Eine Hand greift ins Wasser, indem sich die Wolken spiegeln.
14. Juni 2014 Lesezeit: ~2 Minuten

Leseraktion: Mein geliebtes ungeliebtes Bild

Kennt Ihr das? Ihr habt ein Bild gemacht und seid total begeistert davon. Ihr seid völlig überzeugt, dass dieses Foto Eure Freunde, Bekannte, den Fotoclub, die Follower auf Facebook und viele mehr umhauen wird. Und dann sind die Reaktionen wider Erwarten minimal bis negativ.

Aber nach wie vor hängt Ihr an dem Bild. Vielleicht passt es einfach nicht zum Rest Eures Portfolios, vielleicht ist es wirklich nicht so gut, aber dahinter stehen Emotionen, die es für Euch zu einem der besten Bilder machen, die Ihr bisher aufgenommen habt. Egal warum, egal wie. Heute soll es um diese verschmähten Bilder gehen.

Zeigt uns Euer liebstes ungeliebtes Bild als Link in einem Kommentar.

Teilnahmebedingungen

  • Suche Dein geliebtes ungeliebtes Foto heraus.
  • Poste den Link dazu in einem Kommentar.
  • Beschreibe in ein paar Sätzen, warum Dir dieses Bild wichtig ist, wie es entstanden ist und wenn Du es ahnst, warum es wenig Beachtung findet. Achtung: Fotos ohne Beschreibung werden nicht berücksichtigt.
  • Mit dem Kommentar stimmst Du einer möglichen Veröffentlichung auf kwerfeldein zu.
  • Einsendeschluss ist am Montag, den 16. Juni um 20 Uhr.

Wir werden anschließend gemeinsam alle Bilder ansehen, ihre Geschichten lesen und unsere Favoriten in einem eigenen Artikel zeigen. Wir werden Euren Fotos also Raum und die erneute Chance geben, gesehen und entdeckt zu werden. Vielleicht verliebt sich ja doch der eine oder andere in sie. Unsere Auswahl wird natürlich subjektiv sein und stellt keine Wertung dar.

Das Titelbild zeigt meine persönliche Auswahl. Ein Bild, das nicht zu meinen restlichen Fotos passen will, aber ich liebe es. Die Wolken haben sich an einem warmen Sonnentag wunderschön im Kinderpool gespiegelt und als ich meine Hand in das Wasser streckte, war es, als könnte ich den Himmel fühlen.

Vielen Dank an Jonas Hafner für die schöne Idee.

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52 Kommentare

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  1. https://www.flickr.com/photos/martinstelbrink/13651192545/

    Das Foto zeigt Menschen auf der Überfahrt von Neßmersiel nach Baltrum an einem nebligen Tag. Für mich ist das Foto eines meiner liebsten, weil es den Moment der Entschleunigung abbildet trotz der Menge Menschen. Die Leute schauen zumeist fröhlich, erwartend und entspannt ihrem Urlaub entgegen. Das Wattenmeer kann man aufgrund des Nebels nur erahnen.

    Ich denke, das Bild ist nicht sonderlich „erfolgreich“, weil es eben keine „schöne“ Natur zeigt und auch keine eingängige Szene aus der Strassenfotografie (keinen „entscheidenden Moment“). Die Atmosphäre, die es für mich ausstrahlt, liegt vermutlich an einem persönlichen Empfinden und einer Erinnerung, die das Bild gemeinsam mit dem Abgebildeten für mich besonders und für den allgemeinen Betrachter wahrscheinlich beliebig machen.

  2. https://www.facebook.com/LMKPortraiturePhotography/photos/a.463227327098982.1073741829.402799509808431/644543265634053/?type=1&theater

    Mein Bild ist dieses hier.
    Es war ein kühler Tag im März als ich mit meiner kleinen Schwester zu den Magnolienbäumen gegangen bin. Sie waren teilweise schon geöffnet, aber nicht ganz. Der Frühling hatte gerade erst angefangen. Wir haben viele Bilder gemacht, später hat uns auch noch eine Katze zugesehen und sich auf das ein oder andere Bild geschlichen. Besonders dieses hier liegt mir am Herzen. Ich weiß nicht mal genau warum. Ich liebe das schwarz-weiß, die Körnung, die Dunkelheit darin. Womöglich ist das aber genau das, was die meisten Menschen nicht mögen. Es ist kein gestochen scharfes Bild, das vor Farben und Leben sprüht. Aber für mich ist es genau das, was es ausmacht.

  3. https://www.facebook.com/LichtimAuge/photos/a.1461516934069152.1073741840.1419344008286445/1474300839457428/?l=f857649991

    Das ist der „Indemann“. Ein Aussichtturm in Inden/Altdorf (NRW).
    Eigentlich wollte ich auf den Turm rauf um von dort aus Fotos zu machen. Leider war der aber geschlossen, wegen Karneval. :( Ganz ohne Foto wollte ich aber nicht gehen. Da die Wolken grad so dramatisch und düster wie meine Stimmung waren (ich war halt verärgert das man einen Aussichtsturm wegen Karneval schließt) machte ich dieses Foto als HDR Aufnahme. Bearbeitete es natürlich meiner Stimmung entsprechend heftig. Ich denke die starke Bearbeitung wird auch der Grund sein warum das Foto so verschmäht wird/wurde.
    Trotzdem mag ich es. Dieser große Stahlmann mit den düsteren Wolken paßt irgendwie find ich.

