12. Februar 2014 Lesezeit: ~2 Minuten

Fotogenes Deutschland – Gertelbach

Als ich vor einigen Jahren das erste Mal mit der Kamera im Schwarzwald unterwegs war, zog mich diese zauberhafte Landschaft in ihren Bann. Ganz besonders die wildromantischen Täler mit ihren Wasserfällen haben es mir angetan, deshalb möchte ich Euch heute die Gertelbach-Wasserfälle im Bühler Tal vorstellen.

Unter ständigem Rauschen des Gertelbachs laufe ich einen gut ausgebauten Weg bis zum Beginn der Schlucht. Durch die Vorfreude und die vielen schönen Eindrücke vergeht die Zeit wie im Flug.

Kaum angekommen, stehe ich schon mit meinen Füßen im Gertelbach, baue die Kamera auf und beginne mit dem Fotografieren. Schon beim ersten Blick durch den Sucher schalte ich völlig ab und lasse die Alltagssorgen hinter mir.

Besonders fotogen sind die zahlreichen Fallstufen und Gesteinsformationen, die sich im Laufe der Jahre dort gebildet haben. Samt Stativ und Kamera klettere ich an schwer zugängliche Stellen, um eine möglichst spannende und selten gesehene Perspektive zu bekommen. Aber auch die Gertelbachhütte und die kleinen Brücken, die zur Überquerung des Baches dienen, lassen sich gut in den Bildaufbau integrieren.

Oben angekommen, mache ich eine kleine Pause und blicke voller Ehrfurcht auf den Hauptwasserfall des Gertelbachs.

Im Herbst, wenn sich das Laub an den Bäumen färbt, die Blätter fallen und sich der Nebel im Bühlertal ausbreitet, ist für mich die beste Zeit für einen Besuch bei den Gertelbach-Wasserfällen. Mit etwas Glück kann man dann ganz besondere Lichtstimmungen einfangen.

Aber auch im Frühling, wenn es regnet und der Gertelbach durch das Schmelzwasser regelrecht überläuft, lohnt sich ein Besuch. Mittels Polfilter lassen sich die Reflexionen eliminieren und die Landschaft erstrahlt in saftigem Grün. Ein weiterer Vorteil an Regentagen ist, dass ich meist allein unterwegs bin und mich so ungestört auf die Natur einlassen kann.

© Tim Boy

© Tim Boy© Tim Boy

© Tim Boy

© Tim Boy© Tim Boy

Bei jedem Besuch des Gertelbachs verzaubert mich die Landschaft im Bühler Tal immer wieder aufs Neue und jedes Mal bringe ich andere Fotos mit nach Hause. Schon auf der Heimfahrt freue mich auf den nächsten Besuch.

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12 Kommentare

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  1. Gibt im Gesamtbild eine wunderbare Stimmung wieder, gerade mit dem Moos. Auch wenn sich das Grundmotiv immer wiederholt, kommt die Urwüchsigkeit schön rüber. Das Bild mit dem Blaustich ist mir ein bisschen zu künstlich.

    Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich mir zur Zeit Wasser in Langzeitbelichtung, ob „Steg am See“, „Brandung an Felsen“ oder eben „Bach über Steine“ etwas übersehen habe. Dafür kann der schöne Bach aber nichts. ;-)

  2. Schöner Artikel mit tollen Bildern nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen …“. Du hast offensichtlich ein wesentlich besseres Auge für die Gegend. In meinen Gertelbach-Wasserfälle-Bildern konnte ich die Stimmung vor Ort nicht so toll einfangen. :-( Das hier ist das einzige, mit dem ich einigermaßen zufrieden bin: http://fc-foto.de/25288965

    • Hi Oliver,
      dein Foto gefällt mir auch ganz gut. Ein kleiner Tipp von mir, am besten bei bedecktem Himmel oder sogar Regen losziehen, dann kommen die Farben besser und es entstehen nicht so harte Schatten.

      • Hallo Tim,
        vielen Dank für das Lob und den guten Tipp! :-) Bei Waldfotos habe ich immer das Problem, dass die vielen Details die Bilder für meinen Geschmack zu unruhig machen. Dein Rat ist daher echt hilfreich, weil bei Dunst/Nebel auch der unruhige Hintergrund wohl besser ausgeblendet wird. Außerdem muss ich wohl näher ran ans Hauptmotiv. Diesbzgl. haben mir deine Bilder die Augen geöffnet – danke auch dafür!

  3. Das ist der Wasserfall schlechthin im Nord na ja Mittleren Schwarzwald. Schön auch die Aussicht oben am Wiedenfelsen ins Rheintal hinab. Und wer noch die Zeit und die Ausdauer hat sollte auf der gegenüberliegenden Seite über die Hettahütte und den alten Postweg hinab zum Ausgangspunkt wandern. Immer wieder eine Wanderung wert!