16. September 2016 Lesezeit: ~4 Minuten

Filmentwicklung leicht gemacht – Eine Umfrage

Die Heimentwicklung von Filmen ist zeitintensiv, aufwändig und bringt oft unvorhersehbare Ergebnisse mit sich – insbesondere, wenn es sich um Farbfilme handelt. Trotz allem liegt ein unvergleichlicher Reiz darin, selbst mit den Chemikalien zu hantieren und als Ergebnis ein entwickeltes Negativ in den Händen zu halten.

Bisher musste die Chemie in der Spüle oder auf dem Herd erhitzt werden, der Film in kompletter Dunkelheit in den Tank gelangen und anschließend ständig in Bewegung gehalten werden. „Genug davon!“, dachte ich mir vor rund einem halben Jahr und machte mich auf die Suche nach einer Lösung, um künftig Farbfilme ganz unabhängig vom Postweg zu professionellen Laboren schnell und zuverlässig selbst zu entwickeln.

Entwicklungsdosen bei RotlichtEntwicklungbehälter in der Spüle

Und so begann ich, mich mit Tauchsiedern, Babykostwärmern und Induktionsplatten zu beschäftigen, erprobte durch Papier- und Schaummodelle den optimalen Ablauf, die Anordnung der Bestandteile und befasste mich schließlich damit, die passenden Ästhetik zu finden – ein Zwischenspiel aus Labor und Wohnzimmer, eine Verschmelzung von analog und digital.

Modell eines EntwicklungstanksSkizzen

Das Ergebnis ist eine Komplettlösung, die für Farb- und Schwarzweißfilme in 35 und 120 mm verwendet werden kann. Alle Chemikalien sowie der Tank werden präzise und ganz ohne Kabelgewirr oder nasse Flaschen erhitzt. Für Kleinbildfilme ermöglicht ein integrierter Tageslichttank die Entwicklung auch in hellen Umgebungen, fernab jeder Dunkelkammer. Die Filmbewegung innerhalb des Tanks wird durch einen Motor übernommen, der von einem Mikroprozessor gesteuerten ist. Diese Kombination sorgt für eine verlässliche Negativentwicklung in Laborqualität.

Geröt mit drei braunen Flaschen

Ein Film wird eingelegtEine Flüssigkeit wird eingefüllt

Zu Beginn des Vorgangs wird die Spule auf den Filmtyp angepasst, der Film eingelegt, befestigt und aus der Datenbank eine Zeitvorwahl getroffen. Anschließend wird der Film automatisch aufgespult und durch einen Schnitt von der Dose abgetrennt – nach etwa 15 Minuten erreichen die Chemikalien die Prozesstemperatur. Durch das Interface wird man durch alle notwendigen Schritte geleitet, wie zum Beispiel das Ein- und Ausgießen in den Tank oder das abschließende Wässern. Zum Schluss wird der Film mit den in der Station integrierten Klammern zum Trocknen aufgehängt.

Gerät mit DisplayWasser wird von einem Tank zurück geschüttet
Klammern für NegativeWässern eines Negativs

Die Erwärmung der Chemie erfolgt durch Kupferelemente, die durch mehrere in die Station integrierte Heizplatten erhitzt werden. Ein Magnetrührer unterstützt die exakte Temperaturmessung des Sensors. Die Datenübertragung aus den Flaschen sowie die Stromversorgung des im Tank verbauten Motors erfolgt über Federstifte.

Flasche zur ErwärmungGerät mit Kupferplatte

Die Weiterverarbeitung des perfekt entwickelten Negativs übernimmt ein kleiner Scanner, er liefert die erforderliche Qualität für Online Postings oder kleine Ausdrucke im Format 10 x 15 cm. Ein integriertes Messer schneidet den Film softwaregesteuert akkurat zwischen den belichteten Bereichen, um ihn danach sicher und unkompliziert aufbewahren zu können.

Gerät zum Schneiden von Negativen

Ich würde mich freuen, wenn ich durch meine Arbeit zum Fortbestand der analogen Fotografie beitragen und mehr Menschen zur Heimentwicklung motivieren könnte. Da die Weiterentwicklung jedoch mit großem Aufwand verbunden ist, würde ich mich sehr über Gedanken von Euch freuen, um den richtigen Weg einzuschlagen.

Was hat Euch bisher davon abgehalten, selbst zu entwickeln und wären diese Hindernisse durch die Anschaffung eines solchen Gerätes überwunden? Was müsste zusätzlich passieren, damit ihr mehr analog fotografiert und selbst entwickelt? Käme die Anschaffung eines solchen Gerätes generell in Frage und wie viel wäret Ihr bereit, dafür auszugeben?