  4. Eine schöne Idee… ich kann schwer sagen, warum dies eines meiner Lieblingsbilder ist und ich nach dem Ausarbeiten in der Dunkelkammer so begeistert davon war. Mich hat diese Zwiebel fasziniert und ich wollte spontan eine Verbindung herstellen – mit mir selber. Nur diese nach Leben strebende Zwiebel, ich und eine Schreibtischlampe – „Junction“.
    Vielleicht fehlt mir einfach nur die Übung bei konzeptuellen Bildern, die bei mir eher selten sind.

    http://www.ipernity.com/doc/dirk.kultus/17003311/

  5. https://www.flickr.com/photos/pixel_boogie/12444243505/

    Das Foto ist in Hamburg, ich glaube irgendwo in St. Pauli entstanden.
    Ich war zu Besuch bei einer Freundin, und zog sonntagmorgens alleine los um ein paar Fotos zu machen.

    Als ich vor dem Lokal stand, kam gerade dieses Mädchen daran vorbeigelaufen und ich konnte nur noch ganz schnell und intuitiv reagieren. Als ich danach aufs Display guckte, war direkt dieses „Yes!!!“ Gefühl da.

    Für mich passt bei dem Foto alles. Irgendeine leicht versiffte Fassade und dann läuft auch noch jemand durchs Bild der sogar farblich perfekt dazu passt. Und dann diese 2 bescheuerten Raben und die Frage „na und?“. Das ist genau die Art Foto, die ich machen will. Ich bin da wirklich stolz drauf, auch wenn es bei flickr nur 4 Sternchen bekommen hat.
    I don’t give a fuck. :)

  6. Oh, ja. Ich habe auch so ein Bild:

    http://500px.com/photo/3355937/for-a-while-autumn-by-miriam-schaefer?from=user_library

    Ich bin total begeistert davon und all die vielen negativen Kritiken konnten mich bisher nicht davon abbringen:-) Mit einer Mappe habe ich mich vor zwei Jahren bei einer privaten Kunstschule beworben. Unter anderem mit diesem Bild. Zu viel Detail, zu viel Gestrüpp…und überhaupt HDR! pfui!
    Das hat mich damals sehr getroffen, auch wenn ich im Grunde die Kritik nachvollziehen kann. Ja, das Bild ist kein künstlerisches Meisterstück. Aber damals wie heute stehe ich zu dem Bild. Die Aufnahme hat mir sehr viel Mühe gekostet, vielleicht hänge ich auch deshalb so daran :-)

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

  7. https://www.flickr.com/photos/jens-taube/11370138564/

    Das Bild ist in einem der letzten Fotoshootings entstanden, die ich im offenbacher Loft-Atelier „MATO“ durchgeführt habe, bevor der gesamte Fabrik-Komplex zum Abriss freigegeben wurde. Ich liebe die Widersprüchlichkeit dieses Portraits – dass Nona sitz, während ihre Füße die Leiter hinauf wollen, dass diese Sitzhaltung (versuch’s mal selbst!) tatsächlich ziemliche Anspannung braucht und sie dennoch eine entspannte Teepause enthält. Und ich mag die Stille ihrer Mimik, wo ihr Stil doch alles andere als leise ist.

  8. Bei diesem Kombinationsbild, das für meinen 365-days Blog entstanden ist, steckt für mich so viel Liebe für das Detail drinnen. Jeder Mensch rennt einfach nur, an dieser vergessenen Eistüte vorbei und sieht gar nicht wie schön sie eigentlich ist und die Anordnung des Mondes, senkrecht zur Hausspitze ist auch so etwas; alle Passanten rennen daran vorbei und merken gar nicht was sie gerade verpassen. Ich glaube sie sind zu faul sich das Bild genauer anzuschauen und zu überlegen wieso gerade dieses Bild dort entstanden ist und warum.

    https://www.facebook.com/LauraFionaHolderPhotography/photos/pb.202461476549009.-2207520000.1402742363./464027583725729/?type=3&theater

  9. Es ist kalt und du streifst durch die Straßen von Paris,
    du fühlst dich gut, bist von Menschen umgeben die du
    magst. Schillernde Fassaden, gepflegte Grünanlagen &
    Boutiquen wollen dich glauben machen das ist es worum
    es geht. Das sei echt, das ist es was du sein willst wo du
    dich zugehörig fühlen willst und sollst.
    Menschen rennen getrieben durch Hast und Gier von einem
    Geschäft in das nächste, von einem Cafe zum nächsten.
    Der Geruch von Konsum und Schnelllebigkeit fährt dir durch
    durch den Leib. Du bist Fasziniert, natürlich! Es ist Paris!
    Doch du bist auch durstig, durstig nach etwas echtem.
    Etwas das viel kostbarer und subtiler ist als alles Andere
    was deinem Auge in diesem Moment imponieren möchte.
    Nämlich Zuneigung, Nähe & Geborgenheit.
    Du gehst weiter deinen Weg, „vergnügst“ dich und bist
    trotzdem leer.

    Doch plötzlich aus all diesen Reizen ragte
    ein Moment empor, in dem du nur mit dem Herzen siehst.
    Du bist ergriffen, wie selbst im großen Elend die Kraft der
    Liebe nicht zu schwinden scheint.

    Es war wundervoll wenn auch tragisch, diesen Obdachlosen
    mit seinem Hund zu sehen und zu fotografieren.

    https://www.flickr.com/photos/franzkais/13654230663/sizes/l/

  10. http://carija.deviantart.com/art/Haunting-Me-170830827

    Dieses hier. Für mich war es/ist es wichtig, weil ich mir solange vorgenommen habe, genau DIESES Bild zu machen. Auf dem Weg zur Arbeit (einer der besten Einsätze die ich in der Ausbildung hatte) hab ich jeden Morgen genau diese Szene aus dem Zugfenster gesehen (mit anderem Licht natürlich). Und als ich das Bild dann endlich gemacht habe, sah es genau so aus wie ich mir das vorgestellt hatte. Vielleicht ist es nur deswegen für mich soetwas besonderes, obwohl ich die Farben eigentlich wirklich gut gelungen finde!

