23. September 2020 Lesezeit: ~2 Minuten

kwergehört – die Fotonachrichten #2
kwergehört

 
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kwergehört – die Fotonachrichten #2

Wir haben in den letzten Tagen für Euch wieder die spannendsten, kritischsten und auch lustigsten Ereignisse aus der Welt der Fotografie aufgenommen. So wagen wir in unserer zweiten Podcastfolge einen Weltrekordversuch und fragen uns, warum man mit einer Super-Kamera ausgerechnet Blumenkohl fotografiert.

Etwas kritischer wird es bei der Betrachtung des Werks „Destroy My Face“ von Erik Kessels und der Frage, ob die Black-Lives-Matter-Bewegung einen Strukturwandel in den Ausstellungs- und Bildmarkt bringt. Im Rückblick geht es dann um das erste mit einem Smartphone aufgenommene Foto, das ins Internet übertragen wurde. Viel Spaß beim Hören!

Für Kritik, Ideen und Themenvorschläge sind wir sehr dankbar. Schickt sie gern direkt per E-Mail an Katja.

Für alle, die sich mit einer oder mehreren dieser Nachrichten tiefergehend auseinandersetzen möchtet, haben wir die von uns genutzten Quellen für Euch zusammengestellt.

 

Erik Kessels neues Projekt löst einen Shitstorm aus

 

Die besten Fotos von Blumenkohl

 

Weltrekordversuch: Der größte digitale Druck der Welt

 

Das erste Handyfoto im Internet

 

Unsere Gesprächspartner*innen zum Thema Black Lives Matter in der Fotografie

 

Die Ausstellungen aus dem Hauptthema Black Lives Matter in der Fotografie

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3 Kommentare

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  1. Das Projekt von Erich Kessel finde ich gut. Auch den Skandal darum. Denn gerade dieses Aufbegehren schafft Aufmerksamkeit. Vielleicht aber hätte man die Gesichter der Profiteure von Frischzellenkur und Schönheitsfarmen dazwischen drapieren sollen.
    Dem Schönheitswahn fallen für die Frischzellenkuren, auch in unserem Land, zahllose ungeborene Kinder in der Ukraine zum Opfer.
    Vielleicht sollte Erich Kessel gleich im Anschluss die Bilder deren Mütter zeigen, die dadurch oft ihr Kind verloren haben und nicht zu den reichen künstlich Schönen gehören. Oder vielleicht Frauen, die einfach dadurch schön sind, dass sie sind wie sie sind: authentisch.

    Denn auch wir müssen uns doch auch in der eigenen Fotografie, im eigenen Konsum von Frauenbildern fragen, inwiefern wir genau das tun, was Erich Keesen anprangert. Wie diskriminierend und verachtend ist unser gängiges Schönheitsideal?

    • Spannend finde ich auch den Umgang mit der Diskussion. Die Festivalleitung hat – entgegen des Skateparks, der sich tatsächlich inhaltlich entschuldigt hat – lediglich ihr Bedauern darüber ausgesprochen, dass die Installation abgebaut werden würde, ging aber nicht inhaltlich auf die Gruppe We are not a playground ein. Deshalb wäre nach Aussage der Gruppe auch kein Gespräch mit der Festivalleitung möglich gewesen, da – wie die Gruppe erklärte – keine inhaltliche Grundlage seitens der Festivalleitung erkennbar gewesen sei.

      Ich denke, dass in der Nachricht die noch viel tiefere Frage versteckt liegt, welche Diskursmacht Organisationen wie Festivalleitungen haben und ob sie nicht viel eher daran gemessen werden sollten, ob sie etwas zu Diskursen beitragen und ihnen einen Raum geben oder ob sie – wie in diesem Fall – die Debatte verweigern und damit entscheiden, nicht zu gesellschaftlichen Diskursen beizutragen.

      Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass ein erfahrener Künstler wie Kessels dieses Outcome nicht mitberücksichtigt hat.

      Ingesamt kann ich dir nur zustimmen: Unsere eigenen Bilder und damit unseren Blick müssen wir immer wieder hinterfragen: Zeige ich tatsächlich das, was ich möchte oder gibt es hier noch eine weitere Bedeutungsebene? Und will ich sie zulassen?