Photosphäre
30. Juli 2020 Lesezeit: ~3 Minuten

Photosphäre 16.20

Ist Bloggen eigentlich noch zeitgemäß? Vor zehn Jahren gab es eine riesige aktive Blogszene. Man hat sich gegenseitig verlinkt und zusammen Aktionen durchgeführt. Durch die sozialen Medien haben die Blogs selbst, aber auch die Zusammenarbeit untereinander stark abgenommen.

Wer einen Blog früher genutzt hat, um die aktuellen Arbeiten zu zeigen, ist nun auf Instagram. Wer sich gern in Blogartikeln über Probleme ausgetauscht hat, beschwert sich jetzt auf Twitter – ganz überspitzt gesagt. Natürlich haben die sozialen Medien einen großen Vorteil: Man kann Beiträge teilen.

Eine Reichweite aufzubauen, ist auch dort nicht einfach, aber wesentlich einfacher, als Menschen auf den eigenen Blog aufmerksam zu machen. Mit der Photosphäre möchten wir andere Bloggende unterstützen und wählen alle zwei Wochen spannende Artikel aus. Alles was Ihr nun tun müsst: klicken und entdecken. Und wenn Euch etwas gefällt, hinterlasst gern einen Kommentar, um die Arbeit der Fotograf*innen zu unterstützen.

Frau mit Schleier über dem Kopf

© Emanuel Mayr

Linktipps aus der Photosphäre

• Emanuel Mayr zeigt sein erstes Portraitshooting mit Modell Lisa nach dem Lockdown in einem Blogartikel. → ansehen

• Thomas Hippchen sammelt fotografisch die Tore und Türen zu Schrebergärten. → ansehen

• Herschelmann fotografiert für Museen historisch wichtige Schätze und fragt sich, ob man so eine Hakenkreuzflagge wohl vor dem Fotografieren bügeln muss. → ansehen

• Ihr möchtet Eure Objektive und Kameras selbst reinigen? Dann findet Ihr auf Lichter der Welt eine ausführliche Anleitung. → ansehen

• Markus Thoma erklärt, wie man den leichten Nebeleffekt in Bildern auch ohne Tiffen Black Pro-Mist Filter mit einer DIY-Alternative erschafft. → ansehen

• Sven Krause hat erotische Aufnahmen von Modell und Fotografin Kathrin erstellt und sie auch gleich noch interviewt. → ansehen

• Thomas hat einen Artikel über kreative Wandgestaltung geschrieben. Die Tipps sind gut, aber eignen sich eher für günstige Drucke an der eigenen Wand. → ansehen

• Herbert schreibt über das Wichtigste, was man für gut Fotografien braucht: Zeit. → ansehen

• Norbert Eder hat fünf Gründe gegen UV-Filter als Objektivschutz in seinem Blog aufgeführt. → ansehen

• Damian Zimmermann hat Martin Schoeller interviewt. Das komplette Gespräch ist im Beitrag als PDF verlinkt. → ansehen

• Michael Wolf wollte den Kometen Neowise fotografieren und war am Ende etwas enttäuscht. → ansehen

Milchstraße über einer Wiese mit großer Felssäule

© Michael Wolf

Umfrage

In den letzten browserfruits hatte ich gefragt, ob Ihr in Verbänden organisiert seid. Ich hatte es schon erwartet, denn schließlich lesen hier auch viele Hobbyfotograf*innen, aber der Großteil von Euch – 80 % – sind in keinem Verband Mitglied. Mit 12 % sind die meisten im DVF Mitglied.

Interessant ist natürlich jetzt, wie viele denn von Euch mit der Fotografie Geld verdienen. Also auf zur neuen Umfrage:

Betreibst Du die Fotografie beruflich?

Ergebnis ansehen

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6 Kommentare

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    • Finde eure Blog-auswahl super und sehr inspirierend, auch die Podcast-Übersicht letztens. Intsa und Zwitscher sind zu schnelllebig, Stichwort „Zeit“ , weiss ich es sehr zu schätzen, wenn Fotograf:innen sich genügend Raum für ihre Gedanken und Ideen nehmen. Auch hat ja nicht jeder (nebenberufliche) Fotograf die Möglichkeit neben Job und Familie sich auszutauschen. Verbandsmitglieschaften und daher eine entsprechende Community sind da ohne Nachweis hauptberuflicher Fotografie/Einkünfte schwer zu kriegen – oder wie ist das bei euch so?
      Viele Grüße,
      Matze

  1. Bloggen ist Freiheit und Selbstbestimmung. Kein (a-)soziales Medium kann das Bloggen ersetzen. Bestenfalls sind Facebook und Instagram flankierende Kanäle. Und gleichzeitig ist es auch bei mir so, dass ich weniger blogge als früher. Warum? Weil ich momentan – ganz ohne Drama – weniger fotografiere und deshalb auch weniger zu berichten habe. Ohne Drama, weil gut begründet. Eine große Fortbildung.

  2. Die Frage ob ein Blog in der heutigen Zeit noch Sinn macht, habe ich mir in letzter Zeit oft gestellt.

    An vielen Stellen hat ein Blog fast schon Retro-Charme. Genau darin liegt wohl der Reiz und das spiegeln mir auch meine Leser wider. Ähnlich wie man sich heute über eine handgeschriebene Postkarte oder einen Brief freut, obwohl es noch vor wenigen Jahren Standard war.

    Gerade in schnelllebigen Instagram-Zeiten entschleunigt ein Blog ungemein. Lange ausführliche Texte vs. der schnelle unverfängliche Klick. Dazu gibt es Situationen, in denen ein Blogbeitrag viel diskreter zu konsumieren ist, als ein hippes YouTube-Video. In der Bahn, im Wartezimmer einer Arztpraxis, in der Mittagspause im Büro oder am Abend im Bett, wenn der Partner oder die Partnerin bereits schläft.

    Dazu die mediale Freiheit, keine Abhängigkeit zu einer Social-Media-Plattform. Ich kann meine Fotos und Beiträge so präsentieren wie ich es für richtig halte. Abseits von Algorithmen, Formatbeschränkungen oder Medienbrüchen.

    Fazit: Ja es sind schwerere Zeiten geworden. Ja, der Zusammenhalt ist nicht mehr wie früher. Aber all das Jammern nützt nix: Ran an die Tasten: Bloggen hat seine Berechtigung :-)