  11. https://www.flickr.com/photos/91976414@N04/8404538955/in/photolist-dUKmzS-dNFsC4-k54Rzo-kJc8pC-fyiepL

    Das Foto zeigt ein Herz und tanzende Staubkörner. Es ist ein geschlossener Fensterladen, durch den das Sonnenlicht hereinstrahlt. Es mutet abstrakt an und scheinbar ist ohne beschreibende Worte nicht erkennbar, war es denn nun eigentlich darstellt. Für mich bedeutet das Bild sehr viel. Das klingt jetzt total kitschig, aber nach einem schweren Schicksalsschlag nahm ich an diesem Tag zum ersten Mal wieder meine Kamera in die Hand und so etwas wie Hoffnung strömte ins Dunkel. Eigentlich wollte ich ein paar Fotos in meinem Garten machen und als ich das Gartenhäuschen betrat, fiel mir der Fensterladen mit den Staubkörnern auf.

    Ich vermute, es mutet abstrakt an und scheinbar ist ohne beschreibende Worte nicht erkennbar, war es denn nun eigentlich darstellt. Daher erhielt es wenig Aufmerksamkeit.

    Das obige Foto mit der Hand im Pool gefällt mir übrigens sehr gut!

  12. ich hab auch so ein Bild (nicht nur eins…)
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=627169163963319&set=pb.592578997422336.-2207520000.1402747424.&type=1&theater
    ich war das erste Mal alleine im Urlaub, in Belgien und habe auch einen Tag in Oostende am Strand verbracht. Es war Mai, nicht das beste Wetter und deshalb waren ziemlich wenig Leute unterwegs. Dieses Bild entspricht auch genau meiner damaligen Stimmung: nach einigen Tagen allein unterwegs habe ich mich doch ziemlich klein, verlassen und verloren gefühlt…
    Vielleicht mögen es die meisten Menschen deswegen nicht, weil sie mit etwas konfrontiert werden, worüber man nicht so gerne redet oder nachdenkt, was aber genauso zum Leben gehört.

  13. https://www.facebook.com/MonikaR.people.photo/photos/pb.241248859306494.-2207520000.1402747086./469444116486966/?type=3&theater

    dieses bild entstand am späten nachmittag bei unserem road-trip durch schottland während der fahrt vom loch ness zu unserem nächsten B&B in der nähe von inverness. ich hab schon gespürt das ich kranke werde und hab schon den halben tag im auto verbracht, während die anderen eine ruine besichtigten. es war ein regnerischer tag und es kam gerade die sonne hervor. als wir aus einem kleinen waldstück kamen, wurde uns dieser blick über den lilabedeckten hügelchen und den kleinen see geboten. da ich zu schwach war um aus dem auto zu steigen, habe ich mich aus dem fenster gelehnt um es festzuhalten. für mich war dieser moment einer der schönsten in unserer reise durch schottland.

    kann sein das facebook und seine qualität der bilder die schuld am fernbleiben der reaktionen war.

    liebe grüße. Monika

  14. Auf Reisen liebe ich planlose Spaziergänge, sich treiben zu lassen und überraschen zu lassen von dem, auf was ich treffe. An dem Tag, als das Bild entstand, zog es mich in enge Gassen, die wie leergefegt vor mir lagen. Ein Teil der Häuser zerfallen. Dann, ganz plötzlich, fiel mein Blick auf zwei Katzenaugen hinter Gittern und mit einem Mal, als sich unsere Blicke trafen, hatte ich das Gefühl, die Zeit bleibe stehen. Nichts rührte sich. Stille. Eins. Ein Moment, der mich ungemein fesselte und für mich so vieles zum Ausdruck brachte.

    https://www.flickr.com/photos/annenieannenou/8955913345/

  15. https://www.flickr.com/photos/barit/9563517369/

    Meine Oma ist keine feine Dame. Aber Sie mag die feinen Dinge im Leben. Sie hat einen Garten in dem Sie selbst noch jede Menge Gemüse & Obst anbaut, erntet und einweckt, Marmeladen und Säfte kocht, Gurken einlegt und auch Schnibbelsbohnen einkocht.
    Sonntags gibt’s bei ihr auch gerne mal Selbstgebackenes und Kaffee aus feinen und etwas kitschigen Tassen. Dann hat sie auch die feineren Sonntagskleider und einen kleinen Perlring an. Wie sich das Sonntags eben gehört.
    Neulich sind wir nach dem Sonntagskaffee mit ihr in ihren Garten gegangen und haben uns zeigen lassen was alles schon geerntet wurde, was demnächst reif wird und was sie dann daraus machen wird.
    Und dann war er da, der Ring auf auf dem vermoosten Baum: The glamor isn’t gone!

  16. https://www.flickr.com/photos/en_voy/14419126595/

    Sehr schöne Aktion, so ein Bild hat glaube ich jeder!
    Dieses Bild ist vor gar nicht so langer Zeit entstanden, und ich weiß, dass es völlig unscharf ist. Für mich transportiert es gerade deshalb fast ausschließlich Emmotionen, man wird nicht so sehr von kleinen Details abgelenkt, da diese fast vollkommen verschwimmen.
    Entstanden ist es an einem Wundervollen Frühlingsnachmittag, an dem schon sommerliche Temperaturen herrschten. Eigentlich waren wir mit Shooten schon fertig, doch auf dem Rückweg entdeckten mein Model und ich eine winzige Lichtung in der sich nur ein einziger dicker weicher Lichtstrahl bündelte.
    Wir beschlossen noch ein paar Bilder zu machen, um den Film voll zu bekommen, worauf ein zweiter und noch ein dritter Film folgte :D
    Doch leider scheint außer mir dieses Bild niemandem so recht gefallen zu wollen.
    Grüße :)

