21. Juli 2013 Lesezeit: ~6 Minuten

browserFruits Juli #3

Und – zack! – ist die Woche schon wieder vorbei. An dieser Stelle wollen wir einmal die Gelegenheit nutzen, um Christoph Boecken ein fettes Dankeschön auszusprechen! Warum? Weil er uns Woche für Woche immer wieder Besucher vorbeischickt. Wie das? Nun, auf f5punkt6.de präsentiert er schön und immer aktuell die neuesten Einträge aus der Fotografieblog-Szene – zu der wir uns ebenfalls zählen.

Und wenn wir schon dabei sind, danke zu sagen und bei Christoph sind, empfehlen wir Euch sein Magazin jeriko.de, falls Ihr es nicht schon längst kennt. Das aktuelle Interview mit Jörg M. Colberg hat es übrigens in sich.

 

Fotospecial: Urbane Stillleben mit Fenster

Flickr

500px

 

Deutschsprachig

Die ZEIT hat den Fotografen Tobias Zielony interviewt. Zwar ein relativ kurzes Inview, das aber einige spannende Ansätze enthält, (über) die es lohnt, nach- und weiterzudenken.

• Anne Koch (Ihr erinnert Euch vielleicht an ihren Gastartikel) war auf Helgoland und hat von dort ganz wunderbare Aufnahmen mit nach Hause gebracht.

• Wir empfehlen, diese Petition zu unterschreiben. Zur Prüfung der Abgabepflicht zur Künstlersozialversicherung durch Rentenversicherung.

• Nur noch heute könnt Ihr für den IMS PhotoContest ein Bild einreichen. Thema des Wettbewerbs ist „Berge in Licht und Schatten“. Viel Glück!

• „Das Gefühl, jung zu sein“ haben C. Kniel und I. Mess versucht, einzufangen. Wie? Mit stimmungsvollen Portraits, die die ZEIT vorgestellt hat.

 

International

• Der Fotograf Todd Hido nutzt für seinen Instagram-Account Fotos aus der Kodak Instamatic. Wenn das mal nicht linientreu ist.

• Jon Rafman findet auf Google Streetview Sachen, die beim Betrachter ein großes Fragezeichen (oder Schmunzeln) hinterlassen.

• Eine Kamera einfach ausdrucken? Mit diesem Open-Source-Projekt geht’s. Wenn man Zugang zu einem 3D-Drucker hat. Auf dem kann man sich dann alle Teile ausdrucken, sie zusammenbauen und los geht’s.

• Das LIFE Magazin zeigt jeweils ein Foto von historischer Bedeutung aus 37 Jahren Zeitgeschichte. Und natürlich ist die Nummer eins von Robert Capa, dem Mitbegründer von Magnum.

• Champ ist vielleicht der glücklichste Golden Retriever der Welt: Seine Besitzerin, die 20-Jährige Candice macht ziemlich viele und ziemlich kreative Portraits von ihrem besten Freund.

• Michael Schindler macht Ferrotypien. Und zwar neuerdings auch sehr große. Das analoge Äquivalent zum Gigapixelfoto. Hier gibt’s auch ein Video darüber.

• Richard Rinaldis Serie „Touching Strangers“ besteht aus Portraits von jeweils mehreren Fremden, die der Fotograf auf der Straße anspricht und zu einem gemeinsamen Foto mit Körperkontakt überredet – die sich vorher aber ebenfalls fremd waren. Spannendes Konzept, das mit der Betrachtererwartung spielt.

• Im Museum of Fine Arts in Houston, Texas, wird es bald eine der größten Sammlungen von Fotografiebüchern der Welt geben. Bleibt abzuwarten, inwiefern sie der Öffentlichkeit zugänglich sein wird.

• Globe Rover ist ein Tumblr, das nur aus Satelliten-Aufnahmen von Google Earth besteht. Klingt doof? Falsch.

• Steve McCurry bloggte im Mai eine Serie von Portraits, die eine unmissverständliche Spache sprechen.

 

Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-Büchermarkt

buchtipps

• Kennt Ihr Maddie? Maddie ist keine Fotografin, Maddie ist eine Hündin, die gerade das komplette Internet verrückt macht und jetzt sind ihre Portraits auch als Buch erhältlich. Für 12,10 € ist der Bildband „Maddie on Things: A Super Serious Project About Dogs and Physics“* erhältlich. Auf Instagram könnt Ihr einen Eindruck von ihren Bildern bekommen oder auch auf der dazugehörigen Webseite.

• Das Gesamtwerk von Herbert List* umfasst ganz großartige Schwarzweißaufnahmen, die zum Teil schön surreal anmuten. Für 9,95 € kann man sich die Bilder bereits als Taschenbuch in den Schrank stellen – ganze 328 Seiten!

 

Videos

Benjamin Jenks sammelte Reiseerinnerungen der anderen Art und ließ sich zusammen mit insgesamt 930 Leuten ablichten.

 

Immer wieder magisch: Die Entstehung eines Bildes im Kollodium-Nassplatten-Verfahren.

