08. Februar 2019

Lavazza Kalender 2019 – Kunst und Natur (Anzeige)

Lavazza und die Fotografie sind eng verbunden. Für den berühmten Kalender durften schon Helmut Newton, Ellen von Unwerth, Elliott Erwitt und Annie Leibovitz fotografieren, um nur ein paar Namen zu nennen. Für 2019 hat die National-Geographic-Fotografin Ami Vitale gemeinsam mit verschiedenen Künstler*innen aufwändige Motive in der Natur erschaffen, die Hoffnung geben.

Ich durfte letzte Woche nach Hamburg fahren, wo der Lavazza Kalender 2019 und die einzelnen Bilder näher vorgestellt wurden. In groß an der Wand haben sie eine unglaubliche Wirkung und man kann die einzelnen Details noch viel besser sehen, als hier so klein und digital. Ich hoffe, Ihr bekommt dennoch einen guten Eindruck, denn die Motive und vor allem auch die Ideen hinter den einzelnen Aufnahmen sind super.

Vom Rhonegletscher über die Wälder Thailands bis hin zur Wüste Marokkos und den Kaffeeplantagen Kolumbiens – in seiner 27. Auflage erzählt der Lavazza Kalender in sechs Naturkunstinstallationen von außergewöhnlichen Projekten zur Wiederaufforstung, zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Umwandlung von Industriegebieten in Grünflächen. Das Ziel ist, die Menschen und insbesondere die Jugendlichen zu inspirieren, ihren eigenen Beitrag zum Schutz des Planeten zu leisten.

Gletscher mit Gemälde

ENCOMPASS I

Der Rhonegletscher ist 10 km lang und 1 km breit. Während der Eiszeit bedeckte er die ganze Schweiz, während er heute jedes Jahr um rund neun Meter in Länge und Stärke schrumpft. Die Menschen aus dieser Gegend haben beschlossen, den Gletscher zu schützen und sein Schrumpfen mit weißen geotextilen Decken zu stoppen, die die Sonnenstrahlen reflektieren. Das Gemälde von Hula zeigt zwei Kinder, die sich unter diesen Decken verstecken und schützen, symbolisch für die zukünftigen Generationen, die vor Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Gletscherschmelze stehen.

Bild im Gras

TAKE CARE FOR FUTURE

„Take care for future“ wurde von Künstler Saype erschaffen. Das Gemälde bedeckt 8.000 m² und zeigt Maria Paula, eine junge Kolumbianerin, die in der Nähe lebt. In Kolumbien sind die Felder nach jahrelangen bewaffneten Konflikten und der Ausbreitung illegaler Landwirtschaft mit Hilfe eines von der Giuseppe-und-Pericle-Lavazza-Stiftung geförderten Projekts wieder üppig bewachsen. Ziel der Initiative ist es, Kaffeesträucher und andere Gewächse zu pflanzen sowie die Entwicklung nachhaltiger landwirtschaftlicher Betriebe zu unterstützen.

Installation in der Wüste

PERPETUAL FLOW

Das Werk „Perpetual Flow“ von Künstler Gerada erstreckt sich über 37.500 m² und wurde mit einem Rechen, vor Ort gefundenen Steinen, 36 t dunklem Kies und Pflanzenöl erstellt. Ami Vitale musste das Werk aufgrund seiner schieren Größe mit der Hilfe einer Drohne aufnehmen. Aufgebaut wurde die Installation in Ouarzazate, Marokko.

Die Bewohner*innen haben die Stadt erfolgreich vor Sandstürmen geschützt, indem sie einen Grüngürtel um die Stadt herum schufen, der den Einsatz innovativer Bewässerungssysteme erfordert. Das Abwasser wird recycelt, gesammelt, in Staubecken gefiltert und dann mit Hilfe von sauberem Strom aus dem Kraftwerk Noor Ouarzazate, dem größten in Nordafrika, in den Grüngürtel gepumpt. Dort hat die Bevölkerung neue Erholungsräume und einen weiteren Grund gefunden, die heimische Umwelt und seine Biodiversität zu schützen.

Kunstinstallation im Regenwald

DENDROCHRONOLOGY

Die Installation von Gomez führt uns nach Petchaburi, Thailand. Die sechs Ölmalereien auf Acrylglasscheiben zeigen das Aktbild einer stolzen Frau, die eins mit den Bäumen und Blättern wird. Die Wildlife Friends Foundation of Thailand (WFFT) und andere Organisationen haben sich hier zusammengeschlossen, um zerstörte Flächen des Waldes zu regenerieren.

Ein Gemälde im Amazonas

MVUVI WA MIKOKO

In Gazi, Kenia pflanzt die Organisation Mikoko Pamoja jedes Jahr 4.000 neue Mangroven, um die Küstengemeinden vor Überschwemmungen und Tsunamis zu schützen, und um als natürliche Kohlenstoffsenke zu fungieren. Mantra malte für dieses Foto einen Eisvogel auf einer Größe von 3 x 5 m.

