Kwerfeldein
03. Juli 2017 Lesezeit: ~ Weniger als eine Minute

Warum mich Fotos eines Lost Place 2.500 € kosteten

Edit: Auf Wunsch des Autors wurde der Artikel gelöscht. Wir bitten um Verständnis.

Unterstütze kwerfeldein

Wenn Dir dieser Artikel oder das ganze Magazin gefällt, kannst Du die weitere Arbeit von kwerfeldein gern via Paypal, Überweisung oder Dauerauftrag mit dem, was es Dir wert ist, unterstützen. Vielen Dank!

kwerfeldein finanziert sich neben Werbeeinnahmen auch durch Provision von Verkäufen auf Amazon und freiwillige Beiträge der Leser*innen, um unabhängig zu bleiben.

Paypal


Überweisung

kwerfeldein
IBAN: DE0837050198 1933436766
BIC: COLSDE33XXX

Amazon
kwerfeldein @ Spreadshirt


41 Kommentare

Die Kommentare dieses Artikels sind geschlossen. ~ Die Redaktion

  1. Hätte er nur draussen fotografiert wäre eher nichts passiert, da im öffentlichen Raum. Privatgelände bleibt Privatsache. Aber eigentlich gilt doch bei Privatleuten eine niedrigere Summe zumal er doch die Fotos nicht zum Verkauf angeboten hat wenn ich das richtig verstehe…

  2. Nicht nur hinter Amazon, Google, Facebook, Twitter Uber steht ein “Geschäftsmodell”.

    Amazon geht es nicht darum, Gutes zu tun. Google will nicht informieren. Facebook ist nicht sozial.

    Yahoo, zu denen Flickr gehört, sind keinen Deut besser, im Gegenteil.

    Vor kurzem stand im Spiegel, dass Yahoo sich sogar weigert, Konten Verstorbener zu löschen. Alles, was man in Flickr postet, bleibt dort “ewig” und kanngegen dich (oder, wenn Personen fotografiert wurden, gegen diese Personen) verwendet werden.

    Willkommen im Kapitalismus. “Soziale Medien” sind kein Medium, in dem man kostenlos interagieren kann. Die Kosten sind lediglich versteckt.

  3. Nur einmal zum Verständnis: wer hat denn geklagt? Der Anwalt selbst oder in Vertretung der Besitzer des Hotels?

  4. “Er beschuldigte mich wegen unbefugten Betretens von Privateigentum”.
    Auch korrekt so. Mit welchem Recht betritt man denn dieses Privateigentum /-grundstück? Weil es unbewohnt ist? Weil ein Fesnster aufsteht?

    Abgesehen davon nerven mich diese unsäglichen Einzelfotografien sog. ‘Lost PLaces’. Was soll mir das als Betrachter denn bitte erzählen? Aber ‘Lost Places’ sind natürlich ein Trend unter Knipsern.

    “Die meisten Fotos hatten ausgebrannte Lichter”
    Das allerdings ist mir ein Rätsel? Laie?

    “Werde ich nun damit aufhören, das zu tun, was ich so liebe? Nein, das werde ich nicht. Während dies definitiv ein großer Rückschlag ist, werde ich auch weiterhin die Schönheit der verlassenen Gebäude erkunden und dokumentieren.”

    Ich würde dann die Bilder allerdings nicht veröffentlichen, ansonsten wird aber dadurch weiterhin jemand in seinem Recht (nämlich das Recht auf Privatheit) verletzt.
    Und Schönheit? Was ist daran denn schön? Es sind durch und durch traurige Anblicke.

    • “Ich glaube, man kann mit gesundem Menschenverstand und Sinn für die Gerechtigkeit vorzüglich Recht sprechen, ohne ein Gelehrter sein zu müssen. Ich kann mir keinen besseren Richter vorstellen als Sancho Panza, der nicht ein Wort vom Gesetzbuch des Eilands Barataria kannte.” (Voltaire)

      – Menschenverstand und Sinn für Gerechtigkeit scheinen für Sie und die oben erwähnten perversen Geldhyänen Fremdworte zu sein.