  17. Mein geliebtes ungeliebtes Bild entstand im Oktober letzten Jahres. Ich hatte mir an jenem Tag vorgenommen einige Ganzkörperportraits auszuprobieren. Für das Bild band sich das Model die Haare zu einem Zopf zusammen, der anschließend ihr Gesicht verdeckte. Das Sonnenlicht traf vor allem ihre Hände und so entschied ich mich in der späteren Nachbearbeitung für die farblose Variante, um den Kontrast noch zu verstärken.
    Warum die Resonanz auf dieses Bild so gering ausfiel, lässt sich nur vermuten. Vielleicht ist das Bild zu trist, zu dunkel, zu still oder einfach langweilig? Vielleicht verbinden die Leute mit meiner Fotografie auch schlicht und ergreifend etwas anderes und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich dieses Bild so mag. Es ist einfach anders.
    Irgendwie ist es trotzdem ein schönes Gefühl, wenn ein Bild nicht den Erwartungen gerecht wird. Man hat gerade deswegen das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein…

    http://aufzehengehen.de/wp-content/uploads/2014/06/DSC_2192.jpg

  18. „faceless“

    Mir persönlich liegt dieses Bild sehr am Herzen, weil es an einem Abend entstand, an dem ich das erste Mal spürte, wie befreiend die Fotografie für mich sein kann. Nach zwei Wochen, die nicht so einfach für mich waren, kehrte ich nach Hause zurück und spürte, dass da was ist und raus muss. Also fuhr ich mit dem Rad raus und fing an, Selbstportraits zu machen. Auf einer Wiese, die von Wald und Feldern eingeschlossen waren. Nur die Kamera, die Natur, die untergehende Sonne des Tages und ich. Auf dieser Wiese bin ich oft zum Fotografieren, ich nenne sie „meine Fotowiese“, sie ist mein Rückzugsort, wenn ich Ruhe und Abstand brauche.
    An diesem Abend war nur ich, ich ruhte ganz in mir selbst, war still und genoss es unheimlich. Das Fotografieren half mir zu verarbeiten, zurückzukommen, anzukommen.
    Viele nahmen das Bild nicht so war. Die Kleidung sehe gammelig aus, das Herz vor dem Gesicht wirke irritierend und im Herbst trägt man doch noch keine Mütze. Doch ich trug diese Kleidung, weil ich mich so wohlfühlte, weil ich an diesem Abend nur eines wollte: mich wohlfühlen und so ein wenig zu mir zurückzufinden. Ich lächelte nicht, machte Bilder, auf denen ich nicht in die Kamera schaute, in denen ich das ausgedrückt habe, was in diesem Moment in mir vorging. Ich habe das fotografiert, was ich in diesem Moment spürte.
    Es ist ein Bild, das für noch weitere Bilder steht, die an diesem Abend entstanden sind, die für andere nichts bedeuten, dafür für mich umso mehr. Weil ich erlebte, wie viel mir die Fotografie bedeutet, und wie gut sie mir tut und wie sehr ich in ihr aufgehe.
    Ich habe gespürt und gelernt, was es bedeutet, Fotos nur für sich selbst zu machen, ohne den Anspruch, dass sie jemandem gefallen müssen. Einfach nur, weil ich es brauche.

    http://www.verena-peters.de/faceless

  19. https://www.flickr.com/photos/94073857@N07/14440817613/
    Das Foto entstand letztes Jahr im Herbst.
    Aufgenommen habe ich das während einer Berlin Reise mit meiner damaligen Leica x1.

    Das Foto zeigt einen wartenden Mann und ein Fahrrad. Für mich stellt sich beim betrachten die Frage was dieser Mann dort tut, auf wen oder was wartet er…? Ist das sein eigenes Fahrrad ?
    Das Bild wirft also viele fragen auf.
    Wichtig ist mir das Bild weil es einer meiner ersten versuche der Straßenfotografie ist und auch eines meiner ersten Bilder mit der Leica.

  20. Meine zwei Lieblingsbiler hängen bei mir an der Wand und ich sehe sie jeden Tag, ich habe sie aber nie veröffentlicht. Euer Artikel gab mir den Anlass über das Warum nachzudenken, wirklich wissen tue ich es nicht. Anerkennung ist schön, aber irgendwie ist sie mir bei den Bildern egal. Irgendwie fühlen sich die Bilder zu wertvoll an, um in einem Browser angesehen zu werden. Vielleicht bin ich aber auch nur komisch ^^

  21. https://www.flickr.com/photos/c-u-b/14068901424/

    Das Foto ist im letzten Jahr auf der Autobahn zwischen Madrid und Málaga entstanden. Für mich ist das Bild der Ausdruck des Gefühls, auf fremden Straßen unter heißer Sonne ins Ungewisse und Neue unterwegs zu sein, kurz gesagt von (Urlaubs)Freiheit und Glück. – Dazu kommt sicher auch, daß der Osborne-Stier auch Erinnerungen an wunderbare große Ferien in meiner Schulzeit weckt.

  22. Liebe Katja,

    ein wunderbar vergnügliches, interaktives Thema heute!

    Da hab ich einige Kandidaten…
    Ich werde nie verstehen, weshalb das hier keinen berührt:

    http://500px.com/photo/41877784/%5B-berlin-%232%5D-by-christer-leidolph?from=user_library

    Was für mich das Foto so speziell macht, ist nicht nur die Tatsache dass ich es geschafft habe, die S-Bahn und den Zug parallel als Lichtstreifen abzubilden, denn als die Strassenbahn wegfuhr waren plötzlich alle Menschen verschwunden und das Bild klar…befreit…und übrig blieb:

    Liebe
    …ein Paar dass für Sekunden inne hält und sich ansieht.
    Wunderbar, wunderschön.

