11. Oktober 2019

#instakwer #69

Der Urlaub war schön, aber die Erinnerungen verschwinden langsam, werden unscharf. Was im Gedächtnis bleibt, ist die Stimmung, als man ohne Sorgen den Sonnenuntergang betrachtete. Der Geschmack der einheimischen Küche, der uns bisher so unbekannt war. Vielleicht auch der Geruch von Salzwasser und Sand in den Haaren.

Fotos der Reise helfen, uns weiter zu erinnern. An Details, die schon bei der Fahrt nach Hause wieder verloren wären. Aber was wäre, wenn wir erst zwei Wochen später ein Bild beschreiben könnten? Wie blass und verschwommen wäre das Foto? Was bleibt am Ende in unserer Erinnerung von der Flucht aus dem Alltag?

Meer

© @iis_filmy; ebenso das Titelbild

Ihr möchtet selbst ein Bild einreichen? Dann nutzt auf Instagram den Hashtag #instakwer und vielleicht seid Ihr schon beim nächsten Mal mit dabei.

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8 Kommentare

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  1. Hallo, Katja.
    Im Sommer waren wir 90 Tage auf Tour. Ich habe in dieser Zeit etwa 50 Filme belichtet. Diese lasse ich jetzt nach und nach entwickeln, scannen und auch abziehen.
    Mit jedem Bild setzen wir uns auseinander, holen wieder hervor, was war, erinnern uns. Und wenn uns ein Motiv fremd vorkommt, obwohl wir uns auch Notizen gemacht haben, recherchieren wir. Und dann kommt die Erinnerung wieder. Ganz klassisch machen wir von jeder Tour ein Fotoalbum. Denn Haptik gehört für uns zum Erinnern dazu. Die gescannten Bilder landen ohne Familienbilder auf meiner Seite, mit entsprechenden Berichten.
    Leider bin ich nicht bei Instagram, sonst wäre das hier meine Einreichung:
    https://mare.photo/wp-content/uploads/2019/09/VW-T6-California-Beach-Kodak-Ektar-Leica-Elmarit-M-2.8-28-asph.-Kjerringøy-Karlsøfjord-1.jpg

    • Hallo Kai, sehr schöne Aufnahme. Das schöne am analogen ist einfach, der Überschungseffekt nach dem entwickeln. Man weiß teilweise nicht mehr, was man fotografiert hat und freut sich dann umso mehr, wenn mann das Foto in der Hand hält. Der Ektar gefällt mir auch sehr als Farbfilm.

      • oh ja. Und dank des fehlenden GPS überlegt man den Ort umso mehr und lässt die Route an sich vorbeiziehen. Und der Ektar, den setze ich gern ein, genauso aber auch den Kodak Portra 160, je nach Situation. Beispielsweise habe ich auf der Tour auch den Portra 400 genommen, wenn es um Innen- und Außenaufnahmen geht. Weil man ihn ohne Probleme und ohne angepasste Entwicklung sowohl mit 400 wie auch mit 160 belichten kann. Er ist zwar etwas körniger, kommt aber bei ISO 160 eine ähnliche Farbintension wie der Ektar.

  2. Schöne Fotos sind das, und ein echt spannendes Thema, danke dafür!
    Wahrscheinlich beginnt es damit, als was man die Reise, den Urlaub, versteht, und wie dabei der „Wert“ der Fotografie gemeint sein mag. Wir nehmen viel „Normalität“ mit auf Reisen, und sind z.B. fast ausschließlich per VW Bus unterwegs. Da macht die Reise intensiv und ruhig zugleich, und die Entscheidung, wie lange oder umfangeich bestimmte Dinge dauern, fällt außer uns niemand. Als Flucht würde ich das so nicht bezeichnen wollen. Es ist eher ein Intensivieren der schönen Dinge. Fotgrafieren dabei ist wichtig, aber es macht die Reise an sich nicht bedeutender. Wenn nach irgend einer Aktion trotz mitgenommener Kamera warum auch immer keine Fotos entstanden sind, habe ich dennoch die Bilder dazu im Kopf und vermisse auch nichts.
    Ein „Verblassen“ daheim bremsen wir bisschen ein, indem die Fotos präsent sind. Wir lassen Abzüge erstellen, die Wände bekommen meist aktuelle Fotos, ich fertige Kalender oder Foztobücher an zu Reisen und bestimmten Themen, und am Jahresende gibt´s immer auch einen oder mehrere Kalender. Und nicht gerade selten sitzen wir abends vorm Bildschirm, und schauen uns (auch mit Familie, freunden…) quer durch die Zeit die Fotos unserer Touren an.
    Eine wirklich schöne Sache. „Früher“ gab´s ja vor großer Leinwand diese Dia-Abende…. ;-)

    • Das kann ich nur so bestätigen. Mit der Bulli-Klasse ist es wohl die intensivste Form von motorisierten Urlaub. Weil man aufgrund der Größe einfach aussteigen muss, aber auch will. Und so schaut man auch erst hin und drückt dann ab. Das hat was bleibenderes:-)

      • Das liegt wohl in der Natur der Sache. Beim Wohnmobil lebt man halt eher innerhalb, wohnt im Mobil. Beim Camping-Bus spricht der Begriff alleine schon vieles aus. da findet das Leben tatsächlich eher ums Fahrzeug statt, als drin. Ist eher so Zelt auf Rädern. Schöne Website übrigens…