Mehr Details zum Projekt und einen Newsletter gibt es auf der Projektwebseite oder auf Behance zu finden.

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49 Kommentare

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  1. na das ist doch mal eine feine Sache.
    Sieht super aus, womit dann meine Entwicklungsumgebung sauberer werden würde.
    Jetzt fehlt nur noch die Bezugsquelle und der Preis.

    Ich denke so ein sauberes System kann viele Analogiker und Lomos dazu bewegen, wieder oder weiterhin selber seinen Film zu entwickeln.
    Ein Ding auf das die Welt wartete.

  2. Hey Thomas,
    ich überlege gerade mich (wieder) mit der analogen Fotographie zu beschäftigen. Da kommt man natürlich unweigerlich früher oder später auf die Fragen der Filmentwicklung zu sprechen. Dein Entwurf hat schon was für sich, ich habe keinen Raum den ich als Dunkelkammer umfunktionieren könnte. Ich würde wohl so etwas kaufen, aber wie immer ist es eine Preisfrage. Deswegen würde ich die Scannereinheit weglassen, viele Leute die im analogen unterwegs sind haben schon ein Scanner, oft wirklich gute Teile. Und bei den Klammern bin ich mir auch nicht ganz Sicher ob man die wirklich braucht. Was ich sagen möchte: möglichst viel weglassen was nicht für die chemische Entwicklung notwendig ist.
    Schönes Projekt
    LG Momo

  3. Also an sich eine super Sache! Für mich wären einige Fragen offen. Ist es möglich das Einspulen von Hand zu übernehmen und das Schneiden weg zu lassen und nur das Scannen zu nutzen?
    Beim Schneiden hätte ich Sorge, dass vermeintliche Fehlbelichtungen (wie sie in der Kunst mal auftauchen können) zu einem falschen Schnittergebnis führen. Und wie es auf der Abbildung aussieht, werden 4’er Streifen geschnitten? Denn für die Negativaufbewahrung ist ja eine Länge von 6 Negativen pro Streifen ideal.

    Das Scannen wird als Möglichkeit zur Webpublikation genannt – d.h. gibt es technische Daten zur Scanqualität? Oder Beispiele?

    Und mit welchen Chemikalien / Prozessen wäre solch ein Gerät voreingestellt? Gibt es Abwandlungsmöglichkeiten von Zeiten oder nur feste Programme?

    Ich bin panisch wenn es um meine Filme geht. Sollte das Gerät – warum auch immer – einen Fehler machen würde ich es an die Wand werfen. Da mache ich lieber selbst den Fehler…

    Ich denke solch ein Gerät ist äußerst hilfreich!
    Ich bin gespannt :)

    • Die offenen Fragen kamen mir genau so in den Sinn. Eine Methode, um das lästige saubermachen nach der Arbeit zu ersparen ist natürlich toll. Da ich aber selber vergrößere, ist für mich beispielsweise die Scanfunktion schon nicht mehr von Interesse. Und in schwarz-weiß ist auch die Präzision nicht ganz so entscheidend. wichtiger sind da die Manipulationsmöglichkeiten.

      • Danke für dein Kommentar! Für SW-Entwicklung ist die Erhitzung selbstverständlich nicht ausschlaggebend. Erleichtert werden würde der Prozess trotzdem durch eine Komfortable Datenbank der Zeiten, das Einspulen ohne Sack/Dunkelkammer, die gleichmäßige Bewegung innerhalb der Chemie sowie die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.
        Freiheit zur Manipulation hast du bei einer manuellen Eingabe der Zeit und Temperaturvorwahl.

    • Danke für dein Kommentar!
      Der Momentane Stand ist lediglich ein Konzept – Der Scan wird über eine Software gesteuert, welche eine Vorschau des Negatives ausgibt und dem Nutzer die Möglichkeit bietet, die Schnittmarken bei bedarf manuell anzupassen. Ob 4 oder 6 Bilder ist hierdurch jedem selbst überlassen :)

      Das selbe betrifft auch die Scanqualität – das bisherige Konzept schließt ein kompaktes/günstiges Gerät mit ein, um schnell einen Blick auf die Ergebnisse zu bekommen und weiter zu verarbeiten.
      Leider ist ein qualitativ sehr hochwertiger Scan auch mit erheblichen Mehrkosten verbunden –
      Somit würde dem Nutzer freistehen auf eine günstige, jedoch auf ca. 10×15 begrenze Qualität zu setzen, oder sich einen eigenen Scanner in der benötigten Preisklasse anzuschaffen.

