15. Juni 2019 Lesezeit: ~8 Minuten

kwerfeldein braucht dich – Update

Seit unserem Aufruf und dem Start unseres Crowdfundings über Steady sind nun fast zwei Monate vergangen. Zeit für ein Update, einen Einblick in die aktuelle Situation und natürlich auch einen Ausblick, wie es mit kwerfeldein weitergeht.

Das bisherige Modell, alle Artikel kostenfrei zur Verfügung zu stellen und die journalistische Arbeit mit Werbung und Anzeigen zu finanzieren, funktioniert nicht mehr. Um kwerfeldein, wie Ihr es kennt und hoffentlich liebt, weiterhin erhalten zu können, braucht das Magazin zusätzliche Unterstützung auf freiwilliger Basis. (Mehr dazu im Aufruf und dem ersten Update.)

Über das Crowdfunding bei Steady haben wir aktuell knapp die Hälfte des nötigen Ziels von 2.200 € monatlich mit Eurer Hilfe erreicht. Leider stagniert der Fortschrittsbalken an dieser Stelle seit einiger Zeit allerdings. Damit Ihr ein besseres Verständnis dafür bekommt, wofür kwerfeldein die angestrebten 2.200 € braucht, schlüsseln wir Euch die Finanzen des Magazins am Beispiel Juli etwas genauer auf.

Diagramm

Die Einnahmen betragen im Juli voraussichtlich 2.080 €. Die beiden großen Quellen sind dabei Steady und eine Bannerbuchung unseres treuen Partners Sigma. Von diesen Einnahmen muss jedoch auch eine Menge bezahlt werden, damit kwerfeldein läuft:

Diagramm

Die Ausgaben belaufen sich auf insgesamt 1.150 €. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben liegt im Juli demnach bei 930 € – das ist das Geld, von dem ich als Herausgeberin leben muss. Ich zahle davon also die Miete, Versicherungen, Lebensmittel für mich und meine Kinder und alles Weitere. Dass diese Rechnung nicht aufgehen kann, ist sicher allen bewusst.

Erreichen wir im Juli das Ziel von 2.200 €, hätte ich genügend Geld zur Verfügung, um über die Runden zu kommen. Ich könnte meine Grundbedürfnisse decken und müsste nicht wie in den letzten Monaten Angst darum haben, wie es weitergeht.

Wie hat sich kwerfeldein im Mai und Juni finanziert?

In den vergangenen zwei Monaten konnte ich das fehlende Geld durch Werbepartnerschaften im Magazin decken. Ein Teil der gebuchten Anzeigen und Werbebanner hat sich sogar konkret durch den Aufruf im April ergeben. Zudem haben viele von Euch kwerfeldein auch mit einmaligen Zahlungen unterstützt.

Leider ist der Werbemarkt unberechenbar und es ist nicht immer einfach, Firmen zu finden, die Werbung auf kwerfeldein buchen. Dafür ist nicht kwerfeldein allein mit seinen Preisen oder Aufrufzahlen verantwortlich, sondern zu einem großen Teil die aktuelle Stimmung im Fotomarkt und Internet.

Für den Juli konnte ich bisher leider noch keine zusätzlichen Werbepartnerschaften gewinnen, um die restliche Lücke zu überbrücken. Durch Eure Hilfe via Steady könnt Ihr mich von solchen Problem unabhängiger machen. Ich könnte mich voll auf die Arbeit an den Artikeln konzentrieren und so das Magazin auch ohne oder mit nur wenig Werbung wie gewohnt fortführen. – Und wir sind uns sicher einig, dass wir hier keine blinkende Werbung für Glücksspiele sehen möchten!

Was passiert im Juli, wenn das Geld nicht zusammenkommt?

Sollte in den kommenden Wochen das noch fehlende Geld nicht durch Steady oder neue Werbebuchungen reinkommen, werde ich schweren Herzens mit kwerfeldein kürzer treten und mir einen Zweitjob suchen müssen. Ab diesem Zeitpunkt wird es für mich nicht mehr möglich sein, jeden Tag einen Artikel zu veröffentlichen und die gewohnte Qualität zu halten.

Leider ist es auch nicht damit getan, die Artikelfrequenz einmal der aktuellen finanziellen Lage anzupassen. Wer kwerfeldein schon länger liest, weiß, dass wir schon seit einiger Zeit mit finanziellen Problem kämpfen, immer wieder alternative Einnahmequellen testen und das Redaktionsteam, das früher mal aus mehr als zehn Personen bestand, „gesundschrumpfen“.

