08. November 2019

#instakwer #71

Kürzlich schrieb ein befreundeter Fotograf unter sein neuestes Bild auf Instagram, dass er auf Männerportraits immer weniger Reaktionen bekommt als auf Frauenportraits. Das finde ich sehr schade und auch völlig unverständlich, denn es gibt extrem gute und vielfältige Portraits von Männern. Deshalb möchte ich mit diesem #instakwer den Blick auf diese anscheinend oft wenig beachteten Aufnahmen lenken.

Schreibt mir gern in die Kommentare, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Gefühlt werden besonders auf Instagram vermehrt Bilder von Frauen gezeigt, aber sind sie tatsächlich beliebter? Vielleicht inspiriert Euch ja meine kleine Auswahl auch, die Kamera in die Hand zu nehmen und Euch für Eure nächste Fotosession ein männliches Modell zu suchen.

Ihr möchtet selbst ein Bild einreichen? Dann nutzt auf Instagram den Hashtag #instakwer und vielleicht seid Ihr schon beim nächsten Mal mit dabei.

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6 Kommentare

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  1. Das liegt vielleicht auch daran, dass die meisten Fotografen, die sich aktiv auf Instagram exponieren, Männer sind. Na ja, und was man auf Instagram meist bekommt, sind Likes, nicht mehr.

  2. wie bei fast allen Beiträgen über Portraits sind es jüngere Menschen. Instagram benutze ich nicht und kann deshalb nicht beurteilen, ob die Bilderauswahl hier wirklich typisch ist.
    Ich kann nur (wieder) anregen, die Gesichter älterer Menschen einmal mit einzubeziehen, da ist das Leben zu sehen. Die meisten Aufnahmen dieser jungen Gesichter finde ich dagegen eher langweilig, sorry, wenn ich das so deutlich ausdrücke. In meinem flickr-link habe ich ca. 500 Bilder von meistens älteren Menschen.

    • Wann ist man denn älter? Der Mann auf meinen beiden Bildern oben ist über fünfzig. Wenn auch knapp… es ist schwieriger, ältere Menschen zu fotografieren, weil man als „Model“ dafür viel mehr Mut braucht in der Regel als mit zwanzig. Aber das wäre einen eigenen Artikel wert. Und ist vielleicht weniger ein Anlass zur Kritik. Sondern mehr ein Anfang, um über Bilder als Material, als Geschichte und weniger als Abbild nachzudenken.

    • Ich bin der Meinung das man auch in jungen Gesichtern erlebtes sehen kann. Auch oft in den Augen. Es kommt auch darauf an wie man den Menschen darstellt. Da spielt es keine Rolle ob Jung oder Alt. Das ist für mich zu einfach gedacht.

  3. Auch darüber, wie man Männer fotografiert, die in der Regel (das ist jetzt sehr pauschal) sagen, dass sie „alles“ machen aber wenig Wissen und Gefühl über ihren eigenen Körper und dessen Wirkungen haben (weil sie das als Männer in dieser Gesellschaft so selten brauchen…) könnte man einen eigenen Artikel schreiben. Es ist mehr als nur die Erklärung durch den männlich erotischen Blick auf Frauen(körper), warum Männerportraits oder überhaupt Männerbilder so anders „funktionieren“…

    Es hat auch viel mit Öffnung, mit den Blicken, der Bereitschaft, sich preiszugeben (vor und hinter dem Fotoapparat) zu tun.

    Danke für die Auswahl und das Thema.

  4. Ich freue mich immer über gute Männerportraits.
    Die schon ewig anhaltende Klage über das Mißverhältnis Frauen-/Männerportraits halte ich allerdings für müßig. Zumindest in meiner Wahrnehmung und in meinem Freundeskreis sehen sich mindestens 9 von 10 Frauen lieber weiblichen Akt und Portraits an als männlichen. Gleiches gilt für die mir bekannten Fotografinnen. Um da nach fundierten Gründen zu suchen, müsste man tief in der Evolutions- u. sogar biologischen Reproduktionskiste wühlen.
    Wie gesagt – das ist meine subjektive Wahrnehmung und für mein Verständnis muss nicht jeder Lebensbereich angestrengt zwangsausgewogen sein. Ich bin ein Mann und komme in dieser Minderheit gut klar. Für mich ist der Überhang fotografierter und gemalter Frauen eher ein Kniefall vor der Weiblichkeit, als ein Mißstand.