07. Oktober 2013 Lesezeit: ~2 Minuten

Felix Schoeller Award 2013

Der erste Felix Schoeller Award hat seine Nominierten bekanntgegeben. Ein guter Zeitpunkt also, sich den großen neuen Fotowettbewerb einmal genauer anzusehen.

25 Nominierte wurden für die fünf Kategorien und weitere fünf Nominierte für den Nachwuchsförderpreis ausgewählt. Bewerben konnten sich nur professionelle Fotografen und Fotografen in der Ausbildung oder im Studium. Insgesamt sind die Gewinnerarbeiten in fast jeder Kategorie sehr dokumentarisch.

Für die beste Nachwuchsarbeit nominiert ist zum Beispiel die Fotografin Marlene Sattler mit ihrer Serie „In der Zwischenzeit“. Mit ihren Bildern gibt sie einen Einblick in die Arbeit rechtsmedizinischer Institute.

Die Kernfrage war, wie die Mitarbeiter eines Rechtsmedizinischen Institutes mit der täglichen Konfrontation mit dem Tod umgehen. Ausschnitte sind sehr bewusst gewählt und spiegeln den Respekt wider, den die Mitarbeiter den Verstorbenen entgegen bringen. Die Arbeit in der Rechtsmedizin und der Umgang mit dem Tod wird alltäglich, bleibt aber zu jedem Zeitpunkt respekt- und würdevoll.

In der Zwischenzeit © Marlene Sattler In der Zwischenzeit © Marlene Sattler

In der Zwischenzeit © Marlene Sattler

 

In der Kategorie Fotojournalismus ist Christian Werner nominiert, der mit seiner Serie „Depleted Uranium – The silent Genocide?“ aufzeigt, dass selbst nach einem Krieg noch Menschen und insbesondere Kinder an den Folgen der Nutzung von Uranmunition sterben.

Das ganze entsetzliche Ausmaß dessen, was Uranmunition anrichtet, wird jetzt erst langsam verstanden. Berichte, Dokumentationen und breit angelegte Studien fehlen aber bis heute – und wären doch so dringend nötig, um über diesen Wahnsinn aufzuklären. Die betroffenen Menschen brauchen Hilfe.

Depleted Uranium – The silent Genocide? © Christian Werner

Depleted Uranium – The silent Genocide? © Christian Werner

 

Nick Franks Serie „Erinnerung“ in der Kategorie Freie / konzeptionelle Fotografie hebt sich schon durch die intensive Farbgebung von den anderen Nominierten ab.

Wir sehen nicht das, was ist, sondern das, was sein soll: Nick Franks Serie „Erinnerung“ ist eine Hommage an Traditionen im Wandel der Zeit. Bunt, lebendig, melancholisch, gefühlvoll, heimatverbunden – und ein charmantes Spiel mit der eigenen Fantasie. Was zählt, sind die Bilder in unseren Herzen, unsere Vorstellungskraft und unsere Erinnerungen. Lebenslust, die im eigenen Kopf, aus dem persönlichen Gefühl heraus entsteht.

Erinnerung © Nick Frank

Erinnerung © Nick Frank

 

Alle Nominiertem sind in einer Galerie auf www.felix-schoeller-photoaward.com zu sehen.

Am 13. Oktober 2013 findet die Preisverleihung im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück statt. Direkt im Anschluss daran eröffnet die Ausstellung mit dem Titel „Winners & Nominees 2013 – Felix Schoeller Photo Award“. Rund vier Wochen lang, bis zum 10. November 2013, sind die Werke der 30 Foto-Künstler im Format 120 x 100 cm bzw. 70 x 100 cm zu sehen.

Ähnliche Artikel


1 Kommentar

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.