      Das Gerät ist für die Entwicklung des C41 Prozesses entwickelt worden. Über das Interface besteht die Möglichkeit entweder auf vom Hersteller empfohlene Zeiten aus der Datenbank zurückzugreifen oder eine manuelle Zeit und Temperaturwahl vorzunehmen und somit alle Freiheiten zu genießen.

      Genau an dem Punkt der Ungewissheit spring das Gerät ein ;) Die Gefahren durch falsche Temperaturen/Zeiten/das Einspulen in den Tank, werden hiermit vermieden. Dies Bedeutet, wenn die richtige Zeitvorwahl durch den Benutzer getroffen wurde ist die perfekte Entwicklung sichergestellt.

  4. Wow das ist wirklich bemerkenswert. Sieht nach sehr viel Entwicklungsarbeit aus. Aber das Resultat ist rein optisch sensationell. Ich habe mich immer vor der analogen Fotografie gescheut, vor allem auch wegen der Entwicklung der Filme. Allerdings habe ich zwei schöne alte 35mm Kameras, die ich schon lange mal ausprobieren wollte. Mit mir hättest du definitiv einen Interessenten an diesem Minilabor. Wirklich toll Arbeit. Ich bin begeistert und würde mich über ein Review inkl. der Ergebnisse freuen.

  5. Für meine SW Entwicklung sehe ich keinen Vorteil durch Automatisierung. Nicht nur für jeden Filmtyp, sondern auch für jeden Entwickler, jede Verdünnung, für Push und Pull Entwicklungen müssten die Einstellungen geändert werden. Da vermute ich, dass es händisch schneller geht.
    Für Dia und Farbnegativfilme wäre es schon interessanter. Hier wären aber der Preis und Platzbedarf das entscheidenden Argumente. Immer mal wieder stoße ich auf Angebote für gebrauchte Entwicklungsautomaten wie das Jobo ATL 3 Autolab. Hier schreckt mich zum einen der Footprint des Geräts ab (kein Weg, dass ich so einen Klotz in unserer Wohnung unterbringe). Zum anderen könnte ich bei einem Anschaffungspreis um die 1000 € 150 – 200 Farbfilme im Fotolabor meines Vertrauens entwicklen lassen. Das entspricht meinem Farbfilm-Durchsatz von mehreren Jahren.
    An der Scan-Lösung hätte ich kein Interesse. Hier verwende ich für KB-Filme einen Reflekta RPS 7200, der mit seinem Filmtransport einen kompletten Film ohne weiteres Zutun in hoher Qualität scannt.
    Eine Sache, an der ich wirklich großes Interesse hätte, wäre eine gute und erschwingliche Lösung für das staubfreie Trocknen von Filmen in den eigenen vier Wänden.
    Viele Grüße,
    David

    • Wenn’s nur das ist… dafür gibt es doch schon seit ewig solche „Kleidersäcke“, in die man die Filme hängt und dann zu macht. Wenn man das denn braucht….
      Ich mache das seit jeher im Heizungskeller. Nachdem der Film gewässert wurde mit der Filmzange gut abstreifen und dann einfach aufhängen. Hatte wirklich in dieser Hinsicht noch nie Probleme. Sollte halt ein Raum sein, in den nicht ständig einer rein und raus läuft.

    • Hi David,

      ich arbeite seit Jahren mit dem Filmtrockner „Durst UT 100“. Ein elektrischer Filmtrockner, der nicht mehr gebaut wird. Die elektrische Filmtrocknung nutze ich nicht. Die Gefahr ist zu groß, dass die Filme spröde werden und die Schicht bricht. Die Filme hängen über Nacht in dem Kunststoff-Sack und sind so vor Staub geschützt. Ein langsames Trocknen ist angebrachter als eine unkontrollierte Hitze von oben.

      Tipp: Nach dem Wässern lege den Film für eine Minute in destilliertes Wasser mit 2ml Mirasol. Danach hänge ihn in den Durst UT 100. Benutze keine Abstreifzange und Finger. Blase dicke Tropfen vorsichtig mit dem Mund an den Rand.