Jedes Mal, wenn wir das Team hinter kwerfeldein notgedrungen verkleinern müssen, verkleinert sich logischerweise auch der kreative Horizont des Magazins. Jedes verbleibende Teammitglied kümmert sich in der gleichen (oder weniger) Zeit um mehr Artikel, sodass die Qualität trotz aller Bemühungen sinkt.

Dies führt dann leider zu geringeren Zugriffszahlen, damit zu weniger Attraktivität für potentielle Werbepartner und so zu noch weniger Buchungen für Banner oder Anzeigen. Ohne mehr verlässliche und davon unabhängige Einnahmen besteht diese finanzielle Differenz ständig, während kwerfeldein schrumpft und schrumpft.

Und dann ist kwerfeldein irgendwann weg?

Ich setze alles daran, dass das nicht passiert und arbeite auch zeitgleich an neuen Standbeinen zur Finanzierung des Magazins. Ich möchte Euch jedoch erst genauer von ihnen berichten, wenn alles feststeht und es auch etwas Handfestes zum Zeigen gibt.

Ich weiß, dass dieses Update erst einmal pessimistisch klingt, aber ich bin trotzdem sehr hoffnungsvoll, denn bereits 104 Menschen unterstützen kwerfeldein aktuell über Steady. Das sind 104 Menschen, denen das Magazin und meine Arbeit hier wichtig sind. Das bedeutet mir sehr viel und ich bin sicher, dass wir es zusammen schaffen können, da wir doch jeden Tag noch deutlich mehr Menschen mit dem Magazin erreichen.

Solltet Ihr kwerfeldein noch nicht unterstützen, überlegt es Euch bitte noch einmal. Ihr kennt die aktuelle Situation sehr detailliert und könnt Euch so überlegen, ob kwerfeldein Euch 5 € im Monat wert ist oder die über 4.000 Beiträge der vergangenen Jahre Euch eine entsprechende Menge Inspiration, Wissen und fotografisch-kreative Horizonterweiterung gebracht haben.

Was habt Ihr von der Unterstützung?

Neben der sichtbaren Arbeit am Magazin wie den täglichen Artikeln erhaltet Ihr für Eure Unterstützung kleine Dankeschöns: Ab 5 € im Monat könnt Ihr exklusiv an unseren beliebten Verlosungen von Fotobüchern teilnehmen. Im Mai haben wir neben fünf Rezensionsexemplaren zusätzlich außerdem Kinotickets für den neuen Film über Peter Lindbergh verlosen können.

Die nächste Verlosung von Fotobüchern startet im Laufe der kommenden Woche! Um daran teilnehmen zu können, kannst Du einfach noch schnell Mitglied bei Steady werden.

Ab 10 € monatlich erhaltet Ihr zusätzlich eine persönliche Postkarte als fühlbares Dankeschön. Im Titelbild seht Ihr den neugierigen Fuchs, der die erste Postkarte zieren durfte.

Mit 25 € monatlich gehört Ihr zu unseren Top-Unterstützer*innen und sichert Euch alle zwei Monate ein kleines Paket mit Geschenken, ähnlich der kwerbox. Lomtro ist einer dieser tollen Menschen und hat ein Unboxing-Video dazu gedreht:

Die gezeigten Geschenke werden durch befreundete Firmen gesponsert oder stark vergünstigt zur Verfügung gestellt, sodass der Großteil Eurer Unterstützung auch tatsächlich dem Magazin zugutekommt. Für die letzte Überraschungsbox dürfen wir uns ganz besonders beim tollen Team von Soul of Street bedanken, das die aktuelle Ausgabe beigesteuert hat. – Solltet Ihr Soul of Street noch nicht kennen: Es ist das erste Magazin zur Straßenfotografie!

Enjoy your Camera hat uns einen dicken Rabatt für das X-Wrap Einschlagtuch gegeben und mein Lieblingsmuseum, die Bundeskunsthalle, hat Fairtrade-Schokolade beigelegt.

Und sonst?

Wie schon beschrieben, arbeite ich aktuell noch an neuen Standbeinen, die das Magazin zusätzlich langfristig unterstützen können und hoffe, dass diese spätestens im August bereit sein werden. Dazu gibt es also bald mehr.