    Ich liebe es.
    Vielen Dank.
    Chris

  23. https://flic.kr/p/ddivsT

    -Die gelangweilte Schnee-Eule-
    Das Foto entstand vor 2 Jahren im Zoo Hannover. Mit dem Teleobjektiv habe ich mir die Eule direkt vor die Linse geholt. Ich mag dieses Tierportrait sehr. Mir gefällt das Lichtspiel auf dem Gefieder, der Schattenwurf des Käfigs aber vor allem der leicht gelangweilte, aber trotzdem stolze Blick der der Eule.
    Vielleicht ist „Hedwig“ im allgemeinden Eulen-Hype einfach untergegangen und hat deshalb keine größere Aufmerksamkeit genießen können…

  24. https://dl.dropboxusercontent.com/u/286255/IMG_6198.jpg

    Dieses Foto entstand im Kölner Zoo. Der Affe wurde von der Sonne von oben beleuchtet und der Hintergrund lag in Gänze im Schatten. Ich wusste es könnte ein wirklich tolles Foto werden – eine Form eines Low-Key Porträts ohne die Hilfe eines konstruierten Lichtes. Zuhause am PC wurde es dann SW gewandelt und die noch vorhandene Struktur des künstlichen Felsens an den Bildrändern vollends korrigiert.

    Ich hielt es für eines der größten Kunstwerke die ich je erschaffen habe und fertigte einen größeren Druck davon an. Doch weder erzielte das Bild auf Flickr eine große Resonanz, noch bekam es auf Facebook ein Like noch lobte es irgendjemand der den Druck sah, was mich bis heute sehr verwundert, konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt recht gut prognostizieren welches Bild breite Zustimmung finden würde.

    Ich liebe das Foto. Ich liebe es wirklich sehr und ich würde es, trotz mangelnder Reputation, noch immer als ein Referenzbild für meine Fotografie benennen.

  25. https://fbcdn-sphotos-b-a.akamaihd.net/hphotos-ak-xpa1/t1.0-9/46758_109761505749407_2692982_n.jpg

    Das Foto entstand auf der Rückfahrt von Abu Simbel nach Assuan. Losgefahren sind wir nachts um 4:00 Uhr, eine Rumoren im Gedärm ließ nicht Gutes ahnen – wider Erwarten war der Tag aber besser, als er sich angekündigt hatte. Die Rückfahrt strotze nur so vor Hitze, es war mittags und die Sonne knallte aufs Taxi. In dieser Situation machte ich das Foto (Diafilm), den Fahrer kann man im Spiegel sehen.

  26. http://500px.com/photo/6082845/dislike-by-oliver-geibel?from=user_library

    Als ich die Szene sah, dachte ich sofort: Das wird ein spannendes Bild. Ich bin von größerer Entfernung auf die beiden Pferde zugelaufen und habe immer wieder abgedrückt, weil ich Sorge hatte, die beiden könnten sich durch meine Annäherung gestört fühlen und ihre Position ändern. Haben sie aber zum Glück nicht. Es war das erste und einzige Mal in meinem Leben, dass ich schon vor dem Abdrücken wusste, wie das Ergebnis aussehen sollte.

    Es konnte jedoch niemand bisher meine Begeisterung darüber teilen. Ich glaube, dass ich Dinge in die Szene hineininterpretiere, die andere nicht sehen oder für unspannend halten. Zudem ist das Bild evtl. zu undramatisch – kein HDR, kein schwarz-weiß, kein spektakulärer Himmel … Mir gefällt es jedoch in seiner Symmetrie und Undramatik.

  27. Ich glaube das ist ein wunderbares Thema für ALLE Fotografen! =0) Da hat sicher jeder so seine Kandidaten dafür.

    Ich habe mich für ein Bild entschieden, welches mich selbst emotional nach wie vor sehr berührt. Zu sehen ist darauf meine Frau und einer unser zwei Hasen. Der kleine war zu dieser Zeit erkrankt und auch der Tierarzt wusste nicht so recht was ihm denn fehlte.

    Der ganze Tag war sehr nervenaufreiben, mit Untersuchungen, Bluttest usw.. Das Foto war damals eigentlich nur ein Versuch die Situation irgendwie einzufangen. Bei 500px und in unserem Fotoforum fand es leider keinerlei Beachtung. :( Auch bei Facebook kam nicht wirklich etwas.

    Nun verbinde ich damit natürlich mehr als Aussenstehende, aber ich finde so schlecht ist es nun doch nicht. ;)

    Ich habe das Bild jetzt neu bei 500px hochgeladen, also kann es sein das diesmal die ein oder andere Reaktion dazu kommt. Aber trotzdem ist es für mich ein Bild das viel zu wenig beachtet wurde.

    http://500px.com/photo/73714641/little-patient-by-thomas-leubner?from=user_library

  28. Blogartikel dazu: Bilderplattform, Netzwerke und mehr - Literatur - Foto-Tipps

  29. http://www.ipernity.com/doc/293857/27545659

    ach solche Momente kenne ich einige. da denkt man selbst, wow.. zeigt das Bild rum und hat das Gefühl nur betretenes Schweigen zu ernten. Hier auch. Morgens um halb 8 in Bilbao, ein kleines Cafe‘ vor dem Bahnhof. Ich steh drinnen und draußen entwickelt sich diese Szene. Ich mache das Bild und denke später jeder der es betrachtet, sieht den humorigen Moment darin. Vielleicht ist mein Humor zu speziell um allgemein verstanden zu werden, man weiß es nicht.