      Ups, werde ich jetzt auch verklagt, da ich mich Voltaires Worte bediene!?

      • “Ups, werde ich jetzt auch verklagt, da ich mich Voltaires Worte bediene!?”
        Nein, seit wann ist richtiges zitieren strafbar?

        “Das Risiko, wenn man ohne Erlaubnis ein Gebäude betritt, Fotos macht und sie online teilt, ist, eine Strafe zu erhalten. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich etwas Illegales tue.”
        Darum geht es erstmal in erster Linie, nicht um die Höhe und Verhältnismäßigkeit der Strafe. Mein Menschenverstand sagt mir, wenn ich denn schon in Privateigentum ‘einbreche’, dann sollte ich die Ware nicht auch noch ‘vor dem Haus’ präsentieren. Eine öffentliche Bekundung, Wiederholungstäter bleiben zu wollen, ist ebenfalls mindestens eigenartig.

        Was rechtfertig denn Ihrer Meinung nach das fotografieren im Inneren dieser Gebäude auf Privatgelände. Gibt es einen dringenden Grund das diese Bilder an die Öffentlichkeit gehören?

      • Geben Sie sich bitte nicht der Vorstellung hin, Sie hätten ein Argument gebracht, indem Sie andere beleidigen.

    • Jemandem die Schönheit der Dinge die er schafft abzusprechen, ist wirklich traurig. Glücklicherweise finden nicht alle alles schön. Aber die Schönheit einer Sache/ Kunst komplett in Frage zu stellen ist doch ein sehr unglücklicher Weg.

  5. Die allgmeine Empörung kann ich nur bedingt nachvollziehen. Auch wenn der Sachverhalt nur oberflälich und einseitig mitgeteilt wurde, so muss man doch auch anerkennen, dass jemand auf einem fremden Grundstück, in einem fremden Haus Fotos gemacht hat.

    Der urpsrüngliche zu zahlende Betrag belief sich auf 575 Euro. Ich vermute, dass es sich dabei um die Rechtsanwaltskosten handelte, die der Eigentümer aufbringen musste, um gegen den Fotografen mit einer Unterlassungsaufforderung vorzugehen. Im Klartext: Der Eigentümer des Hotels wird an dem Vorgang nichts “verdient” haben.

    Und wenn man in seinen Überlegungen etwas weiter geht, dann kann man durchaus nachvollziehen, warum Eigentümer alter und verlassener Gebäude rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen: Sie sind es leid, dass ihr Eigentum nicht mehr respektiert wird, weil es leer steht. Nicht nur Fotografen, sondern auch anderweitig Interessierte betreten die Immobilie. Und letztlich beschleunigt es den Zerfall der Immobilie. Aber es geht dabei auch um die Sorge wer haftet, wenn sich jemand beim Besuch der Immobilie ernsthaft verletzt. Und zuletzt geht es darum, dass die leerstehende Immobilie nicht zu einem Treffpunkt werden soll für was auch immer.

    Jeder darf mit seinem Eigentum verfahren, wie er es möcthe. Grenzen werden dem nur durch einschränkende Gesetze gemacht. Das dürfte hier für jeden selbstverständlich sein.

    Warum ist aber ebenso selbstverständlich, dem Eigenümer der o.g. Immobilie in einen Topf mit Amazon und Co zu werfen, oder ihm unmoralische “Geschäftspraktiken” vorzuwerfen?

