19. März 2014 Lesezeit: ~2 Minuten

Dunkle Geschichten aus den Black Mountains

Ich bin Fineart-Fotografin und lebe in den Black Mountains in Wales, worauf sich vor allem ein sehr großer Teil meiner Arbeiten stützt. Ich fotografiere verlassene ländliche Orte, Natur und kleine Schätze vom Dachboden meiner alten Familie, die sie „hinter sich gelassen“ haben, um meine Geschichten zu erzählen.

Dabei habe ich mich auf Selbstportraits spezialisiert. Obwohl meine Fotografien nicht streng autobiografisch sind, ziehe ich Inspiration aus meinen eigenen Erfahrungen und oft merke ich auch, was für eine große Rolle mein Unterbewusstsein spielt. Ich übernehme oft die Rolle einer Heimatlosen, die in seltsamen und leicht surrealen Welten gefangen ist. Diese Charaktere kämpfen selten gegen die Landschaften an, sie sind ruhig und verständnisvoll.

© Rosie Anne

© Rosie Anne

Ich habe in den Black Mountains fast mein ganzes Leben gelebt. Ich ging nur kurz weg und als ich wiederkam, realisierte ich, wie sehr mich dieser Ort verfolge, aber nicht auf eine schlechte Art. Ich fühle eine starke Präsenz hier. Ich spüre die Atmosphäre der Landschaft; sie spricht zu mir, erzählt mir Geschichten.

Ich bemühe mich, stimmungsvolle Erzählungen mit einem Hauch von Mysterium zu erschaffen. Bilder, mit einer Stille, die den Betrachter anhalten, erwartungsvoll gemeinsam mit dem Charakter dem Fortgang der Geschichte zu harren.

© Rosie Anne

© Rosie Anne

Ich kreiere Welten, die von der Form her an Märchen erinnern, aber mit einer bedrohlichen Präsenz, einer provozierenden Geschichte, die Fantasie anregen. Sie zeigen auch die Entfremdung von der Natur und die Verbindung zwischen Mensch und Natur auf.

Es gibt einen gewissen Grad von Intimität in dem Raum, den die Charaktere einnehmen, sodass der Betrachter fast versucht ist, nach ihnen zu greifen. Meine Arbeiten sind gekennzeichnet durch die Verwendung von starken atmosphärischen Stimmungen, der Nutzung kräftiger Farben und effektvollem Licht, was zusammen etwas beinahe Malerisches erreicht.

Dieser Artikel wurde von Katja Kemnitz für Euch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

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4 Kommentare

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  1. Hätten die Elben im ‚Herrn der Ringe‘ eine Kamera gehabt, hätten sie wohl diese Art Photos gemacht. Mich sprechen diese Sorte Photos (mal abgesehen von der techischen Umsetzung) nicht an, was aber auch nicht sein muss. Es gibt ja ausreichend LiebhaberInnen, wenn man sich mal auf den einschlägigen Sites umsieht.
    „Sie zeigen auch die Entfremdung von der Natur und die Verbindung zwischen Mensch und Natur auf.“ – ein durchaus interessantes Thema, was aus meiner Sicht aber wirksamer umgesetzt wäre, wenn es Photos von konkreten Daseinszuständen wären.

  2. Alles sehr unwirklich und das soll es ja auch irgendwie sein.
    Technisch brilliant umgesetzt, die Stimmung wird in Farben und Licht gut transportiert, die Ideen sind super, der Snapshot einer Geschichte lässt sich fantasievoll weiterspinnen.
    Dennoch wurde ich in kein Bild gesogen. Das Küchen-Bild finde ich am Spannensten. Wahrscheinlich ist es mir dann doch ein wenig zu verklärt aber gleichzeitig perfektioniert. Auch hier wieder subjektiv.

    @HF: Das Bild mit den Elben-Fotografen ist klasse :-)