20. Dezember 2014

Foto: Johannes Carolus


Mann schwimmt im Wasser. Perspektive von oben.

Fotolinks des Tages

1. Krypto-Fotografie im Aufkommen

Das Wort „Datenverschlüsselung“ ist heutzutage in aller Munde und die Sicherheit der eigenen Privatsphäre ist im Kontext der globalen Überwachung sehr gefragt. So drängt sich die Frage auf, ob Verschlüsselung nicht auch im Bereich der Fototechnik möglich ist. Einem Hacker mit dem Namen „Hickok“ ist es nun gelungen, einen Prototyp zu bauen, indem er Linux-basierte Firmware auf eine Samsung NX3000 spielte, die ein solches Unterfangen zulässt. Damit können nur Menschen, die das eingerichtete Passwort kennen, aufgenommene Fotos einsehen. Gerade im Bereich des investigativen Fotojournalismus kann eine auf diese Weise modifizierte Kamera verhindern, dass Behörden Fotos überprüfen können. Laut Hickok kann die Kamera gestohlen werden, Diebe gehen dabei jedoch leer aus. Ob die frei zum Download stehende Software auch auf anderen Kameras aus der Samsung-Reihe läuft, ist zum jetzigen Zeitpunkt ungeklärt. Dies dürfte nur eine Frage von (sehr) kurzer Zeit sein. → ansehen

+ Hackaday klärt die Frage, ob Fotos ohne Passwort kopiert werden können.

2. Rennomierte Foto-Editoren und Fotografen nennen wichtige Fotobände 2014

Fotobücher waren wohl noch nie so beliebt, wie 2014. Es ist also nicht verwunderlich, dass Best-Of-Listen auch dieses Jahr von Fotobuch-Listen dominiert werden. Die „Vogue Italia“-Fotoabteilung bat Fotografen, Editoren und Künstler, zwischen drei und fünf Fotobücher auszuwählen, die 2014 essentiell waren. Bei den Personen handelt es sich um anerkannte Persönlichkeiten wie den Magnum-Fotografen Peter Van Agtmael, TIME-Foto-Chefredakteur Mikko Takkunen, World-Press-Award-Juror David Campbell und viele andere. Somit erfreut sich diese Liste großer Relevanz und wird manchen Geldbeutel um ein paar Euro erleichtern. Was bei näherer Betrachtung etwas sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass Joel Meyerowitz nur zwei Bücher nennt, und prompt sein eigenes Buch empfiehlt. → ansehen

3. Woher kommt der Weihnachtsschmuck?

Mittlerweile wird wohl ein Großteil unserer Wohnungen mit Weihnachtsschmuck verziert sein. Doch wenn man gerade einen roten Stiefel in der Hand hält, könnte die Frage auftauchen, wo der denn eigentlich herkommt. The Guardian hat recherchiert und ist dem Weihnachtsschmuck auf die Schliche gekommen. 60 % des global genutzten Schmucks wird in einem Ort in China hergestellt, der 600 Firmen beherbergt und in dem hauptsächlich Migranten für 250 bis 380 € pro Monat 12 Stunden am Tag arbeiten. Unter welchen Umständen die Arbeiter produzieren, was wir uns in der Adventszeit an Türen, Fenster und Bäume hängen, und warum wohl mehr Chinesen den Weihnachtsmann als Jesus kennen, darüber informiert dieser ausführliche Artikel, der mit ein paar sehr deutlichen Aufnahmen einen Blick hinter die Kulissen des Weihnachtsfestes zulässt. → ansehen

+ Die chinesische Nachrichtenseite Sina News zeigt viele der vor Ort gemachten Fotos in höherer Auflösung.

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