  30. https://www.facebook.com/photo.php?fbid=883428068350467&set=a.551239351569342.142931.551226624903948&type=1&theater

    am silvestermorgen 2013 stand ich mit meiner muse an der englischen südküste bei den sogenannten ´seven sisters´ um aktphotos zu machen. es war ein sehr stürmischer empfang, aber beeindruckend. kurz nach sonnenaufgang und wegen der starken bewölkung war es noch sehr dunkel. auf einmal war ich sehr irritiert, da das scheinbar durchscheinende sonnenlicht nicht im osten, sondern im westen zu sehen war. wahrscheinlich gab es oberhalb der wolken reflektierende schichten, die dieses lichtschauspiel möglich machte. völlig begeistert griff ich zu meiner kamera und schoß einige photos ohne stativ, obwohl ich es natürlich dabei hatte. ich mag ´unscharfe´ und auch mehrfachbelichtete landschaftsaufnahmen, da es ihnen etwas bildhaftes, gemaltes, impressionistisches einhaucht.
    ich glaube, diese art von photos betrachten viele als etwas unfertiges, unsauberes oder wenig handwerkliches, oder als einen schlechten schnappschuß. negative kritik bleibt da nicht aus. dennoch widmen sich einige photografen dieses stilmittels, was mir gefällt.
    in meinem photoarchiv nimmt es einen besonderen platz ein. nicht allein des besonderen lichts, des stürmischen wetters oder der schönen küste wegen, sondern auch, weil ich den letzten tag des jahres 2013 mit meiner muse an diesem exorbitanten ort verbrachte.

  31. https://flic.kr/p/nXfacX

    Das ist meines. Es ist eines dieser Fotos, die einem auf der Kamera nicht auffallen beim direkten Nachkontrollieren, und eines, das man deshalb nicht sofort nachbearbeiten will, wenn man an den PC kommt. Ein Foto, das erst reifen muss, bevor es als kleiner Schatz auf der Festplatte an einem verregneten Tag gefunden wird.

    Zumindest fühlt es sich für mich so an. Es ist eines der Fotos, die mich in letzter Zeit nicht loslassen, aber denen keinerlei richtige Beachtung geschenkt wurde. Es mag nicht perfekt sein, aber ich liebe den Minimalismus und das quadratische Format. Und ich bin begeistert von der beinahe zufällig entstandenen, fast geometrischen Bildaufteilung, dem schwachen Schlagschatten sowie dem detailreichen Fell.

    Für mich steckt da drin so viel mehr als in einem niedlichen 0815-Katzenfoto, es zeigt die ernste und teils einsame Seite jener Tiere, die wir nur dann beachten, wenn wir es wollen und die sonst uns mehr zulasten fallen (Stichwort Urlaub, Stress, etc.).

    Aber keiner scheint meine Begeisterung für diesen Glücksschuss zu teilen…

  32. http://500px.com/photo/43510244/blur-skyline-by-martin-schmidt?from=user_library

    Dieses Foto zeigt die Skyline in Frankfurt am Main. Ich war mit einem Nd3 Graufilter auf der Kamera ohne Stativ unterwegs. Ich wollte Bilder machen, welche verwischt sind, aber trotzdem Stuktur aufweisen. Außerdem sollten sie „out of the cam“ sein. Bei einem Fotoklub wurde das Bild hier regelrecht zerrissen ( …unscharf,verwackelt, gegens Stativ getreten?…). Mir gefällt es dennoch, darum mein geliebtes ungeliebtes Bild.

  33. Man schießt nicht auf den Betrachter.
    Genau das ist einer der Gründe, warum eines meiner Lieblingsfotos durchfiel:
    http://wp.me/p1J2oJ-1yW
    Aber es kann nicht der einzige sein. Das Foto zeigt eine selten zu sehende und tolle Kulisse. Es zeigt Leute in Aktion. Es bietet seltene Einblicke. Es hat Dynamik. Unhd trotzdem bin ich offenbar die einzige, die es begeistert. Den Grund weiß ich nicht. Es ist mir ein Rätsel.

  34. Das Bild zeigt den Wasserstrahl eines Brunnens, der auf das von unten beleuchtete Wasserbecken trifft:
    http://www.flickr.com/photos/stefanehlers/14180659066/

    Die Aufnahme entstand bei Dunkelheit nachdem ich mich an dem Brunnen schon reichlich erfolglos abgemüht hatte.
    Das Bild war eines der letzten und ich war bzw. bin immer noch begeistert von dem, was Wasser und Licht in dieser Aufnahme beim Aufprall zustande brachten. Das Wasser sieht wie etwas aus, das eher mit Feuer im Zusammenhang steht und das Bild ist – im Gegensatz zu meinen sonstigen – sehr abstrakt.

    Ich präsentierte das Bild einer Jury, die sich aus einer Gruppe Fotobegeisterter zusammensetzt und die sich einmal im Monat zur Bildbesprechung eingereichter Motive trifft.
    Mein Werk landete auf dem letzten Platz. Sogar für ‘Originalität / Kreativität’ gab es die Schulnoten 5 und 6.

    Kommentare wie “Ich kann darin keinerlei Aussage erkennen” oder um das Wasser zu erkennen hätte es “blauer” sein dürfen deuten darauf hin, dass manchmal eben Wert darauf gelegt wird, dass Motiv und/oder ein Statement zu erkennen sind.

    Mir verhelfen die Rückmeldungen zum besseren Verständnis anderer aber auch zu mehr Selbstvertrauen, da ich das Bild nach wie vor sehr mag. Deswegen kann es doch auch nicht schlecht sein… ;-)

  35. https://www.flickr.com/photos/35millimetreeu/11750250293/

    Das Foto entstand bei einem Spaziergang in den Abendstunden und zeigt den Hund meines Vaters. In der Kamera, einer EOS 600, hatte ich einen alten Agfa APX 400 eingelegt, der einfach mal weg musste. Bei diesem Bild gefiel mir sofort die Lichtstimmung. Auch das Korn des Films finde ich bis heute total Klasse. Den meisten den ich das Foto gezeigt hatte konnten allerdings wenig damit anfangen. Meine Frau zuckte nur mit den Achseln als ich damit aus der Dunkelkammer kam. Vielleicht gefällt es ja hier jemandem ;-)

  36. https://www.facebook.com/photo.php?fbid=746093962079026&set=a.657512730937150.1073741830.655945807760509&type=1&theater

    Das Foto ist bei meinem 52 Wochen Projekt entstanden. Das Bild passt nicht so gut zu meinen restlichen Fotos, was wahrscheinlich ein Grund dafür ist wieso es weniger Beachtung bekommen hat. Für meine Verhältnisse habe ich in dem Foto auch mehr auf die Symetrie geachtet, als ich das in meinen anderen Bild mache. Mir ist dieses Foto wichtig, weil es meine derzeitige Situation beschreibt. Ich weiß nicht wohin mich mein Weg führen wird, ich habe keinen Plan. Diese Ungewissenheit ist das, worüber ich mir tag täglich den Kopf zerbreche.