Jetzt seid Ihr gefragt: Ist Euch kwerfeldein 5 € oder mehr im Monat wert? Dann unterstützt mich auf Steady, um das Magazin zu erhalten! Schreibt mir auch gern, wenn Ihr von einer Unterstützung noch etwas Zusätzliches erwartet, ich bin offen für Eure Ideen, wie wir das Crowdfunding verbessern und attraktiver gestalten können.

Ähnliche Artikel

21 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Carina – abbrechen –

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Hallo,

    vielen Dank für diese offenen und ausführlichen Worte zur aktuellen Situation von kwerfeldein.
    Mir ist kwerfeldein durchaus -wie auch andere gute Printmedien- einen geringen monatlichen Betrag wert. Nachdem ich mich bei Steady eingelesen habe, komme ich allerdings zu dem Schluss, dass mir ein eher konventionelles Abo via Dauerauftrag eher liegt. Hätte dies für Euch eher Vor- oder Nachteile oder ist es letztlich marginal bis egal ?

    bis denn

    joergW

    • Vielen Dank, dass Du uns unterstützen möchtest. Gern kannst Du auch einen Dauerauftrag einrichten. Der Nachteil liegt für dich nur darin, dass du nicht von den Vorteilen (Verlosung, Dankeschöns, Updates) profitierst. Für kwerfeldein ergeben sich keine Nachteile daraus, es kommt sogar mehr beim Magazin an, weil für Überweisungen keine Gebühren anfallen.

      Viele Grüße,
      Katja

  2. Guten Morgen,

    ich finde es gut, dass die finanzielle Situation transparent offen gelegt wird und komme zu folgender Einschätzung.

    1. Es gibt keinen Spielraum für weitere sinnvolle Kosteneinsparungen.
    2. Der Steadyaufruf in zwei Monaten ganze 104 Unterstützer auf den Plan gerufen und mehr ist nicht zu erwarten.
    3. Keine vollzeitarbeitende Mutter mit zwei Kindern kann von 930 € monatlich angemessen leben.

    So breit kwerfeldein auch thematisch aufgestellt, so schmal ist andererseits die Basis in der Leserschaft, die das Magazin finanziell dauerhaft tragen will.

    Es ist sicherlich hart, es auf den Punkt zu bringen: Ich finde dass, das jetzige Format erfolgreich gescheitert ist. Eine große Themenvielfalt, redaktionelle Sorgfalt, viel Idealismus und wiederholte Aufrufe an die Leserschaft nutzen nichts, wenn der Markt, das nicht auch ausreichend finanziell honoriert.

    Das ist bitter, aber die schlichte Existenzsicherung – in diesem Fall durch einen Zweitjob – geht vor.

    Ich empfehle, jetzt die Reißleine zu ziehen, auch wenn das bestimmt wehtut.

    Gruß, Micha

    • Ich würde mir eher einen „Erstjob“ suchen. Alles andere erscheint mir völlig unrealistisch. Die offenbar kleine und schrumpfende Leserschaft wird es überleben. Leben geht weiter – möglicherweise steigt sogar die Lebensqualität… alles Gute!

  3. Hallo Katja,
    wie du weißt liebe ich das Magazin und unterstütze sehr gerne. Die gilt mit Sicherheit für alle die auf Steady dabei sind. Wenn ich sehe, dass die Geschenke einen beträchtlichen Teil der Kosten ausmachen, wäre das wohl für alle Unterstützer zu verschmerzen wenn dies nicht mehr ist.
    Weiterhin wäre zu Deiner Sicherheit ein zwei Tages Rhythmus und ein zweites Standbein sehr sinnvoll. Family 1st
    Liebe Grüße
    Ingo

    • Um hier Missverständnisse zu vermeiden. Hinter dem Posten Dankeschöns stecken nicht nur die Produkte für das Paket 3, sondern auch der Druck und Versand der Postkarten für Paket 2. Zudem wird der Posten durch mehr Support weniger gewichtig, da ich zum Beispiel Mengenrabatte bekomme. Ob man 50 oder 100 Postkarten drucken lässt, macht kaum einen finanziellen Unterschied.