    • Ich spinne nur mal so ein paar Fäden gedanklich weiter…

      Respekt gegenüber einer Sache hat nichts damit zu tun, ob ich Bilder von ihr mache. Selbst wenn Fotograf nicht gleich Eigentümer ist. Beispiel Streetfotografie. Hier werden in der Regel Fotos von fremden Menschen geschossen, auch ohne direkte Einwilligung oder Kommunikation. Trotz dessen sollte man natürlich jedem/r Anderen auf der Straße mit Respekt begegnen. Und vor allem den Menschen / Dingen, die für so besonders gehalten werden, um sie fotografieren zu wollen. Gleiches zählt auch für jemand, der Ruinen, Sperrmüllhaufen (Achtung: Fremdes Eigentum), Blumen im Nachbarsgarten oder was auch immer fotografiert… ;-)
      Umgedreht könnte man nun natürlich fragen, wieviel Respekt die Menschen vor ihren eigenen Dingen haben, wenn sie sie verfallen, verschimmeln und zusammenbrechen lassen. Hier spielen natürlich noch einige andere Faktoren mit. Aber oft ist eine Ruine nicht die einzigen Immobilie der Besitzer- vor allem nicht bei einem alten Hotel o.ä.

      Dass der Fotograf, der Respekt gegenüber dem Objekt seiner Begierde trägt, den Zerfall einer Immobilie (Ruine) beschleunigt, sehe ich auch eher fern. Zumal sich ein Eigentümer bei Einsturz und mit “Schwarz neu belebten Wänden” ganz andere Sorgen um den Verfall machen könnte, wenn er es denn täte (s.o.).

      Es besteht auch in der Regel kein Grund zur Sorge, dass bald wilde Fotografenpartys oder Photowalks in den Gebäuden statt finden ;-). Oder dass durch die Fotografen die Quote der die Ruine nutzenden Dealer und Obdachlosen steigt…

      Das sind meine Gedanken dazu. Und nein, ich selbst bin nicht an Lost Places unterwegs. Habe aber Respekt vor dem, was die Menschen tun. Auch bin ich einer von denen, die es mögen, über Fotografien in solche Orte zu schnuppern, sich vorzustellen, was dort schon alles passiert ist, wie es früher aussah… Dass es nicht jedem so geht wie mir, ist einfach so. Und es ist auch gut so. Man muss sich halt nur mit dem nötigen Respekt untereinander begegnen. Für das was man tut. Womit mir wieder beim Anfang wären ;-)

      • Hallo Markus,

        Du plädierst für gegenseitigen Respekt untereinander. Ich kann aber nicht erkennen, wie jemand dem Eigentümer einer verlassenen Immobilie respektvoll gegenüber tritt, wenn er ungefragt in diese Immobilie eindringt um Fotos zu machen. Wäre es nicht vielmehr respektvoll, wenn der Fotograf vorher beim Eigentümer um Erlaubnis bittet?

        Jemanden zu gestatten, mit seinem Eigentum zu verfahren wie er möcthe, hat in meinen Augen ebenfalls sehr viel mit gegenseitigem Respekt zu tun.

        Für was Du eigentlich plädierst, möchte ich mit folgendem Beispiel illustrieren: In einer für alle zugänglichen Ruine bemerkt Fotograf A, dass Fotograf B mit seiner Canon 5 D MK IV unsachlich umgeht. Er knallt sie auf das Stativ, lässt das Stativ dann umkippen, so dass die Kamera auf einen Holzstapel fällt u.s.w. . Der Fotograf A, der nur eine Canon 1000 D besitzt, findet das alles respektlos gegenüber so einer schönen Kamera und denkt sich, bei nächster Gelegenheit “borge” ich sie mir einfach mal aus und mache ein paar Fotos mit ihr. Dem Fotografen B wird das schon nicht stören, der hat mit Sicherheit noch ganz viele andere Kameras.

        Das ist ein vergleichbarer Sachverhalt. Wie würdest Du diesen jetzt entscheiden? Alles ok?

