Langzeitbelichtung eines teilweise überfrorenen Flusslaufs
27. September 2019

#instakwer #68

Seid Ihr in diesem Sommer in die weite Welt gereist und habt fantastische, fremdartige Landschaften bewundert? Oder seid ihr zuhause geblieben und habt den Blick sozusagen durch die Nachbarschaft schweifen lassen? Beide Arten Bilder, die dabei entstehen, sind schöne Erinnerungen, regen aber auch zum kritischen Nachdenken an.

Zugegebenermaßen hat es mich noch nie besonders in die Ferne gezogen. Das liegt daran, dass das Klima an vielen der klassischen, touristischen Ziele viel zu heiß und schwül für mich ist und auch daran, dass mir das Reisen zu beschwerlich ist, egal ob mit dem Zug, Schiff oder Flugzeug. Da fällt es mir natürlich leicht, auf Fernreisen zu „verzichten“ und so CO2 einzusparen.

Doch wie ergeht es denen, die das Wetter in unseren Breitengraden durchweg zu kalt, düster, regnerisch finden und deshalb das Gefühl haben, zum Beispiel in Asien dringend Sonne tanken zu müssen? Wie blicken all die Menschen auf ihren ökologischen Fußabdruck, die eine große Sehnsucht immer wieder in die entlegendsten Winkel der Welt zieht?

Gehört Ihr eher zu denen, die es in die Ferne zieht oder denen, die die Perlen unserer einheimischen Landschaft auf Bildern sammeln? Wie geht Ihr mit dem Spannungsfeld zwischen Natursehnsucht und Klimawandel um? Eine Lösung habe ich nicht, aber Eure Bilder von nah und auch ein paar von fern.

Ihr möchtet selbst ein Bild einreichen? Dann nutzt auf Instagram den Hashtag #instakwer und vielleicht seid Ihr schon beim nächsten Mal mit dabei.

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10 Kommentare

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    • Tolle Bilder, vielen Dank dafür.
      Wir versuchen auf Flugreisen zu verzichten und fahren mit Bahn und Fahrrad in den Urlaub. So sind wir dieses Jahr mit den Fahrrädern von München nach Venedig durch die Alpen gefahren. Bei dieser Slowtraveltour haben wir viel gesehen, erlebt und fotografiert.

  1. Wir waren im Sommer drei Monate in der kühleren Region, an der norwegischen Barentssee. Und ja, wir haben uns mit unserem ökologischen Fußabdruck auseinander gesetzt, der bei aller Mühe einfach noch groß ist.
    Wir versuchen, nachhaltig und durchaus kritisch und offen über die besuchten Regionen zu berichten. Und, wir versuchen, der Region, in der wir sind, ein wneig zurück zu geben und sammeln unterwegs Plastik ein. Und da macht unsere dreijährige Tochter seit einem Jahr schon mit.

    • Klasse Fotos, danke!
      Für uns sind die Alpen seit ein paar Jahren Hauptreiseziel, dieses Jahr mit dem Vercors die westl. Ausläufer in Frankreich. Wir reisen seit eh und je per Campingbus, der vor Ort weitestgehend stehen bleibt. Alle Aktivitäten möglichst zu Fuß, per MTB, oder den regionalen öffentl. Verkehrsmitteln. Behutsam mit Natur und Umwelt umgehen, ist für uns nicht erst seit Greta T. und der CO2-Hysterie Thema. Dort, wo die kommerziellen Events kaum stattfinden und die Gegend noch aktiv erlebt werden will, ist der Umgang m.E. auch wenig kritisch. Da schaut schon jeder, dass es bleibt, wie es ist.

      • Ich würde die Debatte nicht als hysterisch bezeichnen, vielmehr als längst überfällig.
        Auch, wenn wir uns Autofahrer damit an die eigene Nase fassen müssen, was sicherlich auch mir schwer fällt. Zudem kommt ein in der Öffentlichkeit ebenso katastrophales Problem: Mehr als 50 Prozent des Mikroplastik, das sind alleine in Norwegen mit geringer Bevölkerungsdichte über 2000 Tonnen im Jahr, entstehen durch Reifenabrieb.

  2. Ich will definitiv den Klimawandel nicht schönreden – ganz sicher nicht. Doch gemessen am Anteil des vom Menschen verursachten Co2 findet gerade eine unverhältnismäßige Diskussion statt, die vor allem Medien und profitsüchtige Politiker füttert. Wir reden über 2,69 %. Natürlich wäre es super, die Zahl noch weiter nach unten zu schrauben – keine Frage. Noch wichtiger aber erscheint es mir, die Autoindustrie und -fahrer endlich in ernsthafte und konsequente Verantwortung zu nehmen. Die Reaktion der Autohersteller auf den Klimawandel ist es, SUVs zu bauen und erfolgreich zu verkaufen.
    Ganz abgesehen von dem Irrsinn, dass wir zusehen, wie eine Strom-Lobby es schafft, E-Mobilität zur heiligen Kuh zu erheben. Sind denn alle blind?
    Dieser Kommentar soll bitte nicht als Flug-Empfehlung verstanden werden, sondern will nur die Diskussionen angemessen relativieren. Es ist gut, nicht zu fliegen. Es ist aber um ein Vielfaches dringender, unseren übrigen Konsum zu überdenken und zu ändern.