10. Mai 2019 Lesezeit: ~4 Minuten

Hochzeitsfotografie: Kundschaft finden

Um Hochzeitskundschaft zu finden, gibt es diverse Möglichkeiten. Die meisten Fotograf*innen gewinnen Aufträge aus Weiterempfehlungen. „Es gilt, die Paare aktiv anzusprechen und sie um Empfehlungen zu bitten“, so Verkaufsexperte Dirk Kreuter. Neben eben diesen Empfehlungen und Flyern ist eine Ansprache der Zielgruppe vor allem online möglich.

Ein Experte auf diesem Gebiet ist Calvin Hollywood. Heute ruft er stolze Honorare auf, begann aber vor etwa zehn Jahren mal kleiner als klein – seine erste Werbeaktion war eine Nullnummer, wie er erzählt. „Wir sind mit Flyern hier durch den Ort gelaufen und haben Shootings für 50 € angeboten“, erinnert er sich. „Rückblickend keine gute Idee, ich war wie ein Jäger, der in den Wald schießt und darauf hofft, dass ein Wildschwein in die Kugeln rennt.“

Online wie auch offline gelte: „Geh dahin, wo Deine Kundschaft ist.“ Dafür ist es zunächst wichtig, zu wissen, wer die eigene Kundschaft oder Traumkund*innen sind. Sind es Brautpaare im Allgemeinen, sollten Sie noch einmal über eine präzisere Beschreibung nachdenken. Wie alt sind die beiden? Wie viel verdienen sie? Was machen sie beruflich?

Das Fotopärchen Julia und Gil beschreibt es relativ einfach: „Unsere Kund*innen sind im Schwerpunkt bildaffine Menschen wie Foto- und Kameraleute oder Grafiker, die heiraten.“ Eine solche Einschränkung macht es viel einfacher, die Zielgruppe mit Werbung zu treffen. Grundsätzlich gibt es Facebook-Gruppen, Foren, Instagram-Seiten oder bezahlte Werbung.

SEO, also die Optimierung für Suchmaschinen, ist dagegen sehr begrenzt geeignet: Wer bei der Suchanfrage „Hochzeitsfotograf Köln“ weit oben steht, bekommt zwar viele Anfragen, diese sind aber meist sehr unqualifiziert und preissensibel. Zudem interessieren sich die Paare oftmals nicht für die Person hinter den Bildern an sich, sondern brauchen „irgendjemanden“ – schlecht für den Preis. Der Aufwand, eine solche Position zu erreichen, ist in der Regel immens hoch und steht daher in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Gleiches gilt für Werbung auf Google, auch hier kommen nicht zwangsläufig gute Kontakte zustande. Werbung auf anderen Social-Media-Plattformen funktioniert dagegen sehr gut. Hier kann man nicht nur Brautpaare aus der Region, sondern auch zahlreiche weitere Faktoren eingrenzen, wie das Einkommen zum Beispiel.

Exkurs: Werbung bei Facebook und Instagram

Facebook bietet für jede*n umfassende Marketing-Tools – schon für kleine Budgets. „Wir haben bei Facebook zu Anfang sehr viel Geld vernichtet“, sagen Julia und Gil. Heute setzen die beiden erfolgreich auf das Werbenetzwerk. „Es ist einfach, wenn man verstanden hat, wie es geht.“ Werbung auf Likes für Seiten oder Posts bringen gar nichts, auf Anzeigen, die zum sofortigen Buchen auffordern, meldet sich niemand.

Die bessere Alternative: Sein eigenes Wissen über Hochzeitsfotografie in Form von Podcasts, Videos oder Blogartikeln verpacken und als Werbung Paaren anzeigen lassen. „Das weckt Vertrauen, denn so lernen uns die Paare ja kennen und schauen sich auf unserer Webseite um“, sagt das Fotografenpaar.

Hochzeitsvideograf und Online-Marketingexperte Andreas Schwarzlmüller betont, die Wahl der Zielgruppe sei essenziell: „Wer schon auf einen Beitrag von uns geklickt hat und unsere Webseite kennt, bekommt im Anschluss dann eine andere Werbung, die vielleicht die Dienste konkret anbietet.

Die ideale Anzeigenform sei ein Video oder eine Slideshow, um auch Bilder und sich selbst zeigen zu können. „Ich bin ein Freund von starken Überschriften und langen Texten. Das Brautpaar klickt ungern, daher ist ein langer Text eine Alternative.“ Generell hält Schwarzlmüller Facebook für einen sehr günstigen Werbekanal: „Ich habe mit 700 € Budget schon 20 Hochzeitsbuchungen bekommen.“

Der Text stammt aus der aktuellen Sonderausgabe des fotoPRO Magazins. In der fotoPRO Edition Hochzeitsfotografie* findet Ihr auf 148 Seiten hilfreiche Tipps – von Kundenaquise über Motivideen bis hin zu aktuellen Trends. Erfahrene Hochzeitsfotograf*innen geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen in vielen Artikeln weiter. Das Magazin ist noch bis April 2020 erhältlich und kostet 9,95 € inkl. Versand innerhalb Deutschlands.

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5 Kommentare

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  1. Was ein Quatsch Artikel. Sorry, aber der Junge Autor sollte mal ein Paar Jahre Erfahrung sammeln. Dann wüsste er, dass das alles Quatsch ist. SEO ist wichtig. Versucht er ja selbst auf seiner Seite „Fotograf Remagen“, ihm sollte bewusst sein, dass das Seo von 2010 ist und Google sogar abstraft. Aber nur so. Zum Rest, nein erzählt den Leuten nicht so einen Quatsch.