  37. https://www.flickr.com/photos/qimago/9523372803/

    Dieses Bild entstand, wie der Name vermuten lässt, an einem heissen Sommertag in der Nähe von Berlin an einem See.
    Ich kenne den älteren Herren der da ins Wasser steigt sehr gut. Ich wollte eigentlich Fotos meiner kleinen Tochter machen, die auch badete. Die Situation ging so schnell und ich hatte kaum Zeit den Bildausschnitt zu komponieren. Was mir so wichtig ist und ich auch so sehr an dem Bild mag, ist das Zusammenspiel des älteren Herren im Vordergrund und das kleine Bötchen im Hintergrund. Die Frau unter dem Sonnenschirm, der andere ältere Herr am Heckmotor. Mich erinnert das Bild an meine Kindheit, Italien, Gardasee im Sommer…soviel tritt das los.
    Warum die anderen meine Liebe zu dem Bild nicht teilen?
    Ich vermute als aller erstes das es nicht die gleichen Erinnerungen hervorruft wie bei mir, der vermutlich zu wenig perfekte Bildaufbau und evtl. der ältere Herr im Vordergrund?
    Ganz ehrlich? Ich habe keinen blassen Schimmer! Ich liebe das Bild sehr!

  38. https://www.flickr.com/photos/calesh/6264201641/

    Diese Fotocollage ist entstanden, als ich meine erste Bridgekamera gekauft hatte. Ich zog durch die Stadt, fotografierte und spielte mit den Einstellungen.
    Zu Hause am Rechner fand ich das Ergebnis zuerst dürftig, weil ich irgendwie keine konkrete Richtung hatte.
    Dann sah ich diese 4 Fotos und wusste, die gehören als Collage zusammen. Und der Titel „A matter of Time“ spukte plötzlich im Kopf herum – schließlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis….
    …sich wieder unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Situationen auf diesem Pflaster begegnen.

    Dieses Foto ist bis heute mein Favorit, leider empfand das meine Umgebung nicht so. Schade, denn diese Collage ist dran schuld, daß ich kamerasüchtig geworden bin!

  39. https://www.flickr.com/photos/96661954@N07/8882898885/

    Dieses Bild habe ich an einem nebeligen Morgen vor zwei Jahren in der Moorlandschaft „Schwenninger Moos“ aufgenommen.
    Den meisten meiner Bilder, von denen ich irgendwann mal überzeugt war, bin ich überdrüssig geworden. Je öfter ich sie betrachte, desto mehr Fehler und Schwächen fallen mir auf. Das geht so lange, bis ich mich irgendwann frage, warum ich das Bild einmal gut gefunden habe. Wenn ich die alten Bilder auf meiner 500px Seite durchsehe, frage ich mich zu oft, warum ich diese Bilder überhaupt hochgeladen habe.
    Nicht so bei diesem Bild. Ich habe es mir in den letzten zwei Jahren oft angesehen und es packt mich immer wieder – der Nebel mit seiner Melancholie, die Symmetrie, das Statische.
    Leider scheint dieser Funke aber nicht auf Andere übergesprungen zu seinen. So waren zB viele der Bilder, die ich heute nicht mehr mag, auf 500px wesentlich erfolgreicher. Warum das so ist, kann ich nur vermuten. Da das Bild weder starke Farbkontraste noch starke Linien oder ein eindeutiges Motiv aufweist, sticht es vielleicht in schier unermesslichen Bilderflut auf den gängigen Plattformen einfach nicht heraus.

  40. https://www.flickr.com/photos/christiangreller/10632907744/

    Oh ja, eine wunderschöne Idee, unseren „ungeliebten Bildern“ einen eigenen Artikel zu widmen. Mein ungeliebter Liebling entstand am Rande eines Shootings. Das Model und ich machten eine kleine Pause, und während ich an meiner Kamera rumspielte, machte sie es sich mit einer Tasse Tee im Bett bequem. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie sie, mit beiden Händen die übergroße Tasse haltend, an ihrem Tee nippte. Geistesgegenwärtig drückte ich auf den Auslöser … und habe das Bild erstmal wieder vergessen. Daheim am PC fiel mir dann das Bild wieder auf. Es erinnerte mich an irgendwas. Als ich dann ein bischen am Bild rumspielte und verschiedene Filter darüber legte, kam es mir in den Sinn: Mich erinnerte dieses Foto an die französischen Romy-Schneider-Filme aus den 70er Jahren! Die Haare, die halb herunterhängenden Träger des BH, das Bett, die Farben. Zudem setzt die rote Tasse noch einen schönen farbigen Akzent. Mir fiel dann auch gleich ein Name für dieses Bild ein: Nachtblende! Das ist auch der Titel eines Romy-Schneider-Filmes, den ich besonders gern mag. Ich bin selber immer sehr kritisch mit meinen Bildern, aber in dieses habe ich mich sofort verliebt. Das sehen die Besucher meines Flickr-Streams wohl anders, und so muss sich „Nachtblende“ bis dato mit nur vier Favoriten begnügen ;-)

  41. ‚Zarte Dämmerungsschleier beginnen die Härte des grauen Tages zu verwischen, als Tag und Nacht in changierenden Tönen ineinander greifen. Lavendel, taubenblau, blassgrau.
    Die Stadt ist mit schwindendem Licht wie leergefegt. Menschenleer, Lebensvoll:
    In unberechenbaren Böen jagt der Wintersturm durch die Gassen, flüstert, seufzt, brüllt.
    Er trägt das Meer in sich, füllt die Stadt mit Salz und dem Nachhall von Möwengeschrei.
    In der immer intensiver leuchtenden Dunkelheit gleiten Sturmfinger zitternd über die Wellen, werfen düstere Wogen gegen winterfeuchte Hafenmauern.’