  4. Liebe Katja,
    vielleicht ist es auch entspannender für das Magazin, wenn Du erst mal Deine Situation für Deine Basis durch einen Job löst. Du kann auch weniger posten und ich denke nicht, dass dadurch die Qualität leidet. Wenn Du dieses Magazin gerne weitermachst, kann es nur förderlich sein, wieder freier zu werden und der Leidenschaft für Inhalt und Beiträge wieder ungezwungen freien Lauf zu lassen. Auch das ist es, was die Menschen an kwerfeldein bindet bzw. mit dem Besuchen von kwerfeldein verbindet. Mich persönlich reizt es mehr, Inspirationen die nicht von Anstrengung, Zwang und einer gewissen Rechtfertigung geprägt sind wahrzunehmen und mich damit auseinanderzusetzen. Vielleicht wäre eine gewisse Gelassenheit für Kwerfeldein ganz gut.

    Versteh mich bitte nicht falsch – ich schaue gern vorbei – früher regelmäßig aber derzeit nicht immer, und ich erwartete nice tägliche Blogbeiträge – es überraschte mich immer. Bezüglich der Quantität: Es gibt solche Zeiten und andere…
    Das führte mich auch zu der Überlegung warum es Tage gibt, an denen ich nicht mehr hier vorbeischaue. Es hat sich was verändert. Irgend ein Zauber, ein Quell der Begeisterung ist mir abhanden gekommen. Vielleicht ist auch der „Magazin“ Gedanke etwas was mich irritiert. Es klingt sehr kommerziell und setzt schon fast wieder gleich mit den anderen FotoMagazinen die Hefte und online bedienen.
    Davon hatte sich kwerfeldein für mich immer wohltuend abgehoben.

    Nicht desto trotz soll Dir mein Beitag zeigen – ich versteh Deine Verzweiflung aber ich möchte Dir sagen, betrachte es einmal aus einer neuen Perspektive.
    Dinge ändern sich – und das ist auch gut so….
    (sie tun das auch wenn es nicht gut ist)
    Ich bin da ganz bei Micha´s und Ingo´s Beiträgen.
    Denk positiv, such Dir nen Job und fühl Dich frei – frei für alles
    Dann können Herzprojekte wieder pochen.
    Herzlichst Doro

    • Ich kann aufgrund meiner finanziellen Situation nicht mehr als 2,50 Euro monatlich zusteuern; eher ein symbolischer Betrag.

      Ich liebe eure Artikelvielfalt und schaue alle paar Wochen unglaublich gern hier vorbei. Ich kann nur von mir sprechen – Ich finde deine finanzielle Sicherheit sehr wichtig (weil es so viel ausmacht, ob man von seinem Geld leben kann oder nicht, vor allem mit Kindern!) und komme sehr gut mit quantitativ weniger Beiträgen aus.

      Toi Toi Toi – Ich drücke dir/euch ganz fest die Daumen, dass alles gut läuft.

  5. Liebe Katja Kemnitz,

    ich habe lange gezögert euch zu unterstützen. Die Gründe dafür sind vielfältig und zu umfangreich sie hier zu beschreiben. Da ich zudem davon ausgehe, dass ich auch emotionale Hintergründe, die mir nur zum Teil bekannt sind, eine Rolle spielen, um so mehr.

    Aber vielen Dank für die ausführliche Berichterstattung und den Aufruf. Tatsächlich lese ich mehrfach im Monat einen Artikel auf eurer Seite und deshalb finde ich es fair euch zu unterstützen. 25,– EUR war das höchste, was möglich war. Und die bekommt ihr jetzt von mir.
    Vielen Dank für die Arbeit in den letzten Jahren.
    Und: sicherlich werde ich jetzt eure Arbeit noch genauer und mit Freude beobachten.

    Liebe Grüße
    Stefan

  6. Liebe Frau Kemnitz,
    ich möchte die Antwort von „Micha“ aufgreifen und ihm beipflichten, wenn er schreibt, dass das jetzige Format gescheitert sei. Denn letztlich steckt hinter dem jetzigen Dilemma von kwerfeldein auch eine moralische Dimension: Sie wollen und müssen so zwangsläufig mit kwerfeldein Ihr Auskommen erzielen. Doch egal wieviele Artikel Sie in der Woche veröffentlichen, Sie treten weiterhin auf der Stelle und müssen sich und Ihre Kinder mit einem Finanzvolumen, das noch unterhalb des Sozialhilfesatzes liegt, durchbringen.