      • Hey Sven, na zu erstmal hoffe ich, dass die 5D ganz geblieben ist…
        Dein Beispiel ist wirklich gut, nur etwas passte für mich nicht ganz. Und ich musste wirklich etwas darüber nachdenken, warum es für mich okay ist, wenn jemand mit Sorgfalt bewaffnet eine ihm/r nicht gehörende Ruine betritt, um dort Fotos zu schießen, aber es für mich nicht okay ist, wenn eine fremde Person in mein Haus kommt, meine Vitrine öffnet und mit meiner 5D los zieht. Dies ist im übrigen auch mit getauschten Rollen so, heißt wenn ich Ruinen- oder 1000D -besitzer wäre.
        Die Antwort für mich ist, dass ich Sachverhalte individuell nach den Gegebenheiten bewerte.
        Die ganze Situation wäre schon eine andere, wenn jemand zu dem Besitzer des Hotels nach Hause kommt und eine Fotosession in dessen Küche beginnt.
        Der ausschlaggebende Punkt für mich ist, dass dort etwas steht, was in seinem Zustand keinen Nutzen für den Besitzer hat (Mutmaßung, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch sehr hoch…) und ein Anderer dieses besucht, um dort zu fotografieren. Natürlich ist auch das Fotografieren an dem Ort eine Nutzung des Ortes, aber diese wird ja erst durch die Nutzlosigkeit für und Vernachlässigung durch den Besitzer möglich. Der Verfall ist ja ein Thema bei Lost Places.
        Der Fotograf eignet sich die Immobilie auch nicht (kurzfristig) an.
        Anders ist es, wenn ich mir ungefragt eine 5D “borge”. Zuerst einmal eigne ich mir in dem Moment das Eigentum eines anderen an, wenn auch nur kurzfristig. Das liegt ja in der Natur der Sache.
        Zudem steht hinter der 5D auch noch ein Gegenwert, auf den ich erheblichen Einfluss habe. Im Fall des Ruinenbesuchs ist dem nicht so, es sei denn, meine weggeschnippste Kippe… (wegen dem Respekt vor den Dingen gibt es die natürlich dort nicht ;-) )

        Wie oben schon gesagt, bewerte ich die Dinge hier individuell, nach den gegeben Umständen. So wäre es für mich okay, wenn jemand durch das alte Gartengrundstück meiner Oma streift, weil er es so besonders findet, um es festhalten zu wollen. Ich würde mich sogar etwas geehrt fühlen. Vorausgesetzt es geschieht mit Respekt und das Gartentor wird dabei nicht verwüstet.
        Wie jeder wertet, ist immer eigene Entscheidungssache. Nur Stigmatisierung find ich immer etwas schwierig.

    • “Sie sind es leid, dass ihr Eigentum nicht mehr respektiert wird”.
      Im Prinzip richtig. Aber warum sollen Andere das Eigentum respektieren, wenn sie selbst es nicht tun? Denn wenn sie es tun würden, würden sie die Immobilie nicht verfallen lassen.
      GG Art. 14 (2): Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

      • Das Argumgent verstehe ich nicht: Weil jemand sein Eigentum nicht “respektiert” (kann man sein Eigentum/ eine Sache überhaupt “respektieren”?), darf ein Dritter darüber befinden, wie mit dem Eigentum/ der Sache dann zu verfahren sei?

        Es gibt sehr viele Gründe und Umstände dafür, dass die Eigentümer einer bebauten Immobilie diese nicht Instand halten. So kommt es vor, das mehrere Kinder ein bebautes Grundstück erben, sie dieses nicht verkaufen können, da kein Interesse am Markt besteht und das Geld für die Instandhaltung fehlt. Denn eine unbewohnte und vielleicht funktionsunfähige Immobilie Instand zu halten, ist sehr teuer.

        Wer ist man nun, diesen Eigentümern vorzuschreiben, was sie mit der Immobilie nun alles zu erdulden haben?

        Der Verweis auf das Grundgesetz ist nett, aber zu allgemein, Art. 14 Abs. 2 GG ermöglicht es dem Gesetzgeber(!) einschränkende Gesetze zu erlassen. Denn die Grundrechte sind Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat. Sie sind keine Ermächtigungsgrundlagen des einen Bürgers gegen den anderen Bürger.

