17. November 2012 Lesezeit: ~2 Minuten

Deutscher Fotobuchpreis 2013

Ich mochte die Fotografie nie, nicht um der Fotografie willen, jedenfalls. Ich mag das Objekt. Ich mag Fotografien, wenn man sie in der Hand hält.
– Robert Mapplethorpe

Fotografien zum In-der-Hand-Halten. Das Fühlen, Blättern und Riechen allein macht einen Bildband schon zu etwas Besonderem. Aber nicht nur das. Der Deutsche Fotobuchpreis prämiert jährlich Fotobücher. Aus 173 nominierten Titeln erhielten gestern Abend 22 Fotobücher das Prädikat „Sieger Deutscher Fotobuchpreis 2013“. Fünf davon wurden mit Gold, 17 mit Silber ausgezeichnet.

Da die Teilnahme am Wettbewerb einen kleinen Beitrag kostet und erst ab einer Auflage von 500 Exemplaren möglich ist, liegen die bekannten, großen Verläge weit vorne. Besonders der Hatje-Cantz-Verlag und Steidl stechen aus der Masse hervor.

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In der Kategorie „Fotobildbände“ wurden folgende drei Werke mit Gold prämiert:

Poppy Trails of Afghan Heroin*
von Robert Knoth & Antoinette de Jong
erschienen im Hatje Cantz Verlag
Preis: 39,80 EUR

Darkroom*
von Adam Bartos
erschienen im Steidl Verlag
Preis: 45,99 EUR

hier weit entfernt*
von Pentti Sammallahti
erschienen im Kehrer Verlag
Preis: 55 EUR

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In der Kategorie „Fotogeschichte & Fototheorie“ erhielten Gold:

Nostalgia: Das Russland von Zar Nikolaus II.*
von Sergei Mikhailovich Prokudin-Gorskii
erschienen im Gestalten Verlag
Preis: 49,90 EUR

Documenting Science*
von Berenice Abbott
erschienen im Steidl Verlag
Preis: 48 EUR

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Die 17 Silber-Preisträger findet Ihr auf der Seite des Deutschen Fotobuchpreises. Wir haben überlegt, ob wir etwas zu den einzelnen Bänden schreiben sollten. Da wir jedoch kaum eines bisher selbst im Regal stehen haben, werden wir die Gewinnerbücher in der nächsten Zeit erst einmal genauer unter die Lupe nehmen und wenn sie uns gefallen, natürlich auch rezensieren.

Ohne Bedenken empfehlen können wir auf jeden Fall „Gärtners Reise“* von Sibylle Fendt, das unser Redakteur Robert Herrmann mit seiner Spürnase für besondere Fotobücher bereits in der Vergangenheit für Euch rezensiert hat.

Kennt Ihr vielleicht eines der Fotobücher aus erster Hand und könnt mehr darüber erzählen, wie es Euch gefallen hat? Oder interessiert Euch eines der Bücher besonders, das wir zuerst für eine Rezension ansehen sollen?

 

* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr darüber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr zahlt aber keinen Cent mehr.

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6 Kommentare

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  1. Auch wenn man mich einen Ignoranten nennt, egal, „Gärtners Reise“ ist mein Favorit. Es spricht mich thematisch an, und die Bilder sind wunderbar; darum nehme ich es, im Gegensatz zu manch anderen Fotobüchern, immer mal wieder zur Hand, um darin zu blättern.

  2. treffender als maplehorp kann man es wirklich kaum ausdrücken.
    nur ist leider auch ein buch in nichts mit einem echten bild zu vergleichen. ein buchdruck, und mehr noch ein digitales bild ist nur ein abklatsch. erst wenn man ein bild in händen hält, es fühlen, fassen und spüren kann, erlebt man das, was fotografie vermag.