30. Dezember 2014 Lesezeit: ~4 Minuten

10 verblüffende Foto-Fakten

Die Fotografie überrascht uns immer wieder und im Laufe unserer Arbeit entdecken wir oft lustige und interessante Fakten, die wir Euch heute einmal gesammelt vorstellen. Ihr habt auch etwas Verblüffendes über die Fotografie in Erfahrung gebracht? Dann ergänzt unsere kleine Liste gern in den Kommentaren.

1. Es ist möglich, Filme mit Urin zu entwickeln

Diesen Fakt hat Dennis Skley für uns überprüft und in einem äuserst amüsanten Gastartikel festgehalten. „Peenol“ hat er die Technik getauft und wir hindern selbstverständlich niemanden daran, sie selbst einmal auszuprobieren. Wem bei dem Gedanken gerade einige Schauer überkommen: Es geht auch mit Bier, Wein und Kaffee.

2. Unglaublich viele Fotos

Wie viele Fotos am Tag gemacht werden, lässt sich natürlich kaum überprüfen, aber wie viele davon ins Internet hochgeladen werden, lässt eine ungefähre Schätzung zu. Auf Facebook werden jede Sekunde circa 3000 Fotos hochgeladen, das sind 259 Millionen Fotos am Tag. Instagram zählt täglich 20 Millionen neue Bilder. Das sind die beiden Dienste, von denen es aktuelle Angaben im Internet gibt. Gehen wir noch davon aus, dass einige Nutzer Bilder sowohl auf Facebook als auch auch Instagram zeigen und ziehen diese doppelten ab und legen die der unzähligen anderen Bilderdienste drauf, dann kommen wir auf… ach, es sind einfach unglaublich viele.

3. Mehr Facebookbilder als Fotos in der US Library of Congress

Auf Facebook gibt es 10.000 Mal mehr Fotos als in der US Library of Congress, die die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika seit ihren Anfängen dokumentiert.

4. Das erste Foto der Welt

Wann und von wem das erste Foto der Welt gemacht wurde, lässt sich nicht herausfinden, aber das älteste erhaltene Foto zeigt einen Blick aus dem Arbeitszimmer von Joseph Nicéphore Niépce. Mehr darüber und weitere erste Fotos findet Ihr in diesem Artikel von uns.

5. Versteckte Mütter in viktorianischen Portraits

Was macht man, wenn man ein schönes Kinderportrait möchte, aber die Belichtungszeiten zu lang und die Kleinen zu ungeduldig sind? Man setzt sie auf den Schoß ihrer Mutter, die sie beruhigt und festhält. So weit so gut. Die viktorianischen Fotografen vollendeten ihre Idee jedoch und bedeckten die Eltern mit Tüchern oder Decken, was heutzutage sehr skurril wirkt. Wir haben in diesem Artikel bereits darüber berichtet.

6. Das teuerste Foto der Welt

Erst kürzlich wurde die bisher teuerste Aufnahme „Rhein II“ des deutschen Fotografen Andreas Gursky, die 2011 bei einer New Yorker Auktion den Rekordpreis von 3,1 Millionen Euro erzielte, abgelöst. Und zwar vom Bild „Phantom“ von Peter Lik, das eine Schwarzweiß-Aufnahme des Antelope Canyon ist. Da der Käufer anonym bleiben möchte und der Verkauf nicht über eine Auktion ging, ist sie schwer zu verifizieren. 6,5 Millionen US-Dollar sollen gezahlt worden sein.

7. Die teuerste Kamera der Welt

Bleiben wir beim Geld. Die teuerste Kamera ist -, wer hätte es gedacht – eine Leica. Das Auktionshaus Sotheby’s versteigerte ein von Jonathan Ive und Marc Newson designtes Einzelstück 2013 für 1,8 Millionen Dollar. Noch etwas teurer war eine Leica-Kamera von 1923 mit der Seriennummer 116, die für 2,16 Millionen Euro den Besitzer wechselte. Beide Kameras ein Schnäppchen, sieht man noch einmal auf Punkt 6.

8. Die größte Kamerasammlung der Welt

Dilish Parekh aus Mumbai steht mit seiner Kamerasammlung im Guinnessbuch der Rekorde. Er sammelt seit 1977 und nennt 4.425 antike Kameras sein Eigen. Wir würden gern einmal zum Tee vorbei kommen. Nur zum Gucken, natürlich.

9. Blendenöffnung des menschlichen Auges

Unsere Augen können, umgerechnet in Blendenzahlen, zwischen f/8.3 in sehr hellem Licht und etwa f/2.1 im Dunkeln sehen.

10. Hasselblad auf dem Mond

Ihr wünscht Euch eine Hasselblad? Zwölf Stück des Modells Hasselblad 500 EL liegen auf dem Mond rum, Ihr müsst sie nur holen. Sie wurden bei den Apollo-Missionen zurückgelassen, um Platz und Gewicht zu sparen.

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11 Kommentare

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  1. Zum Thema digitale Bilderflut habe ich kürzlich selbst recherchiert, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die (künstlerische) Qualität:

    http://www.lukas-gawenda.de/versinkt-die-qualitaet-in-der-digitalen-bilderflut/

    Dabei finde ich besonders erstaunlich bzw. schockierend, dass etwa 10 Prozent ALLER Fotos in den letzten 12 Monaten aufgenommen wurden. Man schätzt, dass heute etwa alle zwei Minuten so viele Bilder geschossen werden, wie die gesamte Menschheit in dem Zeitraum von 1826 bis 1900 aufgenommen hat.

    Im Gegensatz dazu, ist Jim Brandenburgs Experiment, jeden Tag nur ein Foto zu machen, eine wirkliche Herausforderung – wie sich gezeigt hat, aber eine durchaus sinnvolle und lohnenswerte ….

    Viel Freude beim Lesen,

    Lukas

  2. Und ich dachte immer das menschliche Auge ist der Technik weit voraus. Weit gefehlt. Blende 2.1 – 8.3. Die Linse ist ja nicht gerade ein Verkaufsschlager. Aber vielleicht soll uns das ja auch sagen, dass die Evolution sich dabei etwas gedacht hat. Fragt sich dann natürlich was?

  3. Das älteste Foto der Welt wurde viel früher gemacht. Als „Kamera“ diente ein abgedunkelter Raum mit einem Leinentuch auf der einen und einem Loch in der Wand (nach Außen) als Linse.

  4. Sehr interessant und auch heute immer noch beindruckend, finde ich das f0,7 Objektiv was im Film ‚Barry Lyndon‘ verwendet wurde …

    ‚Die spektakulären Bilder, die stark an Porträts aus der Zeit erinnern, sind es denn auch in erster Linie, für die Barry Lyndon bekannt ist. Um die Stimmung von Rokoko-Bildern authentisch wiederzugeben, drehte Kubrick einige Szenen vollständig bei Kerzenlicht, also ohne elektrische Beleuchtung. Möglich wurde dies durch die Verwendung eines extrem lichtstarken Objektivs (Planar 0,7/50 mm), das ursprünglich von Carl Zeiss für die NASA hergestellt wurde‘

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Barry_Lyndon#Hintergrund

    Das könnte vielleicht mit rein.

  5. Blogartikel dazu: #490: Sonntaglinks | Gedanken-Notizblog