        Meine Ansicht ist daher nicht nur “im Prinzip richtig”.

  6. Wman darf nicht unerwähnt lassen, dass Lost places häufig in sehr schlechtem Zustand sind und durch die zweifelsohne manchmal beeindruckenden Fotografien unterschiedlicher Art doch auch das Versäumnis der Eigentümer mal aufzuräumen oder zu renovieren offenbar wird.

    Genau das reitet m. E. solche Kläger. Meinetwegen sind die Eigentümer hier auch im Recht, dennoch ist das Aufschrecken durch Abmahnanwälte auch nicht die feine Art.

    Für den einen ist es Kunst und für den Anderen eine Unverschämtheit- so wird es immer sein….

    Was mich allerdings stört, ist wir rücksichtslos in Hinblick auf ihre eigene Gesundheit so manche Lost place – Fotografen hierbei vorgehen……

  7. Ziemlich sinnlose Diskussion hier. Jeder der ohne Erlaubnis fremdes Eigentum betritt z.B. um dort Fotos zu machen und diese dann noch veröffentlicht muss damit rechnen, dass er dafür belangt wird. Das einzige ärgerliche ist, dass es hier wegen mangelnder Kenntnis der Sprache und schlechter Rechtsberatung zu unnötig hohen Kosten gekommen ist. Ich hoffe der ein oder andere lernt in einer entsprechenden Situation dazu und holt sich gleich guten Rechtsbeistand und bezahlt bevor es unnötig teuer wird. Erschreckend finde ich die ganze schönrederei weil das ganze aktuell im Trend ist. Streetfotografie ist in Ländern wie Deutschland ebenso gegen das Gesetz und sollte Mal jemand dafür belangt werden ist es halt so. Das ganze hat schon etwas mit Respekt zu tun. Der fehlt vielen doch schon sehr. Ich erinnere an das Red Bull Masterpiece 2016 mit dem Biker auf der Rakortzbrücke. Tolles Foto aber der hatte da oben nix zu suchen. Wenn sich daran andere ein Beispiel nehmen ist es irgendwann soweit, dass das letzte Foto von einer intakten Brücke gemacht wurde. Man muss sich nicht an alle Regeln halten aber Konsequenzen bedenken sollte man. Genauso wie mit ihnen leben.

    • Man muss sich nicht an alle Regeln halten, aber Mensch muss alle als gegeben hinnehmen und es ist sinnlos über die Sinnhaftigkeit derer und über die erlassenen Konsequenzen bei Verstößen zu diskutieren. Richtig zusammen gefasst? Mal abgesehen davon, dass das doch etwas trist ist, ist damit jeder wirkliche Fortschritt ausgeschlossen. Dieser entsteht nämlich dadurch, dass bestehende Muster hinterfragt und diskutiert werden. So kann schon echt mal was im Großen schief gehen.
      Zudem ist es doch gut, wenn sich Menschen konstruktiv austauschen. Oder?

  8. Blogartikel dazu: Wenn Dinge passieren – Madmen Kollektiv

  9. Was man inzwischen nicht alles tut um clicks zu generieren und im Gespräch zu bleiben. Die Geschichte ist nicht schlüssig in meinen Augen und 2300 halte ich aus eigener Erfahrung für überzogen.

    • “..und 2300 halte ich aus eigener Erfahrung für überzogen.”

      Nö, wenn man als Besitzer/Anwalt kurz recherchiert und feststellt, dass mit den ‘Lost Places’ versucht wird kommerziell ganz ordentlich Geld zu verdienen, dann ist der Preis doch schon angemessen. Eine Art Gewinnbeteiligung.
      Aber seltsame Ideen als Werbezwecke nehmen ja in letzter Zeit zu, siehe Fotografierverbot in einem Schweizer Ort als Marketing-Gag. Vielleicht geht das hier ja in die gleiche Richtung (nach hinten los)?

