05. Oktober 2016 Lesezeit: ~ 3 Minuten

Walkstool – Ein Stuhl zum Mitnehmen

Nachdem ich sieben Stunden durch die Messehallen beim Besuch der Photokina gelaufen war, blieb ich etwas länger am Stand der schwedischen Firma Walkstools hängen. Vor allem wegen der unterhaltsamen Vorführung des Mitarbeiters, der in Sekunden die verschiedenen Sitzmöglichkeiten dieses Hockers präsentieren kann, aber auch wegen meiner schmerzenden Füße. Das Wort Stuhl klang plötzlich wie der ultimative Luxus..

Was macht überhaupt ein Stuhl zwischen Kameras, Stativen und Fototaschen?, werden sich einige fragen. Ja, durchaus eine berechtigte Frage und ich habe etwas länger überlegt, ob ich den Walkstool hier vorstellen soll, der auf den ersten Blick wenig mit Fotografie zu tun hat. Aber jeder, dem ich das kleine Wunderding bisher gezeigt habe, war begeistert, also enthalte ich ihn Euch auch nicht vor.

Klappstuhl im Vergleich zum Reisestativ

Zusammengefaltet sieht der Stuhl aus wie ein Reisestativ und man kann ihn auch ebenso leicht an einem Kamerarucksack befestigen. Er lässt sich schnell und einfach aufklappen und wird dann zu einem dreibeinigen Hocker. Zunächst wirkt das Ganze etwas wackelig, aber das Eigengewicht gibt ausreichend Halt beim Sitzen.

Die besagte Vorführung des Mitarbeiters gibt es auch in einem Youtubevideo zu sehen. Hier sieht man auch, wie er den Hocker nicht ganz ausfährt und als einbeinige Variante mit niedriger Sitzhöhe verwendet. Bei ihm sieht das wunderbar einfach aus, aber das Nachahmen empfand ich als weniger bequem und würde es nicht unbedingt weiterempfehlen.

Voll ausgefahren macht der Hocker für mich aber absolut Sinn, besonders für Fotografen, die viel unterwegs sind, für Outdoorfotografen, die auch mal länger auf das passende Licht warten müssen und sich dann nicht auf den kalten oder gar nassen Boden setzen möchten.

Ich selbst habe zum Testen die Komfort-Variante mit 55 cm Höhe bekommen. Zudem gibt es ihn noch in drei weiteren Höhen, die entsprechend der eigenen Körpergröße ausgewählt werden sollte. Die Komfortvarianten kosten je nach Anbieter und Größe zwischen 85 und 125 €.

Um einiges günstiger davon kommt man mit der Basic-Variante des Stuhls, die es in zwei verschiedenen Höhen gibt. Die Basic-Hocker kosten zwischen 40 und 55 €. Sie unterscheiden sich von der Komfortvariante durch ein anderes Material des Sitzes und härtere Gummienden an den Beinen. Beim kurzen Sitzen konnte ich keinen Unterschied zwischen beiden feststellen, aber bei längerer Nutzung wird der Komfort-Hocker wahrscheinlich seinem Namen gerecht.

Die Hocker wiegen je nach Ausführung zwischen 650 und 930 g, sind also auch hier wieder gut mit einem Reisestativ vergleichbar. Am besten, Ihr probiert sie selbst einmal aus, zum Beispiel bei Globetrotter. Alle Wiederverkäufer in Deutschland findet Ihr hier. Natürlich gibt es ihn auch auf Amazon als Basisvariante und Komfortvariante .

Ein Auto auf Hockern

Dieses Werbebild musste ich Euch noch zeigen, denn es hat mich schon auf der Messe zum Lachen gebracht. Für den Fall, dass Ihr vorhabt, Euer Auto auf den Hocker zu stellen, kauft also am besten direkt sieben Stück. Das nächste Mal gibt es dann wieder einen Testbericht zu einer Kamera, einem Objektiv oder Ähnlichem bei uns. Versprochen.

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9 Kommentare

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  1. Moin aus Hamburg ! Habe solch einen Stuhl, er nennt sich Jagt sitzstihl, habe die hin vor zwanzig Jahren gekauft. Er ist aus Leder und hat Holzberge. Möchte ihn nicht missen,nehme ihn für Langzeitaifnahmen. Kann mir hin nur Empfehlen. L. G . Wolfram

  2. Ich sags ja nur ungern, aber auf den ersten Blick hat mich das doch gleich an die altbewährten Anglerhocker erinnert… Auch Dreibeine, faltbar, klein, leicht – und kosten normalerweise n Appel und n Ei…

  3. Ist ja witzig…
    am gleichen Stand habe ich mir auch einen 55cm Comfort gekauft. Hat da unschlagbare 40 € gekostet. Unterschied zu den Basic Modellen ist noch der, das die Basic Modelle Made in China sind, und die Comfort Modelle Made in Sweden, und wie bereits geschrieben, aus besserem Material sind.

    Gruß Stefan Crass