14. Oktober 2016 Lesezeit: ~3 Minuten

The Fernweh Collective

Sattes Grün, Wasserfälle, exotische Tiere und ganz viel Abenteuer. So präsentiert sich das Reisemagazin „The Fernweh Collective“ in der zweiten Ausgabe zum Thema Dschungel. Die Geschichten und Fotostorys sind vielfältig und das Wichtigste: nicht oberflächlich.

Das Magazin nimmt seine Leser*innen mit in die Regenwälder der Welt. 16 verschiedene Geschichten erwarten Euch im Magazin, wie die von Fanny Amanda Nilsson, die in den Wasserfällen Australiens badet, Julia und Yurik Manchik, die über ihre Erlebnisse auf dem Inka-Dschungel-Treck berichten und Florian Benhardt, der das Leben bei den Einheimischen auf einer kleinen Insel in Papua Neuguinea kennenlernt.

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Das Magazin findet dabei einen guten Weg, nicht blauäugig schöne Reisen zu empfehlen, aber auch nicht mit vorgehaltenem Finger Moralapostel zu spielen. Probleme wie die Rodung des Regenwaldes und unsere Beteiligung beim Kauf von Palmölprodukten dürfen beim Thema Dschungel aber einfach nicht fehlen und finden ihren Platz. Auch der Artikel der Naturwissenschaftlerin und Fotografin Aga Szydlik über das indigene Volk der Mentawai in Sumatra ist wunderbar reflektiert:

Im Grunde dreht sich natürlich doch auch hier alles um Geld. Als professionelle Fotografen bezahlten wir die Mentawai, die wir fotografierten, selbstverständlich für ihre Zeit, Mühen und Geduld, es ist schließlich ein Job. Die Mentawai haben sich allerdings daran gewöhnt, für alles bezahlt zu werden, vor allem liegt es an dem Touristenandrang und der hohen Nachfrage. Und eine kleine Stimme in meinem Kopf fragt sich: Haben wir das angestoßen?

Philipp Lage steht vor einem anderen Problem. Er geht mit einer Gruppe nach Kamerun, um den Lobéké-Nationalpark zu erkunden und erfährt hautnah, was es heißt, in einer Kriegsregion zu reisen. Und dass der Krieg auch noch nach Jahren allgegenwärtig spürbar ist, merkt Steffen Böttcher auf seiner Reise durch Vietnam.

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Neben all den Problemen stehen aber doch vor allem die Wunder der Natur und das unbändige Reisefieber im Vordergrund und machen unglaubliche Lust, die berühmten sieben Sachen zu packen und zu eigenen Abenteuern aufzubrechen. Dazu kommen all die schönen Fotos, die die Texte begleiten und zum Träumen einladen.

Eine weitere Besonderheit des Magazins: Es ist völlig werbefrei. Deshalb ist der Preis von 9,80 € für 172 Seiten voller Inhalt absolut berechtigt. Bevor ich jetzt noch anfange, vom Design zu schwärmen, macht Euch am besten selbst einen Eindruck. Ihr merkt, ich bin sehr begeistert und empfehle es uneingeschränkt.

Wer beim Thema Dschungel zu schnell ins Schwitzen gerät – die erste Ausgabe des Magazins drehte sich ums Thema „Der Norden“. Alle Informationen zu beiden Ausgaben findet Ihr auf der Webseite von „The Fernweh Collective“.

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