28. Dezember 2011 Lesezeit: ~5 Minuten

Schreibt für kwerfeldein

Bei einer der letzten Redaktionskonferenzen kam die Idee auf, Euch Leser zu fragen, wer Lust hat, einen Artikel für KWERFELDEIN zu schreiben. Es gab etwas Hin und Her, ob das nicht aussehen könnte, als hätten wir keine eigenen Ideen mehr. Könnte so aussehen, ist aber nicht so und wir fragen Euch jetzt auch einfach trotzdem.

Denn wer könnte interessante Serien fotografiert haben, Wissen über die Themen besitzen, die wir hier jeden Tag behandeln oder einen spannenden Diskurs anstoßen wie oft in den Kommentaren? Richtig, Ihr selbst. Und es wäre ja auch nicht das erste Mal, dass einer unserer Leser selbst zum Autor wird und mit allen anderen hier seine Bilder und sein Wissen teilt.

Foto: Christof Schoppa

Also, was haben wir uns vorgestellt?

Thematisch ist die Palette so weit und breit gefächert, wie Ihr sie von uns gewohnt seid. Serienvorstellungen, fotografische Philosophie, Anleitungen, illustrierte Erfahrungs- und Reiseberichte, Grundlagentipps für das eigene Fotogenre – all das und im Grunde auch alles, was Ihr Euch vorstellen könnt, bei uns zu lesen, ist herzlich willkommen.

Um Euer Thema zu finden, macht einmal einen Schritt nach hinten und schaut auf Eure eigene Fotografie: Was bewegt Euch? Was ist Euer persönliches Spezialgebiet? Was habt Ihr zur Fotografie zu sagen? Was lag Euch schon immer auf dem Herzen? Habt Ihr anderen etwas schon so oft erklärt, dass es Zeit wird, eine umfassende Anleitung zu verfassen? Gibt es da eine Serie, die besonders herausragend ist?

Wahrscheinlich bekommt Ihr so eine Idee, worüber Ihr schreiben könntet. Und wenn Ihr dann noch das Gefühl habt, dass Eure Fotos mit dem mithalten können, was Ihr hier seht und das andere aus einem Artikel von Euch für sich etwas mitnehmen können oder daraus eine spannende Diskussion entstehen könnte, dann ist der Grundstein schon gelegt.

Foto: Aileen Wessely, Modell: Anne

Wie kann man sich bewerben?

Bevor Ihr so richtig Gas gebt und uns Euren Artikel schickt, setzen wir etwas weiter unten an: Schreibt erst einmal die Idee auf. In nur einer handvoll Sätzen, die skizzieren, was Euer Artikel beinhalten soll. Eine Zusammenfassung, die uns einen Eindruck von Teilthemen beziehungsweise Breite und Tiefe Eures abgesteckten Themas gibt.

Dazu gebt Ihr uns ein paar Eurer Bilder (oder noch besser: Links zu Euren Bildern), die den Artikel passend zum Thema illustrieren könnten. Je nach finaler Länge des Artikels und der Form (Vorstellung, Anleitung, …) kann es auch sinnvoll sein, eigens weitere passende Fotos zu machen, über die Ihr Euch vorab schon Gedanken machen solltet.

Dieses Päckchen schnürt und schickt Ihr uns per E-Mail bis zum Sonntag, den 8. Januar 2012.

Erst danach, wenn die ganze Redaktion – hoffentlich gut erholt – aus dem Weihnachtsurlaub zurück ist, beginnen wir, Eure Einsendungen zu sichten und allen vielversprechenden Ideen einen Redakteur zuzuordnen, der Euch bis zum fertigen Artikel betreut. Je nachdem, wie viel Post wir von Euch bekommen, kann das eine ganze Weile dauern, daher bitten wir Euch um etwas Geduld.

Das bedeutet auch, dass wir nicht jeder Idee, die wir nicht überzeugend finden, eine ausformulierte Absage schicken können. Bitte seid also nicht böse, falls Ihr nichts von uns hört. Es bedeutet nur, dass wir die Zeit, die wir haben, in die Vorbereitung neuer Artikel investieren.

Foto: Katja Kemnitz

Wie werden aus Euren Ideen Artikel?

Aus der Skizze Eurer Artikelideen machen wir mit Euch gemeinsam fertige Artikel, indem es wie beim Ping Pong einige Male hin und her geht: Der für Euch zuständige Redakteur gibt Euch Feedback, Fragen und Anregungen dazu, wie Euer Thema eingegrenzt oder erweitert werden kann, wie Abschnitte sinnvoller gegliedert werden können oder welche Teile vielleicht unklar sind. Darauf reagiert Ihr mit einer neuen Version, und so weiter.