Bieneninstallation

REBIRTH

„Rebirth“ von Millo zeigt ein farbenfrohes junges Mädchen, das die neuen Generationen symbolisiert. Es spritzt Wasser auf ein graues Industriegelände, in dem ein üppiger Garten blüht. Das ehemalige Industrie- und Kohlebergbaugebiet Genk in Belgien ist heute wieder ein Lebensraum für Bienen. Die Industriebrache hat sich in 69 neue Gärten verwandelt, in denen sich die Menschen treffen und biologische Lebensmittel anbauen können.

 

Um diese Werke zu erschaffen, wurden ausschließlich biologisch abbaubare Farben und Materialien verwendet. Welcher Aufwand hinter den Installationen und Fotografien steht, wird in diesem Video gezeigt:

Wer kwerfeldein schon länger folgt, weiß, wie wichtig mir Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist. Dass Lavazza diese Themen künstlerisch umsetzt und gleichzeitig herausragende Naturschutzprojekte fördert, hat mich sehr gefreut. Noch dazu kommt, dass sie dafür eine so engagierte und herausragende Fotografin wie Ami Vitale ausgewählt haben.

Vielleicht inspirieren Euch die Projekte ebenfalls zu positiver Kunst – einem Trend, der den negativen Berichterstattungen etwas entgegenstellt und mit Hoffnung und Engagement zu mehr Nachhaltigkeit aufruft. Mehr über die Kalender von Lavazza erfahrt Ihr hier.

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6 Kommentare

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  1. „Die Menschen aus dieser Gegend haben beschlossen, den Gletscher zu schützen und sein Schrumpfen mit weißen geotextilen Decken zu stoppen, die die Sonnenstrahlen reflektieren. Das Gemälde von Hula zeigt zwei Kinder, die sich unter diesen Decken verstecken und schützen, symbolisch für die zukünftigen Generationen …“

    Das soll wohl eine gute Nachricht sein, klingt aber eher wie eine Horrorvision.

    „Ziel der Initiative ist es, Kaffeesträucher und andere Gewächse zu pflanzen …“

    Gerade Kaffee ist wohl eher nicht das, was die Kolumbianer dringend brauchen, sondern was die europäischen Discounter suchen.

    Ich war oft in tropischen Ländern, und vor allem in Haiti fiel mir oft auf, dass Produkte, die man in Deutschland oder England jeden Tag in jedem Supermarkt kaufen kann, dort kaum erhältlich oder aber sehr teuer sind, und zwar genau die Produkte, die sie selber zum Hungerlohn herstellen: Zucker, Bananen, Kaffee und Tee, Mangos und Papayas, Limonen und Grapefruits etc.

    Gut, dass Lavazza etwas tut und dass ihr Nachhaltigkeit thematisiert, aber wir sollten uns nicht allzusehr beruhigen und zurücklehnen, so wie der junge Mann auf dem Foto oben. Dass er „weiß“ ist und die Frauen auf dem Urwaldbild „schwarz“, mag manchem als tendenziell rassistisch erscheinen.

    • Ja, es ist unglaublich schade, dass solche Schutzmaßnahmen für den Gletzscher überhaupt nötig sind. Aber das Bewusstsein, dass der Klimawandel real ist, ist ja leider nicht allen Menschen gegeben. Insofern finde ich das Bild und Werk sehr wichtig.

      Deinen Rassissmusvorwurf kann ich nicht ganz nachvollziehen. Oben im Titelbild ist Youri Cansell zu sehen, portraitiert von Ami Vitale. Er ist der Künstler des Eisvogelbildes. Das Bild im Regenwald wurde vom venezulanischen Künstler Luis Gomez erstellt.

      • Das soll kein Vorwurf sein, denn es ist verdammt schwer, immer alles hundertprozentig politisch korrekt zu sagen oder schreiben, aber dass Afrikaner im Urwald leben, ist ein Klischee aus der Kolonialzeit.

        Die meisten Afrikaner leben heute, genau wie alle anderen Menschen auch, in der Stadt. In Kairo, Lagos, Kinshasa, Johannesburg, Luanda, Nairobi, Accra, Dakar, …

      • Und dazu ist die Frau im Dschungel dann auch noch nackt. Noch so ein Klischee von den Wilden, Unzivilisierten, an das man hier denken mag.

      • Und bei den Lavazza-Bildern aus Marokko (nicht hier bei euch, aber wenn man googelt, findet man es): Kamele.

        Wer schon einmal in Tangier, Casablanca, Meknès, Marrakesch, Rabat oder Fès war, weiß, dass es dort fast keine Kamele gibt, aber Millionen von Autos, genau wie in Deutschland.

        Das alte Bild vom Bewohner der Maghreb-Staaten als „Kameltreiber.“

        Also zusammengefasst: ich finde den Lavazza-Kalender klischeehaft.

  2. Sorry aber Lavazza, ernsthaft? Die täglich haufenweise Plastikdreck produzieren für ihren Kapselschrott? Kann ich kein bischen ernst nehmen……

    Ist genau das selbe wie Nestle oder andere Konzerne die auf die Umwelt scheissen um sich die Taschen voll zu stopfen und ein mal im Jahr ein gaaaaz tolles Projekt aus dem Hut zaubern um zu zeigen das man sich ja auch „Sorgen“ um die Umwelt macht.

    Und wer hier irgendwo „Rassismus“ wittert sollte besser mal zum Arzt.