  10. Kann es vielleicht auch sein, dass man sich für die Aufnahmen geschämt hat? War ja offenbar schon stark verfallen und durch den angegebenen Ortsnamen kann man dann ja auch eine Verbindung herstellen… Bzw., deuten die offenen Fenster darauf hin, dass das vielleicht nicht der erste “Einstieg“ war und die Besitzer schon etwas sensibilisiert sind…

  11. Interessant, die Löschung. Vielleicht hat der Autor ja erkannt das nicht alles was unter Knipsern als ‘Lost Place’ durchgeht automatisch frei zugänglich und veröffentlichbar ist. Ich würde auch das Ersatztitelbild entfernen, wegen den schlafenden Hunden in Italien. Mensch. Mensch. Mensch.

  12. Das Foto hat nicht 2500 Euro “gekostet”. Es war das unbefugte Betreten von Privateigentum. Im Übrigen hat der Besitzer durchaus ein Interesse an der Verfolgung. Wenn so ein “Lost Place” in der Szene bekannt wird und häufig Freaks das Grundstück und Haus nach Motiven durchstreifen, dann betrifft das auch die Verkehrssicherungspflicht und Haftung des Eigentümers. Die gilt für unbefugtes Betreten nicht, aber wenn er einen Verkehr auf dem Grundstück zulässt, haftet er auch für die sich dadurch ergebenden Gefahren.

  13. ‘Lost Place’ ist inzwischen neben ‘Street’ auch eine der Lieblingskategorien für die letzten Bewohner in den untergehenden Fotoforen, quasi das ideale Thema für geschichtenlose Einzelbilder, welches sich am leichtesten mit dem Begriff ‘Kunst’ jeglicher Kritik entziehen lässt. Es braucht nur entweder ‘SW-Look’ oder ‘Schäbbi-Look’.

  14. So kann man mit Schrott-Immobilien noch Geld verdienen :)
    Man fragt sich, warum der Eigentümer die Immobilie verfallen lässt. Eigentum verpflichtet.
    Offenbar ist das Gebäude nicht ordnungsgemäß gesichert. Dadurch droht eine immense Unfallgefahr.
    Ist das Gebäude überhaupt noch standsicher? Das Foto deutet auf einen verwahrlosten Zustand hin.
    Wurde die örtliche Baubehörde informiert?

    • Das gezeigte Bild, so stand es ja in dem Artikel geschrieben, entspricht ja nicht dem Objekt um das es hier geht.

    • Letztendlich kann man auch eigentlich alle Kommentare wieder löschen, einschließlich dem nichtssagendem Titelbild, was jetzt erst recht zu einem ‘Lost-Picture’ geworden ist. So wird es wahrscheinlich auch kommen.

    • Die Verkehrssicherungspflicht besteht nicht gegenüber unbefugten Betreten. Nur bei Kindern liegt eine gesteigerte Verkehrssicherungspflicht vor, die erst endet, wo das natürliche Angstgefühl auch Kinder mahnt, vorsichtig zu sein. Dieses Lost Places Fotografieren mit Anspruch man tue was für die Gesellschaft ist sehr kindisch, aber es zählt das Alter vor Gericht…

      Generell: Der Fotograf verdient anscheinend sein Geld mit derartiger Fotografie. Also mit Gesetzesverstößen. Da sollte man auch mal erwarten, dass man zur Kasse gebeten wird. Da dann rumzujammen ist nicht professionell.

      • “Der Fotograf verdient anscheinend sein Geld mit derartiger Fotografie.”

        Richtig. Und da die Fotos somit kommerziell genutzt werden ist es umso unverständlicher vorher als Fotograf nicht mit den Eigentümern in Kontakt zu treten. Aber das würde vermutlich Arbeit und Aufwand bedeuten, hätte aber bei einigen dieser Objekte vielleicht sogar den Charme etwas über die Geschichte zu erfahren.