    Ich dagegen als Leser „konsumiere“ die Beiträge auf kwerfeldein aus Interesse an meinem Hobby, der Fotografie (auch wenn es mit Sicherheit viele Profifotografen und -fotografinnen gibt, die dieses Magazin lesen, kann ich an dieser Stelle nur für mich schreiben). Auch wenn ich nun seit einigen Monaten Sie über Steady finanziell unterstütze, bleibt bei mir ein schaler Beigeschmack. Erkaufe ich mir das Vergnügen des Lesens der Beiträge doch mit dem Wissen, dass sie nur in kwerfeldein erscheinen, weil Sie, die davon nicht leben kann, in Sorge um den täglichen Unterhalt ist. Das meine ich mit moralischer Dimension.

    Kurz und gut. Ich halte es für dringend erforderlich, dass kwerfeldein in eine Diskussion um ein neues Format einsteigt. Natürlich weiterhin mit Ihnen als Herausgeberin.

    Mit den besten Grüßen
    Bernd Kockerols

  7. Vielleicht sind es Kleinigkeiten.

    Oben steht immer derselbe Text:

    „Sie interessiert sich besonders für die Peoplefotografie und die Geschichte der Fotografie.“

    Ist das so? Immer und ewiglich? Muss das so bleiben? Kein Interesse an anderen Genres?

    Vielleicht einfach mal etwas Neues wagen? Etwas anderes? Muss nicht perfekt sein. Nur anders.

    Ein paar Beispiele aus der Fotowelt:

    „Colorfoto“ ist mal in Sachen Fotowettbewerbe mit „Fotoschwarm“ und dann mit „Fotocommunity“ zusammengegangen.

    In UK ist das altehrwürdige „Amateurphotographer“, dass es schon im 19. Jahrhundert gab, vor einigen Jahren mit „Photocrowd“ zusammengegangen, statt eigene Wettbewerbe zu machen.

    Nicht immer ist so eine Fusion vorteilhaft, aber vielleicht findet sich ja ein(e) kreative(r) Partner(in)? Von „Soul of Street“ war die Rede, die und andere aus der Streeterszene („Progressive Street“, „Inspired Eye“ u.a.) machen jeden Monat ein Printmagazin. Vielleicht mal ein paar Themen sammeln und ein Magazin verkaufen? Nur so ’ne Idee … die Autor(inn)en posten doch Beiträge gratis, was will man/frau mehr?

    Ich denke jedenfalls, schrumpfen und immer nur sparen ist keine Lösung. Lieber erweitern, verändern, verbessern.

    • Hallo dub, dass wir gelernt haben, dass Schrumpfen und Sparen ja genau nicht zu irgendeiner Lösung führt, haben wir ja oben ausgeführt. Eine Printausgabe oder auch ein E-Book hatten wir schon einmal geplant bzw. angefangen, ist aus verschiedenen Gründen nichts geworden, beides hat aber (wie andere Ideen) gemeinsam, dass man erst einmal sehr viel Zeit hineininvestieren muss, bevor man weiß, ob es etwas bringt. Schwierig, da noch mehr im schlimmsten Fall unbezahlte Zeit kaum da ist bzw. Katja bereits Zeit in neue Ideen investiert, steht ja auch oben.

  8. Jeden Tag einen Artikel ist zwar schön, aber wenn die Qualität leidet, bringt es auch nichts. Teilweise ist das schon recht amateurhaft, was hier veröffentlicht wird. MMn also eher kontraproduktiv. Weniger ist eben oftmals mehr.

  9. Hallo,

    ich schätze euren Fotoblog sehr.

    Mein Vorschlag zur Finannzierung wäre sich auch Einmalzahlungen zu öffnen. Egal wie gering sie sind. Ein Spendenaufruf mit Kontoangabe ist klassisch, einfach und einen Versuch wert. Meine ich zumindest.

    Zweite Sache, und da kann jeder mitmachen. Einfach die Links teilen zur Steady-Crowdfunding-Kampagne und den Spendenaufraufen.

    Viel Erfolg
    S. Tela

    • Hallo S., die Kontoverbindung steht seit vielen Jahren in der Seitenspalte, Einmalzahlungen sind ebenso lange schon willkommen. Im Aufruf im April hatten wir sie auch noch einmal explizit im Text stehen. Einmalzahlungen gehen auch über Paypal, ebenso schon lange in der Seitenspalte und im Aufruf.

      • Mein Fauxpas, so wie ich in Steady versunken bin und es schnell gut mit euch meinte. Aber dann hast du es ja noch einmal in Erinnerung gerufen.