Am Ende wird das Ganze mit passenden Fotos von Euch illustriert, mit einem kurzen Autorenportrait abgerundet und in den Veröffentlichungsrhythmus eingegliedert. Vor der Veröffentlichung lesen mehrere Redakteure Korrektur, sodass Schwierigkeiten mit Rechtschreibung, Grammatik oder Ausdruck kein Grund sind, nicht zu schreiben.

Wie viel Zeit von der Idee bis zum Artikel vergeht, ist individuell ganz verschieden. Manchmal ist ein Text fast auf Anhieb perfekt, meistens vergehen ein paar Wochen, in denen man den Text schon einmal für eine Zeit beiseite legen und dann neu anschauen muss.

Allgemeine Fragen könnt Ihr gern in den Kommentaren stellen. So sehen alle anderen, die sich vielleicht genau das Gleiche gefragt haben, auch die Antworten. Und jetzt warten wir gespannt auf Eure Ideen für KWERFELDEIN.

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18 Kommentare

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  1. das ist einfach „kwer“ gedacht und sehr genial. und ich wäre nie auf die idee gekommen euch den vorwurf zu machen das gerade IHR keine eigenen ideen mehr habt. hier sieht man doch was ihr für ver“kwere“ köpfe habt und zwar mit ausgefallenen und guten eigenen ideen. ich bin total gespannt auf die artikel und die daraus resultierenden dikussionen.

    gespannt wartend sage ich..ohhlala

  2. Da überlege ich mir doch gerne mal was!

    Danke schon mal für das Angebot an uns Leser, das kann ja ein schöner bunter Mix werden;)
    Ist vielleicht besonders für diejenigen interessant, die schon etwas geschrieben haben, oder aber bei denen ein paar gute Ideen auf der hohen Kante liegen, wo es aber bisher nicht zum eigenen Blog gereicht hat.

    Also, bis dann
    Jan;)

  3. Ich finde die Idee naheliegend und gut. Für ziemlich willkürlich und nicht wirklich sinnvoll halte ich die zeitliche Begrenzung der Aktion, noch dazu mit so kurzer Frist. Aber das müsst Ihr wissen und werdet sicher Eure Gründe haben.

    • Hallo Stefan, wir werden keinen Vorschlag verschmähen, der später reingeflattert kommt. Eine Frist zu setzen ist zum einen eine psychologische Entscheidung, weil wir aus eigener Erfahrung wissen, dass man sich dann eher ransetzt, wenn man weiß, wann etwas da sein soll. Und zum anderen ist es ein Rahmen für uns, da wir im Vorfeld natürlich nicht ahnen können, wie viele Einsendungen es geben wird. Wenn wir ein Zeitfenster abstecken, ist es also insgesamt für alle etwas einfacher.

      Wer aus irgendeinem Grund erst später dazu kommt, einen Vorschlag zu schicken, kann das natürlich gern tun, das war bisher ja auch immer ohne diese Aktion möglich.

  4. Das ist nur konsequent, war mein erster Gedanke: Kwer Feld ein sozusagen – Leser schreiben für Leser… Gefällt mir sehr. Ich würde auch gern was beitragen, doch der Termin bis 8. Januar inhaltliche Vorschläge einzusenden, ist für mich wahrscheinlich unrealistisch und zu eng gesetzt. Ich werde es mal sacken lassen. Der Gedanke ist ja noch ganz frisch.
    Lieben Gruß Lis

  5. Die Idee ist schon okay, bloß der termin etwas früh. Ich würde schon gerne für Euch ein paar Dinge über Fotografie schreiben, aber erst einmal Gedanken darüber schreiben was, worüber usw., und dann im Nachherein den richtigen Artikel, ich weisss nicht. Warum nicht gleich einen richtigen Beitrag? Es gibt ja nicht wirklich hunderttausende Fotografen, die auch wirklich gut schreiben können (muss ja auch nicht sein :-) ). Aber wenn wenn ich Euch etwas schicke – natürlich ohne finanzielle Ansprüche – warum muss ich vorher erst ein Expose erstellen? Ich fotografiere seit etwa 50 Jahren und bin seit über 20 Jahren Redakteur (nur so, als Gedanke), überdenkt das noch ein wenig. Ist ja nicht eilig, oder?
    LG aus Berlin Jörg

    • Hallo Jörg, wie schon auf einen anderen Kommentar geantwortet: Auch nach dem Termin nehmen wir gern Artikel an. Der zeitliche Rahmen ist für alle, denen es dadurch leichter fällt, sich mal hinzusetzen und etwas auszutüfteln. Und wer eh schon einen fertigen Artikel hat… kann auch den schicken. Es sind zwischen den Exposés auch schon fertige Artikel bei uns eingetrudelt, die werden wir nicht verschmähen. :)

  6. Mist, zu spät gelesen. Dann halt nicht – aber wenn ihr mal wieder so eine Aktion startet und ich das rechtzeitig mitbekomme, hätte ich auch noch ein recht interessantes Thema auf Lager.