      Trockne Grüße von Harald

    • Dank für dein Kommentar. Hilfreich für die Entwicklung von SW Filmen ist trotz der relativen Temperaturunempfindlichkeit, das Einspulen ohne Sack/Dunkelkammer, eine gleichmäßige Bewegung innerhalb der Chemie, sowie in ersten Linie die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.
      Der Vorteil durch die Integrierte Datenbank ist die Anpassung und Erstellung von Zeitpresets – d.h hast du einmal eine Einstellung gefunden, möchtest aber beim nächsten Film pushen, genügt die simple Abänderung des zuvor benutzen Presets nach deinen Wünschen.
      Das es sich momentan um einen Konzeptstand handelt ist der Preis noch schwer einzuschätzen, wird sich aber sehr deutlich unterhalb der von Jobs angebotenen Geräte befinden.

  6. Idee und Design sind genial. Ich denke, dass hier eine Rotationsentwicklung der Filme in Betracht kommt. Da habe ich meine Zweifel in Bezug auf die Entwicklungsqualität. Ist der Scanner optional oder kann ich auf ihn verzichten, denn ich möchte wahlweise den Film nach belieben weiter bearbeiten können. Auch das Schneiden der Film möchte ich selbst machen können. Stelle sich natürlich auch die Frage, was das Gerät kosten soll.

    • Richtig, der Film wird innerhalb des Tanks vertikal rotiert und benötigt deshalb auch deutlich weniger Chemie. Ich habe mit einigen Fotografen gesprochen, welche auf diese Technik zurückgreife und konnte hierbei keine Nachteile in der Qualität erkennen. Der Scanner kann hierbei ein Zubehör sein, falls dieser nicht benötigt wird. Der Preis ist momentan schwer zu kalkulieren, wird sich aber im unteren dreistelligen Bereich befinden.

      • Also was man so liest hat die Bewegung des Films beim Entwickeln schon einen Einfluss auf des Ergebnis, z.b. hier: https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de/sw-fotografie/perfektes-negativ/18-negativentwicklung.html (3.2.3 und 3.2.4) Ich persönlich konnte es allerdings noch nicht ausprobieren, weil ich keine Rotationsmaschine habe. Ideal wäre es, wenn man den Tank rausnehmen und selber schwenken kann, wenn man will, dann geht es für jeden. Ich hab mal so einen Timer programmiert, der nach vorheriger Einstellung des Rhythmus dir anzeigt wann du kippen musst. Das ist ganz praktisch, und sowas könnte man da ja auch einbauen. Nur so als Idee :)
        Super Gerät übrigens, sieht bestimmt auch ganz schnieke bei denen im Wohnzimmer aus, die keine extra Dunkelkammer haben. Und dass ein Scanner dabei ist ist ja auch ganz gut um schnell zu beurteilen, ob es sich lohnt Abzüge zu machen.

  7. Ich entwickel schwarz/weiß manuell und scheue mich aus genannten Gründen vor der Entwicklung von Farbfilmen. Ein solcher Automat wäre, vor allem weil er so kompakt ist und die Möglichkeit zum Scannen hat, eine Bereicherung. Besonders wertvoll wäre diese Erfindung, wenn 120er Filme auch gescannt werden dürfen.

    Gerne würde ich bei dem Projekt auf dem Laufenden bleiben.

  8. die idee und auch die umsetzung sind natürlich klasse, ohne frage.
    das letzte gleich am anfang: was soll der spaß kosten? dazu konnte ich leider nirgends etwas finden oder bin ich doch zu blind?
    des weiteren, mir ist noch nicht klar, wie es beim mittelformat mit dem gerät, mit/ohne spule und so gehen soll?
    des weiteren wäre für mich der scanner unwichtig, weil ich einen habe und nur scanns fürs web wäre mir dann doch zu wenig. also: den scanner benötige ich nicht.
    wenn der TAS Filmprozessor nicht so schweinisch teuer wäre, hätte ich schon längst einen, denn digibase bietet den C41-entwickler auch für 20° an, und die erzielbaren Ergebnisse sind für mich ausreichend, nur die entwicklungszeit ist etwas mühsam, so daß ein automatisierter ablauf sehr schön wäre.

