Verpacktes Auto
27. Oktober 2020

Verpackte Autos in Griechenland

Auf einer Peloponnes-Rundreise im Sommer 2020 fiel mein Blick in beinahe jedem Ort, den ich mit meiner Familie besuchte, auf die verhüllten Autos, die geheimnisvoll in einer Parkbucht abgestellt waren und meistens weder Farbe noch Marke oder Modell von sich preisgaben.

Ich konnte dieser praktischen Maßnahme – dem Schutz von Lack und Plastikteilen vor Alterung und Versprödung durch die UV-Strahlung der Sonne – durchaus eine gewisse Schönheit und künstlerische Note abgewinnen. So habe ich zum Leidwesen meiner Familie begonnen, diese Kunstwerke auf der Chipkarte meiner Kamera zu sammeln.

Verpacktes Auto

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Auch der im Mai 2020 verstorbene Verhüllungskünster Christo hat sich in einem seiner frühen Werke der Verhüllung von Autos gewidmet: „Wrapped Automobiles“. So hat sich mein kleines Fotoprojekt in Griechenland zu einer Hommage an den Meister der Verhüllung entwickelt.

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9 Kommentare

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  1. Hmmm … ist das „Kunst“ und ich verstehe sie nicht?

    Oder eine andere Art des bbei Fotoamateuren beliebten „Trainspotting“?

    Sammelwut aus Ideenlosigkeit?

    Darf ich das als eine fotografische Arbeit mit anderen fotografischen Sammelsurien vergleichen?

    Das tue ich einfach mal.

    1. Mit Bernd und Hilla Becher: „Fördertürme“, „Gasbehälter“, „Fabrikhallen“, „Wassertürme“, „Fachwerkhäuser, „Hochöfen“, „Getriedesilos“, „Kalköfen“ …

    Bei denen begeistern mich die Präzision der Wahrnehmung, die strenge formale Gestaltung und die sehr gekonnte Umsetzung. Sowas kann ich hier nicht im Ansatz erkennen.

    2. Mit Harry Gruyaert: „Last Call“

    Gruyaert sieht und zeigt banalste Alltagsszenen wie eben Wartehallen in Airports so, dass man staunt und sich fragt, warum man diese wunderbaren Kompositionen in Farbe-Form-Strukturen-Licht-Schatten noch nie selber so gesehen hat.

    3. Mit Siegfried Hansen: „Hold the line“

    Hansen sieht Hamburg so, wie es sonst niemand sieht. Er sammelt Ausschnitte aus der Wirklichkeit, wie sie sich jeden Tag vor unseren Augen abspielt, aber wir sehen sie so nicht bewusst. Durch seine Fotos, in denen er zwei oder mehrere Elemente visuell in unkonventioneller Art zusammenbringt, zeigt er uns seine künstlerische Sicht, und wir haben ein wunderbares Aha-Erlebnis.

    Sorry, in dieser Bilderserie aus Griechenland macht es bei mir nicht „Klick“, nicht „Aha“, und nicht „Oho“.

    • Im Kuschelzeitalter, wo schon verhaltenes Lob zur Kritik an der Kritik führt, ein sehr gewagter Kommentar. Wenn ich da an meinen Mentor denke, der bei meinen schönen Bilder zu mir sagte, verschone uns mit dem Amateurkitsch, würde ich wohl heute noch in Fotoforen meine immer gleichen langweiligen Bilder zur Schau stellen und mich An den likes Däumchen, Herzchen Und Kudos von ebensolchen Bildermachern erfreuen!

  2. Eine Hommage in genanntem Bezug ist eine Huldigung an den Künstler. Ist die Frage, ob sich Christo durch diese Bilder gehuldigt fühlen würde. Wenn ich diese Bilder mit denen der Homepage des Fotografen in Zusammenhang sehe, bin ich unter gestalterischen Gesichtspunkten eher irritiert.
    Insgesamt schließe ich mich dem Vorkommentator an. Die Bilder erzählen mir keine Geschichte. Außer, dass Griechenlands echte Besonderheit Autos unter Folien sind. Zum Glück kenne ich dann doch noch andere Seiten dieses wunderbaren Landes, welches vor allem von seinen Farben und Kontrasten in Bildern zu erzählen vermag.

  3. Ich finde die Kritik der vorangegangenen Kommentare ein wenig überzogen. O.k., den Bezug zu Christo im Artikel lasse ich mal unberücksichtigt. Die Serie hat schon einen gewissen Charme. Jedes Bild für sich allein wäre meist relativ belanglos, aber durch die Zusammenfassung ergibt sich schon ein Thema. Der Vergleich mit den Bechers ist meines Erachtens zu eng gefasst. Es gibt zahlreiche andere Beispiele für serielle Fotografien, die weniger streng sind. Persönlich finde ich die Bilder dieser Serie allerdings ein wenig zu „hell“. Aber vielleicht ist das der griechischen Sonne geschuldet und soll so sein.

  4. Vielen Dank für eure Kritik.

    Der Vergleich mit Becher ehrt mich, ich hatte es mir jedoch im Urlaub nicht zum Ziel gesetzt, sein Lebenswerk mit meiner Bilderserie anzugreifen.

    Die farbigen und kontrastreichen Seiten von Griechenland habe ich jeden Tag erleben dürfen und auch in meinen privaten Urlaubsalbum einen Platz gegegeben.

    Einige Bilder sind tatsächlich in der Mittagssonne aufgenommen worden.

  5. Sich im Urlaub spontan einem Thema zu widmen, dass einen „anspringt“, ohne es vorher akribisch zu planen, das hat doch auch mal was! Alleine die Art der Verpackung ist echt skuril zum Teil. Was mir ganz gut gefällt, ist die Möglichkeit, die Fotos einer südländischen Region zuordnen zu können. Das geben die Hintergründe ja durchaus her. Ich für meinen Teil hätte mir da in der Bildgestaltung noch bissel mehr Raum für gelassen, aber ggf ging das ja auch einfach nicht.

    Herzlich, Dirk