        Aber hier in diesem Forum z.B. ist mehrfach auch von ‘nicht kommerzieller Nutzung’ und ‘er nähme ja nur Fotos mit’ die Rede. Wenn diese Leute sich mal die Mühe machen würden und einen Blick auf die Homepage werfen würden, dann zeichnet sich ein anderes Bild. Keinen um Genehmigung fragen wollen, aber dann damit Geld verdienen..
        https://www.fuji-x-forum.de/topic/32624-fotografieren-ohne-genehmigung-kann-teuer-werden/page-1

      • Zitat: „Der Fotograf verdient anscheinend sein Geld mit derartiger Fotografie. Also mit Gesetzesverstößen….“ vgl. dazu auch: https://romanrobroek.nl/shop/

        Fazit: der Mann verstößt offensichtlich gewerbsmäßig gegen (ausländische) Strafnormen. Wenn er sich nun wundert daß er als Ausländer in einem ihm fremden Rechtssystem zur Kasse geben wird dann ist das in meinen Augen mehr als scheinheilig. Auch in A schützt Unwissenheit nicht vor Strafe bzw. vor Schadenersatzforderung. Ob diese in der Höhe gerechtfertigt sind das entzieht sich meiner Kenntnis. Das hätte er aber ohne Probleme vor Ort in Erfahrung bringen können. In A gibt es mehr als genug fachkundige Anwälte. Zur Not auch vor Gericht in einem (Zivil-)Prozeß.

        Wer sich auf die Aussage verläßt daß der „Hund“ nur bellt darf sich nicht beklagen, wenn er dennoch gebissen wird. Dieses Risiko muß jeder für sich selbst einschätzen ob er es eingehen möchte.

        Wer – wie es den Anschein hat – vorsätzlich mit Gewinnerzielungsabsicht gegen geltende Normen verstößt hat kein Mitleid oder gar Unterstützung verdient.

  15. Es ist doch immer wieder putzig wenn Hobbyfotografen, Gutmenschen und Möchtegernjuristen über sehr klare und einfache Sachverhalte diskutieren. Auch ist es erhellend wie gut – oder soll ich eher sagen schlecht – es mit der schulischen Bildung im Fach Gemeinschaftskunde bestellt ist. Für mich als Juristen einfach nur erschreckend. Selbst einfachste Zusammenhänge werden nicht erkannt bzw. verstanden.

    So wird munter Straf- mit Zivilrecht durcheinandergeworfen, nicht verstanden wie Kosten entstehen und überhaupt der ganze Sachverhalt von so gut wie keinem der Diskutanten fachlich richtig überblickt.

    Schadenersatz hat nichts mit Strafe zu tun. Strafen werden in Strafnormen geregelt. Schadensersatz ist eine andere Baustelle und kommt in aller Regel aus dem Zivilrecht.

    Weiter sollte man sich als Fotograf, insbesondere dann wenn man seine Bilder kommerziell nutzen möchte, im Vorfeld im Klaren sein welche Konsequenzen sein Handeln haben könnte.

    Mit persönliches Fazit : die aufgelaufenen Forderungen waren offensichtlich noch nicht hoch genug und ausreichend um zumindest bei Herrn Robroek ein Überdenken seines Verhaltens anzustoßen. Anderes läßt sich aus dem Geschriebenen nicht schließen.

  16. Vielleicht wäre es doch sinnvoll, das Thema zu schließen.? In dem Moment, in dem mit Gutmenschen und nicht so guten Menschen diskutiert wird, ist man dann doch (leider) ganz weit weg von einer sachlichen Diskussion (mit der es ja begonnen hat). Und von der Ebene Fotografie und Kunst ohnehin. Darum sollte es ja hauptsächlich gehen.
    Bemerkenswert und auch sehr schade ist die enorme Beteiligung, erst recht im Vergleich zum Thema “In eigener Sache: Artikelserien” (beispielhaft), welches es dann doch bis jetzt auf 10 Kommentare gebracht hat. Warum sind wir nochmal hier?