    • Danke für das Lob:
      Du hast nichts überlesen, das ganze ist jedoch noch im Konzeptstatus, sprich die Herstellung- und Kostenkalkulation muss erst noch erfolgen. Das ganze ist auch sehr von der Losgröße abhängig, deshalb soll das Feedback auf den Artikel eine Erste Grundlage hierfür bieten.
      Ein 120er Film wird wie bisher im Dunkeln händisch aufgespult und in den Tank eingelegt, danach ist der Vorgang identisch mit dem für Kleinbild.
      Ob 38, oder 20° könntest du natürlich frei einstellen :)

      • Danke. Unter den dann gegebenen Umständen wären ja auch wieder die 38° möglich, was sich positiv auf die kürzere Entwicklungszeit auswirkt.
        38 oder auch 30° sind mir, auch im Wasserbad, händisch zu fummelig, weil mindestens ein Auge immer aufs Thermometer starren muß, da ist die 20°-Variante eindeutig im Vorteil. Dafür dauert es natürlich.
        Da ich nicht mehr der Jüngste bin, hoffe ich, daß ich ein positives Ergebnis noch erlebe. :-))
        bis dahin fasse ich mich in Geduld…

  9. an sich eine gute idee. noch besser wäre, wenn der scanner nicht nur für onlinepostings taugen würde. aber selbst wenn das gerät perfekt wäre, würde ich persönlich die entwicklung und das scannen lieber weiterhin meinem fachlabor überlassen. denn die sterben leider aus, wenn jeder alles selbst macht.

  10. Was mich darin hindert selbst zu entwickeln, vor fast 50 Jahren habe ich damit angefangen, viel mit Chemie experimentiert, war spannend und für den, der es nicht kennt sicher spannend und auch lehrreich. Vor 10 Jahren habe ich dann mein komplettes Farblabor verkauft, mit digitaler Photographie und Photoshop bekomme ich durch die direkte Kontrolle die Ergebnisse, die ich mir vorstelle, sofort. Und nur darauf kommt es mir an. Vor kurzem habe ich mal wieder mit Photogrammen analog gespielt, auf altem Photopapier und mit Pflanzensäften, dann aber so richtig analog, alles händisch und nicht mit automatisierten Entwicklungsmaschinen.

  11. Das finde ich prinzipiell Interessant, weil ich eben im Begriff bin, analog zu beginnen. Allerdings steht bei mir eher SW auf dem Plan, weshalb ich bei der Entwicklung eher auf Flexibilität achten wollen würde.

    Sollte das Teil für unter 100€ oder unter 150€ mit einem Satz Flüssigkeiten (wahlweise Farbe / SW) auf den Markt kommen, wäre ich interessiert.

  12. Interesse? Auf alle Fälle. :)
    Preislich wäre solch ein Gerät bis 299,-Eu interessant.
    Bis 150,- sofort gekauft. Darüber müsste ich halt zwei Monate sparen.

    Ich hoffe das Projekt kann zu einem ansprechendem Preis realisiert werden.
    Toi toi toi…

  13. PS.: Interessant ist auch die Frage, wer den Scanner braucht. Ich bräuchte den Miniscanner nicht, da ich bestens aufgestellt bin.
    Der Scanner sollte als Option angeboten werden, so dass der Entwickler selbst zu einem attraktivem Preis angbote werden kann.

  14. Hej,

    find ich super.
    Handlich, praktisch, und für Farbe sehr interessant …
    Scanner muss nicht sein, schadet aber sicher nicht, um einen schnellen Überblick on Screen zu haben. Oder vielleicht als Addon ’ne Lupe + Leuchtfläche zum Begutachten der Negative?

    Bin gespannt, wie es damit weitergeht …

    Greets

  15. Sieht sehr edel aus. Im Prinzip ist es eine alte Rondinax, die bei mir heute noch im Gebrauch ist.
    Der Scanner sollte als Option erhältlich sein. Da ich nur schwarz/weiß entwickelt, bräuchte ich die Heizungen nicht. Was wäre es mir wert? Wenn es so wertig ist wie es ausschaut, fände ich 150€ angemessen.

  16. wow, das ding ist ja der hammer!
    also ich finde, die filmentwicklung an sich reicht schon, da muss nicht mehr gemacht werden.

    ich waere bereit, 100-200 euro dafuer zu zahlen… ob das deinen aufwand dafuer rechtfertigt, kann ich nicht sagen

  17. Ein tolles Projekt! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Nachfrage sehr positiv ausfallen wird. Ich entwickle nur S/W selbst und würde mich freuen, auch Farbe selbst steuern zu können. 120er Filme wären auch für mich besonders interessant. Einen Scanner besitze ich schon, aber die Idee mit der Lupe und Leuchtpult von Jörg finde ich super. Es könnte vielleicht interessant sein, wenn es verschiedene „Pakete“ gibt, in unterschiedlichen Preisklassen. Ob das machbar ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.
    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass sich dein Konzept gut umsetzen lässt und halte die Ohren auf, wie es sich weiter entwickeln wird.

