein Foto… was natürlich nicht stimmt, in seiner Simplifizierung. Aber das Kernproblem benennen soll: Kunst kommt derzeit immer häufiger mit einem begleitenden Programmheft um die Ecke. Und alle wollen das Richtige und Gute. Aufmerksam machen auf… als ob man dafür Künstler*innen bräuchte.

      Wenn man sich für Tierfotografie interessiert, sind das sicher Fotos, die man sich anschauen mag, die was auslösen (was man dann ja auch für sich behalten kann). Die Fotos und der Titel langen völlig.

      Sorry, aber dieses „Message-Ding“ triggert mich. Hier musste es mal raus. Kunst ist… Kunst. Nicht was anderes. Nicht mehr, falls was anderes „mehr“ ist und aufwerten soll. Aber vor allem nicht weniger. Kein schlechtes Parteiprogramm, keine schlechte Zeitung, kein workshop usw.