13. September 2011 Lesezeit: ~3 Minuten

KinderAugenBlicke

Meine Welt der Fotografie dreht sich um die Kleinsten von uns. Durch meine kleine Nichte, die 2006 geboren wurde, fiel mir auf, wie schnell sich so ein kleines Wesen verändert und entwickelt.

So wuchs in mir sehr schnell der Wunsch, jeden kleinsten Moment auf Bildern festzuhalten. Mit der Zeit kamen auch Kinder von Freunden und Bekannten vor meine Linse und ich bemerkte, wie viel Spaß es macht, Kinder zu fotografieren.

Kinderfotografie ist etwas ganz Besonderes, da sie für mich die ehrlichste Art der Fotografie ist! Kinder lassen sich nicht verstellen, daher sollte man auch nichts erzwingen wollen. Jedes Kind, das ich fotografieren durfte, nahm mich mit auf eine ganz eigene Reise.

Das eine ist eher wild mit viel Spaß, das andere ruhig und verträumt. Lässt man sich auf diese Reise ein, so zeigen die Kleinen einem von ganz allein ihr Wesen und lassen einen an wundervollen Momenten teilhaben, die man dann auf Bildern festhalten kann.

Für mich selbst ist es jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung und Freude diese kleinen – wie ich sie nenne – „Zaubermenschen“ zu fotografieren. Bei meinen Shootings merke ich, dass man sehr schnell einen Draht zu den Kleinen findet, indem man sie direkt in die Kamera „Blödsinn“ machen lässt, wie zum Beispiel Zunge rausstrecken oder Grimassen ziehen. Dabei entstehen lustige Bilder, die die Kleinen direkt auf dem Display ansehen können und so die Lust und Freude am Shooting zusätzlich steigern.

Natürlich kann man ein Shooting mit Kindern oder Babys nicht an einen straffen Zeitplan binden, daher ist es wichtig, genug Zeit einzuplanen, da man vorab meist nicht abschätzen kann, wie lang die Lust am fotografiert werden bestehen wird. Das sind bei einem zehn Minuten, bei anderen eine Stunde und mehr.

Technisch gesehen ist der Unterschied zur „normalen“ Portrait- oder Menschenfotografie der, dass man die Situationen nicht stellen kann und sich für mich gezeigt hat, dass man am besten mit flexiblen Brennweiten arbeitet (schnelles Teleobjektiv).

Man kann nie voraussehen, was als nächstes passiert und hat mit einem Telezoom auch von Weitem die Möglichkeit, einmalige Augenblicke festzuhalten, ohne die Kinder dabei in ihrem natürlichen Tun und Handeln zu stören.

Entgegen der allgemeinen Kinderfotografie, die meist das Fröhliche, Farbenfrohe zeigt, mag ich es auch sehr, Kinder in ihren nachdenklichen oder schmollig-traurigen Momenten festzuhalten. Da darf die Bearbeitung passend zur Bildstimmung auch gerne schwarz-weiß und etwas dunkler sein.

Irgendwann habe ich angefangen, Accessoires wie Haarbänder, Tütüs und Mützen für meine Shooting selbst zu entwerfen, die sich super einbringen lassen und für mich das Kindliche zusätzlich hervorheben.

Ich persönlich möchte nicht mehr auf die Kinderfotografie verzichten, bereitet sie mir doch Freude und schenkt mir einzigartige und unbeschwerte fotografische Augenblicke, so wie sie für mich nur bei den Kleinsten von uns zu finden sind.

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