07. Oktober 2011 Lesezeit: ~5 Minuten

Ich lasse mich fotografieren, weil …

Jeder Fotograf hat sich sicher schon mit der Frage auseinandergesetzt, warum er fotografiert. Was ist die Motivation, ständig wieder loszuziehen und neue Bilder zu machen? Genau so wichtig ist es jedoch für Portraitfotografen, die Motivation seines Gegenübers zu kennen.

Diese kann durchaus verschieden sein. Von dem Willen, ein schönes Bild von sich selbst zu erhalten über die Neugierde, etwas Neues auszuprobieren bis hin zum Geldverdienen. Diese theoretisch möglichen Motivationen wollen wir greifbarer machen. Wir haben deshalb verschiedene Modelle nach ihrem Hintergrund gefragt. Jeder sollte kurz und prägnant erzählen, warum er sich fotografieren lässt.

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Fotograf: ~t.k.~ Fotografie

Kat von K.

Die Intention dahinter: An Vergangenes erinnern, Gegenwärtiges festhalten und Zukünftiges unvergesslich machen! Aus dem ersten Kontakt entwickelte sich eine Leidenschaft, der ich mich seit 2007 verschrieben habe. „Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters“. Man selber hat meist keine objektive Einschätzung zu sich selbst, deshalb ist es jedes Mal spannend zu sehen wie das Gegenüber einen wahrnimmt und „festhält“.

Zu jedem Bild gibt es ein Gefühl, einen Moment, eine Geschichte und vor allem eine Begegnung, die in den meisten Fällen nie stattgefunden hätte, wenn es nicht die gemeinsame Affinität zur Fotografie gäbe. Ich bin in den letzten fünf Jahren Menschen begegnet, die mein Leben seither begleiten und bereichern.

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Fotograf: Tom Lanzrath

Myra Snöflinga

„Mir geht’s so gut, weil ich’n Mädchen bin“ – Die Aussage eines in den 90ern erschienen Songs, die ich wohl die längste Zeit meines bisherigen Lebens nicht nachvollziehen konnte. Bis ich vor etwa anderthalb Jahren mit dem Modeln begann. Schnell wurde es zur meiner Leidenschaft, zu etwas, das mich aufleben lässt, meine Kreativität fördert, etwas in dem es keine Grenzen gibt.

Ich lerne mich selbst kennen und kann mich doch immer wieder neu erfinden. Mein Blick auf so manche alltäglichen Dinge hat sich geändert, mein Sinn für „Schönheit“ hat sich verschoben. Ich kann nun endlich sagen „Mir geht’s so gut, weil ich’n Mädchen bin“.

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Fotograf: Katja Hoppe

Boris Schmit

Der Schritt, als Modell zu arbeiten war eher ein Zufall! Eine gute Freundin sprach mich an und suchte einen Partner für ein Shooting. Ich sagte ihr zu und schon waren die ersten Bilder gemacht und ich merkte sehr schnell, dass ich mich vor der Kamera wohlfühlte.

Zudem bekam ich eine sehr gute Resonanz auf meine ersten Bilder. Das ist nun sechs Jahre her und ich arbeite mittlerweile semi-professionell als Modell und habe es in den letzten Jahren geschafft, mit namenhaften Agenturen und Auftraggebern zusammenzuarbeiten.

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Fotograf: Tom Lanzrath

Tanya Gouraige

Meine Karriere als Model begann mit einem Geschenk: Mein Mann organisierte für mich ein Fotoshooting. Bis zu diesem Zeitpunkt fand ich mich nicht besonders attraktiv. Ich hatte auch nicht viel Selbstbewusstsein. Durch dieses Shooting änderte sich jedoch alles.

Die Resonanz auf die Fotos war so positiv, dass ich den Mut hatte, mich als Modell bei Agenturen zu bewerben. Mit Erfolg, wie man sieht! Dies wiederum beweist, dass man auch mit weiblichen Kurven erfolgreich sein kann und dass sich die Modewelt in dieser Beziehung sehr geändert hat. Ich bin schön – so wie ich bin! Dank meiner Kurven.

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Fotograf: Thea Schneider

Sarahbella

Als ich 14 war, sprach mich eine Modelagentur an, dass ich Fotos von mir einschicken sollte. Sie sagten mir aber auch, dass ich ein wenig abnehmen müsse. Ein paar Jahre später mit 18 hatte ich dann mein erstes Shooting, das ich über die Model-Kartei fand.

Es machte mir so viel Spaß, dass schnell darauf weitere Projekte, Shootings und Werbespotts folgten. Ich denke, dass das Modeln mein Selbstbewusstsein gestärkt hat und ich dadurch auch meine Kreativität durch Ideen von Stylings und Themen zum Ausdruck bringen kann. Das Modeln ist zu einem großen Teil meines Lebens geworden!

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Fotograf: Fabian Stürtz

Arijana Sandfort

Ich stehe seit drei Jahren vor der Kamera. Dazu gebracht hat mich der Fotograf Sven Korejtko, der mich sozusagen „auf der Straße entdeckt“ hat. Ich habe eine große Leidenschaft dafür entwickelt, sodass ich es seit dem Frühjahr zu meinem Hauptberuf gemacht habe und davon beziehungsweise dafür lebe.

Ich habe das Gefühl, vor der Kamera ganz ich selbst sein zu können. Ich fühle mich frei und kann alle meine Gefühle und Emotionen nach außen tragen. Außerdem kann ich dort auch jemand anderes sein, in andere Rollen schlüpfen, was ja immer einen gewissen Reiz hat.

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Fotograf: Monique Zöllner

Garik Bertram

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum ich vor der Kamera stehe, aber an erster Stelle steht der Spaß daran, fotografiert zu werden. Ich liebe es, meine Facetten zu zeigen, mich in eine Rolle zu versetzen, die neu für mich ist und es damit gleichzeitig noch interessanter macht.

Der Ausdruck ist eines der wichtigsten Merkmale für ein Modell, daher gebe ich mir dabei größte Mühe. Außerdem ist es eine schöne Erinnerung, wenn man sich die Bilder von vor mehreren Jahren anschaut und sieht, was man schon erreicht hat.

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  1. Als Fotograf ist das „WARUM“ einer meiner ersten Fragen an das Model während des Vorgespräches zu einem Shooting. Es ist wichtig, um sich richtig auf sein Gegenüber einstellen zu können. Genauso sollte diese Frage jedes Model an seinen Fotografen richten.