24. September 2014 Lesezeit: ~4 Minuten

Eure Photokina-Erlebnisse

Jetzt häufen sich die Berichte über die gerade vergangene Fotomesse „Photokina“ auf den Blogs und Magazinen. Gefühlt war jeder zweite Fotograf vom 16. bis 21. September in Köln und ich möchte hier gern diese vielen verschiedenen Erfahrungen sammeln.

Deshalb würde ich mich freuen, wenn Ihr in den Kommentaren von Euren Photokinaerlebnissen berichtet. Ob Ihr nur einen Tag zu Besuch wart oder die gesamten sechs Tage mitgenommen habt, ob Ihr völlig begeistert seid oder die Photokina nie wieder sehen wollt – Erzählt von Euren Erlebnissen. Und um einen Einstieg zu schaffen, folgt nun zunächst mein eigener Bericht für Euch.

Ich sehe die Photokina grundsätzlich nicht ganz unkritisch, aber da ich in Bonn lebe und meine Anfahrt kaum der Rede wert ist, gehe ich doch alle zwei Jahre zumindest für einen Tag zur Messe. So auch dieses Jahr. Relativ unvorbereitet und ohne direkte Ziele fuhr ich am Donnerstag, den 18. September also Richtung Köln.

Im Vorfeld habe ich meine Witze gemacht, dass man mit dem Stichwort „Photokina“ in der Google-Bildersuche einen eher fragwürdigen Eindruck der Veranstaltung bekommt und kann sagen, dass ich an meinem Besuchstag zum Glück keine halbnackten Modelle sehen musste, die sonst gern als Testobjekte für die angepriesenen Kameras auf die Bühne gestellt werden.

Ganz im Gegenteil lief ich zunächst an einem kleinen Workshop von Calvin Hollywood vorbei, der dort einen ganz normal gekleideten Mann portraitierte und das Publikum mit einige Witzen, aber durchaus informativ unterhielt.

Schon in den letzten Jahren haben mich die kleinen Stände immer mehr angezogen als die großen Shows und so lief ich langsam durch die Hallen, schnappte mir bei Wacom einen großartigen Cupcake und hielt nach interessanten Dingen Ausschau.

Eines meiner kleinen Ziele war der Stand von Impossible, denn dort hatte man im Vorfeld angekündigt, einen Techniker vor Ort zu haben, der Sofortbildkameras kostenfrei repariert und ich habe ein Sorgenkind: Eine Polaroid 680. Er hätte sie auch ohne Weiteres repariert, aber das Problem meiner Kamera war leider kein kleines, sodass ich sie erst am nächsten Tag wieder hätte abholen können.

So begnügte ich mich damit, fasziniert die aufgeschraubten SX-70 zu betrachten und den Mann mit 40-jähriger Berufserfahrung bei seiner Passion zu beobachten.

Bei meinem nächsten Ziel wurde ich leider etwas enttäuscht. Der sonst so große und beeindruckende Stand von Lomography war nun gut versteckt in Halle 9 zwischen vielen anderen und um ein Vielfaches kleiner als gewohnt. Das tolle Petzval-Objektiv konnte ich mir hier dennoch ansehen, ebenso wie die Ende des Jahres erscheinende Lomo Instant.

Als meine Füße langsam nach Pause riefen, stellte ich fest, bisher kein einziges Foto gemacht zu haben. Überall liefen die Leute mit ihren umgehängten Kameras herum und es blitzte hier und da recht wild. Aber ich sah für mich einfach kein Motiv. Die Geräuschkulisse, die Wärme, meine schmerzenden Füße – das alles erzeugte in mir wenig Lust zum Fotografieren.

Zum Schluss sah ich mir noch einige der Ausstellungen an, wie den Deutschen Jugendfotopreis. Aber meine Aufmerksamkeitsspanne war leider schon stark gesunken und ich merkte, dass ich den Bildern gar nicht mehr gerecht werden konnte.

Insgesamt war es dennoch ein gelungener Tag. Einige nette Gespräche und zufällige Wiedersehen haben für mich dabei eine ausschlaggebende Rolle gespielt. Nächstes Mal dann vielleicht lieber doch zwei Tage und ein bisschen mehr Planung, aber auf jeden Fall wieder.

Wart Ihr auch auf der Messe? Berichtet von Euren Erfahrungen und verlinkt auch sehr gern auf Eure Blogbeiträge, ich freue mich über neue Anregungen und Tipps für das nächste Mal.

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