 

Ausstellungen

Bill Perlmutter: Europe in the Fifties. Through a Soldier’s Lens
Zeit: 23. Mai – 15. August 2013 (verlängert!)
Ort: Galerie Hilaneh von Kories, Stresemannstr. 384a, 22761 Hamburg
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Ihr könnt euch niemals sicher sein
Zeit: 30. August – 6. Oktober 2013
Ort: Kunstmuseum Dieselkraftwerk, Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus
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Am Ende der Sehnsucht
Zeit: 19. Juni – 6. Oktober 2013
Ort: Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg
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Expedition – Photographien von Thomas Steuer
Zeit: 19. Juni – 11. Oktober 2013
Ort: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Kennedyallee 40, 53175 Bonn
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Helmut Newton: World without Men / Archives de Nuit
Zeit: 8. Dezember 2012 – 13. Oktober 2013
Ort: Helmut-Newton-Stiftung, Jebensstrasse 2, 10623 Berlin
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François-Marie Banier: Porträts
Zeit: 8. Dezember 2012 – 13. Oktober 2013
Ort: Helmut-Newton-Stiftung, Jebensstrasse 2, 10623 Berlin
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Inka Lindergård and Niclas Holmström – Becoming Wilderness
Zeit: 7. September -– 19. Oktober 2013
Ort: Swedish Photography, Karl-Marx-Allee 62, 10243 Berlin
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Max Regenberg – Der Gebrauch der Landschaft
Zeit: 9. März – 27. Oktober 2013
Ort: Städtische Galerie Wolfsburg, Schlossstraße 8, 38448 Wolfsburg
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Cotton Worldwide
Zeit: 28. April – 3. November 2013
Ort: TextilWerk Bocholt, Spinnerei, Industriestraße 5, 46395 Bocholt
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Textile Schwergewichte
Zeit: 28. April – 3. November 2013
Ort: TextilWerk Bocholt, Spinnerei, Industriestraße 5, 46395 Bocholt
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Kairo – Neue Bilder einer andauernden Revolution
Zeit: 16. August – 17. November 2013
Ort: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz, 20099 Hamburg
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Mario Marino – Faces of Africa
Zeit: 13. Juni – 31. Dezember 2013
Ort: Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, 5020 Salzburg
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O.T. – Michael Schade, Arthur Zalewski
Zeit: 27. September 2013 – 6. Januar 2014
Ort: Kunstmuseum Dieselkraftwerk, Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus
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Schicksale des Klimawandels
Zeit: 9. Juni 2013 – 12. Januar 2014
Ort: Museum Kunst der Westküste, Hauptstraße 7, 25938 Alkersum/Föhr
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„Schläft ein Lied in allen Dingen“ – Foto-Poesien von Vera Botterbusch.
Zeit: 26. Oktober 2013 – 9. Februar 2014
Ort: Literaturmuseum Romantikerhaus, Unterm Markt 12a, 07743 Jena
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Werksansichten – Historische Aufnahmen aus Oberhausen
Zeit: 21. Juni 2011 – Dauerausstellung
Ort: LVR-Industriemuseum, St. Antony-Hütte, Antoniestraße 32-34, 46119 Oberhausen
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Mehr aktuelle Ausstellungen

 

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7 Kommentare

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    • Olivia, vielen Dank für die Idee. Mit Wettbewerben ist es leider nicht so einfach. Es gibt gerade im Internet sehr viele Wettbewerbe, aber nur wenige, die wir mit wirklich gutem Gewissen weiterempfehlen können. Oft dienen Wettbewerbe nur dazu möglichst kostengünstig gute Bilder für Werbezwecke zu bekommen. Gerade bei kleinen Wettbewerben fehlen auch mal wichtige Hinweise, was überhaupt mit den Bildern passiert, oder wie der Gewinner ermittelt wird.

      Wir halten die Augen offen nach empfehlenswerten Wettbewerben, aber es sind auf jeden Fall zu wenig, um sie in den Fruits fest verankern zu können.

      Anbei mal eine Gegenfrage an alle Leser:
      Wie wichtig sind Euch Wettbewerbe und welche Vorraussetzungen müssen sie erfüllen, damit Ihr teilnehmen würdet. Welche Preise erwartet Ihr von einem Wettbewerb? Ist zum Beipsiel ein Wettbewerb, der mit einem 100€ Gutschein für einen Internetshop als Hauptpreis wirbt für Euch legitim?

      • Hmm, gute Frage, finde Wettbewerbe allgemein schon interessant. Wenn sie zu groß sind ist die Gefahr einer unter millionen zu sein und dann macht das teilnehmen auch selten Spaß.
        Wenn sie nur zum abfischen von günstigen Bildern sind auch nicht. Ich denke Internetshoppreis 100€ ist an sich legitim, aber es kommt trotzdem auf den Anbieter an. Wenn es ein großer Anbieter mit Milliardenumsatz ist, finde ich den Gewinn für kostenfreie Bilder zu gering und würde es nicht unterstützen wollen.

  1. Wieder mal sehr schöne Sammlung. Vor allem wusste ich noch nichts von Jeriko (ist sofort in meinem Reader gelandet) und das Interview mit Tobias Zielony schneidet auch viele Themen an, die mehr Beachtung verdienen.
    Dankeschön!

  2. Hallo liebes Kwerfeldein-Team,
    mir fällt auf, dass bei Euren Bowserfruits immer wieder Beiträge/Videos über das Kollodium-Nassplatten-Verfahren dabei sind. Fotografiert jemand von Euch in dieser 162 Jahre alten Technik?
    Ich bin halt neugierig ;-)

    • Hallo Barbara, ungefähr der halben Redaktion juckt es beim Gucken dieser Videos ständig in den Fingern, aber leider hat es niemand von uns bisher selbst gemacht. Wenn es mal soweit sein sollte, findet sich hier sicher auch ein Erfahrungsbericht. :)

  3. Blogartikel dazu: browserFruits Juli #4 - kwerfeldein - Fotografie Magazin