08. Oktober 2016 Lesezeit: ~4 Minuten

Oldtimer und Abendsonne

Studiert habe ich Physiotherapie. Schon während des Studiums habe ich gemerkt, dass mein Herz eigentlich für die Fotografie schlägt. Meine Familie und meine Freude haben mich immer bestärkt, meine Träume zu verwirklichen und so hängte ich die Physiotherapie nach Beendigung des Studiums an den Nagel und kaufte mir eine neue Kamera.

Schon immer, besonders auf meinen Rucksackreisen quer durch Europa, Australien, Neuseeland, Indonesien, die USA, Indien und Südafrika habe ich viel fotografiert. Damals war mir noch nicht klar, dass ich diese Freude auch zu meinem Beruf machen könnte. Als der Entschluss allerdings einmal gefasst war, war ich sofort Feuer und Flamme, meine Bilder weiterzuentwickeln und in kurzer Zeit so viel wie möglich zu lernen. Ich machte einige Praktika bei Kölner Fotografen, übte fast rund um die Uhr und las in meiner Freizeit Fotografiezeitschriften, -blogs und -bücher.

Eine Frau lachend im Auto

Eine Frau sieht in den Rückspiegel

Am liebsten fotografiere ich Menschen. Sie sind der Grund für meine Leidenschaft. Einen neuen Menschen durch eine Fotosession kennenzulernen, ist jedes Mal eine intensive Erfahrung. Ich liebe es einfach, die Fotos entsprechend der vielen verschiedenen Persönlichkeiten zu gestalten und daraus wertvolle Erinnerungen zu schaffen, die für die Ewigkeit bestimmt sind. Es entsteht eine ganz besondere Verbindung zwischen Modell und Fotograf, die nicht selten zu einer Freundschaft wird.

Das ist einfach schön. Wenn diese Menschen dann im Nachhinein zu mir kommen und Dinge sagen wie „Julia, ich erkenne mich in diesen Bildern wieder! Es sind sehr persönliche Fotografien geworden!“, weiß ich, wofür ich arbeite. Es ist mein Herzensberuf und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.

Frau im Auto

Vor etwa einem Jahr habe ich mir die Fuji X100T gekauft und sie ist schnell zu meiner Lieblingskamera geworden. Sie ist leicht, kompakt und mit einer spitzenmäßigen Bildqualität ausgestattet. Ich habe sie wirklich immer dabei. Sie hat eine Festbrennweite und das mag ich sehr. Der Zoom sind meine Füße! Ich liebe es, bei Fotosessions in Aktion zu sein. Dafür liege ich auch schon einmal auf dem Boden oder finde mich plötzlich in einem Baum wieder – alles für den perfekten Blickwinkel.

Auch diese Strecke ist mit der Fuji X100T entstanden. Zudem gab es nur noch dieses wundervoll warme natürliche Licht und meinen Sun-Mover von Sunbounce, um noch eine schöne Spiegelung in den Augen zu gestalten.

Frau im Auto im Gegenlicht

Frau durch die Windschutzscheibe fotografiert

Am Anfang einer jeden (auch dieser) Bilderstrecke steht immer eine Idee. Eine vage Vorstellung, wie die Fotos werden sollen. Meistens inspiriert durch zum Beispiel das Modell, das Tageslicht oder die Stimmung. Bei dieser Session wurde ich inspiriert durch ein Auto. Aber nicht irgendeines, sondern durch einen Original-Oldtimer aus den Sechzigerjahren – einen java-farbenen VW-Käfer.

Eine weitere Inspirationsquelle ist seit Kurzem immer öfter der neu in Köln-Ehrenfeld eröffnete Second-Hand-Laden Kleiderei mit dem Motto „Leihen statt Kaufen“. Ein tolles Konzept. Ich wusste, hier würde ich die richtige Kleidung für meine Session finden. Fehlte nur noch das passende Modell. Julia, meine Namensvetterin, entdeckte ich in der Facebookgruppe „Die Insel“, in der sich sowohl Fotograf*innen als auch wunderschöne, einzigartige Modelle zusammengefunden haben.

Ich empfand sie auf den ersten Blick als perfekt für meine Idee. Die untergehende Sonne schien warm durch die alten Fenster des Wagens und verlieh den Bildern diese unverwechselbare, goldene Stimmung. Dabei entstanden Bilder wie aus einem Film, aus einer anderen Zeit. Den 60er Jahren eben.

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6 Kommentare

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  1. Blogartikel dazu: Julia | 07.2016 – Julia Dyckerhoff

  2. sehr cool! Oldtimer Shootings sind ja immer wieder gefragt – hatte mir schonmal überlegt alle Anbieter in Deutschland raus zu suchen die gerne mit Fotografen kooperieren – habe aber kein Blog oder so wo man das veröffentlichen könnte.

    Kann man auch über euch dann etwas Öffentlich machen? sozusagen als: Gast Autor?