        Ich surfe euch regelmässig an und hole mir so gerne eure Inspirationen ab. Die browserfruits haben es mir angetan. Die ehrliche Darstellung und Ansprache eures berechtigten Anspruchs zur Existensicherung bewegen mich dann doch. Ihr habt es verdient.

    • Nicht nur das! Design 100? Es muss nicht jeden Monat für so viel am Design geschraubt werden. 100 Euro Server – das geht bei All-Inkl besser und günstiger. 400 Korrektur? Sorry aber für einen Artikelschafft man das Korrekturlesen also wirklich auch alleine. Alles in allem stimmt da das ganze Preiskonzept nicht.

      • Hallo Alexander und Bernd,

        wir dröseln die kompakte Zusammenfassung noch einmal etwas auf und erklären ein paar Dinge etwas genauer:

        1. „Design“ ist eigentlich „Design und Programmierung“ und ja, natürlich machen wir nicht jeden Monat für genau 100 € etwas an Design und Programmierung. Viel eher sind das einzelne und dafür größere Änderungen (wie die Landkarte, die Photosphäre, Anpassungen zur DSGVO oder Automation, die uns langfristig Zeit spart) oder auch mal Bugfixes, die in größeren zeitlichen Abständen passieren, wir aber irgendwie in die Kalkulation mit aufnehmen müssen. Daher haben wir als einfache Schätzung die Ausgaben der Vergangenheit summiert und einen monatlichen Durchschnitt gebildet.

        2. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder recherchiert, ob sich bei den Serverkosten etwas einsparen lässt, sowohl beim aktuellen Anbieter oder alternativ bei der Konkurrenz. Das Ergebnis ist immer das gleiche: Es geht nicht oder die Ersparnis ist so klein, dass sie den hohen Arbeitsaufwand für den Umzug nicht wert ist. kwerfeldeins WordPress wird seit 2005 mit Artikeln gefüllt, entsprechend groß ist die Datenbank. Die muss flüssig laufen, ebenso muss der Server mit der Menge der täglichen Seitenaufrufe klar kommen sowie noch genug Puffer für überdurchschnittlich viele Aufrufe haben, wenn mal ein Artikel besonders weite Kreise zieht. In der Vergangenheit war das Hosting mal zu schmal aufgestellt, dann gab es als Ergebnis defekte Tabellen, die ggf. kostenpflichtig wiederhergestellt werden müssen – das ist unterm Strich teurer.

        3. Die Kosten für die Korrektur orientieren sich an der durchschnittlichen Zeit, die ich brauche, um alle Artikel sowie weitere (kleinere) Texte, die von kwerfeldein veröffentlicht werden, zu korrigieren. Dazu umfasst es neben der eigentlichen Korrektur auch Lektorat, also inhaltliche Änderungen/Anregungen bzw. Austausch zu Inhalten, Ausrichtung oder Ideen zu kwerfeldein mit Katja.

        Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass wir uns bei den Stundensätzen, die sowohl für meine Arbeit als auch Katjas (in ihrem Fall eher: angestrebter Stundensatz!) in die Kalkulation einfließen, bereits in einem Bereich befinden, der für Selbstständige absolut an der unteren Grenze des Möglichen rangiert; Freundschaftspreise und Projekt aus Leidenschaft eben.

  10. Ich werde kwerfeldein nicht unterstützen. Der Stil gefällt mir nicht, die Beiträge sind mehrheitlich langweilig und trocken. Vieles endet mit einer Produktempfehlung, da weiß man dann woher der Wind weht. Gegenteilige Meinung wird nicht gerne gesehen, die Hauptautorin behält gerne recht. So etwas passt nicht mehr in die heutige Zeit.

    Wenn man davon nicht leben kann, muss man sich eben einen richtigen Job suchen. Vieles von dem Geschriebenen wirkt auch eher wie Eigentherapie.

    Ganz ehrlich: Mach den Laden dicht. Es gibt haufenweise Blogs im Netz, nicht jeder kann davon leben, aber viele sind interessanter.

    Meine Meinung. Es steht ja jedem frei eine andere Meinung zu haben. Ich bin nur hier, weil ich in einem Forum davon gelesen. kwerfeldein besuche ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr, war halt einfach zu uninteressant, inhaltlich unübersehbar zu sehr product-gefeatured.