22. Oktober 2020

#instakwer #93

Im digitalen Raum auf Sofortbilder zu treffen, ist immer ein wenig seltsam, sind sie für mich doch der Inbegriff des Analogen. Sofortbilder sind Objekte, die man in der Hand halten möchte. Aber die ungewöhnlichen Farben, die unwirklichen Unschärfen und Effekte verleiten dazu, sie auf Instagram zu zeigen. Für unser #instakwer habe ich versucht, Polaroids, Instax und Co. auszuwählen und bin gespannt, wie ob es Euch beim Betrachten ähnlich geht wie mir.

Portrait einer Frau

© juliabeyer, ebenso das Titelbild

Ihr möchtet selbst ein Bild einreichen? Dann nutzt auf Instagram den Hashtag #instakwer und vielleicht seid Ihr schon beim nächsten Mal mit dabei. Wir stellen alle zwei Wochen eine kleine Auswahl Eurer Bilder zu einem Artikel zusammen. Die Themen dafür wählen wir spontan aus und lassen uns dabei auch von Euren Einreichungen inspirieren.

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3 Kommentare

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  1. Liebe Katja,

    die Begegnungen mit Sofortbildern ist für mich zumeist eine vermittelte, keine direkte. Eben im Internet oder in Büchern oder im Abreiß-Polaroidkalender, den ich seit ein paar Jahren habe.

    Für mich sind sie nicht der Inbegriff des Analogen und es irritiert mich auch nicht, sie gescannt und quasi digital zu sehen. So wie mich auch alle anderen analogen Materialien nicht irritieren, wenn sie digitalisiert werden. Ich finde sogar, dass sich gerade Polaroids sehr gut eignen, im Internet gezeigt zu werden. Die Scans kommen dem ursprünglichen Material recht nahe. Das ist bei vielen anderen Arbeitsweisen lange nicht so…

    Ich finde auch, dass das Material den Inhalt bestimmt. Man kann dagegen gehen. Aber immer funktioniert das nicht. Mir bleibt Deine Auswahl diesmal ein bissl verschlossen (das passiert fast nie, darum schreibe ich das). Mir scheint, da war noch ein weiteres Kriterium im Spiel. Eben das „gegen das Material“ gehen: Melancholie. So würde ich es in einem Wort zusammenfassen. Bis auf © instantcosmos. Das fällt raus.

    Polaroid eignet sich so wunderbar für das Provokative, das Nahe, das Unverschämte. Das Unmelancholische. Das Lebendige… Weniger für das Elegische, Erzählende. Man kann großartig die Blickwinkel variieren und sich durch Fehlbelichtungen, Fehlfarben, Unschärfen etc. überraschen lassen. Man kann von Akt bis Großstadt alles damit erzählen. Ich habe auch schon interessante Landschaften gesehen… aber doch eher selten.

    Mir hat Polaroid, das ich erst seit wenigen Monaten benutze und vorher nie, eine ganz neue Welt eröffnet. Nicht wegen des Sofort-Charakters. Sondern, weil es überrascht, kostbar und einmalig ist. Und weil es so intim ist.

    Davon finde ich in der Auswahl oben wenig. Ich würde mir fast einen zweiten Versuch wünschen. Wenn ich auch nicht weiß, ob unter all den wunderbaren Polaroids auf Instagram so viele mit #instakwer getaggt sind. Das Kriterium ist ja toll und reich.

    Herzlich, Daniel

    • Danke Daniel! Die Auswahl ist den Einreichungen auf Instagram geschuldet. Ich habe einige Monate immer wieder unter dem Hashtag nach Sofortbildern gesucht und sie gesammelt. Natürlich ist die Arbeit mit Polaroid und co insgesamt wesentlich vielfältiger und wir haben im Magazin ja auch schon einige Kreative vorgestellt, die anders mit dem Medium arbeiten.