    • Danke dir! Die Idee mit den verschiedenen Paketen werde ich mir durch den Kopf gehen lassen.
      Wärst du der Meinung, dass zusätzlich zu einer Variante ohne Scanner auch eine Variante nur mit dem Entwicklertank bzw. mit der Erwärmung der Chemikalien interessant wäre?

      • Bestimmt. Analog zu fotografieren macht so viel Spaß und der Trend ist parallel zum digitalen auf jeden Fall da. Er wächst stetig. Wenn es einen so raumsparenden Entwicklertank gibt, der einem die Tüftelei so sehr vereinfacht, gibt es sicher einige, die Feuer und Flamme mit dem „Basis Paket“ sind und die Scheu vor dem Entwickeln bzw. auch vor der Farbentwicklung verlieren. Apropo raumsparend, vielleicht hast du ja zukünftig auch noch eine Idee für den nächsten Schritt, die Negative auf Papier zu belichten.

  18. Eine fantastische Entwicklung! Solides Design, durchdachte Funktionalität. Würde bestimmt so einigen das Analoge wieder schmackhaft machen! Wäre toll, wenn meherere „Ausführungen“ angeboten werden: mal ein Set ohne Scanner (werden eher nur wenige brauchen), mal eine günstigere Version ohne der nur für den Farbfilm relevanten Funktionen (ich und bestimmt viele anderen wären z.b. an so einer puren s/w Station interessiert). Nicht zu vergessen die „Infrastruktur“ – Ersatzteile, nachzukaufende Komponente (z.B. ich wäre an weiteren Flaschen für die anderen Lösungen interessiert, damit man nicht permanent mit dem Umfüllen beschäftigt ist) usw. Der Preis im unteren dreistelligen Bereich klingt schon gar nicht so schlecht, eine günstigere s/w Version wäre ideal.

    Wird das Projekt auf Kickstarter gehen?

  19. Ein großartiges Projekt! Sowohl optisch ansprechend als auch (im Konzept) funktional durchdacht. Wie für viele andere wäre auch für mich der Scanner deutlich weniger interessant als der Entwicklungsprozessor. Sollte der mit den skizzierten Features im „niedrigen dreistelligen“ Eurobereich realisierbar sein, wäre ich auf jeden Fall dabei – um die 300€ wäre mir das mindestens wert. Ob das gemessen an den Entwicklungs- und Herstellungskosten rentabel ist, weiß ich nicht.
    Danke für die Mühe!
    Und Grüße, Uwe

  20. Richtig klasse Idee!!
    S/W zu Hause entwickeln geht ja relativ easy, aber das hier würde wirklich alles so unglaublich vereinfachen! Vor allem wenn ich da bei Produktentwicklung in Kits Denke (Gerät Solo, Scanner Solo, Kit S/W, Kit E-6, Kit C-41). Zumal einige ja auch selbst vergrößern, während andere evtl. die Laborarbeit Profis überlassen und nur gute Scans wollen.

    Ich denke daher, dass gerade auch der Scanner alleine großen Absatz finden könnte. Farbentwicklung kostet ja für Einsteiger/Amateurfotografen in der Drogerie nicht viel, was den Absatz des Entwicklers evtl. einschränken könnte. Aber die Qualität von gescannten Abzügen aus der Drogerie ist nicht wirklich brauchbar!

    Wie weit ist der Scanner in der Entwicklung? Eine Möglichkeit für Mittelformat Film wäre dann denke ich auch hier sinnvoll..
    Das Design ist auf jeden Fall klasse. Funktional, schlicht, einfach top!

    Würde mich freuen, mich irgendwie beteiligen zu können, vielleicht eine Kickstarter Kampagne o.Ä.? Vll in Kooperation mit dem Impossible Project, der Lomographischen etc.?

    Viele Grüße,
    Fabian

  21. Aber hallo! Das sieht echt toll aus. Habe mit 16 Jahren angefangen zu fotografieren. Mit Nikon, Topcon und Mamiya 645. Bei meinem Vater war ich im selbstgebauten Labor immer am entwickeln meiner Schwarz-Weiss-Filme. Lange ist es her. Heute bin ich 55 Jahre und habe mir wieder eine Mamiya 645 angeschafft. Möchte gerne s/w wieder selber entwickeln. Und da finde ich Deine Komplett-Lösung eine tolle Sache. Wird sicher viele analoge Fotofreunde begeistern. Wann wird man so etwas kaufen können?