    An diesem speziellen Dezemberabend im Hamburger Hafenviertel herrschte eine erhabene Stimmung, wie ich sie selten erlebt habe. Ich war gefesselt von der Präsenz der Natur, der Härte des Sturmwindes, dem weichen Dämmerungsblau, der schneidenden Kälte.
    Trotz der Gewalt dieses Schauspiels und fühlte ich mich unglaublich beschützt und geborgen. Diese Aufnahme fängt für mich die Verlassenheit und Einsamkeit, aber eben auch die Intensität dieser ‚blauen Stunde’ ein. Ich denke, dass viele sie nicht mögen, weil sie unscharf ist und ‚nichts besonderes‘ zeigt. Für mich jedoch widerspiegelt die Unschärfe die seltsam unwirkliche, nicht greifbare Atmosphäre. Ich liebe die Fotografie sehr, auch wenn sie in meinem Umfeld immer auf Unverständnis gestoßen ist…

    http://500px.com/photo/73654357/once-you're-lost-in-twilight-blue-by-pia-teufl?from=user_library

  42. http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1061015/display/23579625

    Als ich in dieser Sekunde auf den Auslöser drücke, spürte ich förmlich die Einsamkeit dieses Jungen. Im bunten und lauten Treiben der Kirmes stand er allein auf diesem Fahrgeschäft und wartete – so machte es den Eindruck – auf seine Freunde, vielleicht auch auf nette Menschen mit denen er sich anfreunden könnte … wer weiß. Für mich war jedenfalls diese „Einsamkeit“ fühlbar und ich bin auch der Meinung, dass dieses Gefühl des Jungen den Betrachter des Photos berühren müsste.
    Das Photo ist Teil meiner „Rummel“-Serie und für mich wohl so wichtig, weil es eine Menge mit meiner Sicht auf die Welt in der wir leben zu tun hat.

    Warum das Photo nicht so bei den Menschen an kommt wie ich mir das vor gestellt habe? Ich weiß es ehrlich nicht. Die Unruhe? Das Abschreckende der Einsamkeit? Zu kompliziert?
    Offensichtlich funktioniert das Photo jedenfalls für die meisten Menschen nicht.

  43. https://www.flickr.com/photos/115180823@N04/13286426683/in/set-72157642636112543

    Dieses Bild entstand bei einem „shooting“, welches ich mit einer Freundin zusammen machte, um sowohl eine „neue“ Kamera (Pentacon Six) als auch einen für mich neuen Film auszuprobieren. Dabei handelte es sich um einen Redscale- Film, welcher alles durch einen kleinen Trick in wundervoll warmes Licht taucht.
    Bei dieser Aufnahme arbeitete ich bewusst mit viel Gegenlicht, um auch den Dynamik-Umfang des Films auszureizen und ausgiebig zu testen.
    Ich persönlich bin begeistert, mag die warmen Farben, das Gegenlicht, das dadurch entstandene Leuchten überall, die seltsame Situation auf dem Bild.
    Scheinbar bin ich, zumindest im www, allein mit dieser Meinung.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich der Katze (bildlich gesprochen) den Schwanz abgeschnitten habe, die Leute keine Stofftiere mögen, Alice im Wunderland doof finden, mit analoger Technik nichts anfangen können, das Bild langweilig oder das Rot verstörend finden (ist schließlich nicht alltagstauglich farbneutral durchdigitalisiert).
    Kein Plan – Hauptsache ich mag es!

  44. Dieses Bild https://www.flickr.com/photos/fla001/14438940325/in/photostream habe ich mal in einem Fotokurs gezeigt. Die Ablehnung war einhellig. Niemandem gefiel es.
    Ich mag das Bild trotzdem. Vieles aus diesem Winter ist eingefangen: die dauernden „Störungen im Betriebsablauf“ (Berliner S-Bahn!), die mit stoischer Geduld ertragen werden, die Mitfahrer, die in der Sonne stehen und in ihren Büchern lesen (weiß man, wann es hier weitergeht?), ein Augenblick, festgehalten mit der Kamera, die gerade zur Hand war (Blackberry).

  45. https://www.flickr.com/photos/64502870@N00/14364300294/ Ich sehe gerade eure Aktion.. und bin zu spät. ÄRGERLICH. nunja.. ich versuch es dennoch mal. Das gezeigte Bild hatte ich vor einem Jahr in ähnlicher Form schonmal gemacht und damit grösstenteils Ekel hervor gerufen. Mir persönlich gefällt es aber total gut, nur war der Hintergrund damals suboptimal und ich wollte es unbedingt nochmal machen. Das habe ich vor kurzem getan und wieder war eher Ekel und Abscheu die Reaktion. Verstehen kann ich das nicht so ganz, denn ich persönlich finde Schnecken mit Haus überhaupt nicht ekelig. Andere setzen sich dicke Spinnen auf den Kopf, da läuft es mir kalt den Rücken herunter…

  46. Blogartikel dazu: Schöne, aber wenig beachtete Bilder unserer Leser › kwerfeldein - Fotografie Magazin | Fotocommunity